Hallo Maxi,
ich komme gerade von da oben und habe an der Walsafari von Andenes aus teilgenommen. Es war meine erste Walsafari und ich kann daher nicht sagen, welche von den beiden nun besser organisiert ist.
Fakt ist aber, das Andenes näher an der Kontinentalabschrägung liegt, an der sich die Wale tummeln. Das Boot von Stø fährt auch dahin, ist aber entsprechend länger unterwegs.
Wenn Du unbedingt daran teilnehmen möchtest, solltest Du besser vorher reservieren. Jetzt war es noch nicht so überlaufen und so konnte ich ohne Reservierung daran teilnehmen.
Lohnen tut sich das auf alle Fälle. Die Wahrscheinlichkeit Wale anzutreffen liegt bei 95%. Falls kein Wal angetroffen wird, darf man in Andenes die Safari am nächsten Tag kostenlos wiederholen.
Die Tickets gibt es im Walzentrum (765,- nkr pro Person), nahe dem Leuchtturm. Also erst mal dahinfahren, Parkmöglichkeit vorhanden. Wer möchte erhält da auch eine Tablette gegen Seekrankheit. Das Schiff (in der Hochsaison wird mit zwei Schiffen gefahren) liegt dann am anderen Ende des Ortes, im Hafen. Auch da gibt es einen Parkplatz, also das
Wohnmobil mit rübernehmen.
Mit einem Führungsteam, das in meinem Fall aus drei Studenten (einer Kroatin, einer Schwedin und einem Schweizer bestand) geht es dann raus auf die rauhe See. Die Wale die vor den Vesterålen anzutreffen sind, werden auf dem Weg dorthin erläutert und ebenso wird die Stelle beschrieben, an der sich die Wale aufhalten.
Wenn nach etwa einer Stunde Fahrt die Kontinentalabschrägung erreicht ist, überprüft der Kapitän mit Hilfe des Sonars, ob ein Wal der Nähe ist. Bei uns war es auf Anhieb der Fall. Der Kapitän ortete zwei Pottwale unmittelbar unter uns. Nur heißt es dann erstmal abwarten, bis einer auftaucht. Das kann etwa 15-20 Minuten dauern. Dreimal hat sich ein Pottwal gezeigt, es war aber immer der gleiche. "Glen" nennen ihn die Safariführer und erkennen ihn an dem weißen Fleck auf dem Rücken. Dann ging es wieder zurück nach Andenes. Auf dem Rückweg gab es dann noch ein warmes Süppchen an Bord. Vom Führungteam wurde anschließend nochmal das Ergebnis der Tour zusammengefasst.
Eine winddichte Jacke und warme Schuhe sollte man auf jeden Fall bei dieser Tour tragen. Eine warme Mütze dabeizuhaben, kann auf keinen Fall schaden. Es kamen auch welche in Gummistiefeln, das ist aber nicht notwendig.
Gerade jetzt im Juni war es noch recht frisch. Der Wind blies am Morgen so stark, daß sie mir im Walzentrum erst noch gar nicht sagen konnten, ob sie an diesem Tag überhaupt rausfahren.
Vier Stunden hat der Ausflug gedauert und ich kann nur empfehlen das mal mitzumachen - nur einigermaßen seefest sollte man schon sein, um das auch genießen zu können.