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vom 11. Januar bis 1. Februar 2016 sind wir zu unserer jährlichen Winterreise aufgebrochen - das erste Mal mit dem eigenen Wohnmobil (In den letzen Jahren haben wir entweder hier oder in den USA gemietet). Ich habe mich entschlossen über unsere Reise einen kleinen Reisebericht zu erstellen, da es kaum Infos über Italien zu dieser Jahreszeit gibt und Italien auch im Winter wirklich eine Reise wert ist.
Teil 1:
Montag, 11. Januar 2016
Heute geht es endlich los – mit etwas Verspätung, da wir aufgrund einer größeren Panne und dem damit verbundenen 3-tägigem Werkstattaufenthalt bei unserem Silvesterausflug an die Mosel erst vor ein paar Tagen nach Hause gekommen sind. Jetzt wird schnell alles wieder gewaschen, neu eingeräumt ….
Am Montag gegen 10 Uhr sind wir dann startklar und es geht bei strömenden Regen los in Richtung Süden. Zuerst tauschen wir in Garmisch noch unsere dritte Gasflasche, um dann mit drei vollen Flaschen in Richtung Italien zu starten. Über den Zirler Berg fahren wir in Richtung Brennerautobahn. Leider regnet es ohne Unterbrechung und wir sind froh, dass der Regen nicht in Schnee übergeht. Die Fahrt verläuft aber reibungslos und wir erreichen gegen 15.00 h unser erstes Etappenziel – Monzambano. Der dortige Camperclub hat einen wirklich sehr gepflegten Stellplatz eingerichtet, der um diese Jahreszeit fast leer ist. Der Regen hat Gott sei Dank endlich aufgehört und wir haben immerhin 11°C.
Nachdem alle Anschlüsse getätigt sind, machen wir uns auf den Weg hinauf zur Burg. Diese kann man leider nur im Sommer zu bestimmten Zeiten besichtigen. Nach einem ausgedehnten Rundgang durch den kleinen Innenort kehren wir wieder zu unserem fahrenden Zuhause zurück und machen es uns bei einer Tasse Kaffee gemütlich. Jetzt kommt auch zum ersten Mal unsere neu im Internet erworbene SIM Karte für Italien (TIM) in unserem MiFi Router zum Einsatz. Es funktioniert alles wunderbar.
Später am Abend bekommen wir dann richtig Hunger besuchen wir noch die Pizzeria Forum, die gleich um die Ecke ist und genießen zwei tolle Pizzen (vielen Dank für den Tipp im Forum!).
Wetter: bedeckt, ca. 11°C in Monzambano Übernachtung: Stellplatz Camperisti di Monzambano, EUR 11,00 inkl. Strom
12. Januar 2016
Nach einer ruhigen Nacht brechen wir bei herrlichem Sonnenschein wieder auf in Richtung Süden. Unser nächstes Ziel, Ravenna, erreichen wir am frühen Nachmittag über die Autobahn. Wir entscheiden uns für den Stellplatz in Classe bei Ravenna an der großen Basilika, da dieser Strom haben soll – nur leider finden wir keine Stromsäulen – es handelt sich einfach um einen Großparkplatz mit Ticketautomat und Stellflächen für Wohnmobile. Na ja, macht auch nichts, Platz haben wir ja genug, es stehen keine weiteren Wohnmobile und nur wenige Autos auf dem riesigen Parkplatz.
Dafür entdecken wir bei einem kurzen Rundgang eine Bahnstation von der aus ein Zug direkt ins Zentrum von Ravenna fährt. Wir haben Glück und der nächste Zug fährt schon in ein paar Minuten. Schnell die Tickets am Automaten gelöst und hinein in den Zug (nur 1,30 Euro pro Person).
Nach nur 10 Minuten Fahrt erreichen wir den Hbf von Ravenna und erkundigen uns bei einem Polizisten nach dem Grabmal des Teoderich, das ganz in der Nähe liegt. Wir kommen gerade noch hinein und besichtigen das beeindruckende Bauwerk.
Danach kommt ein Rundgang durch die schöne Altstadt von Ravenna verbunden mit einem kleinen Imbiss in einer Dönerstube (wir haben schrecklichen Hunger und die Restaurants machen ja erst abends auf).
Es ist schon dunkel als wir gegen 18.00 h mit dem Zug wieder zurück nach Classe fahren, wo wir uns noch einen gemütlichen Abend mit Käse und Wein machen.
Wetter: sonnig, ca. 13°C Übernachtung: Stellplatz in Classe bei Ravanna bei der Basilika – 2,25 Euro (die im Stellplatzführer versprochenen Stromanschlüsse gab es nicht), dafür aber V/E.
Heute früh werden wir in Classe von ankommenden Autos und italienischem „Geschnatter“ geweckt und nach einem Blick nach draußen stellen wir fest, dass der am Vorabend noch leere Platz jetzt rappelvoll ist und wir sogar eingeparkt wurden. Wir stellen schnell den Grund dafür fest - die Leute bringen wohl Ihre Kinder zur nahe gelegenen Schule. Ein halbe Stunde später ist der Spuk auch schon vorbei und der Platz ist wieder leer.
Wir brechen so gegen 10.00 h bei strahlendem Sonnenschein auf in Richtung San Marino – unserem nächsten Ziel.
Dort haben wir uns für den Campingplatz Centro Vacanze entschieden, da dieser über Stromanschlüsse und eine direkte Busverbindung zur Altstadt verfügt. Außer uns ist nur noch ein Schweizer Wohnmobil auf großzügigen dem Platz, der ansonsten leer ist.
Nach einem kurzen Mittagsimbiss (heute wollen wir nicht hungrig los) fahren wir mit der Buslinie 7, die direkt vor dem Campingplatz hält, bis zum Centro storico von San Marino. Bei dieser Busfahrt kann man sich ganz stressfrei einen guten Überblick über die Stadt verschaffen und es gibt herrliche Ausblicke. Fahrkarten gibt es auch sehr günstig (1 Euro pro Fahrt) direkt an der netten Rezeption des Campingplatzes.
Impressionen aus San Marino:
Nachdem wir beide Festungen und die Altstadt besichtigt haben, sind wir der Meinung, dass es sich - entgegen der Aussage in unserem Womo-Führer - wirklich gelohnt hat. Bei Sonnenuntergang kehren wir müde aber zufrieden mit dem Bus wieder zurück zum Campingplatz wo wir den Abend mit einem guten Essen ausklingen lassen.
Wetter: sonnig, ca. 12°C Übernachtung: Campingplatz Centro Vacanze in San Marino – 25 Euro inkl. Strom
Donnerstag, 14. Januar 2016
Heute geht es erst recht spät los, da sich leider das Wetter verschlechtert hat und wir keine Lust zum frühen Aufstehen haben. Es ist bedeckt und regnet leicht bei ca. 10°C.
Unser nächstes Ziel ist die Burg von Gradara, die wir mittags erreichen. Wir parken auf dem nahe gelegenen Parkplatz, der auch für Wohnmobile ausgewiesen ist und machen erst mal Mittagspause. Allerdings finden wir den Platz nicht sehr einladend und die V/E macht einen recht herunter gekommenen Eindruck. Aber zum Parken reicht es auf alle Fälle.
Nach einer ausführlichen Besichtigung der beeindruckenden Burg (wir sind fast alleine) geht es gegen 14.00 weiter in Richtung Süden.
Nach längerer Fahrt erreichen wir dann am frühen Abend den Ort Recanati, wo wir den örtlichen Stellplatz der Camperisti aufsuchen (kostenlos, auch Strom inbegriffen). Dieser liegt sehr zentral, so dass wir neue Vorräte im nahe gelegenen Supermarkt zu Fuß besorgen können. Am Abend gibt es superleckeres Vitello Tonnato von der Feinkosttheke des örtlichen "Si" Supermarkts – habe ich in dieser Qualität in Deutschland noch nicht mal beim guten Italiener bekommen! Super lecker!!
Wetter: erst bedeckt mit etwas Nieselregen, dann etwas besser bei ca. 9°C Übernachtung: Stellplatz Camperisti di Recanati – alles gratis inkl. Strom (es wird um eine kleine Spende gebeten)
Freitag, 15. Januar 2016
Heute Vormittag haben wir uns den hübschen Ort Recanati angesehen
Nach einem guten Mittagsimbiss (Brathuhn vom Vortag, im Ofen warm gemacht) geht es über eine längere Strecke auf der A14 bis Vasto. Leider war die Suche nach dem in mehreren italienischen Führern genannten Stellplatz vergebens und so machen wir uns in der Dunkelheit auf zum nächsten Ort (Termoli) . Wir hoffen, dass der Stellplatz dort offen ist und unser schwächelndes Navi diesen auch findet. Wir fahren im strömenden Regen von der Autobahn in Richtung Porto und sehen dann ein Schild „Area attrezatta camper“ - nur leider ist das Tor zu. Wir beschließen zu wenden, da im Haus daneben Licht brennt. Und wirklich, es kommt ein sehr netter älterer Mann und fragt uns, ob wir übernachten wollen. Gerne nehmen wir das Angebot an und stellen uns auf den kleinen, aber sehr sauberen gekiesten und eingezäunten Platz gleich neben das dort abgestellte Wohnmobil der Besitzer. Die Frau des Stellplatzbetreibers spricht sogar recht gut deutsch (sie ist in D zur Schule gegangen) und ist supernett. Wir sind froh endlich einen Platz für die Nacht gefunden zu haben und gehen schon früh ins Bett.
Wetter: Regen, ca. 8°C Übernachtung: Associazione Camperisti di Baffo Nero, Termoli, Via di Rio Vivo 278 (10 Euro/Nacht inkl. Strom)
Samstag, 16. Januar 2016
Da es sehr stark stürmt und eine schlimme Erkältung jetzt auch meinen Mann erwischt hat, beschließen wir heute in Termoli zu bleiben. Gegen 11.00 h brechen wir ins Zentrum in Richtung Hafen auf (ca. 20 Minuten Fußweg) und finden in der Altstadt ein sehr ansprechendes Fischrestaurant in dem wir ein ausgezeichnetes Mittagessen verspeisen.
Danach machen wir einen kleinen Rundgang durch den Ort Termoli
Nachdem wir bei starkem Wind wieder zurück an unserem Stellplatz sind, verbringen wir des Rest des Tages damit, unsere Erkältung zu pflegen und den Regen abzuwarten.
Wetter: starker Sturm mit leichtem Regen, ca. 7°C Übernachtung: Associazione Camperisti di Baffo Nero, Termoli, Via di Rio Vivo 278 (10 Euro/Nacht inkl. Strom)
Sonntag, 17. Januar 2016
Wetter: noch mehr Sturm mit Regen bei nur ca. 5°C
Leider geht heute gar nichts mehr – der Sturm hat nochmal stark zugelegt und wir können auf keinen Fall weiter fahren. Wir sind froh, dass wir hier ziemlich geschützt im Windschatten eines Steilhangs stehen und auch unsere gesundheitliche Verfassung hat sich eher noch verschlechtert (wir sind jetzt beide stark erkältet). Daher bleiben wir einfach auf dem Stellplatz und nutzen den Tag um wenigstens ein paar Putzarbeiten zu erledigen. Nach draußen kann man bei dem starken Sturm eh' fast nicht (da wird einem sofort die Womo-Tür aus der Hand gerissen!). Es rüttelt und schüttelt auch so schon genug. Die Stellplatzbesitzerin kümmert sich die ganze Zeit rührend um uns – fragt mehrmals, ob sie uns etwas aus der Apotheke oder vom Supermarkt mitbringen soll. Sie hätte uns sogar zum Mittagessen eingeladen, wenn wir nicht genügend Vorräte gehabt hätten!
Wetter: noch mehr Sturm mit Regen ca. 5°C
Fortsetzung folgt ...
LG Conny
Anne42 am 15 Apr 2016 12:01:49
Sehr interessant und schön, freue mich schon auf die Fortsetzung!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Anzeige vom Forum
kedi3001 am 17 Apr 2016 13:15:24
So jetzt kommt Teil 3:
Montag, 18. Januar 2016
Es geht nach der sturmbedingten Zwangspause endlich weiter in Richtung Süden – wir fahren bei weiterhin starkem Wind bis zum Castel del Monte, an den Straßen liegt noch etwas Schnee vom Vortag.
Das beeindruckende Bauwerk haben wir fast für uns ganz alleine und können ungehindert und in Ruhe alles besichtigen.
Wieder haben - entgegen der Behauptungen in allen möglichen Führern - alle Stellplätze am Castel del Monte zu und da es noch nicht allzu spät ist, beschließen wir nach der Besichtigung gleich weiter nach Alberobello zu fahren.
Das hätten wir lieber nicht tun sollen - wir geraten auf den letzten Kilometern in ein starkes Schneetreiben und unser völlig unfähiges Navi führt uns wieder über sämtliche Kleinstraßen. Es wird eine Horrorfahrt und die letzten Kilometer ziehen sich wie Kaugummi. Als wir endlich in Alberobello ankommen ist es schon dunkel und wir müssen wieder mal feststellen, dass auch der dortige Stellplatz zu ist (zumindest ist die Einfahrt so stark verschneit, dass wir nicht hineinkommen). Gott sei Dank haben wir auf der Suche nach dem Stellplatz einen fast leeren und vor allem geräumten Großparkplatz für Busse und LKW gesehen. Dort ist zwar ein Wohmobilverbotsschild, aber wir denken mal dass es im Winter zumal bei diesem Sauwetter niemand interessieren wird. Wir stellen uns in eine abgelegene Ecke des Platzes und verbringen eine relativ ruhige Nacht.
Wetter: bedeckt ca. 5°C, abends kälter und Schneefall Übernachtung: Parkplatz in Alberobello
Dienstag, 19. Januar 2016
Wir wachen bei strahlendem Sonnenschein auf - das Wetter hat wieder mal komplett umgeschlagen. Bevor wir unseren Parkplatz verlassen besichtigen wir uns noch den wirklich sehenswerten Friedhof direkt neben uns
und dann bei strahlendem Sonnenschein die niedlichen Trullihäuser mit Schneehaube - das ist schon was Besonderes!
Dann geht es weiter in Richtung Lecce, wo es einen schönen Stellplatz geben soll. Ha, ha ha .... Das Navi führt uns über Horrorwege (eigentlich nur für Traktoren und Fahrräder geeignet) nach Vernole bei Lecce, wo der Stellplatz sein soll. Leider bekommt unser Brummi auf dieser Horrorfahrt ein paar Kratzer durch Äste ab, aber es geht nicht anders, wir müssen da durch (Wenden geht überhaupt nicht). Mit Hilfe eines netten Bauern finden wir dann wieder aus diesem Labyrinth heraus - das Navi kannte sich auf einmal gar nicht mehr aus ..... Mein Entschluss steht fest: Dieses öde Navi wird auf jeden Fall ersetzt sobald wir wieder aus dem Urlaub zurück sind! (ist mittlerweile auch geschehen) Endlich in Vernole angekommen ist wieder mal alles zu und die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Jetzt beschließen wir eine komplette Planänderung - bis ans Ende von Apulien wollen wir jetzt nicht mehr. Ich erinnere mich an eine Reportage im Fernsehen über den Campingplatz Onda Azzurra, der zwar fürchterlich verrissen wurde, aber wenigstens sicher offen hat. Außerdem müssen wir dringend V/E erledigen, Wäsche waschen etc. Nach einer seeehr langen Fahrt kommen wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit auf dem Platz an und sind froh, für die nächsten Tage nicht mehr nach einem Nachtquartier suchen zu müssen.
Wetter: erst sonnig, später regnerisch ca. 5°C Übernachtung: Onda Azzurro in Corigliano Calabrio, 11,50 Euro/Nacht
Mittwoch, 20. Januar 2016
Wetter: sehr sonnig, ca. 13°C Übernachtung: Onda Azzurro in Corigliano Calabrio
Sooo schlecht ist ja gar nicht auf diesem Platz, der zu ca. 2/3 belegt ist. Die Sanitäreinrichtungen sind zwar schon älter, aber sehr sauber. Auch die Bewohner sind äußerst nett und wir werden gleich von einem älteren Ehepaar aus unserem Heimatlandkreis angesprochen und mit selbst gepflückten Mandarinen beschenkt. Von Gruppenzwang o.Ä. keine Spur. Wir bleiben heute auf dem Campingplatz und gehen bei sehr schönem Wetter am Strand spazieren.
Auch die Wäsche wird erledigt, geputzt usw. Am Abend essen wir einfach aber sehr preiswert im platzeigenen Restaurant.
Donnerstag, 21. Januar 2016
Heute wollen wir einen kleinen Ausflug zum Einkaufen und in die Altstadt von Corigliano Calabrio machen und fragen an der Rezeption nach einem Mietwagen. Sie bieten uns einen kleinen, uralten Panda zum Nulltarif an (nur 10 Euro Spende fürs Tanken). Es ist uns zwar etwas mulmig zumute aber so kommen wir wenigstens ohne Wohnmobil nach Corigliano wo wir erst die Altstadt besichtigen. Unser kleiner "Pandi", wie wir ihn jetzt nennen, stellt sich als ideal zum Parken in der engen und pittoresken Altstadt heraus.
Auf der Rückfahrt kaufen wir noch in einem riesigen Auchan-Markt ein. Die ca. 15 km lange Fahrt in dem Uralt-Panda stellt sich sogar als sehr lustig heraus. Wir kriechen mit höchstens 60 kmh am rechten Straßenrand und werden bestimmt nicht für Touristen gehalten. Absperren kann man den "Pandi" auch nicht - aber wer wollte den schon klauen!
Am Nachmittag sind wir wieder daheim und lassen uns die Einkäufe schmecken (vor allem den guten lose gekauften Rosewein ....) .
Wetter: heiter bis wolkig, ca. 13°C Übernachtung: Onda Azzurro in Corigliano Calabrio
Freitag, 22. Januar 2016
Wir brechen heute so gegen 10 h auf und fahren bei wunderschönem Wetter über die A3 (sehr gebirgig und landschaftlich ganz toll) quer über den Stiefel bis zu unserem nächsten Ziel Pompei. Wir waren zwar vor ein paar Jahren schon mal in Neapel und Umgebung, aber die Ausgrabungen von Pompei fehlen uns noch. Wir quartieren wir uns auf dem Camping Zeus ein (es gibt dort viele Plätze, das war der erste nach der Autobahnausfahrt) und machen am Nachmittag einen Spaziergang in den sehenswerten Ort.
Der Campingplatz liegt ideal (nur ein paar hundert Meter vom Eingang zu den berühmten Ausgrabungen entfernt), allerdings sind die Stellplätze sehr eng, da überall recht niedrig gewachsene Mandarinenbäumchen stehen. Für größere und vor allem hohe Womos eher schwierig.
Wir kaufen auf dem Rückweg zum Platz noch ein und machen uns am Abend Steak mit Gemüse und Kartoffeln.
Da wir recht erschöpft sind und auch die Erkältung sich wieder mal verschlimmert hat, geht es heute früh ins Bett.
Wetter: sonnig, ca.14°C in Pompei Übernachtung: Camping Zeus, Pompei
Samstag, 23. Januar 2015
Heute besichtigen wir die Ausgrabungen von Pompei – der Eingang ist direkt um die Ecke vom Campingplatz.
Nach der ausführlichen Besichtigung der weltberühmten Ausgrabungen, sind wir am späten Nachmittag wieder zurück.
Wetter: sonnig, ca.14°C in Pompei Übernachtung: Camping Zeus, Pompei
Fortsetzung folgt ...
nuvamic am 17 Apr 2016 16:16:12
Hab den Bericht grad erst entdeckt - Sonntage haben was für sich ;)
Danke fürs Mitnehmen, u.a. haben mich die Trulli im Schnee schon sehr gefreut. 8)
sidec am 17 Apr 2016 16:31:10
Ja, sehr schön, danke!
In San Marino war ich als 9-jähriges Kind, mitten im Sommer bei großer Hitze und Unmengen von Touristen. Das sieht bei Euch doch ganz anders aus. Vielleicht sollte ich mir dieses Ziel doch noch auf die Liste schreiben....
harrymobil am 17 Apr 2016 16:42:29
Schöner Bericht, :dankeschoen:
Die meisten Orte sind auch von uns schon bereist worden, allerdings in Zeiten mit etwas mehr Rummel :( . Wenn ich ehrlich bin, fehlt mir den Bildern nach zu Urteilen im Januar einfach ein wenig der mediterrane Flair. Für mich kommt erst ab März mit den ersten Blüten so richtig Reisestimmung auf.
Inselmann am 17 Apr 2016 18:44:10
Toller Bericht, vielen Dank. Wir fahren auch bald los Richtung Pompei
kedi3001 am 20 Apr 2016 12:31:17
Liebe Foris,
vielen Dank für die netten Feedbacks.
Hier kommt der letzte Teil unserer Reise:
Sonntag, 24. Januar 2015
Nach schwierigem Rangieren aus dem Stellplatz des Camping Zeus (viel zu viele kleine und große Bäume) wollen wir noch entsorgen und zu unserem Entsetzen klemmt die Toilettenkassette fest! Gott sei Dank, bekommt mein Mann diese nach längeren Versuchen und beherztem Anziehen doch heraus. Woran es gelegen hat, ist uns ein Rätsel. :nixweiss: Aber egal, jetzt können wir langsam wieder in Richtung Heimat fahren - aber zuerst geht es in die Toskana.
Bei wunderschönem Wetter verlassen wir Pompei im, auch am Sonntag, sehr dichten Verkehr und über recht schlecht beschilderte Straßen (dem Navi trauen wir überhaupt nicht mehr - wir fahren jetzt hauptsächlich nach Karte und Schildern) und gelangen über die A1 in Richtung Norden bis Orvieto. Dort kommen wir so gegen 15.00 h an. Der Stellplatz ist sehr groß und gut angelegt und auch recht problemlos zu finden. Der Platz ist, heute am Sonntag, für die Jahreszeit noch gut mit italienischen Womos gefüllt (das Bild ist vom Tag darauf), aber am Abend sind wir dann nur noch 2 Mobile auf dem Platz.
Mir der sogenannten "Furnicolare", die direkt hinter dem Stellplatz liegt, geht es hinauf in die sehenswerte Altstadt von Orvieto. Hier angekommen haben wir eine grandiose Aussicht auf die Umgebung von Orvieto
und machen einen ausgedehnten Rundgang durch die die tolle Altstadt
Am Abend geht es dann wieder hinunter und machen uns noch ein leckeres Nudelgericht zum Abendessen.
Wetter: sonnig, ca.15°C in Pompei und Orvieto Übernachtung: Orvieto Stellplatz an der Strada della Direttissima / Eur 18,00/Nacht
Montag, 25. Januar 2015
Wir fahren wieder über die A1 in Richtung San Giminagno. Dort kommen wir gegen Mittag an und leider machen wieder mal alle Stellplätze einen sehr geschlossenen Eindruck. Da auf dem Stellplatz Santa Chiara (der auch im P-M Führer steht) jemand arbeitet fragen wir, ob wir die Nacht dort verbringen können. Ja, kein Problem! Wir werden nach dem Mittagessen sogar mit einem Shuttle hoch zur Altstadt gefahren. Am Abend gesellt sich dann noch ein italienisches Mobil zu uns (haben uns wohl stehen gesehen).
Eine wirklich sehr sehenswerte Altstadt – nicht umsonst ein richtiger Touristenmagnet (jetzt im Winter aber sehr ruhig :) )
Gegen Abend rufen wir Michele vom Stellplatz wieder an und er holt uns pünktlich wieder ab. Wirklich ein toller Service (nicht ganz billig, aber gut!) Gegenüber dem Platzplatz ist noch eine Olivenölmühle, wo wir noch reichlich einkaufen. Nur mit dem Wein wird es leider nichts, da wir erkältungsbedingt nicht viel schmecken können. :cry:
Wetter: sonnig, ca. 12°C in San Gimignano Übernachtung: Stellplatz Santa Chiara in San Gimignano EUR 22,00/Nacht inkl. Shuttle
Dienstag, 26. Januar 2015
Heute geht wieder mal unsere Planung den Bach hinunter. Der vielgelobte Stellplatz "Serchio" in Lucca ist trotz gegenteiliger Aussage im Internet schon jetzt Ende Januar geschlossen! Also beschließen wir kurzum wiederum eine Planänderung und fahren nach Parma (nach Anruf soll der dortige Stellplatz offen sein - wir rufen jetzt immer erst an).
Bei schönem Wetter fahren wir bis Parma und finden den Stellplatz ohne Probleme – nur die enge Einfahrtsschranke läßt sich nur mit eingeklappten Spiegeln überwinden (war wohl mal für PKW gedacht). Dafür ist der Stellplatzwart aber total nett und berät uns, wie man am Besten in die Innenstadt kommt, etc.
Wir stehen als Einzige auf dem großen Platz und fahren mit dem Bus (hält gleich in der Nähe) in die Innenstadt. Dort angekommen sehen wir uns das schöne Parma an.
Am Abend geht es mit dem Bus wieder zurück und wir kaufen noch ein paar Sachen beim direkt neben dem Stellplatz gelegenen Lidl ein.
Wetter: sonnig, ca.14°C in Parma Übernachtung: Stellplatz Parking Ouest in Parma / EUR 20,00/Nacht
Mittwoch, 27. Januar 2015
Da wir auf unserem Heimweg noch Freunde in der Schweiz besuchen wollen und der Campingplatz in Mailand auch im Winter offen hat, beschließen wir uns diese interessante Stadt, die wir noch nicht kennen, anzusehen.
Den Campingplatz finden wir problemlos und da es schon Nachmittag ist, machen wir es uns gemütlich. Auch das Wetter hat sich mittlerweile etwas eingetrübt und lädt nicht wirklich zu Aktivitäten im Freien ein.
Abends gibt es leckeres Schweinefilet mit Gorgonzlasauce und Nudeln.
Wetter: früh sonnig, später bedeckt, ca.12°C in Milano Übernachtung: Campingplatz Città di Milano / EUR 35,00/Nacht
Donnerstag, 28. Januar 2015
Heute früh fahren wir mit dem Bus Nr. 72, der direkt am Campingplatz hält, und dann mit der U-Bahnlinie M1 direkt bis zum Dom und schauen uns Mailand an. (Bustickets gibt es an der Rezeption des Campingplatzes). Mittags finden wir sogar ein „Ristorante Cinese“ und essen dort lecker zu Mittag, mal eine Abwechslung zur italienischen Küche! Danach besichtigen wir den Palazzo Sforza mit Museum, den Triumphbogen, die Galeria Vittorio Emmanuele und den Dom (von außen – die Schlange bei den Tickets ist uns zu lang).
Nach der Besichtigung fahren wir gegen Abend müde aber zufrieden wieder zurück zum Campingplatz. Der Abstecher nach Mailand hat sich wirklich gelohnt!
Wetter: bedeckt, ca.12°C in Milano Übernachtung: Campingplatz Città di Milano
Freitag, 29. Januar 2015
Das Wetter ist wieder richtig schön geworden und wir fahren bei herrlichem Sonnenschein über die Autobahn in Richtung Schweiz. An der Grenze kaufen wir erst mal das Formular für die Schwerlastabgabe und dann geht es weiter in Richtung St.-Gotthard Tunnel. Irgendwie schon ein mulmiges Gefühl durch diesen endlosen Tunnel zu fahren. Aber Gott sei Dank ist nur sehr wenig Verkehr und wir kommen wohlbehalten am anderen Ende des Tunnels wieder heraus. Am frühen Nachmittag treffen wir dann in Luzern, unserer vorletzten Station, ein. Wir haben uns im Internet den Campingplatz "Lido International" ausgesucht, der auch im Winter offen hat. Ein super sauberer und gepflegter Platz direkt am See. Da zahlt man den sehr hohen Preis nicht mehr ganz so ungern.
Nach einem kurzen Imbiss laufen wir immer am See entlang
Wetter: heiter bis wolkig, ca.15°C im Kanton Zürich Übernachtung: privat
Heute fahren wir die restlichen 100 km zu unseren Freunden, die im Kanton Zürich leben, und verbringen dort als Abschluss unserer Reise ein superschönes Wochenende mit guten Gesprächen und tollem Essen.
Sonntag, 31. Januar 2015
Heimreise Wetter: sehr viel Regen am Schluss Schnee, ca.zwischen 1 und 9°C
Heute geht es nach einem ausgiebigen Frühstück bei unseren Freunden zurück nach Hause. Auf dem letzten Streckenabschnitt fängt es zwar an zu schneien, aber die Straßen sind frei. So gegen 18.00 Uhr sind wir dann wieder zu Hause.
FAZIT: Es war trotz allen Widrigkeiten und der wochenlang anhaltenden Erkältung eine schöne und interessante Reise. Im Januar hat man fast alle Sehenswürdigkeiten für sich alleine, aber leider sind dann auch (fast) alle Camping- und Stellplätze zu. Auch mussten wir feststellen, dass unsere sehr intensive Vorbereitung nicht sehr nützlich war – den Angaben in Stellplatzführern und/oder dem Internet kann man überhaupt nicht trauen. Ein Großteil der als „offen“ bezeichneten Stellplätze (auch auf der jeweils eigenen Homepage bzw. in diversen Führern) war zu. Es ist wirklich fast überall unbedingt notwendig vorher anzurufen (das wußten wir leider nicht). Dafür hat das Wetter für Januar ganz gut mitgespielt – wir hatten nur wenige Regentage und auch die Temperaturen waren für Besichtigungen vollkommen ausreichend. Wenn man flexibel ist und keinen Wert auf den üblichen "Rummel" oder Baden legt, ist der Winter gar keine schlechte Jahreszeit für eine Wohnmobiltour nach Italien - es war sicherlich nicht unsere letzte. :)
Liebe Grüße Conny
sidec am 20 Apr 2016 12:48:30
Sehr schöner Bericht - danke! Jetzt bedauere ich, dass wir Orvieto immer links liegen gelassen haben.
Eine Frage noch - wenn Ihr bei den Stellplätzen angerufen habt, wie habt Ihr Euch verständigt? Ich spreche nur sehr rudimentär Italienisch und verstehe eher weniger... :oops:
Gast am 20 Apr 2016 13:04:29
Das wäre auch meine Frage gewesen. Englisch geht so, aber italienisch verstehe ich kein Wort.
Vielen Dank für den schönen Bericht und die tollen Bilder :top:
kedi3001 am 20 Apr 2016 13:32:31
Hallo zusammen,
also ich habe meistens italienisch telefoniert (so Grundsachen kann ich dank Latein in der Schule und diversen Italienischkursen bei der VHS ganz gut), auf größeren Plätzen (wie Milano) war natürlich auch Englisch gut möglich. Manchmal hat man auch Glück und jemand kann deutsch (ist uns aber nur einmal passiert).
LG Conny
sidec am 20 Apr 2016 23:47:28
Aha, danke. Ich habe zwar auch einige Jahre in der VHS Italienisch gelernt, fürchte aber, dass es zum Telefonieren nicht reicht.
Asterixwelt am 21 Apr 2016 08:47:24
Hallo Conny.
Danke für den tollen Bericht, Italien ist wirklich eine Reise wert und dann siehe ich Deine Bilder und wäre auch gern Vorort.
Gruß
Michael
Gast am 21 Apr 2016 09:23:05
Asterixwelt hat geschrieben:... Italien ist wirklich eine Reise wert ...
Stimmt :ja: und deshalb fahre ich in drei Wochen auch wieder hin :D
pischofuerzwo am 27 Apr 2017 20:52:13
Habe gerade Ihren schönen informativen Reisebericht gelesen,die Bilder sind sehr gut aufgenomen.Was mich noch sehr interessieren würde,welches Navi sie so im Stich gelassen hat,möchte mir nämmlich eins kaufen und da die Dinger speziell für Womos sehr teuer sind,wärs schlecht genau dieses zu erwerben.Würde mich über ein Feedback sehr freuen.
mit freundlichen Grüßen
Sepp
kedi3001 am 28 Apr 2017 08:20:08
Servus Sepp,
vielen Dank für das Lob (die Bilder hat allerdings mein Mann gemacht, ich stell mich da etwas "doof" an).
Als Navi hatten wir ein normales Gamin dabei, dass wir vor ein paar Jahren für die USA gekauft hatten, da Nordamerika Karte dabei war (dort war es auch ganz okay). Jetzt verwenden wir seit über 1 Jahr ein Becker (Becker transit.6 LMU Truck und Camper Navigationsgerät (15,8 cm (6,2 Zoll) kapazitives Echtglasdisplay, 47 Länder vorinstalliert, WiFi) mit MagClick Aktivhaltersystem - bezahlt haben wir EUR 335,00 inkl. lebenslangem Karten Update) mit dem wir eigentlich recht zufrieden sind. Vor allem kann man die Abmessungen des Womos einstellen und hat die Option "einfache Route", die wir meist nehmen. Schön ist auch der integrierte Camping- und Stellplatzführer - da spart man sich dann die Adresseingabe. Was man unbedingt beachten sollte: Innerhalb von 30 Tagen nach Kauf registrieren - sonst gibt es die kostenlosen Updates nicht!
Auf unserer letzten größeren Reise in diesem Januar (Spanien und Frankreich) hat es uns recht gut ans Ziel gebracht und nur sehr wenige, kleinere Fehler gemacht. Ich habe auch über diese Reise einen RB gemacht --> Link
Ich hoffe, ich habe dir weitergeholfen.
LG aus dem verschneiten bayerischen Oberland Conny
pischofuerzwo am 28 Apr 2017 19:09:30
Servus Conny, danke für die schnelle Antwort,hab mir schon gedacht das es ein Garmin ist habe so eins von meiner Firma,das spinnt auch manchmal. Hoffe das die Camper-Navis besser sind .Hab ein neues Fahrzeug bestellt,da ist alles in einem,Radio ,Navi,Bildschirm für Rückfahrkamera usw. wollte es schon ab Werk so haben.Hoffe es taugt was.War aber relativ günstig Euer Becker,und super praktisch.. Die Bilder sind wirklich schön,reich das Lob einfach weiter.