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Buerstner A535-2 active - Torf und Wandlung


crossover0480 am 29 Jun 2016 14:25:30

Hallo lieben Forengemeinde,

ein paar Wochen habe ich mich nicht mehr beteiligt. Das lag u.a. daran das ich leider unser Liebling "WoMo" hab ziehen lassen muessen. Und zwar zurueck an seinen (gewerbl.) Verkaeufer. :cry:

Dieser Text hat zwei Gruende:
1. Erklaerung einer oftmals auftretenden Undichtigkeit bei Buerstner-Wohnmobilen der A-2 Reihe "A535-2, A532-2" (Doppelboden, Wintertauglich).
2. Erlaeuterung der rechtlichen Grundlagen bei "Wandlung" (jetzt Rueckabwicklung)

Nach 6 Monaten, zahlreichen Reparaturen, Aufwertungen, Modernisierungen, schoenen Wochenenden, meinen Kindern die sich auch an dieses Mobil gewoehnt haben und immer "Urlaub" riefen selbst wenn es nur mit dem WoMo zum Zoo ging.

Leider hat WoMo einen Wasserschaden gehabt. Torf. Und zwar genau das was in Foren bzgl Buerstner Wohnmobilen geschrieben wurde. Und ich habe sogar danach geguckt! Geprueft! Aber es war nicht einsehbar. Bilder koennt ihr in meiner Galerie sehen. Ich habe sogar nichtmal was gerochen! Hatte sogar meinen Vater mit 30 Jahren WoMo Erfahrung dabei. Wir haben 6 Stunden geprueft und gemessen und geguckt.

Ich habe vor 2 Monaten dann festgestellt das innerhalb der Garage das mit Farbe bestrichene Holz Strukturaenderungen zeigte und komisch aussah. Ein kurzer Griff...und ich hatte nasses torfiges morsches Holz in der Hand. Haendler benachrichtigt, Fahrzeug zu einem Profi gebracht und nach Abnahme der Heckstossstange war ich erschuettert. Denn ich sah direkt das eine Scheidung bevorsteht. Erste Analyse erbrachte einen Reparaturaufwand von mind. 3000 EUR nur an Arbeitszeit in einem Fachbetrieb. Der Doppelboden unten und in der Mitte war verfault, das Holz fiel schon ab, die Beschichtung unterhalb des Fahrzeuges war schon weg, und der Schimmel spross. Nun waren nichtmal die Seitenteile abgebaut um das ganze weiter zu untersuchen.

Der Werkstattleiter hoerte "Wasserschaden" und fragte mich, als ich das Fahrzeug brachte (OHNE es gesehen zu haben) ob ich einen "Active strich zwo" fahre. Ich sagte ja. Er nickte und sagte er wolle mir etwas zeigen. Zielstrebig lief er auf mein Baby zu, wir legten uns drunter und er leuchtete routiniert den Schimmel an, zeigte mir Holz welches verfault eindrueckbar war und zeigte mir dann den Heckstossfaenger mit der Garagenklappe. Diese ist aufgesetzt auf die Aussenhaut. Und die Dichtung ist oftmals vertrocknet oder falsch erneuert nach einer Abnahme oder rissig. Dadurch laeuft Wasser die Rueckwand herunter und in den Innenraum. Dort tropft sie aber nicht in die Garage! Sondern sie laeuft die Stossstangenkante entlang (sie ist geschwungen) nach unten links und rechts und auf das Holz in den Doppelboden. Dort wo keine Klappe ist. Dort wo man nicht nachsehen kann, nur von unten evtl mal gegendruecken. Das gleiche bei den Seitenteilen. Ist mal Wasser drin gibt es keine Chance des trocknens oder des abdampfens. Er sagte eine klassische Fehlkonstruktion. Bei den neueren Modellen waere das anders. Diese sind anders angebracht und angehaengt. Die Garage sei oft trocken weil sie gut auslueftet. Aber der Rest....

Ich war echt traurig in dem Moment. :cry: Er sah das und wusste das ein Familienvater seine ersparten Kroeten und viel Zeit und Liebe in etwas gesteckt hatte was wohl hinueber ist. Gleichzeitig wurde ich den Gedanken nicht los das der Haendler es wusste, denn die Werkstatt meinte das wohl arbeiten durchgefuehrt wurden. Sieht man am Kleber, den Rueckstaenden und anderem Holz. Aber das kann schon vor Jahren gewesen sein. Also nichts nachzuweisen.

Der Haendler schlug vor das Fahrzeug zurueckzunehmen. Natuerlich unter der Beruecksichtigung das es 15 Jahre alt ist (was es beim Kauf schon war), das ich viele KM gefahren bin (6000 abzueglich 2000 fuer Garantiereparaturfahrten zur Werkstatt), Nutzung etc. Als ich das schon hoerte musste ich mich erstmal mit den Grundlagen auseinandersetzen. Und habe mich rechtlich beraten lassen. NICHT um zu klagen oder um zu drohen, nein. Erst einmal damit ich meine Pflichten kenne. Und die daraus resultierenden Rechte. Und um mit realistischen Vorstellungen zum Haendler gehen kann. Denn ich wollte anfangs mein ganzes Geld wiederhaben. Und meine Investititonen. Abzueglich ein bisschen Nutzung.

Rueckabwicklung und Nutzungsausgleich waren die Schlagworte. Ich hatte viel dem Haendler geschrieben, nie eine Antwort erhalten. Ab und an mal ein kurzes Telefongespraech. Die letzte Garantieabwicklung wurde mit den Worten: "Aber dann ist mal gut, ist ja schon ein altes Fahrzeug." beendet. Das habe ich aber verneint und darauf hingewiesen das ich nicht wegen jeder Kleinigkeit zu ihm kam und schon vieles in Eigenregie bezahlt und getan haette. Und das Sachmaengelhaftung nunmal gilt.

Erst als ich Paragraphen mit reinnahm und erwaehnte das ich alles nur noch schriftlich abwickeln moechte lief es.

Es war ehrlich gesagt ziemlich ernuechternd. Denn ich habe zuviel erwartet, der Haendler zuwenig geboten und wir haben uns dann, nach anwaltlicher Empfehlung an mich, auf die Mitte geeinigt. Und kamen beide mit einem blauen Auge ohne Rechtsstreit davon.

Diese Nutzungsberechnung zeigt auf das es sich oftmals lohnt in Verhandlungen zu treten und seine Erwartungen auch mal runterzuschrauben. Die Realitaet kostet.

Die Berechnungen nach rechtl. Beratung habe ich exemplarisch mit fiktiven Zahlen folgend dargestellt:







Hoffe damit ein wenig geholfen zu haben wenn jemand in dieser Situation ist.

Markus

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Asterixwelt am 29 Jun 2016 14:46:39

Hallo Markus,

ist ja eine traurige Geschichte mit dem WOMO.

Frage kaufst Du Dir wieder ein WOMO?

gruß

Michael

Stephan2703 am 29 Jun 2016 14:48:11

Danke, sehr interessant.

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crossover0480 am 29 Jun 2016 16:04:24

Asterixwelt hat geschrieben:Hallo Markus,

ist ja eine traurige Geschichte mit dem WOMO.

Frage kaufst Du Dir wieder ein WOMO?

gruß

Michael


Hallo Michael,

ja. Ich fange gerade wieder an zu suchen. Aber es geht mir schon jetzt wieder auf den Zeiger. Ueberteuerte Preise, total abgehobene Vorstellungen der Verkaeufer, Fahrzeuge mit Kilometerleistungen von 200K und mehr fuer fast 20KEUR und und und. Aber ich sehe mich mal um und dann gehts im Nov/Dez wieder auf die Jagd. Oder ich finde eben jetzt ein Fzg welches zu uns passt in unserem Preisrahmen.

Ich habe natuerlich meine Erwartungen und Vorstellungen auf das maximal niedrigste runtergeschraubt. Und wir haben uns entschlossen diesmal ein wenig mehr Geld in die Hand zu nehmen.

Ich wuenschte ich wuerde ein Hymer Vollintegriertes der B-Reihe mit Stockbett hinten fuer die Kids finden. :lol:

Aber ich denke es wird ein Alkoven. Mit Stockbetten fuer die Kids. Und der Moeglichkeit auf Gruen umzuruesten oder schon auf Gruener Plakette laufend. Max 150K Km. Und einer Volldinette. Mit 3 Punkt-Gurten fuer die Kindersitze. Das sind die Dinge auf die wir nicht verzichten moechten in einem Alkoven.
Und das was wir hatten: Tempomat, Luftfahrwerk, Digitalradio, modifizierte Wischwaschanlage, Solar, separate Dusche, alles auf unter 6m, max 3,5to mit mind. 600kg Zuladung, Doppelboden, SOG-Anlage, Fahrradtraeger, LED-Leuchten... all das sind schoene Add-ons aber erstmal zweitrangig.

You never know.

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