Spook am 15 Aug 2016 23:27:49 Moin Moin, heute wende ich mich mit einer sehr seltsamen Fragestellung an Euch. Ich fahre ein wunderschönes kleines aber sehr gepflegtes Wohnmobil seid ca. einem Jahr. Leider konnte ich wegen einer plötzlichen sehr ernsten Erkrankung eines Familienmitgliedes kaum Touren machen. Daher habe ich meine Freizeit damit verbracht, das Womo von unten bis oben in Schuss zu bringen: Neue Matratzen, neue Polster, Rückfahrkamera, Solaranlage,3. Batterie, grüne Plakette, Isomatten, neuer Fahrerhausteppich, alles geputzt & gewaschen innen wie außen und versiegelt, neue Winterreifen, mit denen wir nur zum Reifenhändler und zurück gefahren sind, weil wir im Winter nicht fahren konnten, umgestellt auf LED Beleuchtung....alles von dem Geld, welches wir nicht "verurlauben" konnten! Damit ich dann mit dem Womo durchstarten könnte und alles fertig wäre, wenn es ausgestanden wäre.. Nun ist es so das ich wegen eines Todesfalles im engsten Familienkreis ein Womo zu einem absoluten Spottpreis (der größte Teil wäre ein Geschenk, den Minikaufpreis kann ich zahlen, so viel gibt der Spargroschen ohne Krumlegen her) übernehmen könnte. Auf Meines hatte ich über 5 Jahre gespart. Geld ist bei mir leider nicht so üppig. Es war der Wunsch des Verstorbenen und es ist wahrlich ein Traummobil: Hymer VI, 7 Meter, 1 Jahr alt, 8.000 Km, Klima, Tempomat, Automatik, okay, ich hätte vielleicht lieber einen Nasenbären als ein Hubbett gehabt, aber sonst absolut perfekt! Winterfest sollen die Exsis ja auch sein. Nun ist da mein Mobil. Ich müsste es verkaufen. Aber wie? Zeit bis zum Frühjahr habe ich, dann sollte das Geld aber gern geflossen sein, weil es der "Kaufpreis" für das andere Mobil ist und ich mein Spargroschenkonto gern wieder auffüllen möchte. Einerseits möchte jeder "schnell" verkaufen, andererseits habe ich wirklich viel Geld & Mühe in das Mobil gesteckt und wollte es eigendlich bis zu seinem Ende fahren. Daher habe ich mich nie mit dem Verkauf beschäftigt. Wie erzielt man einen fairen Kaufpreis? Das ich meine Investitionen nicht alle wieder reinbekomme ist mir klar. Aber ganz unpreissteigernd kann es doch auch nicht sein. Auf den Matrazen haben wir zum Beispiel keine 10 Nächte geschlafen und alle Einbauten wurden von einem Vertragshändler durchgeführt. Wisst Ihr was am dümmsten ist? Eigendlich reicht unser Mobil, ja es ist klein und alt (2003) aber so kuschellig, das es mir schon schwer ums Herz wird...Wie war ich stolz beim Kauf und als ich es dann Abholen konnte mit allen Familienangehörigen...Aber das andere ist halt Komfort pur und 12 Jahre Altersunterschied sind kein Pappenstil, erst recht wenn das Geld nicht so reichlich ist! Und das Mobil ist natürlich auch eine Erinnerung, weil es der ganze Stolz des Verstorbenen war! Es war immer locker abgesprochen gewesen, wenn... dann soll es zu uns...aber wir hatten frühestens in 6-8 Jahren, vielleicht sogar 10 Jahren damit gerechnet. Wie gehe ich die Sache am schlausten an? Wie verkauft man ein Wohnmobil?
Matze665 am 15 Aug 2016 23:52:44 Ich würde mal schauen wie gleiche oder ähnliche Mobile angeboten werden von Privat nicht vom Händler . Der Händler gibt Garantie und nimmt Autos in Zahlung usw. Das kann eine Privatperson ja nicht leisten deswegen muss sie meißt billiger verkaufen. Eventuell die aktuelle Schwacke dazunehmen und den Wert ermitteln. Dann schauen was hast du reingesteckt ? Was davon war werterhaltend und was war wertsteigernd. Dann zwischen den Angebotspreisen ,dem Schwackewert und den eigenen Kosten schauen mit welchem Preis man gut leben kann.
Gast am 16 Aug 2016 05:53:35 Ich würde auch so vorgehen, wie es matze beschreibt. Dann hat man einen ungefähren Wert.
Als ich damals unseren Nasenbären verkauft habe, ging es ganz schnell! Die Anzeige war noch keine 2 Stunden im Netz, da war schon ein Käufer da!
Es gibt eine Menge Aufkäufer, die mit gebrauchten WoMo handeln. Die wollen natürlich immer den Preis möglichst weit nach unten schieben.
Überlege dir, wo für dich die absolute Schmerzgrenze ist und lege einen Preis darüber fest, damit du leichten Spielraum hast. Denke daran, die WoMo-Branche boomt - also nicht zu tief mit dem Preis!
Ich wünsche dir gute und schnelle Abwicklung eures Schätzchens.
Sonnige Zeiten gerwulf
schaetzelein am 16 Aug 2016 08:07:28 Hallo Spook, erst mal herzliches Beileid zum Tode deines Angehörigen. Dass du jetzt voll in der Zwickmühle bist kann ich mir gut vorstellen. Ich würde an deiner Stelle mein Herz entscheiden lassen. Aber so ein fast neues Womo für wenig Geld hat schon was.
Es gibt jede Menge Leute, die so ein Schätzchen, wie du es dir hergerichtet hast suchen und auch den Wert schätzen. An so fliegende Händler würde ich niemals verkaufen. Wir haben unser erstes Womo auch an ein junges Pärchen abgegeben, die sich gleich bei der ersten Besichtigung ins Womo verliebt hatten. Das haben wir an ihren Augen gesehen, so haben sie gestrahlt. Das wirst du auch erleben, wenn die richtigen Käufer kommen.
Bei mobile de kannst du dir einen Richtpreis raussuchen, dann lege dir "deinen" Preis fest. Arbeitszeit kannst vergessen, das weißt du ja selber. Aber so manche Verschönerung würde ich schon auf den Preis draufschlagen.
Außerdem wohnst du ja in einer der schönsten Urlaubsregionen Deutschlands, also warum wegfahren 8)
Tinduck am 16 Aug 2016 08:22:07 Ich würde vielleicht (auch wenn es im Moment wegen des Verstorbenen schwer fällt) einen Gedanken daran verschwenden, das neuere, quasi geerbte Mobil zu verkaufen.
Gründe:
- ist besser zu verkaufen, weil neuer
- gibt deutlich mehr Geld, da kannst Du euer altes Mobil ad infinito mit am Laufen halten
- 'unverbastelt' (nicht jede Verbesserung ist beim Käufer willkommen)
- euer Herz hängt am alten Mobil
- eigentlich willst Du doch gar keinen VI, höre ich da raus?
- ich fürchte, das Aufmotzen des alten Mobils bezahlt Dir keiner. Bessere Ausstattung erleichtert den Verkauf, erhöht aber kaum den Verkaufspreis.
Wäre meiner Meinung nach die wirtschaftlich bessere Entscheidung. Ob Du damit leben könntest, kannst Du nur selbst entscheiden.
bis denn,
Uwe
bennykater am 16 Aug 2016 08:34:17 Wenn du bei mobile nach vergleichbaren Wohnmobilen schaust, wirst du feststellen, welche Fehler andere Anbieter bei Erstellen ihres Angebots machen. Oftmals fehlen wichtige Parameter wie Länge, Breite, Höhe; oder Tank-Füllmengen, Batteriekapazität, Leergewicht, ZGM etc. Nicht jeder ist in der Lage, das entsprechende Modell zu "googeln" und die erforderlichen bzw. für ihn interessanten Daten im Internet abzufragen, ausserdem sind diese Daten für einen Kaufinteressent oftmals garnicht zu finden, also muss der Anbieter diese Daten zur Verfügung stellen.
Äusserst wichtig sind gute und aussagefähige Fotos! Keine Handy-Bildchen, sondern die Bilder sollten so gut wie irgend möglich sein. Nicht so viele Aussen-Bilder, die Innenbilder mit viel Weitwinkel und Blitz, sonst hat man die Wiese vor dem Auto durchs Fenster ordentlich belichtet, und der Innenraum bleibt dunkel (natürlich soll das Fahrzeug VOR dem Fotografieren sauber und in Top-Zustand sein).
Es kann auch wichtig bzw. verkaufsfördernd sein, HU und AU frisch zu machen.
skysegel am 16 Aug 2016 11:07:31 Moin Spook, mein Beileid zunächst mal. Ich weiß nichts über Deine Lebensumstände oder dein derzeitiges Fahrzeug. Deshalb wollte ich mich eigentlich dazu auch nicht äußern. Ist alles sehr persönlich und individuell. Aber der Fall, fast Neufahrzeug, fast für lau, reizt natürlich auch zu eigenen was wäre wenn Spekulationen. Deshalb dann doch drei Gesichtspunkte von mir. - So ein Geschenk kann innerfamiliär große moralische Verpflichtungen mit sich bringen. Ich wüsste jetzt nicht so auf Anhieb zu sagen, ob ich das wollte.
- Je nach dem, was Du jetzt fährst, kann so ein großes Auto im Unterhalt vergleichsweise ein deutlicher Klotz am Bein sein.
- Ich fahre einen 6m Kastenwagen. Nicht, weil ich mir einen 7m VI nicht hätte leisten können, sondern weil so ein Auto nicht zu meinen Gewohnheiten Ferien zu machen passen würde.
Im Ergebnis würde ich der Familie empfehlen, das Auto zu verkaufen. Aber wie gesagt, das ist alles sehr persönlich und individuell. Gruß Ulli
Spook am 16 Aug 2016 21:35:49 Moin Moin,
Erstmal vielen lieben Dank für Eure lieben Wünsche!
Es ist schon so, das ich den Exsis gern fahren möchte. Unterhaltstechnisch ist es kein Problem und der Spritverbrauch ist geringer. Es spricht einfach ganz viel für den Exsis. Ja, wir haben unser Womo liebgewonnen, es hat nur 50.000 Km runter, neue Reifen, hat einen Fahrradträger, ist trocken, ist durchrepariert, unverbastelt und einfach nur toll, kurz und wendig. Aber Womo schluckt viel Sprit, ist laut beim fahren, hat keine Klima, okay beim Nasenbären nicht so wichtig..., ist 13 Jahre alt und mein Sohn wird älter...jetzt ist ein Bett mit Mama noch toll aber irgendwann nicht mehr. Womo hat 2 Schlafplätze im Alkoven. Meine Mutter könnte nie mitfahren. Und ganz aktuell bin ich seid heute wegen Knieproblemen/Verdacht auf Bänderriss mal wieder krank geschrieben. Wie lange ist mein Knie noch krabbelfähig? (Einwurf meiner Mama. Habe das heute nochmal in der Familie angesprochen, auch mit Euren Anregungen)
Unsere Auffahrt ist ziemlich genau 7,30 lang. Ich könnte aber noch etwas "anpflastern" damit der Exsis besser draufpasst und das Tor zugeht. Dadurch das er schmaler ist bekommen wir einen breiteren Weg zum Haus. Er hat eine Garage, jetzt spiele ich immer Gerödeltetris in unserem Tardismobil. Der Exsis ist holzfrei und ich habe keine Garage. Die Klima ist auf Campingplätzen im Sommer bestimmt super....im Alkoven wurden wir manchesmal nachts gebacken! Zu Tempomat und Automatik brauche ich wohl nix sagen. Der Exsis ist auch nicht so windanfällig. Letztes Jahr waren wir alle nur mit dem Exsis unterwegs und ich war die Fahrerin...mit 100 oder 110 auf der Autobahn entspannt dahin gleiten, mit Womo fährt man da eher 80 und verbraucht deutlich mehr Sprit! Da wir fast nur kurze Touren zu Wettkämpfen fahren nicht ganz unwichtig. Besonders mit Schulkind. (Noch ist er im Kindergarten, aber im Normalfall kauft man ein Womo ja nicht für 1 oder 2 Jahre.)
Ja und auch mit der angesprochenen moralischen Verpflichtung tue ich mich ein bisscher schwer. Ja ich glaube wirklich das es gewollt ist, das ich ihn bekomme. Aber auf der anderen Seite finde ich es seltsam vom Tod eines geliebten Menschen zu profitieren. Damit habe ich ein Problem. Vielleicht brauche ich da noch etwas Zeit.
Auch die Summe macht mir Angst. Der Neupreis lag vor einem Jahr bei mit allem Trallala bei 100.000 €. Womo lag bei Mitte 20.000 €. Für das Geld kann man eine ganze Wohnung kaufen. Okay nicht auf Sylt aber auf dem Festland. Andererseits hat dieser Tod mir auch noch mal die eigene Sterblichkeit vor Augen gehalten. Warum nicht mal etwas verrücktes tun und das Leben so richtig geniessen wenn man es kann! Andere machen es doch auch! Sollte ich mir das nicht Wert sein, wenn man es mir quasi schenkt! Was soll ich mit dem Geld? Ich habe alles, was ich zum Leben brauche, bin zufrieden und dankbar dafür. Klar könnte ich damit auch mein Häuschen abzahlen. Aber trotz Abzahlung kommen wir im Monat hin. Die Finanzierung steht, ich müsste Vorfälligkeitszinsen zahlen...und wenn dieser letzte Vertrag bezahlt ist, ist das Haus auch abgezahlt. Trotzdem nicht einfach wenn man zur Sparsamkeit erzogen wurde. (Ich betreibe ja so gar gemässigtes Couponing...bei Shampoo von Schwarzkopf oder Head and Sholders für 20 Cent oder gratis Zahncreme kann ich einfach nicht nein sagen! ....und ja ich weiß, niemand braucht 25 Tuben Zahncreme....aber hey umsonst!!!!! Und zahncreme brauche ich dreimal am Tag! Morgen gehe ich übrings Perwoll kaufen, 16 Flaschen für 16 €! Mein Bruder hällt mich für bescheuert. Naja okay nicht nur er.)
Nein, ich denke die Entscheidung ist ziemlich fest für den Exsis gefallen. Er hat einfach mehr Vorteile, auch wenn ich ein paar kleinere Nachteile sehe. Ich werde die Tage, bitte nicht lachen, eine Nacht vor der Haustür darin Probeschlafen, da ich ihn nur als Mitfahrer im Hubbett kenne. Auch nochmal in Ruhe auf dem Klo sitzen ob das so zu meinem Poscher passt. Ob diese " Halbdinette" wirklich gemütlich ist, da ich bis jetzt nur den Katzenplatz kannte. Nun nehme ich im Chefsessel platz! Lach! Küche und Kühlschrank sind super, habe schon darin gekocht. Bei den Kleiderschränken muss ich nochmal gucken...wahrscheinlich bekomme ich erstmalig Gewichtsprobleme! So viel Platz!
Vielen Dank fürs Zuhören und für Eure sehr guten Ratschläge. Jede Meinung ist wichtig, da sie mir hilft meine Gedanken zu ordnern und die richtige Entscheidung am Ende zu treffen. Bitte immer weiter mit Euren guten Hinweisen und Tipps ich freue mich sie alle zu lesen.
palstek am 16 Aug 2016 23:31:11 Hallo Spook,
ich würde in deinem Fall auch den Exsis behalten. Unser Womo hat auch schon 10 Jahre auf dem Buckel, es hat wenig Kilometer und wir sind damit eigentlich sehr zufrieden, aber irgendwas ist immer in diesem Alter. Neben all den schon genannten Vorteilen ist ein neues Womo auch in dieser Hinsicht vorteilhafter.
Die Zeit zum Verkaufen ist momentan noch gut, die Preise sind hoch und die Leute kaufen anscheinend alles, was noch rollt. Für den Verkauf solltest du dein altes Womo mit genauso viel Herzblut beschreiben, wie du es hier getan hast. Und viele, gute Fotos, wie auch schon erwähnt wurde. Und nicht vergessen: die Käufer wollen nicht einfach ein Fahrzeug, sie wollen ein Erlebnis kaufen. Daher kannst du für die Fotos das Fahrzeug hübsch herrichten, dekorieren, den Tisch decken etc. Und wenn du auch die Mängel offen beschreibst und fotografierst, hast du auch Vertrauenspluspunkte. Ich habe das bei einem Verkauf so gemacht. Da die üblichen Verkaufsbörsen dafür nicht genügend Platz bieten, habe ich eine kostenlose Website für den Verkauf eingerichtet. Nichts aufwändiges, nur eine einzige große Seite mit der genauen Beschreibung und vielen Fotos. Bereits am zweiten oder dritten Tag rief jemand an, 500 km entfernt aus der Schweiz, der das Womo nur aufgrund dieser ausführlichen Beschreibung unbesehen gekauft hat und sofort eine Anzahlung überwiesen hat. Der Aufwand hat sich gelohnt.
Grüße Frank
JoFoe am 16 Aug 2016 23:47:21 Hallo, setz das Mobil doch mal hier ein. Es gab in den letzten Tagen doch den ein oder anderen der was vernünftiges gesucht hat.
schaetzelein am 17 Aug 2016 08:05:35 Hi Spook,
eben les ich deinen Beitrag, und was soll ich sagen....du hast dich entschieden. Also was überlegst du noch, nimm ihn :gut: :gut: :gut:
Herzlichen Glückwunsch zum neuen Womo :autofahren: :dance:
:kette: :kette: :kette:
hampshire am 17 Aug 2016 10:46:45 palstek hat geschrieben: Für den Verkauf solltest du dein altes Womo mit genauso viel Herzblut beschreiben, wie du es hier getan hast. Und viele, gute Fotos, wie auch schon erwähnt wurde. Und nicht vergessen: die Käufer wollen nicht einfach ein Fahrzeug, sie wollen ein Erlebnis kaufen.
Genau so geht's - und Du kannst Dich auf einen Käufer freuen, der sich wirklich für Dein liebevoll hergerichtetes Fahrzeug begeistert. Es ist ein sehr gutes Gefühl, lieb gewordene Dinge in "gute Hände" abzugeben. Schreib noch dazu: "Keine Händler oder Wiederverkäufer". Eine mögliche Form ist es, das Fahrzeug aus der Ich-Perspektive zu beschreiben - "Ich heisse ... und bin ein ... . Meine Besitzer haben mich immer ..."
Gast am 17 Aug 2016 11:15:17 Hallo Spook,
zu deiner Frage nach dem Verkaufspreis kann ich dir folgendes erzählen:
Mein Mobil habe ich innerhalb der weiteren Familie gekauft, da ist natürlich die Festlegung des passenden Preises mit allerlei Fallstricken und Fettnäpfchen gepflastert.
Die Lösung ist, das Mobil von einen vereidigten KFZ-Sachverständigen schätzen zu lassen. Der übergibt dir ein Dokument mit dem realistischen Einkaufspreis des Händlers und mit dem marktüblichen Verkaufspreis. Kostet um die 70,-- €
Du kannst dann mit dem Marktpreis + Verhandlungsspanne inserieren und sicher sein, dass du nicht zu billig und nicht zu teuer anbietest. Auch für den Käufer bietet die Schätz-Urkunde einen gewissen Sicherheitsaspekt. Hast du später mit dem Käufer Ärger, beweist das Dokument, dass du keine krummen Touren gemacht hast.
Grüße, Alf
Rumbuddel am 17 Aug 2016 22:50:25 Hallo Spook, tut mir leid, dass Ihr Euch unter solchen Umständen nun in dieser Situation befindet. Ich möchte Dir gerne einmal die Situation aus der Sicht eines Käufers auf der Suche nach einem guten gebrauchten Wohnmobil aus eigener Erfahrung beschreiben. Denn ich glaube, wenn sich Euer Wohnmobil in einem so guten Zustand befindet wie Du ihn beschreibst, wird es kein Problem sein, dieses zu einem dem Markt entsprechenden Preis, bzw. auch etwas darüber, zu verkaufen. Also: 2008 waren wir auf der Suche nach unserem ersten Wohnmobil. 2011 auf der Suche nach unserem jetzigen. Und jeweils haben wir die selben Erfahrungen gemacht. Begonnen haben wir damit, jede Menge Händler abzuklappern. Was wir dort zum Teil erlebt haben war überwiegend haarsträubend. Dreckige, ungepflegte Wohnmobile, einmal war sogar die Toilettencassette voll und ein anderes mal waren noch schimmelige Lebensmittelreste im Kühlschrank. Nunja, wir waren halt nicht auf der Suche nach einem "Jahreswagen" sondern einem älteren gepflegten und erschwinglichen Mobil. Viele ältere Womos wurden bei den Händlern auch nur "im Kundenauftrag" angeboten wo dann auch nix mit Garantie war. Hier in der Region Ruhrgebiet gibt es viele Händler und ich kann sagen, dass wir die meisten abgeklappert haben. Dann haben wir uns auf private Verkäufer verlegt. Nunja, der Begriff "gepflegt" ist scheinbar sehr interpretationsfähig ... Ende 2007 haben wir mit unserer Suche begonnen und erst im März 2008 wurden wir fündig. 300 Km mussten wir fahren, mit dem blöden Gefühl wieder enttäuscht zu werden ... wurden wir aber nicht. Allein der Empfang war schon toll. Wir hatten unsere damals noch ziemlich kleinen Töchter dabei. "Kommt erstmal rein!" Es gab Kaffee (Kakao), frisch gebackene Erdbeertorte und das Gefühl hier richtig zu sein. Und nach all den bisherigen Enttäuschungen war dann das Womo auch eine Offenbarung. Gepflegt, wie beschrieben, unverbaut, einfach toll! Und nach all den Erfahrungen vorher waren wir auch bereit mehr zu bezahlen, als gleiche Modelle gekostet hätten. Aber, wir hatten ja viele gleiche Modelle vorher gesehen und daher war uns auch klar, dass der Mehrpreis einfach gerechtfertigt war. (Hinterher haben wir übrigens erfahren, dass das Kaffetrinken auch dazu diente festzustellen ob sie IHR Wohnmobil uns überhaupt verkaufen wollen) Lange Rede kurzer Sinn: Ein wirklich gepflegtes Wohnmobil wird sich zu einem marktgerechten Preis immer Verkaufen. Und gerade Käufer die schon länger suchen werden schnell erkennen dass sie bei Euch ein Wohnmobil gefunden haben, dass seinen Preis wert ist. Auch werden sich bei Euch viele obskure Gestalten melden, die der Meinung sind, dass Ihr eigentlich noch draufzahlen müsstet, damit sie Euer Wohnmobil mitnehmen ... vom Hof jagen! Und noch ein Tip ganz anderer Art: Wenn Ihr eine Telefonnummer zur Kontaktaufnahme angeben wollt, holt Euch für diesen Zeitraum eine Prepaidkarte die Ihr nie wieder benutzen werdet, wenn das Mobil verkauft ist. Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung ... Ich wünsche Euch viel Erfolg und alles Gute!
Schrauber71 am 17 Aug 2016 23:17:58 Egal für welchen Weg Du Dich entscheidest. Dein Vorteil liegt klar auf der Hand: Du hast einige Zeit! Du mußt nicht an den Erstbesten verkaufen. Also wenn die Preisgestaltung / -verhandlung in die magere Ecke verläuft- Danke Nein. Laß Dir Zeit und sammel Erfahrung. Verkaufen ohne Druck kann auch Spaß machen.
Wünsche alles Gute. Manfred
Stefan-Claudia am 18 Aug 2016 07:04:20 gerwulf2000 hat geschrieben:IAls ich damals unseren Nasenbären verkauft habe, ging es ganz schnell! Die Anzeige war noch keine 2 Stunden im Netz, da war schon ein Käufer da!
Es gibt eine Menge Aufkäufer, die mit gebrauchten WoMo handeln. Die wollen natürlich immer den Preis möglichst weit nach unten schieben.
Hallo, wenn Du dein Schätzchen bei mobile de einstellen solltest, achte darauf das nur deine email - Adresse sichtbar ist. Gib keine Tel-Nr. ein, sonst wirst du mit Anrufen dubioser Aufkäufer überschüttet. Lieber die Interessenten per email anschreiben lassen und dann aussortieren.
partliner am 18 Aug 2016 07:34:19 Stefan-Claudia hat geschrieben:Hallo, wenn Du dein Schätzchen bei mobile de einstellen solltest, achte darauf das nur deine email - Adresse sichtbar ist. Gib keine Tel-Nr. ein, sonst wirst du mit Anrufen dubioser Aufkäufer überschüttet.
Lieber die Interessenten per email anschreiben lassen und dann aussortieren.
Kann ich so nicht bestätigen, ich habe im Juni mein Wohnmobil über die Plattform verkauft mit meiner Telefonnummer. Es riefen einige Händler an (natürlich auch der aus Korbach), aber keiner von denen war unfreundlich. Letztlich konnte ich mit allen ein gescheites Gespräch führen.
palstek am 18 Aug 2016 09:46:11 Ich hatte auch meine normale Nummer angegeben, aber da die Anzeige nur 2 Tage online war, hielt sich die Zahl der Anrufe in Grenzen.
Meine Story dazu... beim damaligen Verkauf hat mich kurz nach Aufgabe der Anzeige bei mobile.de (hierzu muss man wissen, dass Händler die Anzeigen früher sehen können als "normale" Interessenten) ein fließend deutsch sprechender Interessent mit türkischem Namen angerufen und mir eine herzzerreißende Geschichte erzählt, warum er das Womo unbedingt haben möchte: Er hätte als Kind immer Ferien mit den Eltern im Womo gemacht, aber es wäre ja so schwer, als Ausländer ein Womo zu bekommen, die ausländerfeindlichen Verkäufer wollten ihm deswegen nichts verkaufen.... heul... schluchz... Er wollte zwei Tage später vorbeikommen. Nach dem Anruf habe ich mal schnell seine Telefonnummer gegoogelt und in Streetview nachgesehen: es war ein Fähnchenhändler mit nicht so tollen Kritiken. Hab ihn dann angerufen und ihm gesagt, dass er zu Hause bleiben kann, er bekommt das Womo nicht.
Grüße Frank
hampshire am 18 Aug 2016 09:58:06 Stefan-Claudia hat geschrieben:Gib keine Tel-Nr. ein, sonst wirst du mit Anrufen dubioser Aufkäufer überschüttet.
Die Sache mit der Telefonnummer kann man als ISDN Kunde wie folgt lösen: Der Anschluss verfügt über mehrere Nummern. Oft wird mindestens eine davon nicht benutzt. Diese kommt ins Inserat und wird je nach Lust, Bedarf und Uhrzeit entweder auf einen AB oder das Handy umgeleitet. Wenn das Womo verkauft ist, läuft die Nummer entweder auf eine freundliche Ansage oder ins Leere. Vorteil 1: Du erkennst Interessentenanrufe (Umelitung kann angezeigt werden) Vorteil 2: Du hast Deine Ruhe, wenn Du die auch willst Vorteil 3: "Rufnummernsammler" können mit Deiner Nummer nichts anfangen Vorteil 4: Nach dem Verkauf ist wieder Ruhe
Gast am 18 Aug 2016 10:17:02 Vielleicht sollte ich hierzu auch noch meinen Senf geben, auch aus Verkäufersicht. Ich versuche ja auch gerade, mein Womo zu verkaufen, wiel in 5 Wochen mein neues kommt. natürlich habe ich mit meinem Händler eine Inzahlungnahme vereinbart und der Preis steht. Trotzdem habe ich versucht, das Womo privat zu verkaufen, um evtl. ein paar Euronen mehr zu bekommen, als vom Händler (das der weniger bezahlen kann, ist mir schon klar). Ich habe das Womo bei Mobile.de, bei Ebay-Kleinanzeigen und hier im Anzeigenmarkt inseriert, mit Telefonnummer. Die Resonanz war in den letzten Wochen sehr überschaubar, auch wenn alle erzählen, dass der Markt im Moment gut sei und einem die Womos aus den Händen gerissen werden. Das kann ich so nicht bestätigen.
Klar haben ein paar Händler angefragt, denen habe ich aber direkt abgesagt, da ich ja mit meinem Händler bereits einen Preis vereinbart habe und ein fremder Händler mir wahrscheinlich noch weniger dafür geben will. Für solche Termine ist mir dann meine Zeit zu schade..
Auch Privatpersonen haben angefragt, aber nicht so viele, wie ich eigentlich erwartet hätte. Und auch bei diesen Privatpersonen war niemand dabei, der das Womo wirklich ernsthaft und seriös kaufen wollte. Entweder es wurden Preisvorstellungen genannt, die um 10.000 Euro niedriger waren als von mir erwartet (und ich bin nur geringfügig über dem Preis, den ich mit meinem Händler vereinbart habe) oder die Leute haben Besichtigungstermine vereinbart und dann ist doch keiner gekommen.
Vielleicht ist jetzt einfach nicht die beste Zeit, ein Womo zu verkaufen, evtl. ist das Frühjahr besser. So lange kann ich aber nicht warten, also werde ich es wohl in Zahlung geben. Da weiß ich was ich habe und mein Händler weiß, was er kauft, da ich ja das Womo auch von ihm habe und er alle Servicearbeiten durchgeführt hat. Er kennt also das Womo und seinen Zustand.
Was ich damit sagen will, es ist nicht unbedingt einfach, ein Womo privat zu verkaufen. Entweder man hat Zeit, um auf die passende Gelegenheit zu warten oder man nimmt preisliche Abstriche hin. Die vielfach vertretene Meinung, dass man im Moment jedes Womo ruckzuck verkauft bekommt, kann ich also nicht bestätigen :nein:
Wenn ich es richtig gelesen habe, hat Spooki ja noch etwas Zeit, vielleicht findet sich ja ein passender Käufer. Ich drücke jedenfalls die Daumen.
brainless am 18 Aug 2016 10:33:01 19grisu63 hat geschrieben:Vielleicht ist jetzt einfach nicht die beste Zeit, ein Womo zu verkaufen, evtl. ist das Frühjahr besser.
Nein, das ist es bestimmt nicht. Ein gutes und gesuchtes Mobil verkauft sich zu jeder Jahreszeit. Bei euch wird es eher an dem Grundriß mit dem Französischen Bett liegen: - einer muß über den anderen krabbeln - Garage: Null - kein SAT, kein TV - keine vernünftige PV-Anlage Die meisten Fotos (zu dunkel, schlechte Ausschnitte, kein Kommentar) machen auch nicht gerade gesteigerten Appetit. Euer Preis ist unter Berücksichtigung des Fahrzeugalters bestimmt okay - wenn der (fehlende) KM-Stand dann dazu passt. Wäre ich auf der Suche, würde ich einen neuen von Carado/Sunlight für wenig Geld mehr, euerm gebrauchten Mobil vorziehen, Volker
Gast am 18 Aug 2016 13:21:26 Da könntest Du natürlich Recht haben, Volker. Vielleicht hätte ich etwas mehr Mühe in die Verkaufsanzeige investieren sollen. Für mich ist das auch nicht weiter schlimm, da ich ja bereits alles mit meinem Händler geregelt habe. Für die TE könnte der Hinweis aber nützlich sein bei der Erstellung der eigenen Verkaufsanzeige. Übrigens habe ich bei Mobile.de und Ebay-Kleinanzeigen den KM-Stand angegeben. Hier im Anzeigenmarkt habe ich es wohl vergessen.
Der Anzeigenmarkt im Forum ist sowieso etwas gewöhnungsbedürftig. Nicht jede Änderung wurde auch aktualisiert, manchmal auch nur Teile davon. Ich hab dann irgendwann aufgegeben, weitere Versuche in die Aktualisierung zu stecken.
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