boxer80 am 27 Mai 2006 23:24:38 moin moin,
ich habe ja den Ford Transit mit 125 PS und dem Carioca 599 Aufbau.
Ist es eigentlich normal, das bei Regenwetter die Vorderreifen beim Anfahren (normale Fahrweise) durchdrehen ?
Habe noch keinen Motorradträger angebaut, und auch der Fahrradträger
ist noch unbenutzt.
Wollte mir eigentlich einen Motorradträger bis 150kg anbauen.
Dieses erscheint mir jedoch sehr gefährlich.
Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ?
gruß
boxer
Gast am 27 Mai 2006 23:40:02 boxer80 hat geschrieben: Ist es eigentlich normal, das bei Regenwetter die Vorderreifen beim Anfahren (normale Fahrweise) durchdrehen ?
je nach Überhang & Gewichtsverteilung: JA
Oft sind Mobile sehr hecklastig, das kann aber von Modell zu Modell bzw. Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein.
Wenn du nun einen Träger verbaust und die Vorderachse noch mehr entlastet wird........ :wink:
jonathan am 28 Mai 2006 01:05:01 Bei einem vernünftig reagierenden ESP werden deine Antriebsräder ersteinmal kurz durchdrehen , und danach sofort durch das Eingreifen der Elektronik eingebremst werden. Also: Hast du ein (echtes) ESP on board, lass die Räder kurz drehen,(ruhig Vollgas dabei!) denn danach steuert die Elektronik alles im besseren Masse als du es slbst machen würdest. Zumindest ist dies meine Erfahrung mit den VW-ABS. Durch das Durchdrehen der Räder entsteht nämlich der sog. "Reibungsschlupf", der auch (so habe ich als techn. Halblaie gelesen) wichtig ist zum Aufbau von Trieb -oder Bremskräften. (Deshalb bremsen im Tiefschnee z.B. blockierende Räder besser als ABS-Geregelte Räder-aber sie lassen sich nicht mehr lenken !!!!). Also, noch einmal: Hast du ESP an Bord- Räder drehen Lassen, nach spätestens ein,-zwei Radumdrehungen ist der Spass vorbei und der Wagen zieht mit der max. möglichen Power.
Hast du kein ESP, hift nur gezielt Kraft zu dosieren=Erfahrungswerte sammeln.
Werner
Friedrich am 28 Mai 2006 10:32:03 Aus meiner pers. Erfahrung weiß ich, daß das Durchdrehen der Vorderräder auch sehr viel vom unterschiedlichen Fahrbahnbelag abhängt.
Weil ich dies weiß, fahre ich mit mäßigem Gasgeben an.
Sonntagsgrüße von
Frieder
:D
Mobi am 28 Mai 2006 10:55:19 Oftmaliges Durchdrehen der Reifen, ob mit oder ohne ESP, würde ich mir ersparen, da dies einen ungleichmäßigen Reifenabrieb zur Folge hat mit all seinen negativen Nachwirkungen wie
unruhiger Rundlauf, weitere und tiefere Laufflächenauswaschungen, höherer Verschleiß, öfteres auswuchten müssen usw.
Wobei Auswuchten ja nicht die Ursache behebt, sondern nur die Auswirkungen abmildert.
Mobi
Gast am 28 Mai 2006 11:30:58 Moin,
ich glaube nicht das Boxers CI über ein ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm verfügt) :wink: , ein ASR (Antischlupfregelung) sollte bei einem so neuen Fahrzeug aber vorhanden sein..... und auch eingreifen sobald die Räder durchdrehen.
Ich denke, nachdem ich das Fahrzeug im Profil sah, es handelt sich um "normale" Hecklastigkeit gepaart mit dem Ausnutzen des Heckgaragenvolumens :D , so das die VA noch stärker entlastet wird.
@Boxer: wenn es nur bei regennassen Straßen auftritt, fahr "ruhiger" & vorausschauender. Versuche die zugeladenen Gewichte im Fahrzeug besser zu verteilen, nicht alles nach hinten....
Zu dem 150kg-Träger: lass zunächst mal deine Gewichte (Leergewicht & Achslasten) beim TÜV prüfen. Hier im Forum findest du dann einen Beladungsrechner der dir aufzeigt ob dein Wunsch überhaupt noch (gewichtstechnisch - zul. GG & Achslasten) realisierbar ist. Ich denke bei 3,5 to zul. GG ist bei dir Schluss ? Das könnte sehr knapp werden :?
boxer80 am 28 Mai 2006 13:36:01 Hallo und vielen Dank für die Antworten.
werde mir die tipps zu gemüte führen.
danke
boxer
Seekater am 29 Mai 2006 15:30:36 Mobi hat geschrieben:Oftmaliges Durchdrehen der Reifen, ob mit oder ohne ESP, würde ich mir ersparen, da dies einen ungleichmäßigen Reifenabrieb zur Folge hat mit all seinen negativen Nachwirkungen wie unruhiger Rundlauf, weitere und tiefere Laufflächenauswaschungen, höherer Verschleiß, öfteres auswuchten müssen usw.
Wobei Auswuchten ja nicht die Ursache behebt, sondern nur die Auswirkungen abmildert.
Mobi
und nicht nur das...... was macht nämlich ein ESP: Es diagnostiziert, daß ein Rad durchdreht und bremst dann das durchdrehende Rad ab, dort wird also schon einmal ordentlich Sprit-Energie in Wärme verwandelt. Danach geht die verbleibende, überschüssige Antriebsenergie mehr auf das andere Rad, das offensichtlich entweder auf griffigerem Boden steht oder mehr belastet ist (sonst würde es ja auch druchdrehen). Das geht solange gut bis auch das durchdrehen würde, was natürlich ESP verhindert, wodurch: Ja klar, es bremst mal wieder.
Sprich alles was zu viel an Motorleistung auf die Antriebsräder gegeben wird, wird durch ESP in Wärme umgewandelt. Wenn durch das Durchdrehen eines Reifen, das Anfahren verhindert wird, ist das sicherlich segensreich, doch um schnellstmöglich anzufahren......ich geb' ja auch nicht Vollgas und stell' mich mit dem anderen Fuß auf die Bremse.....
Wenn man sich das zur Gewohnheit werden läßt dürfte zur obigen Liste also noch öfterer Bremsbelag-Wechsel und höherer Verbrauch dazu, eventuell auch noch vorzeitger Wechsel der Antriebswellen-Gelenke und der Kupplung.
Also ich würd's auch lassen und eher gegenteilig, so langsam wie möglich und so schnell wie nötig, anfahren.
Seekater
alex am 30 Mai 2006 07:28:10 ähh mal ne dumme frage
ich dachte immer ESP ist ein Elektronisches Stabilitäts Programm und verhindert das ausbrechen des fahrzeuges speziell in kurven in dem es das jeweils richtige rad abbremst
und ein ASR ist die Anti Schlupf Regelung und verhindert das durchdrehen eines oder mehrer räder und ermöglicht so das anfahren auf rutschigem oder losen boden
und ABS verhindert das blockieren der räder
zumindest funktioniert das ganze so bei meinem 2006er transit
lg
alex
Seekater am 30 Mai 2006 10:36:54 alex hat geschrieben:ähh mal ne dumme frage
ich dachte immer ESP ist ein Elektronisches Stabilitäts Programm und verhindert das ausbrechen des fahrzeuges speziell in kurven in dem es das jeweils richtige rad abbremst
und ein ASR ist die Anti Schlupf Regelung und verhindert das durchdrehen eines oder mehrer räder und ermöglicht so das anfahren auf rutschigem oder losen boden und ABS verhindert das blockieren der räder
zumindest funktioniert das ganze so bei meinem 2006er transit
lg
alex
klar Alex, recht hast Du, oben hätte ich ASR schreiben sollen, statt ESP.
Ich verwechsle die Dinger immer, da sie letztlich auch sehr ähnlich sind und sich nur in einem Stück Software unterscheiden dürften:
ABS, Antiblockiersystem ist die Basis für das Ganze, löst die Bremsen, bevor die Räder blockieren.
ESP, elektronisches Stabilitätsprogramm, wertet die Drehinformationen des ABS nach anderen Kriterien aus und betätigt die Bremsen nach anderen Kriterien, eben zur Herstellung der Stabilität
ASR, Antischlupfregelung, wertet ebenfalls die Drehinformationen des ABS nach erneut anderen Kriterien aus und verhindert ein Durchdrehen der Räder beim Anfahren, soweit es eben geht.
Also ASR, AntiSchlupf-Regelung hätte es heißen sollen.
Danke für den Hinweis
Seekater
Gast am 01 Jun 2006 12:18:26 Hallo Boxer,
ich fahre einen Frankia auf Fiat Basis, also auch mit Frontantrieb.
Hierbei belaste ich die Vorderachse auf ca. 1800 bis 1900 kg bei zugelassenen 2t. Durch den Doppelboden bedingt kein Problem, da ich die schweren Sachen nach vorne rücke.
Die Hinterachse wird dementsprechend mit ca. 2,1t belastet bei 2,3t zulässigem Achsgewicht. In die Heckgarage kommen bei uns die großen Sachen wie Tisch, Stühle und Dinge die nicht so schwer sind.
Da das Gewicht vorne also sehr hoch ist, habe ich keinerlei Problem beim Anfahren. Auch nicht am Berg und bei Nässe.
Aber entscheidend ist immer die Antriebsachse im Rahmen des Möglichen gut zu belasten.
Beim Frontantrieb einen Heckträger zu montieren halte ich von daher für wenig sinnvoll.
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