In sehr vielen Womos sind , so wie auch in meinem, Midi Hekis verbaut.
Soweit OK, aber irgendwann, nachdem wir das Heki über einen längeren Zeitraum zum Lüften geöffnet und das Fliegengitter Plissee geschlossen hatten, hat sich
dieses beim Öffnen nicht mehr ordentlich zusammengefaltet, sondern es haben sich "wilde Falten zwischen den vorgesehen Falten gebildet.
Ich habe dann zwar mit den Fingern die Falten wieder geordnet, aber beim nächsten Benutzung über längeren Zeitraum wieder das gleiche Speil: "wilde Falten"
Weil mich dieses ständige unkontrollierte Plissee des Fliegengitters genervt hat, habe ich mir folgende Lösung ausgedacht und umgesetzt.
Es sollten Schnüre durch das Fliegengitter-Plissee hindurchgehen und damit dieses unterstützen und führen, so wie es bei den allseits bekannten
Fliegengittern bei den Eingangstüren der Womo's auch ausgeführt ist.
Also zunächst den Innenrahmen des Midi-Heki abmontiert.
Dazu die beiden runden Abdeckkappen beidseits der Kurbel-Grundplatte abhebeln und die dann sichtbaren Schrauben Kreuzschlitz) abschrauben.
Dann diese Platte abnehmen.
Der Rahmen ist an dieser Stelle mit zwei Schrauben (Torx) befestigt.

Hat man dies beiden entfernt, kann man den Innenrahmen nach unten abnehmen, da er an den anderen drei Seiten nur mittels Metallspangen angeklipst ist.
Von Innen (Oben) sieht das dann so aus: ganz schön dreckig.

Nur Absaugen hat nichts gebracht, aber mit einem feuchtem Schwammtuch gings dann gut zu reinigen.
Jetzt habe ich mir den Verlauf der Schnüre angesehen.
Jeweils links und rechts verlaufen welche prallel zu dem Längsrahmen durch Löcher in dem Verdunkelungs-Plissee und auch dem Fliegengitter-Plissee
als Führung. Diese sind auf dem Foto nicht sichtbar weil sie unterhalb der winkelförmigen Teile des Kunstsoff-Rahmens verlaufen. Diese lasse ich wie sie sind.
Ein weiteres paar Schnüre verläuft jeweils über zwei 90° Umlenkungen durch den Endstab der Plissees mit mittiger Griffmulde.
Diese dienen dazu den Endstab an seiner jeweiligen Position zu halten, damit das Plissee sich nicht von alleine verschiebt.
Je stärker die Schnurspannung, um so schwergängiger ist der Endstab zu verschieben, aber um so besser bleibt er dann auch in seiner gewünschten Position.
Im Bild habe ich bei dem Verdunkelungs-Plissee den original Verlauf in Blau eingezeichnet.
In Rot ist der neue Verlauf für das Fliegengitter-Plissee eingezeichnet.

Links und rechts der Griffmulden sind Kunststoff-Nippel mit mittiger Bohrung vorhanden, die prima dazu geeignet sind, die für mein Vorhaben zusätzlichen
erforderlichen Umlenkpunkte anzuschrauben.

Ich hatte ich noch etwas 0,8mm schwarze Kevlarschnut zu Hause, welche sehr gut dazu geeignet ist. Sehr Zugfest, dehnungsarm und Vor allem sehr Abriebfest.
Gibt es z.B. Im Anglerzubehör.
Die Schnüre habe ich nach dem herstellen der Bohrungen mit einer langen Nähnadel durch das zusammengestauchte Fliegengitter-Plissee geführt und dann an dieser Stelle eine weitere 1,5mm Bohrung für den Schnuraustritt hergestellt.

Dazu muss man ca 45° schräg von oben bohren. Ging aber ganz gut, ansonsten hätte ich mit einem heißen Nagel ein Loch eingeschmolzen.
Die alten Schnüre habe ich an den Enden, wo sie jeweils in den Ecken des Innenrahmnes mittels Spiralfedern gehalten und gespannt werden abgeschnitten,
aber noch ca. 5 cm dran gelassen, um daran die neuen Schnüre anzubinden.

Hier die fertige Innenansicht, allerdings noch ohne die beiden Abdeckwinkel Links und Rechts.

Und die fertige Ansicht von unten wie man es dann in eingebautem Zustand sieht.

Jetzt sollte sich das Plissee immer so falten wie es vorgeshen ist.
Der Umbau ist für jeden halbwegs geschickten Bastler leicht zu bewerkstelligen.
Gruß Jürgen


