rikia am 27 Mai 2006 02:09:04 Seit unserer Südfrankreichreise in den Osterferien sind jetzt ein paar Wochen vergangen und ich werde mal versuchen, hier meinen ersten Reisebericht reinzustellen: :)
Nachdem wir uns hier im Forum viele Reisevorschläge eingeholt und von euch tolle Anregungen bekommen hatten, haben wir uns letzten Ende für die grobe Richtung „Südfrankreich“ entschieden. Italien war bei mir auch noch in der engsten Auswahl, aber mein Freund wollte lieber nach Frankreich. Die anderen Reiseziele klangen auch gut, waren uns aber z.T. für einen knapp zweiwöchigen Urlaub zu weit entfernt oder die Wetterlage war uns zu unsicher, da wir nach dem langen kalten Winter unbedingt SONNE wollten.
Also bereiteten wir samstags und sonntags vor und erst am Sonntag Abend ging es los. Doch schon auf der Autobahn kurz vor Bonn machte der Motor seltsame Geräusche. Wir fuhren langsam zur nächsten Tankstelle und kontrollierten den Ölstand. Der Ölstand war recht niedrig, aber sooo niedrig war er nun auch wieder nicht. Unschlüssig, ob es wirklich daran gelegen hatte und ob wir nicht lieber doch noch vor der langen Strecke mal in die Werkstatt sollten, beschlossen wir, in Bonn zu übernachten und am nächsten Morgen dann noch einmal bei einer Fachwerkstatt vorbeizuschauen.
Gesagt, getan, die erste Nacht blieben wir also in Bonn und standen montags früh in einer Fachwerkstatt, wo uns gesagt wurde, dass der Motor normal klinge und es tatsächlich am Öl gelegen haben könnte. Beruhigt fuhren wir also weiter und bestaunten das schöne Rheinland, wo es schon überall zu grünen und blühen begann.
Unsere nächste Station war Trier, wo wir kurz anhalten und Mittagessen kochen wollten. Aber mit dem kurz Anhalten war das wohl wieder so eine Sache. Beim Abwaschen fiel uns nämlich auf, dass es unter der Spüle ständig tropfte. Hm, wir hatten vor Kurzem im Spülbecken einen neuen Wasserhahn bekommen, und dieser machte nun wohl auch Probleme. Nachdem das Problem behoben worden war, räumten wir alle Fächer unter der Spüle aus, schalteten die Heizung an und ließen es erst mal alles trocknen. Na, das hatte uns ja gerade noch gefehlt. So kamen wir dann unfreiwillig zu einer ersten längeren Ruhepause in Trier.
Dann ging es dann aber problemlos weiter bis zu einem Dorf in der Nähe von Lyon, wo wir uns spät abends auf den Parkplatz neben der Kirche stellten.
Am nächsten Tag hatten wir richtig schönes Wetter und machten uns weiter auf in Richtung Süden. Vorbei an Bäumen, die langsam grün wurden, ging es durch das schöne Rhonetal. So langsam konnte man den Frühling spüren – endlich - nach dem langen Winter. Allerdings hatten wir sehr mit dem Mistral zu kämpfen, der sich im Womo so anfühlte, als wollte er uns von der Autobahn fegen. In diesem Moment konnte ich alle Leute verstehen, die sich bewusst gegen einen Alkoven entschieden haben und das, obwohl ich unseren Alkoven eigentlich liebe. Bei einer kurzen Rast war der Wind so stark, dass wir Mühe hatten, die Wohnmobiltüren aufzumachen.
rikia am 27 Mai 2006 02:29:38 Bei strahlendem Wetter erreichten wir schließlich Avignon und ließen uns auf einem der Campingplätze nieder, die auf einer kleinen Insel direkt gegenüber der Altstadt liegen. Der Campingplatz war in Ordnung, der Preis ebenfalls und es war so schön nah in die Innenstadt. Nach 2 Nächten an Straßen und auf Plätzen, bei denen wir öfter von vorbeifahrenden Autos geweckt worden waren, freuten wir uns auf die Stille eines Campingplatzes.
Am späten Nachmittag gingen wir los, um uns Avignon anzuschauen. Ich war als Teenager 2 oder 3 mal dort gewesen und hatte die Stadt als sehr schön in Erinnerung. Und wir wurden nicht enttäuscht. Obwohl die Stadt viel leerer war, als ich sie in Erinnerung hatte, ist Avignon wunderschön. Die ersten Bäume blühten und es sah alles sehr frühlingshaft aus. Wir freuten uns auch über die milden Temperaturen, aber der nette Parkwächter, mit dem wir uns lange unterhielten, meinte, es wäre für die Jahreszeit ungewöhnlich kalt. Hm, wir fanden es angenehm. Bis auf den Wind, der allerdings so doll wehte, dass es uns nach einiger Zeit dann doch wieder auf den Campingplatz zurück zog. Inzwischen war es auch dunkel geworden und wir überlegten, wohin wir am nächsten Tag fahren wollten.
spleiss53 am 27 Mai 2006 07:37:48 rikia hat geschrieben:Wir fuhren langsam zur nächsten Tankstelle und kontrollierten den Ölstand. Der Ölstand war recht niedrig, aber sooo niedrig war er nun auch wieder nicht.
.....wo uns gesagt wurde, dass der Motor normal klinge und es tatsächlich am Öl gelegen haben könnte.
.......wieviel Öl hat denn gefehlt?
Campergrüße am Samstagmorgen sendet spleiss53
eva b. am 28 Mai 2006 17:11:31 Hallo Rikia,
ich warte mit Spannung auf die Fortsetzung :ja: Schöööhn!
rikia am 31 Mai 2006 18:33:31 Erstmal @Spleiss: Ich weiß nicht mehr, wie viel Öl gefehlt hat. Es war aber laut der Werkstatt zu wenig.
So, und hier geht's weiter mit dem Bericht:
Entgegen unserer ursprünglichen Idee, uns die Provence anzuschauen, hatten wir von mehreren Leuten den Tipp bekommen, in Richtung der spanischen Grenze ins Languedoc-Roussillon zu fahren, da es dort sehr schön sein sollte. Anfangs hatten wir überlegt, ob wir uns diese weite Strecke für die kurze Zeit (knapp 2 Wochen) antun sollten, dann aber beschlossen, dass wir unbedingt dorthin wollten. Aber unsere Planung war, möglichst schnell an den am weitesten entfernten Teil unserer Reise zu fahren und dann gemütlich wieder gen Heimat zu tuckern.
Am nächsten Morgen wollten wir uns dann noch einmal Avignon anschauen und hatten dabei strahlend blauen Himmel und Sonne. Besonders schön fanden wir auch den Park neben bzw. über dem Papstpalast, von dem man eine tolle Aussicht auf die Stadt hat.
rikia am 31 Mai 2006 18:39:40 Nachmittags fuhren wir also in Richtung Meer und der Wind schien immer stärker zu werden, so dass wir nur noch sehr langsam fahren konnten. Unser Ziel war Gruissan, das uns Bekannte empfohlen hatten, die mal im Sommer dort waren. Dort gibt es 3 Stellplätze, einen an einem See, einen direkt am Meer und einen am Yachthafen. Es war ja in der Woche vor Ostern und alle waren noch recht leer. Wir trafen nachmittags ein und schauten uns alle Stellplätze der Reihe nach an. Leider war keiner von ihnen wirklich windgeschützt, was an diesem Tag enorm wichtig war, da es uns selbst beim Parken im Womo richtig durchschüttelte. Wir fuhren an den Strand und machten erst mal einen schöne Strandspaziergang (Foto). Doch wegen des Windes hielt es uns nicht sehr lange draußen. Wir beschlossen, auf den schönen Stellplatz am Yachthafen zu fahren und dort zu nächtigen. Inzwischen war es auch dunkel geworden. Obwohl der Platz schön gelegen war, wurde es eine sehr unruhige Nacht, weil ständig Windböen am Wagen rüttelten. Das überzeugte uns davon, uns so lange einen windgeschützten Campingplatz zu suchen, bis der Wind ein bisschen nachgelassen hatte. Zu dem Stellplatz gibt es noch was zu sagen: Er hat große und saubere Duschen, die mit den meisten französischen Campingplätzen locker mithalten können. Ich glaube, Toiletten gibt es auch dort, bin mir da aber nicht mehr ganz sicher.
rikia am 31 Mai 2006 18:55:51 Wie schade, dass die Bilder durch das Herunterrechnen und das Verkleinern nicht mehr so schön sind, wie die Originale. :cry:
Gibt's da einen Trick oder ist das normal?
rikia am 31 Mai 2006 19:03:30 Die Suche nach einem Campingplatz gestaltete sich nicht ganz so einfach. Bei anscheinend noch stärker werdendem Wind fuhren wir nach Narbonne und suchten dort Hinweisschilder auf einen Campingplatz. Das war aber gar nicht so einfach und so landeten wir in Narbonnes Innenstadt, wo wir uns freuten, Hinweistafeln auf ein Tourismusbüro zu sehen. Die konnten uns doch bestimmt weiterhelfen. Aber als wir das Touribüro betreten wollten, stellte sich leider heraus, dass dieses nur im Sommer geöffnet war. Tja, wir hatten ja noch absolute Vorsaison. Also fuhren wir erst mal in einen der riesigen französischen Supermärkte und machten einen Großeinkauf an Lebensmitteln. Dabei begegneten uns im Bücherregal Stellplatz- und Campingplatzführer und wir überlegten sehr lange, ob sich die Anschaffung wirklich lohnte. Der Stellplatzführer überzeugte leider nicht, da wir testweise mal nach den schönsten Stellplätzen schauten, die uns letzten Sommer bei unserem Normandie-Bretagne-Urlaub begegnet waren. Diese waren leider nicht enthalten, also begnügten wir uns mit unserem Europa-Stellplatzführer, den wir in Deutschland gekauft hatten. Den Campingplatzführer kauften wir jedoch und stellten während des weiteren Urlaubs fest, dass dieser sich für uns dicke gelohnt hatte, da wir nun nicht mehr lange nach Campingplätzen suchen mussten.
Vielleicht fragt sich der eine oder andere, warum wir auf Campingplätzen stehen, wenn wir mit dem Womo unterwegs sind. Als wir letztes Jahr unser Womo gekauft haben, hatten wir eigentlich vor, die meiste Zeit Stellplätze zu nutzen. Aber während unseres Sommerurlaubs haben wir dann festgestellt, dass es viel stressfreier ist, zwischendurch auch mal 2 oder 3 Tage auf Campingplätzen zu stehen. Und die Camping Municipal-Plätze sind oft auch kaum teurer als die Stellplätze.
Also blätterten wir im Campingführer und fanden heraus, dass es in Narbonne Plage zwei oder drei Campingplätze geben sollte. Die wollten wir uns doch mal anschauen. Schon die Fahrt von Narbonne nach Narbonne Plage durch die Hügel war wunderschön. Man hatte einen ganz tollen Blick über den Ort und das Meer, es gab oben auf den felsigen Hügeln auch einen kleinen Aussichtsturm.
rikia am 31 Mai 2006 19:13:41 Erst schauten wir uns den dortigen Womo-Stellplatz am Meer an, der uns aber nicht besonders gefiel. Unser zweiter Versuch war ein total schöner, sehr großer Campingplatz unweit des Stellplatzes, der zu dieser Zeit spottbillig war. Er war ungefähr so teuer wie der Stellplatz, aber viel schöner, windgeschützt und zu dieser Zeit fast vollkommen leer. In diesem Moment hatte sich der Kauf des Campingplatzführers schon gelohnt, da wir uns auf diesem Platz pudelwohl fühlten.
Wir machten es uns in einer großen schönen Parzelle zwischen Bäumen und Sträuchern gemütlich und konnten unser verspätetes Mittagessen auf der Wiese genießen.
rikia am 01 Jun 2006 21:58:53 Danach zogen wir mit den Fahrrädern los in Richtung Narbonne Plage. Der Strand war wirklich riesig und es waren kaum Leute unterwegs.
rikia am 01 Jun 2006 22:14:04 Danach zogen wir mit den Fahrrädern los in Richtung Narbonne Plage. Der Strand war wirklich riesig und es waren kaum Leute unterwegs.
Wir radelten am Wohnmobilstellplatz vorbei in den Ort hinein. Dort ist eine lange schöne Strandpromenade, auf der schon ein paar Osterurlauber unterwegs waren. Diese Straße scheint hauptsächlich aus Ferienhäusern zu bestehen, die zu der Zeit aber noch nicht belegt waren und es war alles noch recht ruhig. Die Atmosphäre war sehr schön und wir setzten uns auf eine Bank und schauten in der Abenddämmerung aufs Meer.
Als wir zurück wollten, hatten wir extremen Gegenwind. Man hatte das Gefühl, gar nicht von der Stelle zu kommen. Das letzte Stück schoben wir dann die Fahrräder und waren schließlich froh, wieder auf dem Campingplatz anzukommen.
eva b. am 02 Jun 2006 08:59:35 So eine Radtour hatten wir auch mal - hin mit dem Wind im Rücken und zurück war echt eine Katastrophe :(
Dass die Qualität der Bilder beim Verkleinern leidet hat mich auch schon gestört. Vielleicht kann uns ja mal jemand einen Tip geben (hallo, ist überhaupt noch jemand hier? Oder seid Ihr alle in Dresden?), denn bei einigen Beiträgen sind die Fotos deutlich besser.
Trotzdem schöne Fotos, die machen richtig Lust auf Urlaub :!:
Übrigens gehen wir auch immer mal wieder auf Campingplätze, vor allem wenn die Stellplätze sehr voll sind. Wenn es so eng ist, dass man rechts und links nur noch weiße Wände sieht oder gar Nachbars Privatleben mitbekommt dann flüchten wir schleunigst .
Gast am 02 Jun 2006 15:32:36 :daumen2:
Bitte mehr!
Udo
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