Nachdem ich hier so viele schöne Berichte mit Stellplatzangaben gelesen habe, möchte ich doch auch etwas beitragen :-) Dieses ist unsere erste Fahrt mit unserem neuen Hymer gewesen und wir können sagen, dass es einsame Spitze war.
Gestartet sind wir Mitte Juli nach einem an anderer Stelle zu beschreibenden Erlebnis mit dem Truma Servicepoint in Hannover mit einer Fahrt bis nach Rendsburg. Dort haben wir auf dem Stellplatz an der Untereider übernachtet, wobei mir hier außer bei der Gebühr der Unterschied zum Campingplatz nicht so deutlich wurde ;-)
Am Samstag, den 15. Juni dann endlich Einfahrt in Dänemark. Ersten Kontakt mit der Nordsee am Badeplatz bei Hjerpsted, das erste Mal freistehend, umgeben von zahlreichen anderen Womos auf dem Übernachtungsplatz dort (8°38'35"/55°01'44"). Schön angelegt, durch Hecken getrennte Buchten mit Bank und Tisch, WC ausgestattet und mit Blick aufs Meer.
Weiter ging es Richtung Ribe mit Stadtbesichtigung und Mittagessen, natürlich frischer Fisch, musste einfach sein als Einstimmung auf das Fischland Dänemark! Wir hatten den Womoführer Dänemark mit und wollten eigentlich in Esbjerg am Hafen übernachten,aber der Platz erwies sich als Parkplatz mitten auf der Hafenmole, umgeben von fischverwertenden Betrieben. Och nöö, lieber nicht. Also weiter, die Statuen noch angeschaut am Ortsausgang -wirklich sehr groß!
Gelandet sind wir dann auf dem Campingplatz Vejers Strand Camping. Der war so schön und uns war so nach Strand und Baden mit ordentlicher Brandung, dass wir drei Nächte hier verbracht haben zu einem annehmbaren Preis, wie wir fanden.
Mittwochs sind wir dann weiter an der Nordseeküste entlang mit Badestopp in Nymindegab -mal ohne Autos auf dem Strand, erfreulich. Übernachten wollten wir auf dem im Buch beschriebenen Platz "Abelines Gard", aber dort steht ein relativ frisches Verbotsschild. Na, denn eben nicht und weiter gings nach einer Hafenbesichtigung in Hvide Sande und Kauf von frischem Räucherfisch. Auch der beschriebene Platz am Stadil Fjord war nix zum Übernachten. Es gibt zwar kein Schild, aber dafür war der Platz total zugewachsen, da käme niemand runter, geschweige denn wieder hoch. Weiter nordwärts in Fjaltring hätten wir sehr gut übernachten können, klasse Platz direkt am Meer, aber die Dorfbevölkerung feierte dort irgendein Fest, das war uns denn doch etwas sehr voll und unruhig. Einen Übernachtungsplatz fanden wir dann noch am Bovberg Fyr, ein kleines Stückchen weiter nordwärts direkt auf einer Klippe, unterm Leuchtturm. Einfach traumhaft!
Am Morgen besichtigten wir noch das "Jens Söndergard Museum" mit großen, eindrucksvollen Strandszenen.
Nächste Station war Thyboron. Stadtbesichtung, Sneglehus, Hafen, natürlich wieder mit einer Fischmahlzeit. Mit der kleinen Fähre setzten wir über in Richtung Agger und fahren immer weiter Richtung Norden. Alle aufgelisteten Übernachtungsplätze erwiesen sich als Flopps, gelandet sind wir als Notlösung auf dem Campingplatz in Hanstholm. Uns war gleich klar, dass dieses wirklich nur ein Quickstop wird, wir fanden ihn nicht so toll, unfreundliche Rezeption, riesengroße Wiese für die Wohnmobile, auf der auch massenweise kleine Zelte mit Schweden und Norwegern standen, die anscheinend Wettkampftrinken spielten.
Auf der Weiterfahrt schauten wir uns erst das Bunkermuseum an, dann das Kloster Borglum und als absolutes Highlight dieses Tages kam dann noch die Düne Rubjerg Knude, von deren Gipfel wir etwas weiter nordwärts eine kleine Kirche mit einem Wohnmobil daneben sahen. Ob das ein Platz für die Nacht sein sollte? Obwohl wir auch auf dem Parkplatz an der Düne hätten übernachten dürfen, hier stimmte die Beschreibung des Buches. Aber der Platz in der Ferne sah wesentlich verlockender aus, und so war es dann auch. "Marup Kirke" (57°27'43"/9°47'19"). Eine kleine Kirche mit Friedhof, dessen alten Grabsteine schon teilweise die Klippe hinab gestürzt waren. Schöner Parkplatz daneben mit Blick über die Nordsee, wieder ein wirklich schöner Übernachtungsplatz. Im Laufe der Nacht kam ein Sturm auf, der sich gewaschen hatte. Unser Womo wackelte und bebte, manchmal war mir schon etwas komisch.
Nach einer etwas unruhigen Nacht fuhren wir weiter nach Hirthals und sind dort in das Nordseemuseum gegangen. Total empfehlenswert, besonders mit Kindern. Uns hat es auch ohen Kinder gut gefallen, besonders die Fütterung der Fischschwärme durch einen Taucher im Riesenaquarium ist ein Hit!
Wir fuhren weiter bis zur Nordspitze nach Skagen. Nach dem obligatorischen Gang zur letzten trockenen Stelle (mit einem Bein in der Nord-, mit dem anderen in der Ostsee) haben wir uns dort häuslich eingerichtet für die Nacht (10°38'08"/57°44'18").
Nachdem wir schneller hier oben angekommen waren als wir dachten, wollten wir ein bißchen an der Ostsee runter bis es Zeit zur Heimreise wurde.
Aber erst musste auf dem Rückweg die Wanderdüne Rabjerg Mile erklommen werden. Im Womoführer steht der Begriff "Wüste" und es ist nicht übertrieben. Eine gigantische Anhäufung von Sandmassen. Auf der Rückseite nicht das Meer, sondern Buschbewuchs so weit das Auge reicht. Eine Düne tatsächlich mitten im Land!
Wir fuhren weiter mit Halt in Saeby (schöner Ort, toller Hafen). Einen Übernachtungsplatz finden wir kurz hinter Saeby: Solbaek Strand (10°32'18"/57°17'19"). Nach einem Strandabstecher wird uns klar, dass die Ostsee in diesem Jahr nicht unser Fall ist. Wir sind brandungsverwöhnt, wollen wieder breiten Sandstrand und so beschließen wir, am nächsten Tag quer durchs Land zu fahren, um noch einige Tage auf dem Campingplatz in Vejers zum Urlaubsabschluss zu verbringen.
Auf der Rückfahrt auch auf der E 45 stellten wir fest, dass auf den Parkplätzen auf dieser Autobahn vorbildliche Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten vorhanden sind. Nur zu empfehlen!
Wir machten noch Stopp in Hobro und besichtigen das Wikingercentrum, fuhren dann weiter nach Viborg, wo wir an einem Parkplatz am Sondersoe super übernachten konnten (9°24'95"/56°25'52").
Am nächsten Tag ging es weiter über die Mostered Kalkgruben und Herning (Textilforum mit Patchworkausstellung) nach Ringkjöbing. Dort übernachteten wir auf dem extra für Womos ausgewiesenem Stellplatz (eine Seltenheit in Dänemark) direkt am Hafen (8°14'25"/56°05'10"), nachdem wir noch die Wanderung durch die Stadt mit den auf dänisch Geschichten erzählenden Nachtwächtern gemacht hatten.
Am nächsten Tag erreichten wir dann den anvisierten Zeltplatz, wo wir die restlichen drei Tage verbrachten, bevor dieser Urlaub leider zu Ende ging.
Nach einem uns auf 15 Jahre abschreckendem Dänemarkurlaub hat uns dieser Urlaub wieder zu Dänemarkfans gemacht, wobei ich allerdings glaube, dass unser Womo daran einen großen Anteil hat - es ist einfach DIE Urlaubsform für uns geworden!
Ich habe versucht, Bilder zu den Stellplätzen hochzuladen, aber die Bilder wurden immer ans Ende des Berichts gestellt, das gefiel mir nicht so. Bis ich es gelernt habe, gibt es also keine Bilder.....

