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Trinkwasserdesinfektion mit UV


willi_chic am 27 Dez 2016 23:55:48

hallo,

vor einigen Jahren hat Jan Havlik, ein Erlanger Womo-Kollege eine Bauanleitung für eine einfach nachzubauende Anlage zur Wasserdesinfektion in einem Forum (weiß nicht mehr wo) veröffentlicht und mir auf Nachfrage Details zu seiner Lösung verraten

ich stelle einfach mal in Auszügen die Bauanleitung hier ins Forum, möglicherweise wird ja durch eure Ideen und Mitarbeit was rundes draus

grüße klaus

Bauanleitung




Ich habe vorher lange die ganzen Wissenschaftlichen Studien gelesen
und folgendes festgestellt : Eine Klassische UV-Lampe(Röhre) mit ca
13W/500 Lux und enspr.Wellenlänge in nm Schafft ca 3 -4 L pro Sec
durchzufiltern- es sind ca 180 - 240L Wasser pro minute. Eine
Stationäre Wasserpumpe im Wohnmobil je nach Fabrikat fördert 10
-12L/min Wasser,das sind
2 Dcl Wasser pro Sekunde,bei einer Tauchpumpe (18 L/min) sind es
3Dcl/Sec und Ausserdem habe ich den Durchmesser des Durchflusses
3/4"(19mm) genommen, dadurch wird die
Durchflussgeschwindigkeit des wassers um Faktor 2 verlangsamt und mein
UV-Filter hat eine Helligkeit von 200 000Lux gegenüber der UV-Röhre
von 500Lux ! Die UV-Röhrenfilter Sind auch nur
Durchflussfilter,(Schwimmbäder,Medizintechnik,Gartenteiche u.s.w.)
daher reicht mein Filter auch für kurzester Zeit die Keime sicher
abzutöten !Die Durchflusszeit In meinem Filter ist duchschnittlich ab
4Sec bis höher.Wenn man Bedenken hat, kann man eine Elektronischer
Schaltung zur Zeitverzögerung einbauen,die lässt den UV-Filter
Jedesmal länger leuchten,das wäre auch kein Problem !


Hier sind die Bilder von meinem UV-Filter,der Aufbau ist einfach – ein Kunststoffrohr 210 mm lang,40 mm Innendurchmesser und ringformig angeordneter Löcher längst je 40 Stück 1mm Durchm.in 5 Reihen in 5mm Abstand,die UV-Leds werden von innen des Rohrs durchgesteckt und jeweils 4 Stück in Serie gebrückt(+-/+-/+-/+- 1UV-Led= 3,3V/20 mal 4 =13,2 – 13,5V) es werden dann 20- 12V Ledblocks,die paralel gebrückt werden müssen und an 12V Zuleitung angeschlossen werden, weiter habe ich die Lötstellen mit der Heissklebepistole versiegelt du das ganze Gebilde mit Tesaband umgewickelt und einen 19mm PVC-Schlauch einfach durchgesteckt an den Enden Mit 2 Reduzierstutzen19/10 mm versehen, An dem Mantelrohrenden habe ich einfach 2 Spraydosenkappen,enspr.gebohrt (Staubkappen) draufgesteckt !
Die Dioden habe ich aus Singapur bestellt (5mm Leds/2000Lux/280 nm) 100 Stück ! Techn.daten- 12V Batt.Spannung,0,5AStromverbrauch/6W 200 000 Lux Leuchtstärke,dadurch ist nicht relevant,das der PVC – Schlauch nur ca 80% Lichtleistung durchlässt !


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Scout am 28 Dez 2016 00:27:38

Hallo Klaus!
Die LED strahlen eine Wellenlänge von 280 nm.
Für eine Desinfektion ist UV-C 280-200 nm erforderlich. Es liegt an der Grenze von UV-B 280 - 315 nm das für Sonnenbrand verantwortlich ist.
Die Wellenlänge von 280 nm kann dann ausreichend sein oder nicht.

Gruß
Scout

IntoTheWild am 28 Dez 2016 02:54:49

Hallo Klaus,

ich glaube nicht, dass die Keimtötende Wirkung oberhalb von 280nm abrupt aufhört - weniger effektiv ist es sicherlich.

Aber 200000Lux? Ist das realistisch?
Ich hatte etwas ähnliches auch im Kopf, da ich hier noch einen unbenutzten Teichfilter liegen habe.
Die Frage ist nur, wie kann man die Effektivität messen?

Willi:
Bedenke aber auch, dass in Bädern und Teichen das Wasser umgepumpt wird und den Filter mehrmals passiert.

Da fällt mir ein, es wäre ja auch möglich, den UV Filter nicht am Ausgang anzubringen, sondern das Tankwasser periodisch durch Umpumpen über den Filter zu regenerieren.

Weitere Möglichkeit:
Abweichend zu deinen Bildern eine längere Röhre nehmen, die gerne auch einen geringeren Durchmesser haben darf.
Die LEDs spiralig über die gesamte Länge anordnen.
Die Röhre mit Glaskugeln füllen.
Die Kugeln wirken als Durchflussbegrenzer und verwirbeln das Wasser.
Dadurch liesse sich die Effizienz steigern.

Acrylrohre sind übrigens handelsüblich, genau wie Borosilikat.
Mich wundert nur, wenn die LEDs solche Wunderdinger in Sachen Effizienz und Leuchtkraft sind, warum werden die noch nicht flächendeckend eingesetzt?

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IntoTheWild am 28 Dez 2016 03:08:57

"Du kannst diesen Beitrag nicht mehr ändern oder löschen." ?????

Dann so:
Mir fällt grad ein, PVC gilt als nicht UV beständig... könnte sein, dass der Schlauch recht schnell blind und/oder brüchig wird.

gespeert am 28 Dez 2016 07:01:20

Ich habe mich dieses Jahr auf der Allrad mit einem Entwickler dazu unterhalten.
Die Leistung der UV-Led ist noch nicht ganz ausreichend, ebenso die Alterungsbestaendigkeit.
Das ist logisch, die Strahlung zerstoert ja auch ungeeignete Materialien.
Die Firma hat aber ein Auge auf die Entwicklung.

Im Moment geht noch nichts am Quarzstrahler vorbei, der in einem Edelstahlrohr sitzt und dessen Strahlungsleistung ueberwacht wird um Alterung zu erkennen.
Es darf keine Strahlung nach aussen dringen koennen!

mithrandir am 28 Dez 2016 10:36:07

Ich betreibe so etwas am Aquarium um die Blaualgenlast klein zunhalten.
Ich glaube nicht, dass man mit den angegebenen Daten bei nur einem Durchfluss eine ausreichende Entkeimungsleistung erreicht. Mein Aquarium läuft im Kreislauf. Ich habe nur einen 9W Brenner, aber der eben in einm professionellen Gehäuse mit Vorspiegelung.
Und genau so wie bei Schwimmbadanlagen reicht das nur um die Keimlast gering zu halten. Sonst müsste man im Bad nicht auch noch zusätzlich chloren. Im Aquarium will ich ja kein komplett totes Wasser haben.
Mal davon abgesehen, dass ich den Hype um die Verkeimung sowieso nicht mitgehe, halte ich den Einbau einer solchen Anlage für rausgeworfenes Geld. Wenn man schon eine Keimphobie hat, bekommt man für das Geld wahrscheinlich so viel Chlordioxid, dass es für ein halbes Womoleben reicht.

saltun am 28 Dez 2016 12:42:45

mithrandir hat geschrieben:Mal davon abgesehen, dass ich den Hype um die Verkeimung sowieso nicht mitgehe, halte ich den Einbau einer solchen Anlage für rausgeworfenes Geld. Wenn man schon eine Keimphobie hat, bekommt man für das Geld wahrscheinlich so viel Chlordioxid, dass es für ein halbes Womoleben reicht.


Dem schließe ich mich zu 100% an.

Dazu kommt, dass sich im Regelfall im EU-Raum für die öffentlichen Wasserversorgungs-Anlagen
Mindestbedingungen eingehalten werden müssen, was natürlich dazu führt, dass besonders
in den südlichen Ländern im Trinkwasser Chlor recht häufig zu merken ist, was zwar lästig,
aber nicht gesundheitsgefährdend ist.
Und andererseits ist Verweildauer des Wassers in unseren Wassertanks vergleichsweise eher
kurz so dass eine Massenvermehrung der in jedem Trinkwasser vorhandenen Keime
kaum möglich ist.
Wer aus zweifelhaften Quellen Wasser bunkert hat mit einer Bastel-UV-Anlage nicht die geringste
Chance die eingefangenen Kolibakterien wieder los zu werden.

Mit Chlor, egal ob mit Chlordioxid oder Bleichlauge geht das recht einfach und sicher.

lg günter

Scout am 28 Dez 2016 13:26:30

Man sollte die UV Desinfektion nicht schlechtreden. Auch eine Bastellösung funktioniert, wenn man UV-C Strahlen mit entsprechender Energie ins Wasser und an die Bakterien bringt.

Klaus, so richtig habe ich den Aufbau nicht verstanden.
Man braucht auf alle Fälle ein Quarzrohr als Reaktor, Quarzglas absorbiert keine UV Strahlung. Um den Reaktor sind die Strahler angeordnet.
Hier eine Beschreibung. --> Link

Wo im Wasserkreislauf und wie man ein solches Gerät einsetzt ist auch zu überlegen. Ich bin der Meinung, dass man das Wasser im Tank behandeln sollte.

Gruß
Scout

gespeert am 28 Dez 2016 14:10:38

Ich werde mein System im Betankungsanschluss verbauen. Sind die Tanks sauber, Material Edelstahl, so koennen die ueberlebenden Tierchen sich nicht halten.

Scout am 29 Dez 2016 23:30:20

IntoTheWild hat geschrieben: ich glaube nicht, dass die Keimtötende Wirkung oberhalb von 280nm abrupt aufhört - weniger effektiv ist es sicherlich.
Mit dem Glauben ist es immer so eine Sache.

Das Optimum für eine keimtötende Wirkung liegt bei ca. 260 nm. Bei einer Wellenlänge von 280 nm, also um 8% vom Optimum entfernt, liegt die keimtötende Wirkung nur noch bei 10%. --> Link
Bei der Auswahl der LED muss man schon darauf achten, dass sie sicher UV Strahlung im UV-C Bereich aussenden.

Gruß
Scout

achim49 am 10 Apr 2017 00:56:46

Hallo an alle,
ich habe dieses Thema erst heute bemerkt. Da ist schon viel geschrieben,wie meist sehr kontrovers.
Ich hatte in meinem Berufsleben mit UV Anlagen zur Trinkwasserdesinfektion zu tun. Das ist richtig aufwändig.
Um es kurz zu machen, mittels Tesaband und Heißklebpistole zusammen geklebte, PVC Schläuche und Spraydosenkappen usw stellen in keiner Weise geeignete Geräte dar, die in diesem sensiblen Bereich eingesetzt werden sollten. In offiziellen trinkwasseranlagen werden diese Materialien unter keinen Umständen eingesetzt, weil sie erstens nicht beständig sind und zweitens selbst unzulässige Stoffe an das Trinkwasser abgeben.
Auch eine in den Tank eingehängte Leuchtstoffröhre ist ungeeignet. Denn die Strahlungsintensität (warscheinlich zu gering) verringert sich auf ein viertel, bei der doppelten Entfernung. Dabei ist die Transmission (Durchlässigkeit des Wasser`s für UV Strahlung) sowieso nicht bekannt.
Im deutschen Wasserwerk wird das aufwändig gemessen und die UV Bestrahlung eventuell garnicht angewendet.
Original Text: Durch UV-Bestrahlung wird keine Desinfektionskapazität im Verteilungssystem geschaffen. Sofern eine Kontamination mit, oder eine Vermehrung von Krankheitserregern im Verteilungssystem (Rohrnetz, Behälter, Hausinstallationen) zu besorgen ist, muß eine Desinfektion mit Chlor oder Chlordioxid erfolgen.

Warum schreibe ich das. Erstens machen sich viele Gedanken wegen ihrer Gesundheit. Wenn, dann sollten die geeigneten Mittel eingesetzt werden. Auch wenn das Profitstreben mancher darunter leidet.
Unter solchen Bedingungen (Zustand und Qualität des Wasser sind unbekannt), dann sind nur Mittel sinnvoll die damit auch fertig werden.
Da bleiben nur die Chemischen Desinfektionsmittel wie Chlor und Chlordioxyd (ist nicht Langzeitstabil, lagerfähig) übrig. Die haben auch den Vorteil im ganzen Wassersystem zu wirken, also auch in den Schlauchverbindungen, Wasserhähnen, Pumpen usw. dort kommt keine UV Strahlung hin.
Auch die Silberprodukte konservieren nur bei stehendem Wasser. Vorhandene Keime vermehren sich nicht mehr . Wichtig ist aber, daß das Silber für uns Menschen auch negativ ist (reichert sich an).
Im TW ist 0,3ppm Chlor = 0,3mg/Liter die Höchstmenge. Da riecht man noch nicht mal was.
Deshalb wenn es um die Gesundheit geht tut das richtige oder lasst es ganz bleiben.

Bleibt gesund und kommt gesund zurück von großer Fahrt.

wohnmobilbenutzer am 10 Apr 2017 18:55:46

Hallo,

ich kann mich dem was Achim geschrieben hat nur anschließen. Die UV-Desinfektion funktioniert nur dann zuverlässig, wenn alle technischen Anforderungen erfüllt werden. Diese sind in dem DVGW-Arbeitsblatt W 294-1 für die öffentliche Trinkwasserversorgung festgelegt.

Die Anlagen können nur bei klar definierten Randbedingungen eingesetzt werden. Dabei spielt die Durchlässigkeit des des Wassers für die UV-Strahlung eine wesentliche Rolle. Darauf hat der Womo-Fahrer überhaupt keinen Einfluß, da er das Wasser nehmen muss, das unterwegs angeboten wird. Er kann das getankte Wasser auch nicht untersuchen, ob es vielleicht natürlicherweise nicht für die UV-Desinfektion geeignet ist.

Ich kenne nur eine speziell für Campingzwecke von einer Firma angebotene UV-Anlage. Selbst die verfügt nicht über die Sicherheitseinrichtung professioneller Anlagen, die die Strahlungsleistung misst, die den Wasserkörper durchdringt. Wenn die Strahlungsleistung nicht mehr für eine sichere Desinfektion ausreicht, wird durch diese Sicherheitseinrichtung über einen Schaltkontakt die Wasserzufuhr unterbrochen. Sowas ist in der Camping-Preisklasse einfach nicht zu realisieren und die mir bekannte Anlage verfügt deshalb auch nicht über eine entsprechende DVGW-Zulassung.

Also bleiben m. E. für den hygienebewussten Womo-Fahrer im Prinzip drei mehr oder weniger sinnvolle Strategien übrig:

1. Man gibt dem getankten Wasser ein sorgfältig dosiertes nach Trinkwasserverordnung zulässiges chemisches Desinfektionsmittel mit Depotwirkung (z. B. Chlordixid) zu, sofern der Wasserversorger das nicht schon getan hat

2. ...oder man benutzt das Tankwasser konsequent nicht als Trinkwasser und kauft dafür Flaschenwasser

3. ...oder man wendet konsequent alle empfohlenen sonstigen Sicherheitshinweise an (eigenen Schlauch verwenden, für zügigen Wasserdurchfluss sorgen, WV-Anlage in Standzeiten trockenlegen u.s.w.) und vertraut bezüglich des Restrisikos in solchen Womo-WV-Anlagen auf sein Immunsystem


Grüße

andwein am 11 Apr 2017 12:55:43

Und nicht vergessen, der Plastik-Trinkwassertank muss natürlich der UV-Strahlung standhalten können (Weichmacher, Verhärtung des Plastiks, Rissgefahr). Die UV-Systeme die ich kenne (Trinkwasserbrunnen) sind nicht in Plastiktanks sondern in Edelstahlbehältern im Durchfluss installiert.
Gruß Andreas

achim49 am 11 Apr 2017 13:21:57

Hallo Andreas,
die "richtigen" UV Anlagen sind aus Edelstahl, genau wegen der Wirkung der UV Brenner. Deshalb mein Einwand gegen die warscheinlich zu geringe Strahlungsintensität = wirkungslos.
Das Thema Materialverträglichkeit gilt aber nicht nur für/bei UV sondern in besonderem Mass auch für Chlordioxid. Das unterscheidet sich sehr von Chlor, auch wenn der Name viele irritiert. Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Stoffe.

Vor allem wenn ich lese mit welcher Blauäugigkeit die Mengen bzw Konzentrationen eingesetzt werden. Wobei in der Desinfektion gilt wenn man etwas tut muss es richtig wirken, sonst erzeugt man resistenzen.

Seid mal vorsichtig im Umgang mit all der Chemie, die Augen, die Hände auch die Kleidung ist da sehr in Gefahr, die Keime meist weniger.
Bei UV übrigens das Augenlicht.

Gute Reise an alle, kommt gesund wieder heim.

Gast am 12 Apr 2017 12:34:05

Ich hänge mich hier mal mit einer wahrscheinlich sehr naiven Frage dran.
Der Frischwassertank muss natürlich gepflegt, gereinigt und desinfiziert werden damit sich keine Ablagerungen bilden.
Nur, wer nimmt denn das Wasser aus dem Frischwassertank zum Trinken oder zur Lebensmittelzubereitung?

Ich dachte immer, und so praktizieren wir das von jeher, für diese Zwecke nimmt man Wasserflaschen, Kanister oder Gallonen aus dem Getränkemarkt. Ist das nicht die gängige Praxis?

Jemand der das so praktiziert braucht doch sicher nicht diesen immensen Aufwand zu betreiben, wie es hier und in vielen anderen Threads beschrieben wird. Oder liege ich da falsch?

wohnmobilbenutzer am 12 Apr 2017 13:13:28

Hallo Petri,

das hat jetzt eigentlich nichts mehr mit dem Ausgangsthema zu tun. Deshalb nur ganz kurz:
Warum sollte man das Wasser aus einer gut gepflegten Versorgungsanlage im Womo nicht als Trinkwasser verwenden?

Ich wende über das Jahr gesehen mit meiner Methode vielleicht 1-2 Stunden an Zeit für die Hygienemaßnahmen und einen einstelligen Eurobetrag für das Desinfektionsmittel auf. Damit spare ich aber die Zeit und die Kosten für die Besorgung von Flaschenwasser ein. Ich behaupte mal, daß ich damit ein gutes Geschäft mache.

Wenn ich das Tankwasser nicht als Trinkwasser nutzen würde, würde ich trotzdem eine Mindestpflege der Wasserversorgungsanlage betreiben - genauso wie ich das Womo gelegentlich auch außen wasche.

Aber ist halt Geschmackssache.


Grüße

xbmcg am 12 Apr 2017 14:04:31

Wir kaufen Trinkwasser in ebtsprechenden 5l Behälter im Ausland, außerdem trinke ich lieber "Hopfentee" aus der Schnappverschlußflasche. ;-)
Beim Kochen ist eh egal, das steigert nur den Nährwert.

Das Tankwasser wird fast nur zum Duschen, Hände Waschen, Abwaschen und Toilette Spülen verwendet.

Wäre es nicht einfacher, einen sehr feinen Filter vor dem Trinkwasserhahn zu schrauben, der filtert doch alles
raus, was größer als ein Wassermolekül ist, dann kann man Wasser aus jeder Pfütze verwenden.

wohnmobilbenutzer am 12 Apr 2017 14:19:30

xbmcg hat geschrieben:Wäre es nicht einfacher, einen sehr feinen Filter vor dem Trinkwasserhahn zu schrauben, der filtert doch alles
raus, was größer als ein Wassermolekül ist, dann kann man Wasser aus jeder Pfütze verwenden.



Hallo,

wahrscheinlich wäre es besser gewesen, zu dieser "Allgemein-Trinkwasserproblematik" nochmal ein eigenes Thema aufzumachen.

Ganz kurz: Solche Filter gibt es - sie erfordern aber auch nochmal einen gewissen Pflege- und Kostenaufwand. Deshalb halte ich sie nur für ausgesprochene "Expeditionsreisen" für sinnvoll. Hier --> Link habe ich mal was zu solchen Filtern geschrieben.

Grüße

Gast am 12 Apr 2017 15:01:33

Warum sollte man das Wasser aus einer gut gepflegten Versorgungsanlage im Womo nicht als Trinkwasser verwenden?


Dagegen gibt es überhaupt nichts einzuwenden.

Ich wollte nur sagen, alle Hinweise und Ratschläge ob UV Licht oder regelmäßig Chlordioxid etc. sollten sich nur Mobilisten verinnerlichen, welche das Wasser aus dem Tank auch trinken.

Flaschenkinder, ob Gerstensaft oder Gänsewein können sich auf die Grundreinigung beschränken.
Oder sehe ich das falsch?

Das Tankwasser wird fast nur zum Duschen, Hände Waschen, Abwaschen und Toilette Spülen verwendet.


Das war meine zweite Frage: „Ist das die Regel oder "xbmcg", sind wir da die Ausnahme?“

mowgli am 12 Apr 2017 15:14:34

Wenn doch das Wasser zum duschen, händewaschen, tellerwaschen uä. gut genug ist, wobei ja wasser direkt oder indirekt auch in den Mund kommt, kann ich das wasser sowiso auch zu allem anderen nehmen. Und trinken tu ich Wasser pur normalerweise nicht.
mowgli

mithrandir am 13 Apr 2017 18:45:41

wohnmobilbenutzer hat geschrieben:Warum sollte man das Wasser aus einer gut gepflegten Versorgungsanlage im Womo nicht als Trinkwasser verwenden?


Aus em gleichen Grund, aus dem wir Alarmanlagen, Extraschlösser usw. einabuen.
Weil wir uns Sorgen um Dinge machen, die sehr unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen sind. Und natürlich weil diese Angst von den Medien geschürt werden, die wiederum auf Grund der Schnelligkeit nichts anderes mehr haben über das es etwas zu berichten gibt.

Damit ich nicht falsch verstanden werde: Hygiene ist wichtig und ich bin mir sicher, dass die verbesserte Hygiene in den letzten 100 Jahren wesentlich zu unserer höheren Lebenserwartung beigetragen hat. Ich wage sogar zu behaupten, dass das neben Penicillin der Hauptgrund ist, dass wir so alt werden (weniger Kindersterblichkeit usw.). Aber mittlerweile wird einiges übertrieben.
Sagrotan Spray im Bad, desinfizierende Seife usw.

Inselmann am 13 Apr 2017 20:28:06

die einzige Vorsichtsmassnahme meinerseits ist kein befuellen mit Schlauch. Ich will sehen was ich einfuelle und habe deshalb einen weissen 25ltr Kanister mit Tauchpumpe. Den fuelle ich auf und pumpe dann ins Wohnmobil. Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht selbst mit meinem eigenen Schlauch. Der bleibt immer irgendwie feucht innen und liegt dann aufgewickelt rum fuer Tage oder Wochen.
Gefuehlsmaessig ist im Ausland sowieso mehr Chlor drin als in D oder bei mir zuhause in UK.
Als ich vor 25 Jahren angefangen habe mit alten Wohnwagen und Wohnmobil haben wir uns nie um die Wassertanks gekuemmert. Und trotzdem ist keiner krank geworden.

Im Zweifelsfall kaufen wir 5ltr Pulle im Supermarkt und trinken dass.

Variophoenix am 13 Apr 2017 20:32:56

Ich verwende das Wasser auch zum Kochen oder Tee machen, oder Zähneputzen usw. Ich habe noch NIE meinen Tank mit irgendwelcher Chemie gereinigt. Wenn ich im Süden Wasser Tanke, passiert das automatisch bei dem Chlorgehalt. Hatte noch nie irgendwelche Probleme deswegen.
Jede Bakterie die ich überlebe macht mich resitenter.
In Zivilbunkeranlagen steht das Wasser über Jahren in den Reservaren und es bilden sich kaum Keime, weil es Stockdunkel und Kühl ist.
Bei mir steht das Wasser auch mal 2-3 Monate und wird deshalb nicht gewechselt, weil es ebenfalls im Dunkeln und nicht über 20°C hat.

Es gibt Menschen (meist arme) die trinken verschmutzes Wasser ohne dabei Probleme zu bekommen. Würden wir Westler dasselbe trinken, hätten wir erhebliche Probleme, weil wir uns durch unsere übertriebene Hygiene zu fest geschützt haben.

Meine Meinung zu diesem Thema.

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