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Trickdiebstahl in Italien zwischen Florenz und Livorno 1, 2


Friedhelm19 am 08 Aug 2018 09:40:54

Hallo,

kann mich meinen Vorpostern nur anschließen. Mir ist das - habe ich hier an anderer Stelle bereits berichtet - auch in Manfredonnia passiert. Das einzige, was hilft > ruhigen Kopf bewahren, Wertsachen sichern, Fahrzeug verschließen und sich auf keine Diskussion einlassen und darauf bestehen, die Polizei hinzuzuziehen - das Wort Policia versteht jeder!

Gruß Friedhelm

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Tinduck am 08 Aug 2018 10:02:41

Wie man selber reagiert, weiss man vorher nicht, das ist richtig.

Aber man kann bei dieser nun zu genüge bekannten Masche (und auch bei jeder anderen, bei der man zur Geldherausgabe genötigt wird) zumindest gute Vorsätze fassen:

- Keinesfalls sollten alle Insassen aussteigen.

- Kein Geld mit aus dem Fahrzeug nehmen.

- Beim Aussteigen sofort Tür schliessen UND ABSCHLIESSEN.

- Wird Geld gefordert, nicht zahlen. Einfach so. Und Polizei anrufen.

- Werden die Leutchen piefig, abdampfen.

Muss natürlich je nach Situation angepasst werden. Die ersten drei Punkte gelten immer und dürften 90% der Trickdiebstähle verhindern. Der Rest liegt dann an der eigenen Reaktion. Man sollte aber bedenken, dass das meist eben keine Gewalttäter, sondern Trickdiebe sind. Da kann Zahlungsverweigerung und Polizei anrufen gut funktionieren.
Wer ganz besonders dreist ist, kann die Herrschaften ja nach Kontodaten fragen, damit man das Geld überweisen kann :D

bis denn,

Uwe

malefiz am 08 Aug 2018 11:10:42

Tinduck hat geschrieben: ... zumindest gute Vorsätze fassen:


und...
- Aufbautür bei einer Fahrt immer abschliessen.
- Vom vermeintlichen Trickdieb und dessen Auto sofort und offensichtlich aus dem eigenen Fahrzeug Fotos machen.
- Kommunikation nur durch spaltweit geöffnetes Fenster bei verschlossenen Türen. "Si, Si - Policia"

Eine solche Situation mit dem Reisepartner durchsprechen.

Gruss
Manfred

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manic am 30 Aug 2019 19:54:50

Nun, sind wir auch auf diesen miesen Trickbetrüger reingefallen! Am 27.08.19 fuhren wir auf der SR450 bei Cristo-Spadi nach einem wunderschönen Gardasee-Urlaub hinter einem Kleinwagen hinterher, der immer langsamer wurde. Ich setzte zum überholen an, da die Strasse breit genug ist, um auch große LKW gefahrlos zu überholen. Als wir den Wagen fast passiert hatten, hörten wir einen lauten Knall. Wir hatten das erst überhaupt nicht mit dem Kleinwagen in Verbindung gebracht und dachten, am Womo hätte sich eine Klappe oder so verabschiedet. Wir fuhren langsamer, um bei der nächsten Bucht anzuhalten und nachzusehen. Da überholte uns wieder der Kleinwagen und der Beifahrer gestikulierte wild mit seinen Händen und wollte uns wohl auf etwas Aufmerksam machen. Wir hielten also bei der nächsten Bucht an und der Fahrer des Kleinwagens hielt ebenfalls an und redete unentwegt hektisch auf italienisch und deutete auf seinen kaputten Außenspiegel und auf einen schwarzen Strich an der Seite unseres Womos. Ich konnte mir nicht erklären, wie ich das wohl hätte hinbekommen sollen, denn die Straße war ja breit genug. Ich sagte ihm, wir regeln das über die Versicherung, doch von da an wurde er immer aggressiver und uns war dann schon mulmig zumute, weil wir keine Ahnung hatten, was der Mann im Schilde führt. Er zückte sein Smartphone und zeigte mir den Preis für einen neuen Aussenspiegel und beharrte darauf, dass wir den Schaden bar bezahlen. Durch den Stress und die Hektik, die er verursachte, waren wir verunsichert und zahlten ihm schließlich 120 Euro und fuhren schnell weiter. Erst als wir aus dieser Stresssituation raus waren, wurde uns klar, dass wir einem Trickbetrüger aufgesessen sind und fühlten uns wie die letzten Deppen, dass wir auch noch auf seine Forderung eingegangen sind. Aber in einer solchen Situation hätten wahrscheinlich auch diejenigen, die hier meinen, sie hätten alles souverän im Griff, genauso reagiert. Nachdem ich einen Tag später bei der Internet-Recherche auf diesen Thread gestoßen bin, wurden meine Befürchtungen bestätigt. Und die Moral von der Geschicht? Nächstes Mal sind wir bestimmt nicht mehr so arglos und werden entsprechende Maßnahmen ergreifen, die ich hier nicht weiter diskutieren möchte. Ich kann nur jeden eindringlich warnen, immer wachsam zu bleiben! Gerade nach dem Urlaub, wenn man tiefenentspannt nach Hause fährt, ahnt man ja nichts Böses und das nutzen diese miesen Ganoven ordentlich aus!

ganderker am 30 Aug 2019 22:33:25

Aber gerade die "Maßnahmen" wären jetzt eigentlich sinnvoll zu nennen, denke ich

pipo am 31 Aug 2019 08:11:20

ganderker hat geschrieben:Aber gerade die "Maßnahmen" wären jetzt eigentlich sinnvoll zu nennen, denke ich

Polizei rufen, weiter fahren, nicht mehr in den Urlaub fahren, vom Strich am Fahrzeug eine Geschmacks-/Geruchsprobe nehmen, vor dem Aussteigen meditieren, Geschädigten eine Kopie der Versicherungskarte in die Hand drücken und weiter fahren, leere Geldbörse zeigen usw usw..

Die Situation ist so getimt, dass man sich noch so sehr auf solche Betrügereien vorbereiten kann, dass am Ende wohl nur die eigene Erfahrung hilft gelassen zu bleiben.

Gast am 31 Aug 2019 08:35:29

Vereinfacht gesagt "Wer anhält hat schon verloren"....

.... aber so einfach ist’s halt auch nicht immer! :?

pipo am 31 Aug 2019 08:42:49

tztz2000 hat geschrieben:Vereinfacht gesagt "Wer anhält hat schon verloren"....
.... aber so einfach ist’s halt auch nicht immer! :?

Du musst immer mit der Situation rechnen, dass Du tatsächlich ein Fahrzeug touchiert hast :ja:
Und wenn im Ausland aus diesem Grund ein Blaulicht hinter Dir erscheint, könnten es noch haariger werden :mrgreen:

Gast am 31 Aug 2019 09:14:17

pipo hat geschrieben:
Die Situation ist so getimt, dass man sich noch so sehr auf solche Betrügereien vorbereiten kann, dass am Ende wohl nur die eigene Erfahrung hilft gelassen zu bleiben.


Und zu Wissen das es sowas gibt, sowas kann nicht nur in Italien passieren.

Elgeba am 31 Aug 2019 20:04:47

Hatte ich vor vieen Jahren in Balatonfüret.Angeblich an einem schon reichlich verbeulten Kleinwagen beim Spurwechsel einen Kotflügel beschädigt,der Typ wurde auch sofort aggressiv.Ich habe ihm einen EC Scheck in der gewünschten Summe ausgestellt,beim Übertragen der Scheckkartennummer einen Zahlendreher eingebaut und nach dem der Typ verschwunden war habe ich per Funktelefon bei meiner Bank Schecksperre veranlasst.
Heute würde ich darauf bestehen die Polizei zu holen,das mögen die Typen nicht.


Gruß Bernd

Gast am 01 Okt 2019 13:31:37

Wieso sind hier eigentlich alle der Meinung, dass sie den Schaden verursacht hätten? Kann es nicht auch sein, dass der andere einen Schlenker gemacht und das WoMo beschädigt hat? Würde ich doch glatt mal so in den Raum stellen und 500€ für ausbeulen und Teillackierung verlangen. Vielleicht kann man sich dann ja auf 250€ einigen, weil er so nett war und noch angehalten und uns drauf aufmerksam gemacht hat, anstatt Fahrerflucht zu begehen.

pipo am 02 Okt 2019 10:01:01

TruckerWilli hat geschrieben:Wieso sind hier eigentlich alle der Meinung, dass sie den Schaden verursacht hätten?

Weil Du den Beitrag nicht ganz gelesen hast. Du hast gar keine Chance Luft zu holen. Du wirst so verunsichert, dass Du deine eigenen Sicherheitsmassnahmen vergisst. Die Jungs machen 10x am Tag und Du vielleicht einmal im Leben.

Tinduck am 02 Okt 2019 10:54:57

Soviel können die gar nicht reden, dass man vergisst, die Polizei anzurufen. Ganz im Gegenteil, je mehr die nach Bargeld drängeln, desto dubioser ist die Nummer doch...

Wir waren schon mal das Ziel von Trickdieben, z. B. in Barcelona (allerdings die zu-Fuß-Variante). Bisher sind die immer leer ausgegangen. Ruhig bleiben, Hände weg vom Portemonnaie und Polizei anrufen. Schon sind sie weg.

Bisher war ich aber auch immer mindestens einen Kopf grösser als die Eigentumstransferspezialisten. Obs daran lag? Keine Ahnung.

bis denn,

Uwe

pipo am 02 Okt 2019 11:10:17

Tinduck hat geschrieben:Soviel können die gar nicht reden, dass man vergisst, die Polizei anzurufen. Ganz im Gegenteil, je mehr die nach Bargeld drängeln, desto dubioser ist die Nummer doch...

Komisch das der Erfolg der Betrüger so hoch ist..
Wenn man sich mit Betroffenen unterhält, dann überlege ich die ganze Zeit, wie Naiv diese Menschen doch sind, auf so einen Alten Trick reinzufallen. Aber ich glaube eher, dass dies meine eigene Naivität ist zu glauben nicht überrumpelt zu werden.
Wir haben Maßnahmen getroffen. Mal schauen ob diese im Fall der Fälle auch greifen..

JayTee2312 am 02 Okt 2019 12:55:18

pipo hat geschrieben:Wir haben Maßnahmen getroffen. Mal schauen ob diese im Fall der Fälle auch greifen..

So, welche Maßnahmen wären denn dass? Andere könnten evtl. auch davon profitieren

pipo am 02 Okt 2019 13:04:49

JayTee2312 hat geschrieben:So, welche Maßnahmen wären denn dass? Andere könnten evtl. auch davon profitieren

Informiere Dich, wie solche Trickdiebstähle ablaufen. Analysiere Dein Verhalten in solchen Situationen und was aus Deiner Sicht die Abzocke verhindern/erschweren würde. Dann wirst Du auf Deine individuelle Situation bezogen ein Vorgehen finden.

Gast am 04 Okt 2019 09:07:08

Je mehr man sich vorher mit solchen Sachen beschäftigt, desto weniger "überrumpelt" ist man im Ernstfall. Und wer weniger überrascht/überfahren/perplex ist und weiß, was gleich gespielt wird, der kann auch souveräner reagieren. Und wenn man sich vorab schon mal mit dem Gedanken der "Schuldumkehr" befasst, fällt einem das in der entsprechenden Situation auch eher als Gegenargument ein. Zumindest geht mir das so, dass ich in Situationen, auf die ich mich geistig vorbereitet habe, durchaus überlegener reagieren kann als in völlig überraschenden Situationen.

Inselmann am 04 Okt 2019 09:25:36

Meine Meinung.(stark vereinfacht ausgedrückt)
Solche Trickdiebstähle funktionieren nur weil der Grossteil der Menschheit "gut" ist.
Wir werden zu guten Menschen erzogen und leben in einer modernen Gesellschaft die sicher ist und einem normalerweise nix passiert.

Darauf basieren diese Tricks ja, der durchschnittliche Mensch wird in eine Stressituation gebracht die genau diese Grundwerte ansprechen.
Da wir erzogen werden um "gut" zu sein, denkt erst mal gar keiner dran das es vielleicht nicht mit rechten Dingen zu geht.
Dann noch bisschen Aggression dazu und Verwirrung, dann klappt das auch.

Ist in meinem Bekanntenkreis jemandem passiert wo ich vorher gesagt hätte, niemals möglich. Aber dann das ganze Ersparte in einem Umschlag an jemanden von der " Spezialpolizei" gegeben.

Mann muss nur die richtigen Angst und Panikknöpfe drücken, dann geht das :eek:

Aber ich habe auch Hoffnung das man was dagegen unternehmen kann durch "Vorbereitung". Wenn man schon mal davon gehöhrt hat ist man vielleicht gewarnt und etwas resistenter. Bleibt dann nur noch wie man mit der Aggression umgeht....

mafrige am 04 Okt 2019 09:45:42

Es muss ja nicht immer aggressiv ablaufen.
Ein Camper-Freund lief mit der Frau in Rom, kauften etwas an einem Stand und gingen weiter.
Dann kamen ein paar junge Mädels, die herumtollten, ganz lustig und um die Leute so eine Art fangen spielten und das machten sie auch bei meinen Freund und seiner Frau, als die Mädels weg waren, sagte seine Frau noch, dass sie früher auch so ausgelassen waren.
Später wollte er ein Andenken bezahlen ... die Geldbörse war weg, sie war immer in der Rechten Jackentasche ... :ja:
Er hat nichts bemerkt oder geahnt!

Inselmann am 04 Okt 2019 09:52:42

mafrige hat geschrieben:.. die Geldbörse war weg, sie war immer in der Rechten Jackentasche ... :ja:
Er hat nichts bemerkt oder geahnt!


Das ist ja auch kein Trickdiebstahl. Da wurde einfach geklaut OHNE seine Mitarbeit.
Die Trickdiebe klauen dir ja nichts, du gibts es ihnen "freiwillig"

mafrige am 04 Okt 2019 10:22:00

Inselmann hat geschrieben:...

Das ist ja auch kein Trickdiebstahl. Da wurde einfach geklaut OHNE seine Mitarbeit.
Die Trickdiebe klauen dir ja nichts, du gibts es ihnen "freiwillig"

Wenn du jemanden Geld gibst, um einen Schaden zu regulieren, ist das kein Diebstahl, auch wenn er den Unfall fingiert hat und dich mit viel gerede nervös macht.

Inselmann am 04 Okt 2019 10:26:37

mafrige hat geschrieben:Wenn du jemanden Geld gibst, um einen Schaden zu regulieren, ist das kein Diebstahl, auch wenn er den Unfall fingiert hat und dich mit viel gerede nervös macht.


deswegen heisst das ja auch "Trickdiebstahl"....... :dance2:

wolfherm am 04 Okt 2019 10:27:25

Nee, das nennt man Betrug. :D

Tinduck am 04 Okt 2019 11:01:01

...egal wie es heisst, das Geld ist weg :D

Und ich denke auch, je mehr man darüber liest und nachdenkt, desto geringer die Chance, dass die Halunken erfolgreich sind.

Blöd wärs nur, wenn man die Polizei rufen will und dann kommt zufällig die ‚Spezialvariante‘ vorbei und ‚hilft‘...

Aber ich sehe keinen Grund, am Strassenrand Geldtransfers vorzunehmen. Sobald das einer fordert, kann die Antwort nur ‚Nein‘ lauten. Selbst Strafzettel kann man per Karte bezahlen! Wer Bargeld fordert, will bescheixxen. Einfacher Indikator...

bis denn,

Uwe

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