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Haltbarkeit von Frischwasser


rtiker am 16 Mai 2017 18:33:49

Wie lange sollte in Deutschland gezapftes Trinkwasser höchstens im Tank verbleiben? Das Wasser verwende ich nur für das WC oder zum Spülen und Waschen. Zur Nahrungsmittel-Zubereitung verwende ich nur Flaschenwasser. Trotzdem möchte ich eine Verkeimung vermeiden.

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RichyG am 16 Mai 2017 18:43:34

Hallo Rob,
wenn Du die Suchfunktion bemühst wirst Du Lesestoff bis in ferne Tage über dieses Thema erhalten.
Es ist einfach unmöglich diese Frage so zu beantworten, dass es eindeutig wird. Es hängt von zu vielen Faktoren ab. Nicht zuletzt aber auch von Deiner persönlichen Einstellung und Deinen Reisezielen.
Und kaum ein Thema ist so ausführlich behandelt, wie dieses.

siemueller am 16 Mai 2017 18:53:05

Hallo !
Unterwegs fülle ich bei Gelegenheit immer Frischwasser auf. Nur am Ende einer Reise wird alles Wasser abgelassen. Beim Auffüllen mit Schlauch nehme ich einen Kärcherfilter nebst Gardena-Anschlüsse zur groben Reinigung. Ansonsten verwende ich keinerlei Chemie. Seit mehr als 30 Jahren hatte ich, trotz europaweiter Reisen, keinerlei Probleme. Natürlich nehme ich die Frischwasserquelle zuvor in Augenschein.
Wasser wird nur für Toilette und waschen benutzt. Alles andere wird abgekocht verwendet. Sollte dein Wasser allerdings über mehrere Tage ziemlich ungenutzt im Tank bei brütender Hitze dahindümpeln, würde ich regelmässig einen Komplettaustausch anraten.

Gruss

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Beefeater57 am 16 Mai 2017 20:46:55

Unterwegs möglichst schneller Wasserdurchsatz,bei ankunft zu hause weg damit.

Bernd

Tinduck am 16 Mai 2017 21:00:29

Unser 250er Tank hält autark max. 3 Tage mit 5 Personen, von daher stellt sich die Frage nicht. Wenn das Womo nicht benutzt wird, ist der Tank leer, und 1x im Jahr gibts ne Danchlorix-Kur. Feddich.

bis denn,

Uwe

Gast am 16 Mai 2017 21:16:48

In Leitungssystemen ist es mit der Hygiene so eine Sache. Wenn dann noch warmes Wetter hinzu kommt, kann sich jeder ausmalen, was die Bakterien im Wasser für eine lustige Party feiern. Pauschal kann man nicht sagen, wann das Wasser kippt. Mit Produkten von Katadyn kann man die Keime bekämpfen, allerdings evtl. mit Chlorgeschmack. Das Mittelchen nett sich Micropur. Ich benutze Wasser aus einem größeren Behälter fürs Kochen, aus einem kleineren für die Zahnpflege und als kühles Trinkwasser. So hat das Wasser bei mir keine lange Standzeit. Flaschenwasser (damit ist wohl Mineralwasser gemeint) ist mir zu teuer, um das zum Kochen zu nehmen. Außerdem schmeckt Kaffee aus Mineralwasser (außer wenn es Stilles ist) wirklich mies.

rtiker am 16 Mai 2017 21:35:34

Junio hat geschrieben:Flaschenwasser (damit ist wohl Mineralwasser gemeint) ist mir zu teuer, um das zum Kochen zu nehmen. Außerdem schmeckt Kaffee aus Mineralwasser (außer wenn es Stilles ist) wirklich mies.


Ich kaufe Quellwasser (Eau de source). Dieses Wasser ist ganz weich, kostet der Liter ca. 0,1 € und der Kaffee schmeckt wunderbar.

wocaraft am 16 Mai 2017 21:40:25

Unser Tank fast 100 Liter und die gehen spätestens am zweiten Tag aus. Also kein Problem mit der Haltbarkeit. Und sollte das Wasser mal länger im Tank bleiben, ist auch das ist kein Problem. Der Tank in unserem Fahrzeug ist unter dem Boden und das Wasser ist erstaunlich lange kühl.

MfG kheinz

Andymobil am 17 Mai 2017 12:24:29

Hallo zusammen,

ich kann zumindest sagen das fünf Wochen zu lange sind :oops:
Ich habe, weil noch Frischling, vergessen den Tank zu leeren.
Jetzt habe ich gelbe Ablagerungen im Tank (sieht aus wie Sandbänke) und mit Sicherheit auch im System :(
Nun werde ich mich mal der Danchlorix Thematik annehmen :cry:

Roman am 17 Mai 2017 14:28:12

rtiker hat geschrieben:Wie lange sollte in Deutschland gezapftes Trinkwasser höchstens im Tank verbleiben? Das Wasser verwende ich nur für das WC oder zum Spülen und Waschen. Zur Nahrungsmittel-Zubereitung verwende ich nur Flaschenwasser. Trotzdem möchte ich eine Verkeimung vermeiden.


Hallo Rob,

wenn du das Wasser ohnehin nicht trinkst, sehe ich gar kein Problem. Dosiere eines der üblichen Mittel auf Silberbasis dazu und du kannst das Thema zu den Akten legen.
Selbst wenn man dieses Wasser in den üblichen Mengen trinken würde, schadet es sicher einem gesunden Menschen nicht.

Gruß
Roman

RichyG am 17 Mai 2017 15:11:04

Roman hat geschrieben:Selbst wenn man dieses Wasser in den üblichen Mengen trinken würde, schadet es sicher einem gesunden Menschen nicht

So halte ich das schon seit Anfang an. Und es wurde noch niemand krank von uns! Wir nehmen es auch zum Kaffeekochen beim Filterkaffee und zum Abspülen.
Wir haben ein Silbergewirk im Tank. Aber auch dazu gibt es die "Unendliche Geschichte".

rolf51 am 17 Mai 2017 15:24:17

Hallo,
wenn bei mir das Wasser länger wie 5 Tage ohne Benützung im Tank ist, gibt es ein Löfffelchen Micropur. Kommt im Jahr ein bis zwei mal vor.

RichyG am 17 Mai 2017 15:33:46

Hallo Rolf,
rolf51 hat geschrieben:...gibt es ein Löfffelchen Micropur

für jeden Mitreisenden??? ;D
Nein, ich hab schon verstanden. Hat die gleiche Wirkung wie das Silbergewirke. Sind bei uns oft 4-5 Wochen, in denen das Wasser unberührt im Tank ist. Und ja, wie schon geschrieben, es ist immer schön kühl wenn es aus dem Hahn kommt.

andwein am 18 Mai 2017 09:20:51

Andymobil hat geschrieben: ich kann zumindest sagen das fünf Wochen zu lange sind

Wieso?? Gefühlsmässig kann das ja sein, aber Gefühle sind unterschiedlich. In jedem Vereinsheim kann das Wasser mal 5-6 Wochen in einer Leitung stehen und wird auch benutzt!!. Mein Gartenhahn ist seit Ende März unter Wasser, gezapft habe ich noch keines weil Regentonne. Darf ich das Wasser aus diesem Hahn jetzt nicht zum Mundspülen oder trinken benutzen???
Oder siehst du hier gravierende Unterschiede zur Womo-Installation??? Klar, Fremddreck darf nicht eingespült werden, aber ich fülle immer mit Trinkwasser!!
Gruß Andreas

xbmcg am 18 Mai 2017 09:29:40

Ich möchte nicht wissen, wie alt das Grundwasser ist, was in die Zisterne gepumpt wird und wie lange es dort
steht, bis es den Zapfhahn erreicht.

klink_bks am 18 Mai 2017 09:54:52

xbmcg hat geschrieben:.......Zisterne ........


Denke mal nicht direkt vergleichbar,
Zisterne sicherlich einigermassen kuehl und absolut dunkel.

Trinkwassertank im Womo, wenns gut geht zwar dunkel, aber sicherlich auf keinen Fall kuehl.
Ausser im Winter, da frierts manchmal sogar. :D

Gruss von der schoenen Mittelmosel
Achim

andwein am 18 Mai 2017 10:08:06

klink_bks hat geschrieben:..Denke mal nicht direkt vergleichbar, Zisterne sicherlich einigermassen kuehl und absolut dunkel.
Achim

Gilt diese Aussage auch für Wasserhochbehälter, Wassertürme etc. und auch im Sommer?? Das ganze ist nicht so einfach.
Die Wassersysteme (Leitungen) in Womos sind unterschiedlich gepflegt, manche sind sauber, in anderen steht das Wasser im Duschschlauch , weil nicht benutzt, schon seit Jahren!
Messreihen zu Bakterienbelastung in Tank und Schläuchen im Sommer/Winter gibt es keine!!!!
Gefühle gibt es viele, Aussagen gibt es zu Tausenden, Fakten fehlen auf der ganzen Diskussionsebene.
Gruß Andreas

polobilist am 18 Mai 2017 10:46:39

Hallo Wassertrinker,

wie schon erwähnt - Gefühle gibt´s viele, meist ganz verschiedene. Ebenso aber auch Erfahrungen. Meine ist folgende:

Ich lasse die ganze (frostfreie) Saison über Trinkwasser im Tank. Dazu kommt beim Befüllen immer der Löffel Micropur (oder die entsprechende Teilmenge). Da das Womo auch mal zwischendurch für kleinere Ausflüge genutzt wird, steht immer Wasser zur Verfügung (zum Händewaschen, Zähneputzen, Kaffeekochen, Abspülen, WC-Spülen usw.). Bevor es auf größere Touren geht, lasse ich altes Restwasser ab und fülle unmittelbar danach frisches auf. Einmal im Jahr spüle ich Kalkablagerungen aus dem Tank und alle paar Jahre gibt´s die "Chlor-Kur", verbunden mit einem anschließenden "Einlauf" aus einer Packung Zitronensäure und heißem Wasser. Das ganze weicht dann in ein paar Durchläufen Verkrustungen in den Leitungen auf (wir haben hier rel. kalkhaltiges Wasser).
Ach ja, der Boiler läuft nur bei Bedarf (v.a. zum Duschen). Wir brauchen zum Händewaschen kein warmes Wasser, auch nicht zum Zähneputzen. Für´s Abspülen nutzen wir das (reichlich bemessene) Restwasser vom Kaffeekochen (ja, wir kommen ohne Kaffeevollautomat oder sonstige Maschinen hierfür im Urlaub aus...). Das spart enorme Mengen Gas und verhindert auch eine Verkeimung im lauwarmen Wasser. Natürlich haben wir auch ein Rückschlagventil im Boilerzulauf nachgerüstet, das "Hin und Her" von abgestandenem Boilerwasser ins Kaltwassernetz hat mir dann doch zu Denken gegeben

Noch nie hab ich geschmackliche Veränderungen am Wasser bemerkt, auch keine Ablagerungen der beschriebenen Art und bekommen ist uns das Wasser auch immer - auch in nicht abgekochtem Zustand. Mag sein, dass wir besonders robust gebaut sind, ich denke aber, dass man von der Unbedenklichkeit unseres Womo-Tank-Wassers ausgehen kann. In "Trinkwassernotstandsgebiete" sind wir noch nie gereist, klar dass wir darauf achten, keine trübe Brühe einzufüllen.

Gut erinnere ich mich an unsere erste Reise nach dem Abitur nach Norwegen: Unser Wasserkanister war leer, in irgend einem Dorf baten wir eine Anwohnerin um Trinkwasser. Sie zeigte auf den Fluss, der hinterm Haus vorbeilief. Wir lehnten ab - es war uns nicht klar genug. Auf unseren nachdrücklichen Wunsch hin ging sie ins Haus, füllte den Kanister am Wasserhahn in der Küche und übergab ihn uns mit Lächeln und leichtem Kopfschütteln - der Inhalt hatte genau die Farbe des Wassers, das hinterm Haus vorbeifloss. Ich gehe davon aus, dass die unbekannte, freundliche Dame sich weiterhin eines langen, gesunden Lebens erfreut...

Immer genug Wasser im Tank wünscht
polobilist

mithrandir am 18 Mai 2017 10:48:36

andwein hat geschrieben:Messreihen zu Bakterienbelastung in Tank und Schläuchen im Sommer/Winter gibt es keine!!!!
Gefühle gibt es viele, Aussagen gibt es zu Tausenden, Fakten fehlen auf der ganzen Diskussionsebene.

da kann ich nur zustimmen. Das Thema Wasser, Haltbarkeit und Belastung ist geprägt von Angst, Sorge und sonstigen Gefühlen.
Es gibt einen der unzähligen Threads hier, bei dem ein User tatsächlich mal seriöse Tests gemacht hat: --> Link
Die vielerorts gelobten Silbermittel haben nicht ganz überzeugt.

xbmcg am 18 Mai 2017 11:44:15

Ich sehe das Thema unkritisch. Du weißt ja gar nicht, wass alles in Deinem Füllschlauch so lebt.

Als unhysterischer Praktiker mache ich folgendes:

- im Frühjahr vor der Saison reinige ich den Tank mit einem Mittel der Wahl (z.B. Chlorreiniger) und lass das Wasser dann durch alle Hähne laufen und spüle
noch ein paar mal nach mit Frischwasser.

Sonst gilt folgendes:

- unterwegs wird an Trinkwasserhähnen nachgefüllt
- zu Hause werden alle Tanks abgelassen und bei der nächsten Reise neu befüllt.
- Der Abwassertank bekommt ab und an mal eine Kappe Danchlorix, vor allem bei Nudelwasser-Belastung

Im Ausland gibt es 4-5l Gebinde Trinkwasser für wenig Geld. Wenn ich dem Land und seiner Trinkwasserversorgung nicht traue (was auch durch das Einkaufsverhalten
der Bevölkerung bestärkt wird), dann kaufe ich 2-3 Behälter für die Kocherei von Essen und Kaffee und nutze das Wasser nur zum Duschen und Abwaschen etc.
Ich lasse den Tank dann bei vertrauenswürdigen Quellen ab, spüle und befülle ihn neu mit Frischwasser und alles ist gut.

Wir trinken nie aus dem Wasserhahn, wir bevorzugen Sprudelwasser und von Pilzen befallenen "Hopfentee" bzw "abgestandenen Traubensaft" in rot / rose und weiss.

Für die Bedenken bei der Körperhygiene: ich springe in jeden See / Badeteich / Meer und kenne die Keimbelastung dort auch nicht, warum sollte
dann mein "Trinkwasser" da schlechter oder gar schädlicher sein? Zumal wird es ja zum Teil in der Therme erhitzt und man benutzt ja auch Seife / Duschbad / antibakterielle
Zahnpasta... Was uns nicht umbringt, macht uns nur stark und der Organismus braucht für das Immunsystem Herausforderungen. Zu steril ist auf Dauer ungesund.

Deshalb weniger Kopf machen, gesunden Menschenverstand einschalten und einfach Urlauben. Wenn die Frösche beim Auffüllen herausspringen, den Tank reinigen.

Garmin1234 am 18 Mai 2017 11:53:53

genau so machen wir es auch
von Pilzen befallenen "Hopfentee" find ich einen coolen Ausdruck :lol:

geralds am 19 Mai 2017 10:20:34

Hallo,

mein altes Womo habe ich über 20 Jahre benutzt. Anzahl der Frischwassertankreinigungen = 0.
Zusätze im Wasser = 0.

Vor jeder Fahrt wurde das alte Wasser abgelassen und mit Frischwasser das System gespült.
Unterwegs bleibt ja das Wasser nie lange im Tank, alle paar Tage muss ja nachgefüllt werden. Daher bleibt es auch relativ kühl, was die Vermehrung von Keimen sicher stark bremst.
Gewisse sandartige Ablagerungen waren im Tank, die sind aber auch in jeder Wasserleitung und kommen wahrscheinlich auch von dort.
Probleme: keine.

Woher kommt mein, wie sicher einige meinen, unbedarfter Umgang. Ich war knapp ein Jahr in Nordafrika (habe da gearbeitet). Die Wasserversorgung war recht sporadisch. Daher hatten alle Häuser Tanks auf dem Dach. Auf dem Haus in dem ich wohnte gab es einen Tank mit 2m³ pro Wohnung. Hat immer, wenn auch manchmal knapp, gereicht. Manchmal roch das Wasser schon mal nach Meerwasser.
Die Tanks wurden nie gereinigt, Zusätze kamen nicht hinein. Die Tanks standen auf dem Dach in der prallen Sonne.

Natürlich schlägt "Montezumas Rache" zunächst einmal zu. Das habe ich aber bewusst in Kauf genommen, wenn man ca. 1 Jahr dort bleiben soll, erwischt es jeden einmal. Warum also nicht gleich. Die Idee ging auf. Nach 2 Wochen keine Probleme mehr für den Rest des Jahres. Wobei ja keineswegs gesagt ist, dass "Montezumas Rache" auf das Wasser zurückzuführen war.

Gruß Gerald

rkopka am 19 Mai 2017 10:47:42

geralds hat geschrieben:Vor jeder Fahrt wurde das alte Wasser abgelassen und mit Frischwasser das System gespült.

Das ist nur nicht jedem so leicht möglich. Bei mir z.B. ist es ein beträchtlicher Aufwand einen Schlauch zu legen und das Ablassen des Wassers könnte komisch beäugt werden.

Unterwegs bleibt ja das Wasser nie lange im Tank, alle paar Tage muss ja nachgefüllt werden.

Kommt etwas auf die Urlaubsart an. Wir waren bisher meist auf CP (teils länger), da braucht man am Platz nur sehr wenig Wasser. Ein wenig zum Kochen und selten fürs Klo.

RK

geralds am 19 Mai 2017 11:05:57

Hallo,

ja, beide Einwände stimmen.
Wir können das Wasser direkt vor unserem Haus nachfüllen. Außer einem Kind, das gefragt hat, was ich da mache und warum das Wasser unten wieder aus dem Womo auf die Straße läuft, kamen keine kritischen Bemerkungen von den Nachbarn.

Wir stehen überwiegend frei oder mal auf Stellplätzen. D.h. wir haben einen recht hohen Durchsatz. Länger als eine Woche bleibt daher das Wasser nicht im Tank.

Keime sind in jedem Wasser Trinkwasser. Damit sie sich stark vermehren können braucht es Zeit und Wärme. Zeit bekommen die bei uns nicht, und so schnell erwärmt sich das Wasser im Doppelboden auch nicht. :D

Gruß Gerald

uralschwarz am 19 Mai 2017 12:05:57

Meine Gedanken zu Frisch-/Trinkwasser.
In Deutschland ist der Begriff „Trinkwasser“ in der Trinkwasserverordnung klar deffiniert. D.h. alles Wasser zum menschlichen Gebrauch muss Trinkwasser sein, dazu gehört auch das Wäschewaschen und die Körperreinigung -Punkt-. Darüber braucht man nicht diskutieren. Bei der Förderung, Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik einzuhalten. Eine dieser Regeln ist die VDI 6023 in dieser heißt es, dass Trinkwasser innerhalb von 72 Stunden umgeschlagen werden muss. Die Trinkwasserverordnung basiert auf der Verordnung (EG) Nr. 596/2009 des Europöischen Parlamentes.
Wo sind wir mit dem WoMo überwiegend unterwegs? Genau, in Europa. D.h. wenn ich meinen Tank irgendwo in Europa an einem Zapfhahn fülle an dem Trinkwasser steht, kommt da auch Trinkwasser raus. Egal an welcher Spatzenschissquelle sich die Bevölkerung das „bessere“ Trinkwasser holt. Ich wohne hier im Schwarzwald mit bestem Quellwasser zur Trinkwasserversorgung. Trotzdem fahren die Leute ins benachbarte Elsaß und kaufen dort das „gute Ev… in Plastikflaschen, die schon drei Wochen in der Sonne stehen. Warum? weil das der Nachbar auch macht. Ich kann da nur den Kopf schütteln.

Hier bei uns kostet der m³ = 1.000l Trinkwasser 3,80 EUR Das sind 0,0038 EURO pro Liter.
Wenn ich mit dem WoMo wegfahre fahre, habe ich Urlaub, muss also meinen Lohn von sagen wir 20,00 EURO/Stunde dagegensetzten. Mal 8,00 Stunden sind das 160 EURO pro Tag. Wenn ich jetzt dagegenhalte, dass ich sagen wir 10 Liter Wasser die schon zwei Wochen im Tank stehen nicht abgelassen habe, mich dafür aber einen Tag krankgefühlt habe und somit einen Urlaubstag verloren habe, habe ich „wahnsinnig“ viel, nämlich satte 3,8 Cent gespart.
Selbst wenn ich in z.B. Frankreich an einer Versorgungsstation den „unverschämten“ Preis von 1,0 EUR für 100 Liter bezahlt habe, habe ich noch eine positive Bilanz zu einem kranken Urlaubstag.

Auch über die Haltbarmachung mit allen möglichen Wundermitteln kann ich nur den Kopf schütteln. Selbst die alten Röhmer wussten, dass Trinkwasser in Bewegung sein muss.

Gruß Joachim

uralschwarz am 19 Mai 2017 12:20:53

Ich kann leider nichts mehr Ändern.
Bitte Schreibfehler ignorieren.
Und die Römer hatten natürlich recht, meinten aber nicht, dass man das Wasser drei Wochen im Tank spazieren fahren soll :D

wohnmobilbenutzer am 19 Mai 2017 21:22:15

Hallo,


im Prinzip war ja die Frage des TE mit der ersten Antwort von Richy (...Es ist einfach unmöglich diese Frage so zu beantworten, dass es eindeutig wird. Es hängt von zu vielen Faktoren ab...) schon vollkommen korrekt beantwortet.

Es wurden dann später noch einige sinnvolle Tipps für die Wasserversorgung im Womo gegeben - ich habe aber auch festgestellt, daß bezüglich der öffentlichen Wasserversorgung einige Fehlinterpretationen erfolgt sind. Wir befinden uns hier zwar in einem Womo-Forum, aber wenn die öffentliche Wasserversorgung so in die Diskussion eingeflossen ist, will ich doch noch etwas zu diesem Thema schreiben. Das mache ich deshalb, weil den meisten Menschen nicht bekannt ist, dass die Qualität des getankten Wassers letztlich doch große Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Versorgungssituation im Womo hat.

Das in Deutschland und in vielen Ländern Europas angebotene Trinkwasser entspricht im Regelfall der europäischen Normung und kann deshalb direkt nach der Entnahme aus dem Wasserhahn ohne nenneswerte Gesundheitsgefährdung als Trinkwasser genutzt werden. Dass das Wasser vorher zum Beispiel Jahrelang als Grundwasser im Untergrund unterwegs war, spielt dabei keine Rolle, da es dort nur wenige und zudem unschädliche Spezies gibt, die einen längeren Aufenthalt in dieser Umgebung überleben können. Auch innerhalb eines ordnungsgemäß konzipierten und betriebenen Wasserversorgungsystems kommt es aufgrund der geringen Verweilzeiten und der niedrigen Temperaturen meistens zu keiner nennenswerten Keimvermehrung. Dadurch kann ein solches Tiefengrundwasser oftmals ohne Zugabe eines Desinfektionsmittels an die Verbraucher abgegeben werden.

Wenn das Wasser nun das in sich geschlossene und professionell betreute öffentliche Netz verlässt und in die Womo-Tanks abgefüllt wird, können (nicht müssen) die Probleme beginnen. Der Nutzer weiß im Regelfall nicht, wieviele Nährstoffe das Wasser enthält und vor Allem nicht, ob dem Wasser bereits vom Versorger ein Desinfektionsmittel zugegeben wurde. Durch oft ungünstig gestaltete V+E - Stationen und durch deren Fehlbedienung können in das vorher einwandfreie Trinkwasser überlebens- und vermehrungsfähige und auch eventuell gesundheitschädliche Keime eingetragen werden. Die weitere Entwicklung in der Womo-Versorgungsanlage kann dann im Weiteren je nach diesen Ausgangsparametern vollkommen unterschiedlich ausfallen.

Wenn einer hier im Forum schreibt, dass er in vielen Jahren noch nie Probleme mit seiner Womo-Versorgungsanlage hatte, dann ist das wohl auch so. Man kann einfach Glück haben, sich wenige Keime einfangen oder auch öfters mal Wasser mit Desinfektionsmittelzusatz durch den Versorger tanken - dann passiert auch in der Womo-Versorgungsanlage nichts schlimmes. Umgekehrt kann man auch Pech haben und innerhalb einer relativ kurzen Zeit kann sich ein beachtliches und eventuell sogar gesundheitsschädliches Biotop in der Anlage gebildet haben. Auch dafür gibt es hier im Forum Beispiele.

Im Prinzip hängt es letztlich von der eigenen Einstellung und Risikobereitschaft ab, wie man mit diesen speziellen Wasserversorgungsverhältnissen im Womo umgeht. Einfache Antworten und Lösungen gibt es leider zu diesem Thema nicht.


Grüße

fasan am 20 Mai 2017 14:16:37

Hallo rtiker,ich fülle meinen Tank zum Saisonbeginn und gebe die entsprechenden Menge an Silberionen zu und habe keine Probleme bis zum Herbst wenn dann der Tank wieder abgelassen wird.
Gruß
Fasan

mithrandir am 20 Mai 2017 23:21:59

wohnmobilbenutzer hat geschrieben:Im Prinzip hängt es letztlich von der eigenen Einstellung und Risikobereitschaft ab, wie man mit diesen speziellen Wasserversorgungsverhältnissen im Womo umgeht. Einfache Antworten und Lösungen gibt es leider zu diesem Thema nicht.

Klasse Beitrag, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Sollte als erste Antwort auf jede Frage zum Thema Tank/Wasser standardmäßig gepostet werden.

Danke

Trashy am 20 Mai 2017 23:26:57

xbmcg hat geschrieben:

- Der Abwassertank bekommt ab und an mal eine Kappe Danchlorix, vor allem bei Nudelwasser-Belastung

Deshalb weniger Kopf machen, gesunden Menschenverstand einschalten und einfach Urlauben. Wenn die Frösche beim Auffüllen herausspringen, den Tank reinigen.


Volle Zustimmung.

Du füllst den Tank echt mit Nudelwasser?? Sowas geht bei mir direkt Außenbords wenn wir in der Pampa stehen. Ist doch völlig unbedenklich...also ab in die Rabatten.

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