durch euch und eure Tipps ermutigt, haben wir im August unsere erste Reise mit dem Wohnmobil durch Südschweden gemacht und ich muss sagen, wir sind nun vom Virus infiziert :D Es war klasse!
Als Dank möchten wir euch an unserer Route und den Stellplätzen teilhaben. Teilweise haben wir uns für teurere Campingplätze entschieden, oft standen wir aber auf normalen Stellplätzen, die allesamt top waren.
Unsere Route:

Tag 1: Späte Abfahrt und Reise bis zum Stellplatz in Lübeck (an der Hülsthorst, 11€ inkl. V/E, Dusche, WC; Barzahlung beim Bowlingcenter).
Tag 2: Morgens Wassertanken + Erkundung von Lübeck mit dem Rad (nur etwa 10 Minuten entfernt). Mittags Weiterfahrt zum Parkplatz Kowitzberg (Parken kostenlos, Stellplatz 12€ (Automat)) in Travemünde. Von dort kann man sehr schön zur Strandpromenade schlendern. Nachts ging es dann auf die Fähre Richtung Malmö.
Tag 3: Nach der Ankunft in Schweden haben wir zielstrebig den Stellplatz Andelshamnen Lagunen (180 SEK inkl. Dusche, WC, WLAN, Entsorgung, Bezahlautomat mit Sprachauswahl) mit direktem Blick auf die Öresundbrücke angesteuert. Von dort erreicht man mit dem Rad über eine schöne Strandpromenade komfortabel die Innenstadt von Malmö. Generell ist die Großstadt äußerst Radfahrerfreundlich.
Tag 4: Ein kurzzeitiger Stromausfall hat die Zugangskontrolle zu den Duschen außer Kraft gesetzt, so dass wir die Duschen im Klubhaus nutzen dürfen. Über Ystad und Ales Stenar geht es zum Campingplatz Tobisvik (350 SEK inkl. Strom (hier hat uns die Dame an der Rezeption wohl nicht richtig verstanden und einen teuren Platz gegeben), V/E, Dusche 4min 5 Sek; Minigolf, Freibad, Kiosk, Restaurant vorhanden). Abends fahren wir mit dem Rad in den benachbarten Hafenort und gönnen uns ganz klassich Fish & Chips.
Tag 5: Startet mit V/E an einer klasse Station auf dem Campingplatz. Nach einer Wanderung durch den Stenshuvud Nationalpark schauen wir uns das Städtchen Ahus an und genießen ein typisch großes Eis (1 Kugel entspricht etwa der Größe von 3 deutschen Kugeln). Unser Nachtlager schlagen wir auf dem Stellplatz in Nogersund (160 SEK inkl. V/E, Strom, Dusche, WC, sehr sauber, Bezahlautomat auf Schwedisch) auf und genießen dabei mal wieder die Aussicht auf das Meer. An dem Tag haben wir bei Navigon die Einstellung "schöne Route" gefunden, was zur Konsequenz hatte, dass wir die Autobahn gemieden und stattdessen kleinere Straßen und schöne Landschaften genießen konnten.
Tag 6: Heute steht Karlskrona und eine Fahrt mit einem Ausflugsdampfer auf dem Programm. Anschließend steuern wir den Campingplatz Skeppevik in Bergkvara (235 SEK inkl. Strom, WC, V/E, Dusche kostet 0,5€(!)/4min; Minigolf & Feuerstellen mit Holz & WLAN an der Rezeption vorhanden) an. Nach dem Abendessen genießen wir die ruhige Ostsee bei annähernder Windstille sowie den Blick auf Öland. Hier könnte man länger bleiben... Gerade im Hochsommer ist dieser Ort ein Traum.
Tag 7: Wir brechen trotzdem Richtung Öland auf. Unser Ziel ist der Trollwald. Auf dem Weg dahin machen wir kürzere Stopps bei "Borgholm Slott" und an der Nordspitze. Nach einem schönen Spaziergang durch besagten Wald (inkl. Besichtigung eines Schiffwracks), steuern wir Kårehamn an. Es gibt Stellplätze auf der Mole mit Strom (wahrscheinlich 20 SEK extra) und Rasenplätze ohne. In Angesicht der Entfernung zum WC-/Duschgebäude entscheiden wir uns für letztere und gucken aus dem Camper direkt auf eine kleine Schäreninsel. Die Gebühr von 140 SEK kassiert der Hafenmeister am Nachmittag/Abend persönlich. Wasser bekommt man an verschiedenen Stellen im Hafen und die Entsorgung kann man 400m vor dem Hafen erledigen (nutzen wir am folgenden morgen). Ebenfalls gibt es eine Badestelle nur 300m entfernt, die wir mangels Sonne nicht nutzen, sondern im Auto den Tag ausklingen lassen.
Tag 7: Die Windmühlen von Lerkaka und Störlinge waren unser letztes Ziel auf Öland. Zurück auf dem Festland fuhren wir Richtung Smaland. Die Straßen zogen sich durch einen riesigen Wald bis hin zum Elchpark Grönesen(85 SEK Eintritt), wo wir unsere ersten Elche sehen konnten. Danach ging es noch zur Glashütte bzw. zu einem großen Shoppingcenter mit vielen Glasangeboten (sehr teuer) in Kosta. Weiter ging es dann Richtung Växjo. Fürs Nachtlager entschieden wir uns für den Campingplatz Gökaskratts (250 SEK inkl. Strom, Dusche, WC, V) in Hovmantorp direkt am See Rottnen. Leider beträgt die Badetemperatur nur 17 Grad.
Tag 8: Das erste Ziel war Växjo. Die Geschäfte hatten aufgrund des Sonntags geschlossen, aber dafür gab es eine Art Kirmes mit vielen Verkaufsständen, die uns weniger interessierten. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt haben wir uns noch den dortigen See angesehen (erinnert ein wenig an den Aasee in unserer Heimatstadt Münster). Danach ging es in ein Shopping Center, das zum besten Nordeuropas gewählt wurde. Nun stellte sich die Überlegung, wo wir übernachten wollten. Die Wahl fiel auf Hjemsjö Camping in Örkellunga (200 SEK bar beim Platzwart (lebt im Zelt), Dusche, WC, V/E; Minigolf, Bootsverleih vorhanden) der direkt an einem größeren und kleineren See liegt. So haben wir uns Schweden vorgestellt. Um den kleinen See geht eine etwa 1km lange Joggingstrecke mit einem Outdoorfitnessstudio. Eine solche Auswahl an Holzgeräten hab ich noch nicht gesehen und spart den Weg ins Studio. Da dürfte Deutschland - im Speziellen Münster - gerne nachziehen.
Tag 9: Nach einer Radtour um die beiden Seen (leider konnte man diese nicht ufernah umrunden), ging es weiter in den Hafen von Mölle. Vom dortigen Hafen hatte man einen super Blick auf Kullaberg, der imposant aus dem Meer ragt. Bei bestem Wetter haben wir uns auch noch das Naturreservat dort (zu einem kleinen Teil) angesehen und wurden mit klasse Fotos sowie Eindrücken belohnt. Nun ging die obligaratorische Suche nach einem Stellplatz los, die sich diesmal etwas hinzog, bis wir schlussendlich in der Marina von Domsten zum stehen kamen. Für 200 SEK gibt es Duschen, WC, Wasser und Strom sowie direkten Blick auf das Schloss in Helsingor. Bezahlt wird im Kiosk, der uns passenderweise auch Fish & Chips zu Abend servierte. Später konnte man dann noch den Sonnenuntergang im Meer genießen).
Tag 10: Nach dem Frühstück direkt am Meer ging es nach Helsingborg. Im Nieselregen haben wir uns auf eine kurze Stadterkundung beschränkt, bevor es uns erneut in ein Shopping Center verschlug. Nun ging es zurück nach Malmö. Wir steuerten erneut den Stellplatz in Linhamn an und radelten nur kurz darauf an die Strandpromenade, wo wir die Sonne genießen konnten. Abends ging es dann wiederum mit dem Rad in die Innenstadt, wo gerade das Malmö Festival stattfand. Mit zahlreichen Essenständen, Bands, Karussells und sogar einem Tanzkurz auf einer Bühne wusste die Stadt zu überzeugen. Passend zum Sonnenuntergang kamen wir dann zum Stellplatz zurück.
Tag 11: Los ging es mit dem Einkauf von Souvenirs und Schokolade, bevor wir zu einem Parkplatz am Turning Torso fuhren und dort noch ein wenig die sehr schöne Gegend genießen konnten, bevor es leider schon wieder auf die Fähre ging.
Tag 12: Um 5 Uhr in der früh landeten wir wieder im eigenen Bett und eine schöne neue Erfahrung ging leider viel zu früh vorbei. Aber... wir kommen wieder, keine Frage!
Hier noch ein paar Impressionen - in erster Linie von den Stellplätzen:















