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Eine AGM Bordbatterie mit zwei Ladegeräten?


wing964 am 26 Jan 2016 17:36:12

Hallo zusammen,
ich fahre ein XGO dynastic 28 Wohnmobil und habe mal eine grundsätzliche Frage. Ich will meine 12V Anlage umbauen. Ich möchte auf eine 140A AGM Batterie mit entsprechendem Ladegerät umrüsten. Das Forum hat mir hierbei schon sehr geholfen. Da an meinem original Ladegerät (Italien) alle 12V Verbraucher wie Pumpen, 12V Steckdosen, Licht usw. direkt angeschlossen sind überlege ich, dass neue Ladegerät parallel anzuschliessen. Ich wollte dann zusätzlich 2 Sperrdioden zwischen alten Ladegerät und der neuen AGM Batterie setzen. Ob das so funktioniert? Bin mir nicht sicher. Vielleicht kann mir einer weiterhelfen.

M.f.G.
Alexander

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Heimdall am 26 Jan 2016 18:07:30

Welchen Zweck sollen die 2 Dioden haben? Es reicht doch das zweite Ladegerät einfach parallel anzuschließen, dann summieren sich die Ladeströme.
Das zweite LG sollte eine AGM Ladekennlinie haben.

kintzi am 26 Jan 2016 18:17:21

Brauchst Du nicht. Jeder IUoU Lader fährt seinen Zyklus (Kennlinie) ab, wobei in der Bulkphase sich beide strommäßig addieren oder puffern.
Wenn der erste eine Ladeschlußspann. v. 14,4 V hat u. der 2. 14,7V, fließt v. ersten ab > 14,4V kein Strom, bis 14,7V macht's dann Nr 2.
Nr 1 geht dann früher in Float, Nr.2 später. Die höhere Spannung wirkt auf d. Batts. Gegen Rückstrom sind die Lader immer gesperrt, sonst dürfte man auch keine Solarbatts einfach so an die Batts hängen. Gr. Richi

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xbmcg am 26 Jan 2016 18:39:14

Die Dioden haben einen anderen Sinn: Batterietrennung.
Damit soll verhindert werden, dass eine defekte Batterie die andere mit zerstört.

Die Lösung mit Dioden erfordert je ein Paar auf der Ladeseite und ein Paar auf der Lastseite der Batterien.

Alternativ gibt es auch BMS Systeme, die die Batterien verwalten und bei Bedarf aufschalten.

Wenn man gleiche, gleich alte Batterien nimmt, könnte man sie auch direkt parallel schalten.
Ein Zellschluss kann aber zu großen Problemen führen bei hoher Kapazität, was zum Kochen / Platzen der Batterie
oder auch zum Fahrzeugbrand führen kann. Deshalb empfiehlt es sich bei so einer Verschaltung die Überbrückung
und die Abgänge einzeln entsprechend stark abzusichern.

kintzi am 26 Jan 2016 22:56:03

Ach so, meinte er Sperre? Bei zweien unüblich, bei mehr ja. Nachteile : Zener zur Vermeidung gr. Spannungsabfall, bei höheren Strömen teuer. Gr. Richi

Gast am 27 Jan 2016 02:22:39

Die Dioden haben einen anderen Sinn: Batterietrennung.
Damit soll verhindert werden, dass eine defekte Batterie die andere mit zerstört.


schau mal im web nach "Zero voltage diode" so kannst Du den lästigen Spannungsabfall der normalen Dioden vermeiden ...
Ein weiterer Vorteil von getrennten Akkus, man kann jedem Akku ein eigenes Ladegerät ((Landanschluss ) gönnen.

Gast am 27 Jan 2016 02:33:37

schau mal nach LTC4412 --> Link

kintzi am 27 Jan 2016 03:29:31

Kintzi:
...Zener zur Vermeidung...

Quatsch, meinte Schottky. Aber wie gesagt, bei 2 Batt wird kaum einer..., bei größeren Bänken ja oder mit Schaltern u. Spannungsüberwachung, s. Yachtelektrik..
Gr.Richi

wing964 am 27 Jan 2016 07:33:45

Hallo zusammen,
erst einmal vielen Dank für die schnellen Antworten. Wenn ich richtig verstanden habe, kann ich die beiden Ladegeräte (das neue mit Kennlinie) parallel schalten ohne Dioden? Ich habe ja nur eine Bordbatterie!
M.f.G.
Alexander

Heimdall am 27 Jan 2016 09:28:15

wing964 hat geschrieben:Hallo zusammen,
erst einmal vielen Dank für die schnellen Antworten. Wenn ich richtig verstanden habe, kann ich die beiden Ladegeräte (das neue mit Kennlinie) parallel schalten ohne Dioden? Ich habe ja nur eine Bordbatterie!
M.f.G.
Alexander

Genau so ist es, Alexander, machen wir doch alle mit AGM Batt. und Zusatzlader. Ich mach das z.B. mit einem CTEK MXS 10 mit 2 AGM mit 95Ah. Bei nur einer Batt. würde ein MXS 5 auch reichen. Wichtig ist, dass das Zusatz LG 14,7 V Ladeschlussspannung kann !

willi_chic am 27 Jan 2016 10:12:37

also ich hab da 2 Theorien:

1. der Herr Kirchhoff sagt: "In einem Knotenpunkt eines elektrischen Netzwerkes ist die Summe der zufließenden Ströme gleich der Summe der abfließenden Ströme", also Addition

2. mein Bauch sagt: "es liefert nur dasjenige Netzteil mit der momentan höheren Spannung"

denn wenn in dem Netzwerk mehrere Spannung im Spiel sind wirds komplizierter
wer weiß es besser und kanns begründen?

grüße klaus

wing964 am 27 Jan 2016 10:18:32

Hallo Heimdall,
ich habe ein Votronic Pb 1250 SMT 3B gekauft. Das gleiche Ladergerät hatte ich schon in meinem Wohnwagen verbaut und war damit sehr zufrieden.
Gruß
Alexander

Heimdall am 27 Jan 2016 10:48:09

wing964 hat geschrieben:Hallo Heimdall,
ich habe ein Votronic Pb 1250 SMT 3B gekauft. Das gleiche Ladergerät hatte ich schon in meinem Wohnwagen verbaut und war damit sehr zufrieden.
Gruß
Alexander

Alexander, das Votronic LG hat 14,8 V für AGM, das passt gut. Da hast dich aber arg in die Unkosten gestürzt. Nur um eine B. zu laden hättest dafür vier CTEK MXS10 bekommen. Oder ein MXS 10 UND eine zweite AGM dazu, dann hättest die doppelte Stromkapazität und ein LG gehabt. :-)

xbmcg am 27 Jan 2016 11:47:00

willi_chic hat geschrieben:also ich hab da 2 Theorien:

1. der Herr Kirchhoff sagt: "In einem Knotenpunkt eines elektrischen Netzwerkes ist die Summe der zufließenden Ströme gleich der Summe der abfließenden Ströme", also Addition
willi_chic hat geschrieben:2. mein Bauch sagt: "es liefert nur dasjenige Netzteil mit der momentan höheren Spannung"
willi_chic hat geschrieben:denn wenn in dem Netzwerk mehrere Spannung im Spiel sind wirds komplizierter
wer weiß es besser und kanns begründen?

grüße klaus


Ich erkläre es Dir:

1. ist richtig.
2. ist falsch, weil Dein Bauch von idealen Spannungsquellen ausgeht.

Ein Ladegerät hat einen Innenwiederstand, die Batteriebank auch. Wenn das Ladegerät angeschlossen ist, pendelt sich die Spannung
zwischen Ladegerät und Akku auf einen Wert ein und es fließt ein Ladestrom. Dieser ist durch die Spannungsdifferenz zwischen
Batterie und Ladegerät und den in Reihe liegenden Innenwiederständen als Spannungsteiler definiert.

Das Gleiche passiert beim 2. Ladegerät, das dazu parallel geschaltet ist. Beide Ladegeräte liefern Strom an den Akku, mit unterschiedlicher
Stromstärke - entsprechend ihrer Leerlaufspannung (besser Differenz zur Batteriespannung) und Innenwiederstand.

Das kann man auch empirisch ermitteln, indem man 2 Amperemeter in den jeweiligen Ladeleitungen einbaut und die Ströme misst.

willi_chic am 27 Jan 2016 12:06:02

xbmcg hat geschrieben:Ein Ladegerät hat einen Innenwiederstand.....

ja und nein

ja, weil die Leistung nicht unendlich ist
nein, weil die Spannung konstant gehalten wird (bis zur Leistungsgrenze)

und ich denk jetzt hab ichs:
solange in der Anfangsphase mit I = const geladen wird, addieren sich die Ströme, ab der U = const Phase liefert nur noch das Kadegerät mit der höheren Spannung
(kann man sich mit der Füllung vom Wasserfass mit 2 unterschiedlich hohen Schläuchen gut vorstellen)

grüße klaus

xbmcg am 27 Jan 2016 12:14:24

Solange eine Spannungsdifferenz zwischen Batterie und Ladegerät besteht, fließt auch ein Strom.
Erst, wenn die Batteriespannung höher ist als die Spannung vom Ladegerät, ist der Strom in diesem Zweig = 0.

kintzi am 27 Jan 2016 12:34:10

Oder
I Lade = U Lader - U Batt / R Batt

Ladestrom = Ladespannung minus Batt.-Spannung geteilt durch Batt.-Widerstand.

Beispiel: Schlußspannung Lader 1 = 14,4 V, Lader 2 = 14,8V

Lader 1 beteiligt sich mit Strom nach Kirchhoff bis Battspannung 14,4 V , danach Differenz = 0, Strom = 0.
Lader 2 macht bis 14,8V weiter, danach ebenfalls 0.
Erhaltung macht der, der höhere Erhaltungspannung hat. Bei absinkender Batt-Spannung unter die Erhaltungsspannung ensteht
wieder kleine Spannungsdifferenz, die mit kleinem Ladestrom ausgeglichen wird, evtl. bei manchen Systemen auch mit Spannungsimpuls.
Gr. Richi

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