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Hallo zusammen, wir haben uns in den Kopf gesetzt zu Reisemobilisten zu werden. Nachdem wir nun viel herungesehen haben, kristallisieren sich unsere Wünsche heraus, doch finden wir nicht den richtigen Wagen dazu. So soll es sein: Was wir uns wünschen: Wir wollen zu zweit sowohl weitere Reisen bis zu 3 Wochen als auch alltägliche Ausflüge mit einfacher Übernachtung erleben. Beim Reisen werden wir immer wieder längere Anfrahrstrecken haben (z.B. nach Schottland, Spanien oder Italien), weshalb ich ein Fahrzeug mit guten Fahrleistungen und ohne Geschwindigkeitsbegrenzung wünsche. Um weniger aufzufallen ist mir ein Kastenwagen besonders sympathisch. So kann man eher inkognito übernachten. Da wir gerne Fahrrad fahren, sollen 2 Fahrräder ( je ca. 15 kg) mit /die z.B. ans Heck oder auf eine AHK kommen. Bequemes Reisen bedeutet für uns: kräftiges Drehmoment und eine Wandlerautomatik gepaart mit einem souveränem Fahrwerk und möglichst geringer Seitenempfindlichkeit. Bequemes Schlafen heißt für uns: Doppelbett und eine Möglichkeit für jeden aufzustehen ohne über den anderen hinwegturnen zu müssen oder eine Leiter zu überwinden. Sanitärunabhängigkeit ist ein muss: Waschbecken, Dusche und Toilette müssen dabei sein, wenngleich nicht üppig. Beim Kochen werden die Ansprüche schon etwas größer. Wenngleich sicherlich ein Grill "für vor das Auto" mitgeführt werden wird, legen wir Wert auf einen 2-flammigen Gasherd und eine Ofen/Grill Kombination. (Vielleicht gibt es am Schlafplatz frischen Fisch...) Mikrowelle dagegen brauchen wir nicht, der Kühlschrank muss nicht üppig sein. Der Wohnraum muss gut klimatisierbar und heizbar sein, wenngleich wir wohl nicht bei sehr niedrigen Temperaturen im Minusbereich unterwegs sein werden. Bei der Suche sind wir auf den Luxor von CS-Mobile und den Regent S von La Strada (wenngleich die Betten quer stehen) gestoßen. Sprinter mit Automatik und langlebigem Euro6 3l Diesel ist eine super Basis - den Ducato und die anderen gibt es ja offenbar nicht mit echter Automatik. Ein Kastenwagen verspricht Unauffälligkeit , Fahrstabilität und Langlebigkeit. Und dann habe ich etwas konfiguriert und gesehen, dass neben meiner Frau und mir noch der Hund und eine Zahnbürste hineinpassen bevor der Wagen in die Überladung geht. Auflasten ist aufgrund der damit verbundenen Geschwindigkeitseinschränkung kein Thema. Gibt es ein Fahrzeug für unser Beuteschema "von der Stange", ist das überhaupt realisierbar und wenn ja, wer würde uns das bauen? Mit Dank für phantasievolle und kompetente Ideen grüßt Max. Moin Max, willkommen im Forum! :) Mit dem Luxor von CS bist Du schon mal auf dem richtigen Weg. Wenn Du den grossen Motor und die Automatik möchtest (kann ich nur empfehlen! :top: ), dann solltest Du Dich mit dem lieferbaren Zubehör zurückhalten, da sonst die Zuladung im Keller ist. Lästigerweise wird das Leergewicht mit dem Motor um 57 kg höher, ich habe zum Glück noch keine Bluetec-Version, so dass bei mir dafür 33 kg entfallen. Ausserdem gab's bei mir noch keine 7-Gang-Automatic, die gegenüber der 5-Gang-Version noch mal um 15 kg schwerer ist. Lass Dich bei CS mal beraten, was bei konsequentem "Leichtbau" möglich ist. Es gibt eine Lösung für Fahrräder im Gepäckraum, da könnte das Mehrgewicht für AHK und Fahrradträger entfallen. Ich schlage Dir vor, die 3,88 to-Version nehmen und sie auf 3,5 to ablasten. Eierlegende Wollmilchsau die 115te... Eigentlich ist die Entscheidung ganz einfach: Der pure Luxus, dicke Maschine, Automatik, Heckantrieb, Vollaustattung, viel Platz => über 3,5 t (oder mit 3,5 t überladen rumgurken und sich das dann schönreden) Einschränkung in allen/einigen o. g. Punkten, dafür kein Tempolimit: bis 3,5 t. bis denn, Uwe
Uwe, ob Du's glaubst oder nicht, ohne die Vollausstattung geht's knapp, aber es geht. Leergewicht 2996 kg, Motor + 57 kg, Automatik + 38 kg, Lithium-Batterie - 30 kg = 3061 kg 439 kg Zuladung sollten doch für zwei Personen (wenn sie nicht gerade stark übergewichtig sind :wink: ) incl. Fahrrädern ausreichen. Das ging ja superfix - Vielen Dank schon mal! Ich werde mich mit CS-Mobile einmal telefonisch auseinandersetzen. Urban Mobile ist wohl wegen Umstrukturierung erst wieder Anfang 2017 erreichbar - was auch immer das bedeutet. Ja, vielleicht suche ich nach der eierlegenden Wollmilchsau, daher habe ich auch noch kein Preislimit gesetzt. Ich denke, dass mann erst die Bedürfnisse kennen muss um zu wissen welchen "kleinen Tod" man beim Abspecken stirbt. Wir brauchen nicht mehr als einen Sitz gegenüber der drehbaren Vordersitze. Das sollte etwas Gewicht sparen können - hier sind oft Bänke zu sehen. Fernseher und aufwändiges Entertainment halten wir ebenfalls für überbewertet - hier wird uns der Laptop mit DVB-T Antenne und Internet reichen. Da sind auch einige Kilos drin. Eine Probefahrt wird ergeben, ob nicht auch die mittlere Maschine reicht um souverän in Richtgeschwindigkeit zu cruisen ohne Steigungen zu fürchten - wieder 40 kg und Reichweite für kleineren Tank gewonnen und weitere Kilos purzeln. Litium Batterie ist eine prima Idee. Danke fürs Mutmachen, Thomas. Dank & Gruß, Max. Moin, schau Dich doch auch mal bei HRZ um. Die bieten auch einen guten Grad der Individualisierung an und haben bei einigen Modellen auch Grundrisse, die Dir zusagen könnten (Beach, Dream, Life). Wenn Du im Süden der Republik wohnst, ist das - bei Besuchen vor Ort - eher machbar. Andreas
Glaub ich Dir ja, Du hast halt im Punkt 'Vollausstattung' einen Kompromiss gemacht. Und der TE hat ja auch schon zu verstehen gegeben, dass er in irgendeinem Punkt wohl auch eine Kröte wird schlucken müssen. Vielleicht sollten wir im Unterforum 'Wohnmobil kaufen' einen Thread oben anpinnen, der gleich vor der eierlegenden Wollmilchsau warnt, dann muss ich das nicht immer schreiben :D bis denn, Uwe
Du kannst Dir Deinen Text als *.jpg im Album abspeichern, bei Bedarf hervorholen und in's Posting einfügen! :D Hallo hampshire versuch es doch mal bei Tonke, gibt dort den Sprinter mit Längsbetten ( 300 und 400 Serie ) und sieht zumindest auf den Bildern recht nett aus. --> Link Qualitativ kann ich nichts dazu sagen, wobei die HP schon sehr aufschlussreich ist. Viele Grüße Erniebernie ich noch einmal :D Dopfer 331K auch recht ansehnlich Auch bei Woelcke gibt es das eine oder Andere Kasten-Mobil Gruß Jan oder einen leeren sprinter kaufen und bei Kastenwagen.tv individuell ausbauen lassen. da kannst du deinen Bedürfnissen nach planen und ausbauen lassen. ich habs so gemacht. War preisgünstig und schnell. grüsse wolfgang Hallo liebe Ratgeber, das war nun richtig hilfreich. Ich habe mit CS-Mobile telefoniert und auch mit kastenwagen.tv. Letzteres Gespräch hat mich in der Tat beeindruckt. Sprinter kaufen und ausbauen lassen muss nicht einmal teurer sein habe ich festgestellt. Ich werde beide Unternehmen im Rahmen der Messe in Düsseldorf besuchen bzw. treffen. Am Ende zählt für mich nicht nur das Produkt, sondern immer auch der Mensch, von dem ich etwas kaufe. Nun werde ich einmal anfangen meine Ideen zu Papier zu bringen. Herzliche Grüße, Max. Nun bin ich gespannt, denn ich habe einen ersten Grundriss gezeichnet - Basis Mercedes Sprinter. Statt der angegebenen 4,4m Innenlänge bin ich von 4,2 ausgegangen, da die Mercedes Leute bis unter den Sitz messen wie ich mir habe sagen lassen. Was mir wichtig ist: Bad mit Dusche in einem eigenen Räumchen, Ein Sitz gegenüber des Fahrersitzes reicht, Platz in der Küche und ein breites Längsbett mit 2 Matratzen ohne Zwischenstück - ich würde es "Kingsize" nennen. Wir reisen mit wenig Gepäck und Klamotten - Stauraum sollte genug dabei sein. Freue mich über Feedback und Ideen! Grüße, Max. ![]() Hallo Max, da warst du ja schon fleißig. Ich frage mich, ob es nicht auch möglich wäre, das Bad und die Sitz/Tischkombi zu vertauschen. Dann müsste Person Nr. 2 auf dem Bettende sitzen. Vielleicht irgendwie mit einer Klapplehne machbar? Ich weiß, dass das so wie du es eingezeichnet hast, eigentlich überall verbaut wird, nur wenn ich an mein Womo denke, da kann niemand den ganzen Abend auf dem Fahrersitz sitzen. Der ist einfach zu unbequem, weil das Lenkrad im Weg ist und daher die Lehne fast senkrecht stehen muss. Daher sitzen wir uns immer schräg gegenüber. Schöner wäre eine Sitzecke, wo jeder vernünftig am Tisch sitzen könnte. Ich bin auch auf der Suche nach einem Kasten für mich, es scheitert bisher an besagtem Standardaufbau, der passt für mich leider nicht. Hast du schon mal auf dem umgedrehten Fahrersitz probegesessen? Es kommt natürlich auch auf die Personengröße an, meine Beine sind irgendwie da immer zu lang. Hier sind ja reichlich Kastenfahrer, wie ist das denn bei euch? Hallo Michaela, Danke für Deine schnelle Rückmeldung und Deine Anregung. Ich habe die Zeichnung einmal umgestellt - ohne Bettenumbau finde ich da keine Lösung. Die Betten sollen aber stets bereit sein, ohne irgendetwas umbauen oder verschieben zu müssen. Die Fahrersitze machen einfach mehr Länge nutzbar. Im Fiat Ducato fand ich das Sitzen auf dem Fahrersitz nicht ideal, da der auf einer höheren Ebene ist (wenn kein dicker Doppel-Boden verbaut ist). Im Sprinter fand ich das recht angenehm (ebener Boden), Lenkrad war nicht im Weg und Sitzneigung OK. Die Position finde ich auch gut, da ich bei geöffneter Schiebetüre drinnen und quasi-draußen sitzen kann. Der Tisch soll noch eine ausklapp(-dreh, zieh)-bare Erweiterung haben um auch auf dem Beifahrersitz mit am Tisch sitzen zu können. Grüße, Max.
Hallo Michaela, wie Max schreibt, ist die Sitzposition im Ducato gegenüber dem Sprinter etwas ungünstiger, da lässt sich vermutlich nicht viel dran ändern, ausser einem etwas niedrigerem Sitz, der dann aber womöglich andere Nachteile bringt. Wir haben nachträglich die MB-Komfortsitze (nach Meinung meines Rückens taugen die nix! :D ) gegen SKA 1800-Sitze getauscht. Abgesehen davon, dass die SKA-Drehkonsolen deutlich besser als die MB-Drehkonsolen sind (keine scharfkantigen hervorstehenden Teile), sitzen wir sehr gern und bequem auf diesen Sitzen. Für Max dies als Hinweis, über ein paar € mehr für gute Sitze nachzudenken! :wink:
Hallo Michaela, Deine Forderung lässt sich nach meiner Erfahrung nur in Hubbettmodellen erfüllen. Alle Festbettmodelle, die ich mir angeschaut habe, kommen in der max Position der Sitze auf Sitzabstände in Schulterhöhe von ca. 1,20m bis 1,45m. Unser aktueller kommt da auf 1,90m. Die Lehne des Fahrersitzes lässt sich auch in der hintersten Pos noch ca. 40 Grad neigen. Gruss Roman Hallo Thomas, mir war schon klar, dass ich andere Sitze nehmen werden würde. Die SKA 1800 sehen sehr bequem aus. Habe da mal angerufen. Die verkaufen an die WoMo Hersteller und nicht an Endkunden, was für mich völlig OK ist. Hoffentlich kann man die Polsterung mit der Sitzbank gegenüber einheitlich gestalten. Grüße, Max. Hallo Max, wir hatten damals die Sitze bei CS bestellt und bezahlt, die haben den Polsterstoff an SKA geliefert und wir konnten, auch um Transportkosten zu sparen, die Sitze bei SKA abholen. Das klappte problemlos. Hallo Thomas, das klingt ja prima! Grüße, Max. Planänderung. Meine frau findet das Herumfahren mit einem Stern auf dem Kühlergrill in Europa zu "auffällig". Schade. Also werden wir uns wohl in Richtung Fiat / Peugeot / Citroen / Renault orientieren. Automatik und Heckantrieb sind somit leider passée. Ich unternehme nun den Versuch einmal einen Fiat und einen Mercedes zu mieten. Mal sehen wie sie die Dinge dann sieht.. Für das Lebensgefühl unterwegs zu sein macht das sicher keinen Unterschied. Grüße, Max. Sorry, wieso ist der Stern auffällig? Es wimmelt doch auf den Straßen von Sprintern? gerhardo
DAS Argument habe ich nun wirklich auch noch nicht gehört....Selbst wenn man Angst davor hätte, überfallen zu werden, interessieren sich die Einbrecher in 99,9 % der Fälle für das was IN dem Fahrzeug ist und nicht für das Womo selbst. Und eine Statistik, dass in einem Sprinter Womo mehr zu holen ist, als in einen Ducato Womo ist mir auch nicht bekannt... ;D Und wie "gerhardo" schon schrieb, sind Spinter Kastenwagen in Europa eher häufiger an zu treffen. Das gilt, wie ich gerade feststellen durfte, sogar für Süditalien...(gefühlt, nicht statistisch erfasst.... :wink: ) :lach: Gruß Roman … und was ist mit dem Sprinter ohne Stern, dem VW Crafter? Ich fahre ja mit dem Jumper und sitze auf den gedrehten Vordersitzen jetzt, nachdem ich den Boden unter dem Tisch erhöht habe und mit meinen Dackelbeinen nun auch auf den Boden komme, ausreichend bequem. Das Lenkrad stört überhaupt nicht. Die Tischkonsole habe ich gegen ein Ein-Säulen-Gestell getauscht und habe darauf eine dreh- und schiebbare Tischplatte montiert, so dass man über Eck im 90 Grad Winkel auf dem Fahrer- und Beifahrersitz sehr kommod am Tisch sitzt. Den dritten, hinteren Sitz habe ich gegen einen weiteren, niedrigen Stauschrank getauscht. Da ich aber überwiegend alleine fahre, dient der Beifahrersitz meistens als Ablage. :wink: Manchmal hilft es leider nicht mit Argumenten zu kommen - habe ich in den letzten 25 Jahren mit meiner Frau gelernt. Und das ist eine Eigenschaft, wofür ich Sie liebe, denn sie zeigt für meine Eigenarten ebenfalls viel Verständnis ohne "mit Argumenten" zu kommen. Vor Einbrüchen haben wir keine Angst, was unterwegs geklaut werden kann ist ersetzbar. Vielmehr geht es darum welche Aussage meine Frau mit einem Mercedes verbindet. Ich kenne das noch von der Zeit als ich einmal einen als Firmenwagen hatte. Komischerweise war BMW in Ordnung. Wie gesagt, mit Argumenten hat das nicht viel zu tun. Der Crafter wäre eine gute Idee, doch hier bin ich komisch - habe keine Lust mehr auf VW, da ich einen unzuverlässigen Passat hatte. Ist auch nicht mit Argumenten zu begründen, denn ich hatte mit einem sonst sicher guten Auto einfach Pech und es hätte auch jede andere Marke sein können. Wie auch immer, ich mache mich nun einmal mit den anderen Kästen vertraut - das Kind in mir will spielen! Wie ich uns kenne werden wir möglicherweise aus einer Laune heraus irgendein Ausstellungsstück auf der Messe in Düsseldorf mitnhemen. Bei uns weiß man morgens nie was uns am Tag so in den Sinn kommt. Daher sind wir vermutlich auch gut geeignet für Kastenwagenurlaube. Danke für die moralische Unterstützung sagt nach wie vor gut gelaunt und optimistisch Max.
....na also Max, dann mache doch sowas! :D :lach: ![]() ....und noch ein paar schöne Alufelgen drauf, damit auch dort der Stern weg ist! :lach: :lach: Wenn es Heckantrieb ohne Stern sein soll, kommt noch Iveco in Frage. bis denn, Uwe
Ich kenne niemanden, der den Daily ausbaut.... zumindest nicht als Serienmodell. Euro 6 ist heutzutage angesagt! Und das kann der Mercedes am besten :D Lass dir nichts einreden, ein Fehler ist schnell gemacht Vielleicht ist bei Neulingen der Reisemobilbranche zu Beginn keine Skalierung möglich, die einem ein Einfühlungsvermögen erlaubt, gut zwischen 'Habenwollen' und späterem Preis abschätzen zu können. Die eierlegende Nutella-Kuh im Pelz ist ja nicht verwerflich. Beim Lesen der Aufzählungen wird aber schon ein klein wenig der noch leicht unbedarfte Blick auf das 'möglich sinnvolle' deutlich. Für solch hohe Anforderungen hätte ich gleich zu Beginn genau fünf Namen genannt: DOMO, JoKo, HRZ / Schwabenmobil, La Strada und natürlich CS Reisemobile. Wobei ich den Aufwand der Entwurfsumsetzung am ehesten durch DOMO nach meinem persönlichen Geschmack umgesetzt sehe. Die Fa. kommt teilweise aus der Zulieferindustrie der LRT (Luft- und Raumfahrt), es geht um ein hohes Maß an Bauteileigenfertigung und durchdachten Leichtbau. Besonderer Schwerpunkt ist gerade bei DOMO das Hubbett, welches im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbslösungen ausdrücklich OHNE Superhochdach auskommt. Im Verständnis dessen wird aber nach ein bis zwei Jahren intensiven Kümmerns und etlichen Konfigurationsversuchen deutlich, auf welchem Preisniveau sich derartige Wunschfahrzeuge einfinden. Dies schien dem Threaderöffner wohl bis dahin noch nicht klar. Die Abkehr vom Stern aufgrund etwaiger Auffälligkeiten möchte ich eher nicht kommentieren. Eine Abkehr vom Preis um die 130.000€ schon eher. Ein Wechsel zu Fiat nach all den vorab genannten Kriterien, ist derart abweichend vom ursprünglichen Ziel, dass man sich fragt: Ist eine Beratung in den Details für den TE jetzt schon sinnvoll, wenn solche Welten nur durch die Auffälligkeit eines kleinen Sternchens umgeworfen werden? Abgesehen davon, dass man die Anforderungen in abgeschwächter Form auch bei z.B: Globecar, HymerCar, Malibu, Knaus, Westfalia und viele mehr finden könnte, sollte neben Anforderungen an das Fahrwerk auch über die Geometrie der Fahrzeugzelle nachgedacht werden. Der Ducato mit dem Standard H2 Dach ist gegenüber dem vergleichbaren Sprinter Standard im Innenraum ca. 10cm höher (1932mm zu 1840mm), außen jedoch ca. 30cm niedriger (2522mm zu 2820mm). Die Innenraumbreite schlägt mit massiven 1870mm gegenüber 1560mm beim Sprinter ein. Diese Maße betreffen Entfernungen der Laderaumwände der jeweiligen Frachtversionen. Da der Ducato auch im Verbrauch nicht unattraktiv ist, stellt sich die Frage: wofür soll das Fahrzeug sein? Zum Leben. Zum Gestalten des Lebens. Zum Wohlfühlen. Daher soll jeder selbst entscheiden, welche Eigenschaften dazu führen können. Ich hatte für einige Zeit ein Schwabenmobil Florida 5.9 h, das deutlich oberhalb von 130k€ lag, aber aufgrund der Behäbigkeit und Schwankens beim Fahren in Städten und des überladenen Konzeptes im Innenraum zumindest für uns einfach nicht die Lösung bleiben konnte. An der Stelle möchte ich dennoch betonen, dass die Qualität des Schwabenmobils uneingeschränkt positiv zu bewerten ist - lediglich das Konzept war durch das 'Erfahren' irgendwann nicht unser Ding. Die Suche nach deutlich mehr Kompaktheit und in den entscheidenden Punkten wie Bett oder Bad ausreichend Platz hat zu anderen Zielen geführt. Um das Beispiel am besten selbst spüren zu können, könnte man dem TE empfehlen, bei HymerCar das neue Modell Grand Canyon S 'direkt' mit dem Modell Grand Canyon zu vergleichen. Da merkt man genau, wie der Hersteller den identisch geplanten Innenraum jeweils an die Geometrien anpassen musste. Innen wie außen. Wenn man das verstanden hat, kann man zurückkehren und über Premium Details nachdenken, wie z.B. ein Fischgrill am Bett, ohne über den Partner steigen zu müssen, während der 7 Liter V8 Diesel in den 9 Stufen des ZF Doppelkupplungsgetriebes umherwütet. ;-) Hallo Nordmobil, danke für die lange Antwort. Es kommt öfter vor, dass unsere Entscheidungsfindung von außen betrachtet inkonsequent, wankelmütig und vielleicht etwas irrwitzig ausschaut. Meine Frau und ich gehen gerne so vor, dass wir alle unsere Wünsche erst einmal in einen Topf schmeißen und dann sehen wie das zusammenpasst. Haben wir hier auch so gemacht und vieles passte nicht zusammen. Ihr passt der Stern nicht - der Grund ist mir völlig egal, ich akzeptiere das einfach. Ich stelle dann fest, dass ein Querbett im Ducato für meine Länge ausreicht und streiche die Längsbetten. Der Kasten estätigte sich als unsere bevorzugte Bauart. Wir hatten viel Spaß dabei neue Möglichkeiten zu entdecken und andere auszuschließen und besuchten über drei Wochenenden ein paar Händler. Dann kauften wir recht spontan bei Premo in Bocholt einen La Strada Avanti L mit umfangreicher Ausstattung und in schönen neutralen Farben, 150 PS mit automatisiertem Getriebe. Der stand da und passte uns beiden. Zwischen meinem Post und der Auslieferung an uns vergingen etwa 6 Wochen. Ist unser KaWa anders als die ersten Gedanken? Klar - und dabei haben zumindest mir viele Forumsmitglieder geholfen. Fazit: Spaß beim Aussuchen Glücklich mit der Anschaffung Freude am Nutzen Der Preis stand von Beginn an nicht im Vordergrund. Natürlich haben wir uns eine Grenze gesetzt. Am Ende sind wir deutlich drunter geblieben. Auch gut. Vielleicht ist es mir gelungen den eher unverständlichen Start meiner Frage in einen sinnvollen Zusammenhang zu stellen. Grüße, Max.
Respekt. Ich muss schon sagen: Von einer anfänglich eher strikten Sammlung an Anforderungen gab es zwar teilweise bemerkenswerte Abkehr, aber mit der Wahl des Strada Avanti L samt automatisiertem Schaltgetriebe seid Ihr ja am Ende doch irgendwie schlüssig gewissen Qualitätsansprüchen gefolgt. Und dies sogar mit Konsequenz im Tatendrang, was ich sympathisch finde. Ich sehe mich da ein bisschen selbst vor ca. 2 Jahren. Da ich versuchen wollte, eine fahrzeugseitig eher anspruchsvolle Sicht auf das Reisemobil zu übertragen, ging mir das Prinzip eines Ducato mit Starrachse etc. erst absolut rein gar nicht ins Herz über. Da half nichts. Als mir die Erfahrungen mit Crafter Versionen auf Achleitner einfach zu weit weg waren von T5.2 Seikel (sprich ohnehin einfach nur Schrankwand im Straßenverkehr) wusste ich, ich werde trotz entsprechender Fahrwerksqualität auf dem Papier mit der Crafter/Sprinter Welt nicht so happy, wie ich es mit einer Größe zwischen T5 und Crafter geworden wäre. Ich würde gerne bei VW im anspruchsvollen Freizeitbereich bleiben, aber selbst die neue Crafter Plattform wird die kommende 5,4m Klasse nicht bedienen. Und schlimmer: Volkswagen wird bei dem nach oben schmaler verlaufenden Kasten - warum auch immer - bleiben, sodass selbst Querbetten wieder und wieder zum alten Dilemma führen. Was der Grund dafür ist, dass man bei VW und Mercedes die gleichen Möglichkeiten eines derartig würfeligen Kastens wie im Ducato nicht berühren mag, kann ich nicht genau sagen. Ich kenne interne Gründe, aber die reichen für eine schlüssige Rechtfertigung nicht aus. In Summa ist der Ducato breiter, innen höher, außen deutlich niedriger und sparsamer. Losgelöst vom Marktsegment der Reisemobilbranche ist dies ein Spektrum, welches auch im Transportwesen eine nicht unerhebliche Rolle spielt - Fahrwerk hin oder her. Eine Größe hin zum leichten LT hätte ich mir als Step zwischen Crafter und T6 gewünscht. Ist aber nicht ansatzweise so. Nicht mal 540er Klasse beim neuen Crafter, da man ja den T6 hat.................! Die 540er Klasse wird der entscheidende Teil sein, der ab jetzt die Kriterien zur Wahrnehmung der Reisemobilbranche für KaWa-Interessenten und -Einsteiger maßgeblich formen kann. Da wird in Zukunft richtig viel passieren. Und genau da macht VW nicht mit. Ich stimme Dir zu, das Angebot der Basisfahrzeuge ist eher übersichtlich und es gibt da so manche Lücke. Die kürzeren Fahrzeuge gibt es nicht mit Hochdach, die längeren beginnen bei rund 5,5m. Alternativen aus Fernost werden kaum ausgebaut - das Händlernetz in Europa ist wohl zu klein. Unser 6m Ducato kann im Alltag überall hingefahren werden, wo auch ein Postauto hinkommt. Durch die exzellente Übersichtlichkeit ist Rangieren auch in der Innenstadt kein Streß. Parkhäuser fallen für alle KaWas mit Stehhöhe sowieso aus und einen ausreichend langen und breiten Platz findet man irgendwie auch immer. Unser zweiter "Kastenwagen" (ebenfalls eine schnelle Entscheidung ist ein Mini Clubman aus 2012. Der ist in der Stadt natürlich überlegen - nur das mit dem quer schlafen hat nur unser Hund drauf. |
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