dibru2 hat geschrieben:So wie ich das verstehe, bringt das Druckausgleichsgefäss lediglich einen konstanten Wasserfluss. Also kein überaus starker Wasserstrahl beim öffnen des Hahns. Die Druckpumpe schaltet aber trotzdem an sobald der eingestellte Aufbaudruck abfällt... Und das tut er ja auch schon nach einem Schluck Wasser.
Das Druckausgleichsgefäßes oder eigentlich Druckspeicher soll ein Zu- und Abschalten der Pumpe verzögern. Durch verzögertes Zuschalten schaltet die Pumpe weniger häufig.
Beispiel:
Pumpe mit Abschaltdruck 3,1 bar und Wiedereinschaltdruck 2,1 bar.
Schaltet die Pumpe ab ist im System ein Druck von 3,1 bar.
Nach Öffnen eines Wasserhahnes fällt ohne Druckspeicher, ohne Luftpolster, der Druck sofort auf 2,1 bar ab und die Pumpe schaltet zu. Wird wenig Wasser entnommen, steigt der Druck schnell wieder auf 3,1 bar an und die Pumpe schaltet ab. Die Folge ist ein schnelles An- und Abschalten der Pumpe.
Nun ein Druckspeicher mit 1l Volumen der zu Dreiviertel mit Wasser gefüllt ist.
Bei abgeschalteter Pumpe steht er unter einem Druck von 3,1 bar, öffnet man nun den Wasserhahn sinkt der Druck auf 2,1 bar ab. Im Druckspeicher vergrößert sich durch den abfallenden Druck die Luftblase von 0,25 l auf 0,4 l. Durch das vergrößerte Luftvolumen fließen 0,15 l Wasser aus dem Wasserhahn bevor die Pumpe zuschaltet.
Ohne Druckspeicher schaltet die Pumpe sofort nach öffnen des Wasserhahns.
Mit Druckspeicher fließen erst 0,15 l aus bevor die Pumpe schaltet.
Solange die Pumpe mehr Wasser fördert, als am Wasserhahn entnommen wird ist der Wasserdurchfluss nicht konstant, da sich ständig der Druck ändert.
Wichtig ist, dass die Pumpe nicht zu häufig in kurzen Zeitabständen schaltet. Das erhöht die Lebensdauer der Pumpe.
Eine gleiche Wirkung hat das Druckpolster im Boiler.
Gruß
Scout