Unsere Jungfernfahrt
Nachdem wir uns also nun ein Wohnmobil gekauft haben ohne vorher einen „Probeurlaub“ mit einem gemieteten gemacht zu haben, soll die Jungfernfahrt erst einmal ins nähere Umland gehen, um auszutesten, wie alles so funktioniert.
Und so sah der Plan aus: Am Freitag Morgen, den 08.04.16 (Heiko hatte frei) zuerst nach Eisenach fahren um bei einem dort ansässigen Wohnmobilhändler (und Verkäufer von Wohnmobil-versicherungen) unseren „Bürsti“ versichern, Wasser bunkern und dann in Richtung Bad Klosterlausnitz auf den Stellplatz an der „Kristall-Therme“.
Am Samstag dann im Mühltal zwischen Weißenborn und Rauda ein wenig wandern, anschließend zum Muskeln entspannen in die Therme und am Sonntag wieder zurück nach Hause.
Aber wie sooft im Leben kommt es erstens anders und zweitens als man denkt.
Also am Freitag früh alles zusammen gepackt was wir denken was wir so brauchen und zum Womo gefahren. „Bürsti“ aus der Garage geholt, „aufgerüstet“ und ab die Post nach Eisenach.
Dort, bei Wohnmobile-Waldhelm, das Womo versichert und Wasser gebunkert (3 EUR V/E wenn man nicht auf dem dortigen Stellplatz steht). Dann schnell noch ins Kaufland und Lebensmittel gekauft. Vor dem Markt (es war bereits nach 13:00) haben wir dann doch einen kleinen Hunger bekommen. Gott sei Dank ein China-Imbiß in der Nähe um etwas essen zu können. Aber wozu in den Imbiß setzen? Wir haben doch Stube, Küche, Ess- und Schlafzimmer dabei. Also nur etwas gekauft und im Womo gegessen. Unsere erste Mahlzeit in „Bürsti“!!
Nach dem leckeren Mahl dann endlich los in Richtung „Urlaub“. Da wir ja keine Termine haben entschließen wir uns die Autobahn weitestgehend zu vermeiden. Also nur bis Erfurt Autobahn und ab da Landstraße. In Erfurt-Ost runter von der A4 und weiter auf der Landstraße. Jetzt kommen wir auch noch an dem für uns schönsten „Spaßbad“ die „AVENIDA-Therme“ in Hohenfelden vorbei. Und da passiert auch schon die erste Änderung des Planes. Wenn wir schon mal hier sind, warum schauen wir uns nicht mal den Campingplatz an, vielleicht gefällt er uns ja und wir übernachten hier. Also gesagt, getan und den CP besichtigt. Der Platz sieht gut aus, die Preise erscheinen uns anfänglich aber doch ganz schön hoch. Nach kurzer Beratung dann aber doch die Entscheidung zu bleiben. Bei der Buchung des Stellplatzes fragt die nette junge Dame an der Rezeption ob wir eine ACSI oder ADAC-Campingcard haben. Ja klar habe ich eine ADAC-Campingcard, muss nur schnell das Handy (Campincard in der App) holen. Aber die junge Dame bremst mich ganz schnell und sagt, sie glaubt mir das ich eine Karte habe und gewährt mir den Rabatt. 6 Euro gespart!
Dann beziehen wir unseren Platz. Als Erstes muss Elke das Womo fertig einräumen und Heiko die Antenne ausrichten. Noch einen kleinen Spaziergang mit Lucky und dann unseren ersten „Fernsehabend“ im Wohnmobil genießen. Und dann ist es endlich soweit: unsere erste Nacht im Alkoven. Ob das wohl gut geht? Aber was soll´s, wir haben es ja so gewollt. Lucky bleibt zur Sicherheit unten, damit er nicht runter fallen kann. Aber mal wieder die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Nachdem wir es uns im Bett bequem gemacht haben, schaut uns unser kleiner Wachhund ganz traurig an. „Was ist den jetzt los? Ich schlafe doch immer mit bei Euch im Bett. Bitte holt mich hoch. Bitte Bitte!!!!!!“ Also den Plan schon wieder geändert und den Kleinen doch in den Alkoven geholt. Und dann endlich: „Gute Nacht“.
Samstag
Am Morgen hat uns unser Wecker mit Fell und 4 Beinen pünktlich 07:30 geweckt. Geschlafen haben wir alle super. Keine Verspannungen, keine Rückenschmerzen-nichts! Kurz und gut: Wir haben mindestens so gut geschlafen wie im Bett in unserem festen Zuhause.
Nun schnell angezogen und mit Lucky schnell eine Runde gedreht, damit der Kleine seine großen und kleinen „Geschäfte“ los wird. In der Zwischenzeit hat Elke den Frühstückstisch gedeckt.
Nach dem ersten Frühstück in unserem rollenden Zuhause muss ich erst einmal los und duschen.
Das erste Mal auf einem Campingplatz duschen ist ja auch nicht so einfach. Erst einmal mit der Technik zurecht kommen. Aber nachdem ich 1x umsonst bezahlt habe und jemand zu Hilfe kam bin ich auch hinter dieses Geheimnis gekommen.
Schnell noch einmal Dusche nachkaufen, Elke in die Geheimnisse einweihen, „Bürsti“ reisefertig machen und los geht’s.
Zuerst führt uns unser Weg nach Hermsdorf in den „Globus-Markt“. Denn wie bitte schön sollen wir unsere mitgebrachten Brötchen am Sonntag aufbacken? Also schnell einen Toaster gekauft, eine Bratwurst gegessen und ab ins Mühltal.
Dort angekommen machen wir uns bei herrlichem Wetter auf Schusters Rappen auf den Weg, die Natur zu genießen. Unsere kleine Fellnase ist von den vielen neuen Gerüchen hin und weg. Jede Pfütze will er zum Trinken nutzen. Aber Gott sei Dank ist der Mühlbach sehr sauber und für Lucky zugänglich, so dass er alle Nase lang zum Bach gehen und dort trinken kann.
Nach ca. einer Stunde machen wir an der Naupoldsmühle eine kurze Rast und schauen 3 Eseln (außer uns) beim Grasen zu. Und dann passiert das Unfassbare. Einer der Esel kommt an den Zaun und „Papa“ streichelt diese komische Tier auch noch. Also muss Lucky erst einmal mit „Papa“ schimpfen und zu verstehen geben wer hier die Nummer 1 ist. Zumal unser kleiner Beschützer alles was Hufe hat überhaupt nicht leiden kann.
Nachdem wir wieder am Womo angekommen sind, entscheiden wir uns, erst einmal zum Stellplatz an der „Kristall“ Therme anzufahren und dort Kaffee trinken.
Also auf zum Stellplatz, Strom angeschlossen, die „Schüssel“ ausrichten und lecker Kaffee und Kuchen genießen.
Nun muss ich los, und nachsehen, wie sich Preise im Kristall entwickelt haben. Nachdem ich die Preise gelesen habe (ab 12:00 nur Saunatarif möglich, da das gesamte Bad textilfrei ist), habe ich plötzlich gar keine Lust mehr auf Sauna. 19,50/Nase für 4 Stunden (weniger geht nicht) sind mir dann doch zu heftig. Zurück bei Elke ist sie der gleichen Meinung. 40,- Euro sind ganz schön happig. Selbs wenn man die 5,- Euro abzieht, die man erstattet bekommt, wenn man den (kostenpflichtigen) Stellplatz nutzt.
Dann doch lieber noch einmal mit Lucky eine kleine Runde gedreht, Abendbrot gegessen und wieder einen Fernsehabend genießen und dann ab ins Bettchen.
Sonntag
Nach einer wiederum sehr erholsamen Nacht (geschlafen wie ein Stein) und der ersten Runde mit Lucky und anschließendem Frühstück muss ich erst einmal los, und checken, ob man in der Therme eine Dusche nutzen kann. Nein, kann man nicht. Duschen kann man nur wenn man auch Eintritt bezahlt. Also nur die Toilette genutzt und zurück zu Elke. Kurze Beratung: 2x 7,20 = 14,40, abzüglich 5,- Rabatt = 9,40. Das sind 4,70 pro Nase. Das ist ok. Also Klamotten gepackt und ab ins Bad. Im Bad dann die Überraschung. Es gibt auch im Textilbereich Saunen. Na wer sagt´s denn. Kommen wir ja doch noch zu unserer Sauna.
Nach dem Baden geht der „Papa“ mit dem „Kind“ eine Runde, während Elke Mittag kocht.
Unser erstes in eigener „rollender Küche“ gekochtes Mittag war wie immer, wenn Elke kocht, lecker.
So, nun schnell noch abwaschen, die WC-Kassette leeren und auf in Richtung Heimat. Unterwegs verspüren wir noch Lust auf ein kleines Softeis. Also ein kurzer Zwischenstopp bei einem großen amerikanischen Schnellrestaurant (zur goldenen Möwe ;-) ).
Wieder in der Garage angekommen „Bürsti“ entladen, Grauwasser entsorgen und der Kurzurlaub ist schon wieder zuende.
Fazit: Es war ein wunderschönes Wochenende, mit vielen neuen Eindrücken und der Erkenntnis, mit dem Kauf des Wohnmobils alles richtig gemacht zu haben.


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