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Ich habe ein kleines Verkabelungsproblem: Ins Womo eingebaut werden sollen eine zusätzliche AGM 100Ah Bat und ein 190W Solarpanel, welches ich günstig für 90€ bekomme. Vorhanden ist ein EBL 99 mit einer 85Ah Pb Bat.
Der Masterplan:
2 Batterien im Womo (85Ah Normal Pb, ~100Ah AGM)
190W Solarmodul auf dem Dach (5A bei 37V maximum Power, Open Circut Voltage ~45V)
PWM Laderegler an den Solar-Anschluss des EBLs (Ebay "SOLARPANEL MPPT 30A", ~45€)
Ladeelektronik des EBLs verwenden
Gesamtbudget: ~150€
Mir ist bewusst, dass für die 150€ keine Hochleistungselektronik drin ist, die das Maximum aus der Solarzelle holt. Da ich allerdings noch Student bin und das Solarsystem ein Geburtstagsgeschenk werden soll wird der PWM Regler fürs erste tun müssen.
Nun die Fragen: Kann ich die AGM Bat. zusätzlich an das EBL 99 hängen und als normale Pb Bat laden lassen ohne etwas zu beschädigen? (Die Bat wird dann nur zu maximal 80% geladen, aber das würde ich hinnehmen.)
Eine bessere Idee bezüglich der AGM Nutzung wäre, die AGM Bat nur an den Solarregler zu klemmen und über diesen Laden zu lassen und den LOAD Ausgang an die EBL-Ladeelektronik zu hängen. Vorteil: AGM Bat wird zu 100% genutzt. Nachteil: Der Solar Regler lädt die AGM Bat, welche dann permanent die normale Bat am EBL lädt bevor auch nur irgendetwas von dem Strom sinnvoll genutzt wird.
Da muss es doch eine vernünftigere Lösung geben?
Zu meiner Person: Ich studiere chemische Verfahrenstechnik und bastle zu Hause gerne an Heimautomation und 3D Druckern. Habe also schon das 1*1 der Kabelquerschnitte, hohen Ströme und 12V DC-Systeme gelernt. Durch mein Studium bin ich mit der Elektrochemie der Batterien ebensfalls grundlegend vertraut, weshalb sich das Problem hier auch erst aufgetan hat :D
1. Das Solarpanel kann nur mit einem MPPT Regler betrieben werden, da die Spannung für einen PWM Regler zu hoch ist (36.92V). 2. Der Regler ist kein PWM Regler, er heißt ja schon MPPT 30, insofern wiedr gut für Dich - Schwein gehabt, 2 Fehler, die sich aufheben. 3. Batterien unterschiedlicher Technologie, Kapazität und Alter einfach parallel schalten ist eine schlechte Idee, dafür gibt es passende Lösungen. 4. EBL 99 ist ein großer Sicherungskasten mit eingebautem Trennrelais und Tiefentladeschutz + 220V Ladegerät.
Wie willst Du den Laderegler daran anschließen? Über den Solareingang (also direkt auf die Stromverteilung der Batterie) Schaue Dir mal den Schaltplan bei Schaudt in der Anleitung an, die kannst Du Dir kostenlos dort runterladen.
Noch schlimmer ist, dass Du die Lösung auch noch verschenken willst und damit der Bescherte am Ende die Bescherung hat.
Stellst Du die Anlage auf 14.8V für AGM ein, verkocht Dir die Nassbatterie, stellst Du sie auf Nass ein, geht die AGM mit der Zeit flöten. Die schlechtere Batterie zieht immer die bessere runter.
Warum baust Du nicht eine weitere Nassbatterie gleichen Typs und Kapazität ein?
AcidBurns87 am 06 Jul 2016 13:40:00
Moin,
Leider wird das Ding als MPPT beworben, ist aber wohl (laut einschlägigen Forenbeiträgen) keins. Ich hab das Gerät noch nicht aber die Forenbeiträge sahen soweit fachlich kompetent aus. Laut Datenblatt von dem Ebay ding sollte es mit der Regelung einer Solarzelle mit weniger als 48V allerdings klarkommen. ANGEBLICH wandelt es die "übrigen" ~25V (37V Solarpanel - ~12V Ladespannung Bat) einfach in Wärme um. Ich kann leider noch keine Links zu den Forenbeiträgen posten :(
4. Wegen des Tiefentladeschutzes und den schon im Womo verkabelten Trennrelais (die Schalter über der Tür) würde ich ganz gerne alles über den EBL laufen lassen. Vor allem da es die Sache für mein 70 jährigen Vater einfacher macht. Ihm zu erklären, dass er gewisse Schalter umlegen muss obwohl ja noch alles geht ist einfach unmöglich (z. B. Batterie umschalten weil eine unter 11V ist).
Genau an der Erläuterung der Lösung zu 3. bin ich interessiert ;) Welche Möglichkeiten sind da sinnvoll?
Laut Verkabelung des EBLs gibt es vorne ein Eingang für ein Solarregler, der direkt auf die Batterien geht. Man kann also den "Bat" Ausgang des MPPTs direkt an die Stecker klemmen um die 85Ah Pb Bat zu laden. Ladekontrolle macht das EBL dabei keine, man ist also auf die Ladeelektrik im MPPT angewiesen.
Die 100Ah AGM Bat steht bei uns zu Hause noch rum. Ist eine 4 Jahre alte, die der Mercedes Service getauscht hat. Laut Tests ist die aber noch voll ok und liefert sogar 120Ah bei 5A Entladespannung bis 10,7V. Problem war, dass der Mercedes Service nicht in der Lage war die kaputte Lichtmaschine zu Diagnostizieren. Und da ich, wie oben gesagt, kapp bei Kasse bin bietet sich die Lösung nunmal an. Wenn die AGM Bat nur noch 2-3 weitere Jahre hält wäre das zu verkraften, bei einer Neuanschaffung würden dann 2 gleiche Typen verbaut.
Hier noch das Datenblatt des "MTPPT" reglers:
Anzeige vom Forum
rkopka am 06 Jul 2016 13:55:21
AcidBurns87 hat geschrieben:ANGEBLICH wandelt es die "übrigen" ~25V (37V Solarpanel - ~12V Ladespannung Bat) einfach in Wärme um.
Durch die (wahrscheinlich) PWM Regelung wird wohl nur ein kleiner Teil in Wärme umgewandelt, für den Rest wird einfach unterbrochen (simplifiziert). Der größere Teil der Panelleistung wird so aber nicht genutzt :-( Wenn du den Regler noch nicht hast, schon doch mal auf die günstigen Markenregler. Die fangen so bei €80-90 an (MPPT) und nutzen die Zelle ordentlich.
Laut Verkabelung des EBLs gibt es vorne ein Eingang für ein Solarregler, der direkt auf die Batterien geht. Man kann also den "Bat" Ausgang des MPPTs direkt an die Stecker klemmen um die 85Ah Pb Bat zu laden. Ladekontrolle macht das EBL dabei keine, man ist also auf die Ladeelektrik im MPPT angewiesen.
Dabei sind aber wieder die AGM und die Blei Batterie parallel. Auch wenn das EBL am LOAD Ausgang hängt, ändert sich da spannungsmäßig nichts. Man hat nur eine Stromkontrolle aber sonst ist der Ausgang einfach parallel zum Bat Ausgang. Man könnte aber eine Diode in die Leitung zum EBL hängen, die (Schottky) ungefähr die Differenz (0,4V) wegnimmt. Dann würde die AGM vom Solarregler korrekt geladen und der Ausgang nach der Diode hat die maximale Spannung der Bleibatterie.
RK
xbmcg am 06 Jul 2016 13:55:58
Als Laderegler musst Du Dir was anderes suchen, falls das Panel benutzt werden soll, muss ein echter MPPT Regler her. Sonst die Batterien parallel schalten, nicht über das EBL, das macht keinen Sinn, damit heizt Du nur den Sicherungskasten.
Der Laderegler sollte auf Nass gestellt werden (Die Batterie mit der niedrigsten Ladespannung).
Die Batterien werden dann über EBL von der Lima geladen und das EBL wirft sie auch ab bei Unterspannung. Du kannst den Solarregler über eine Sicherung an der Batterie direkt anschalten oder den EBL Eingang nutzen über einen ANL Stecker und die Solarsicherung am EBL stecken (maximal 15A).
Du brauchst unbedingt einen passenden Regler oder Du musst ein Solarpanel mit 32 Zellen nehmen mit Umpp bei 17...18V. Die gibt es wie sand am Meer mit 100Wp.
xbmcg am 06 Jul 2016 13:58:47
rkopka hat geschrieben:Man könnte aber eine Diode in die Leitung zum EBL hängen, die (Schottky) ungefähr die Differenz (0,4V) wegnimmt. Dann würde die AGM vom Solarregler korrekt geladen und der Ausgang nach der Diode hat die maximale Spannung der Bleibatterie.
RK
Keine gute Lösung, da ja nicht nur die Batterie geladen werden soll, sondern auch Strom liefern muss. Schon sind wir wieder bei einer einfachen Parallelschaltung oder einer Brückenschaltung mit 4 Leistungsdioden die Lade- und Lastkreis wechselwirkungsfrei trennen. Das bedeutet aber auch Umbauten am EBL, weil der Ladestrang von der Lima und vom 220V Ladegerät ebenfalls aufgetrennt werden muss.
rkopka am 06 Jul 2016 15:03:36
rkopka hat geschrieben:Man könnte aber eine Diode in die Leitung zum EBL hängen, die (Schottky) ungefähr die Differenz (0,4V) wegnimmt. Dann würde die AGM vom Solarregler korrekt geladen und der Ausgang nach der Diode hat die maximale Spannung der Bleibatterie.
xbmcg hat geschrieben:Keine gute Lösung, da ja nicht nur die Batterie geladen werden soll, sondern auch Strom liefern muss.
Stimmt, das hatte ich übersehen. Ich sah nur noch den Ladevorgang. Das würde zwar auch "normalen" Strom liefern (ohne weitere Dioden), die Diode müßte dann aber recht viel Strom vertragen. Wobei der Solareingang des EBL nur für 15A abgesichert ist. D.h. mehr könnte die Batterie über den Weg sowieso nicht liefern. In jedem Fall eine ungünstige Lösung. Aber wenn die AGM sowieso eine ältere ist, die "aufgebraucht" werden soll, dann einfach zusammen und mit Blei Einstellung benutzen. Wenn sie hinüber ist, dann entweder zwei neue gleiche Batterien oder eine Blei dazu. Man könnte sie ja auch hin und wieder mal mit einem externen Lader (allein) auf 14,8V laden, wenn das wirklich was bringt !?
RK
xbmcg am 06 Jul 2016 15:35:12
Ja, genau, Externer Lader bringt nicht viel, da die Säurebatterie verkocht, die zieht die AGM auf Dauer eh runter. Die Ruhespannung der Blei-Säure ist niedriger als die einer AGM, so wird die Blei-Säure immer bei abgeschalteter Ladequelle durch die Spannungsdifferenz von der AGM "geladen" und das wird der AGM nicht gut bekommen.
Nach Defekt beide wechseln und Panel und Regler aufeinander abstimmen. Alles andere ist Murks.
AcidBurns87 am 06 Jul 2016 21:29:48
xbmcg hat geschrieben:Schon sind wir wieder bei einer einfachen Parallelschaltung oder einer Brückenschaltung mit 4 Leistungsdioden die Lade- und Lastkreis wechselwirkungsfrei trennen. Das bedeutet aber auch Umbauten am EBL, weil der Ladestrang von der Lima und vom 220V Ladegerät ebenfalls aufgetrennt werden muss.
Genau das wollte ich eigentlich umgehen, wird wohl dann zur Lasten der Lebensdauer der AGM Bat gehen, aber da die sowieso quasi Bestandsware ist und hier nur rumsteht... Was solls. Mein Vater bekommt außerdem ein Herzinfarkt wenn ich an seinem "Schatzi" den EBL zerlege und der dreifachen Anzahl an Kabeln da wieder rausgehe. Mir is auch bisher keine Schottky Diode untergekommen, die ~15V mit ca. 40A aushält. Habe eine gefunden, die angeblich 25A bei 30V aushält; allerdings bei 130°C im TO-220 Gehäuse... Die Beinchen an dem Ding sind so dünn, die schmelzen allein auf Grund des thermischen Widerstandes bei 130° und 25A auf Dauer meiner Meinung nach schon durch. Wenn jemand ne Quelle für Schottkys kennt, die solche hohen Leistungen aushalten überlege ich es mir mit dem "vernünftig getrennten" Umbau nochmal.
So wie ich die Resonanz allerdings hier sehe heißt es:
vernünftigen MPPT Lader besorgen
Batterien parallelschalten
MPPT Lader direkt an die Bats mit "Nass Pb" als Ladekurve
Schonmal ein Platz im Altbatterienkontainer für die beiden Bats freiräumen und bei Gelegenheit gegen zwei baugleiche oder eine richtig Dicke mit 250Ah ersetzen :D
Ich werde auf jeden fall noch ein Hauptschalter (nebs der obligatorischen sicherung) an die AGM Bat hängen, um diese komplett vom Bordnetz zu trennen für das "Einmotten" im Winter. Es hat keinen Zweck, dass die durch die höhere Ruhespannung permanent die Pb Bat lädt, wenn das Womo nicht im Einsatz ist.
rkopka am 06 Jul 2016 21:46:25
AcidBurns87 hat geschrieben:Mir is auch bisher keine Schottky Diode untergekommen, die ~15V mit ca. 40A aushält. Habe eine gefunden, die angeblich 25A bei 30V aushält; allerdings bei 130°C im TO-220 Gehäuse... Die Beinchen an dem Ding sind so dünn, die schmelzen allein auf Grund des thermischen Widerstandes bei 130° und 25A auf Dauer meiner Meinung nach schon durch.
Die maximale Spannung spielt da kaum eine Rolle. Das ist ja nur die Sperrspannung, die (hinter dem Solarregler) nicht mehr als 15V betragen kann. Die abfallende Spannung ist ja nur z.B. 0,4V. Bei 40A wären das aber immer noch 16W und somit ein recht großer Kühlkörper. Die Beinchen eines TO-220 halten schon einigen Strom aus. Wieso sollte es sonst entsprechende Halbleiter in dem Gehäuse geben ? Außerdem bleiben bei typischem Einbau auf einer Platine meist nur wenige mm davon über, bevor es mit breiteren Kupferbahnen weitergeht. Die größeren Dioden haben dann teilweise sogar Schraubanschlüsse.
RK
AcidBurns87 am 06 Jul 2016 22:20:05
naja spannung ob 15V oder 30V ist egal, richtig. aber wenn ich im Womo alle lampen anmache, den tv anwerfe und der kühlschrank meint er müsse grad auchnoch laufen gehen da schon so 30-35A drüber.... der strom muss ja durch die Schottky Diode fließen sonst bringt ja auch die Trennung der AGM und Pb-Bat nichts wenn ich noch ein Beipass lege weil dann eben über den Beipass der Ausgleichstrom zwischen AGM Ruhespannung und Pb Ruhespannung fließt... Und mit TO220 Beinchen geht das nicht, habe ich bei meinem 3D Drucker erfahren, ~20A sind da maximum, danach sagen die Beinchen adieux.
xbmcg am 07 Jul 2016 09:59:44
Schon mal was von Parallelschaltung gehört?
4 15A Schottky Dioden parallel geschaltet halten 60A aus. Außerdem gibts Batterietrenndioden mit Kühlkörper (Ladeseite). --> Link Es gibt auch Batterie Kombinierer mit Kühlkörper (die Lastseite) --> Link
AcidBurns87 am 07 Jul 2016 16:48:51
mh, die dioden sind mir dann doch etwas zu teuer :D Ich werd's dann erstmal wie schon in Post 1 oben beschrieben mit dem parallelen anklemmen und laden über den normalen Pb-Bat Modus versuchen und schauen wieviel Ah ich aus den beiden Bats rausbekomme.
ich habe mich aber mittlerweile für einen ~75€marken MPPT tracker entschieden, dem man soweit vertrauen kann, dass er wirklich MPPT macht und nicht irgendwo doch noch ein PWM-Ladezyklus einschaltet.
Vielen Dank für die Tips!
Grüße, Acid
gespeert am 07 Jul 2016 21:25:42
Vergiss das Parallelschalten der beiden Akkus ohne Entkopplung ueber Leistungsdioden. Belasse den Alten am EBL und kopple den Neuen ueber eine Diode ans Bordnetz. Dann baust Du einen mpp-Regler an die AGM und hängst dein Solarmodul an. Den alten Akku kannst Du ggf. ueber nen B2B Lader mitladen, besser aber hole Dir nen Diodenladeverteiler. Zwei ungleiche Batts parallel zu schalten geht schief. Das mit dem Studium ist so ne Sache, einfache Grundkurse in E-Technik ersetzen keine entspr. Ausbildung oder spezielles Studium in E-Technik. Als Verfahrenstechniker lernst Du nur einfachste Grundlagen bzw. kennst Dich in Batteriechemie aus. Dann solltest Du aber Bescheid wissen. Gute Entscheidung nen mpp-Tracker zu nehmen