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PV Module 4x in Reihe oder 2x2 1, 2


uwet am 09 Jul 2017 19:53:02

xbmcg hat geschrieben:Dioden haben im Normalbetrieb eine Durchlassrichtung und eine Sperrrichtung, wenn man die Spannung in Sperrichtung erhöht,
erreicht man irgendwann die Durchbruchspannung der Diode und plötzlich fließen in Sperrichtung hohe Ströme,

Hi xbmcg,
so weit bin ich mit Dir einer Meinung. Aber ein Solarmodul besteht aus 36 Einzelzellen die je eine Dioden in Sperrichtung darstellen. Jede dieser Zellen hat eine Durchbruchspannung von ca. 12V, d.h. so lange noch mindestens 2 der 36 Zellen ganz sind liegt der Durchbruch bei größer 24V. Ein parallel geschaltetes gleiches Modul erzeugt aber selbst im Leerlauf nur 21V. Wie fließt da der Strom ? Wozu soll ich die parallelen Module mit je einer Diode entkoppeln ? Im Internet gibt es viele Tipps, nicht alle stimmen.
Gute Erklärungen, vor allem warum bei einer Teilverschattung einige Zellen umgepolt und warm werden liest man hier:
Teil1 : --> Link
Teil2 : --> Link
Teil3 : --> Link
und hier --> Link

Gruß Uwe

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geralds am 09 Jul 2017 21:37:08

Hallo,

wenn ich mich mal einmischen darf.
Die angeführten Links erläutern das Verhalten von Solarzellen ganz gut, treffen aber nicht die Problematik, die bei Womo´s meist auftritt. (Ausnahmen bestätigen die Regel)
Warum?
Es wird immer nur ein String getrachtet. Aber wenn bereits 2 Module parallel geschaltet sind, verhält sich das System anders.
Ich zitiere mal aus --> Link
"Wichtig ist hierbei, dass man versteht, dass sich dieser Arbeitspunkt nur einstellen kann, wenn der Wechselrichter dazu in der Lage ist, die Spannung entsprechend herunterzuregeln. "

Das ist oft aus 2 Gründen jedoch nicht Fall.
Ein Modul soll z.B. 18V haben. Wenn die Spannung um 1/3 oder 1/2 reduziert würde, wobei noch der Spannungsabfall der Bypassdiode und der Spannungsabfall über den Regler dazukommt, sieht man das der Regler den Arbeitspunkt nicht so weit senken kann. Es würde kein Strom mehr in die Batterie fließen.

Wenn 2 Module parallel geschaltet sind und ein Modul bringt keinen hohen Strom mehr, wird das nicht verschattete Modul den Arbeitspunkt des Reglers bestimmen, d.h. die Spannung wird kaum reduziert.

Habe ich Module mit z.B. 36V könnte der Regler zwar die Spannung reduzieren, aber wenn 2 Stränge vorhanden sind wird es auch hier nicht passieren, solange der 2. Strang noch Leistung bringen kann.

Sollte auch das 2. Modul (paralleler Strang) teilverschattet sein, wird der Regler zwar die Spannung reduzieren, aber wer erzeugt jetzt eine ausreichend hohe Spannung um einen Rückstrom einspeisen zu können? Ein "hotspot" würde aber in diesem Fall, im Gegensatz zu dem Fall das nur ein String verschattet ist, entstehen. Da dieser jedoch innerhalb des Moduls entsteht wenn ein Strom durch die Bypassdiode fließt, kann das durch eine Diode am Ausgang des Moduls nicht verhindert werden.
Ist auch im folgenden Video fast am Ende auch nochmal zu sehen
--> Link

Was mir als kritischer Fall einfällt, ist ein Kurzschluss zum Rahmen wenn dieser eine Verbindung zur Masse hat. Den Fall halte ich jedoch für extrem unwahrscheinlich. Da würde dann eine Sicherung nach jedem Modul (Strang) helfen.

Falls ich mich mit meinem Gedankengängen irre, ich habe nichts gegen eine Fehlerkorrektur.

Gruß Gerald

Nögel am 09 Jul 2017 21:49:42

Die Theorie verstehe ich nicht.

Auf mein Alkoven hatte ich 2 Flexibel Module a 100W, Leerlaufspannung 21V, Kurzschluss Leistung ca. 5,5A bestehen aus 32 Zellen, waren parallel verdrahtet. Am 1.4.16 beziehungsweise 4.4.16 gekauft und montiert.

Die Leistung war schwach, beide Module zusammen hatten zum Zeitpunkt Messung 5,5A Kurzschlossleistung. Bei Betrieb an MPP Regler konnte mit der Stromzange nur 2,6A Leistung gemessen werden, die Spannung schwankte von 14 bis 18,x Volt.
Die Module einzeln gemessen eins 19,5V das andere nur 9,7V also defekt.


Defektes Modul.

Das defekte Modul hat nicht zum Ertrag beigetragen noch die Leistung des anderen Verbraucht.
Warum?

Vergleich Modul in Ordnung.
Zum gleichen Zeitpunkt gemessen, beide waren nicht verschattet.

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uwet am 09 Jul 2017 22:20:00

Hi Gerald,
es geht darum das der Rückstrom oder wie man es auch immer nennt, im verschatteten Modul durch die nicht verschatteten Zellen selbst erzeugt wird. Der Strom wird nicht von einem parallel geschalteten Modul ins andere geschickt. Der von Dir zitierte Arbeitspunkt wird auch angefahren wenn die Module über Dioden getrennt sind.
Hallo Nögel,
das defekte Modul hat nicht zum Ertrag beigetragen, das ist klar. Aber das es Energie des anderen Moduls verbraucht hat ist extrem unwahrscheinlich.

Gruß Uwe

gespeert am 10 Jul 2017 00:15:55

Doch,
wenn im defekten Modul Halbleiter durchlegiert sind, koennen Rueckstroeme auftreten.
Deshalb einfach die max. Stringstroeme der verwendeten Module beachten und absichern.

Ob im Modul Defekte auftraten, muss man herausmessen.

geralds am 10 Jul 2017 00:24:16

Hallo Uwe,
da hast Du mich missverstanden. Mir Rückstrom meinte ich den Strom der durch die Diode am Ende eines Moduls (oder der in Reihe geschalteten Module) verhindert werden soll.

Hast Du mit Rückstrom im Modul den Strom über die Bypassdiode gemeint?
Das ist aber genau der Witz bei parallelen Modulen, die Spannung sinkt nicht soweit ab, dass die Bypassdiode leitend wird. (Bei den meisten für Womo´s relevanten Fällen)
Es handelt sich um Fall 2 aus dem unten genannten Link.
Noch mal ein Zitat aus:
--> Link
Zitat
Macht der Wechselrichter dies nicht, z.B. weil er bereits an seiner unteren Spannungsschwelle (UMPP-min) arbeitet, tritt der nachfolgend beschriebene Fall ein: (Bild 6).
Wenn der Wechselrichter die Spannung gegenüber dem unverschatteten Fall nicht weiter reduziert, würde er versuchen, bei der gegebenen Spannung den entnommenen Strom zu maximieren. Wenn die Spannung gehalten werden soll, kann dies aber nur geschehen, wenn ein Strom entnommen wird, der nicht größer ist als der, den die teilverschattete Zelle gerade noch im MPP liefern kann. Die Situation entspräche dann der im Bild 3, also Fallbeispiel 2 gezeigten. Der Strom, den das Modul liefert, wird somit durch die teilverschattete Zelle bestimmt. Bild 6 zeigt die Situation im teilverschatteten Modul: Die Spannung an der teilverschatteten Zelle bleibt positiv. Die Spannungen an allen unverschatteten Zellen steigen in Richtung Leerlaufspannung, alle Bypassdioden sperren. Es fließt ein Strom, der mitunter sehr klein ausfallen kann (je nach Teilverschattung).

Zitatende

Beispiel:
Ein Modul hat 36 Zellen, Betriebsspannung 18V, Leerlaufspannung 21,6V, 2 Bypassdioden.
Nehmen wir an die min. Eingangspannung des Reglers ist 14V (13V der Batterie und 1V Spannungsabfall über den Regler)
Eine Zelle ist teilverschattet.
Damit die Bypassdiode in dem verschatteten Teil leitend wird, muss die Spannung sich an der Diode "umdrehen". Da der Teil des Moduls, der von der Verschattung nicht betroffen ist, nur bis zu seiner Leerlaufspannung steigen kann (10,8V) bleiben noch 3,2V übrig. D.h. die Bypassdiode wird nicht leitend. Lediglich der Strom durch das Modul reduziert sich. Die verschattete Zelle wird nicht aufgeheizt. Das ist auch das was im verlinkten Video am Ende gezeigt wird.

Wenn das parallele Modul noch Leistung produziert, wird der Regler aber nicht auf 14V reduzieren, sondern ca. auf die Spannung die dem MPP des unverschatteten Moduls entspricht.

Wenn jedoch 2 18V Module in Reihe geschaltet sind ohne einen parallelen Strang, sieht das natürlich anders aus.

Schalte ich aber 2 36V Module parallel und ein Modul hat eine Verschattung, wird die Spannung durch das unverschattete Modul so hoch bleiben, dass auch hier die Bypassdiode nicht leitend wird.
Ist auch das 2. Modul teilverschattet, kann der Solarregler die Spannung zurückregeln und die Bypassdiode könnte leitend werden.
Man kann aber sehen dass die Gefahr mit der Eingangsspannung des Solarreglers steigt, dass eine Zelle die Energie des Teilstrings verheizt.

Die Auswirkungen von sonstigen Defekten der Module kann man mit Sicherungen vermeiden, Entkopplungsdioden erschließen sich mir aber nicht. Vielleicht bei höheren Spannungen, da habe ich aber noch nicht drüber nachgedacht.

Gruß Gerald

geralds am 10 Jul 2017 09:51:43

Hallo Nögel,

zunächst einmal, alles was ich jetzt ausführe, ist reine Spekulation!

Beim defekten Modul sieht man sehr deutlich, dass das Modul aus 2 Teilstrings besteht.
Die 9,7V des Moduls deuten darauf hin, dass ein String kurzgeschlossen war. (Bypassdiode durchlegiert?)
Dadurch liegt am anderen String eine höhere Spannung als die, die der String selbst hat. Der Arbeitspunkt verschiebt sich für diesen String in den 4 Quadranten, d.h. der Stromfluss wird gedreht. Der String "verbraucht" Strom.
(Das würde eine Diode in Reihe zum Modul verhindern, also hat die in bestimmten Fehlerfällen doch einen Sinn)

Siehe Bild 1
--> Link

Es dürfte sich wahrscheinlich auf den linken Teil des Moduls gehandelt haben. Am Regler kommt nicht mehr so viel an.

Aber auch der rechte String weist offensichtlich einen Fehler auf, hier ist eine Zelle besonders warm.
Ehrlich gesagt, da bin ich mir nicht sicher, ob die folgenden Ausführungen stimmen.

Mal dazu eine Theorie: Wenn dieser String jedoch den Kurzschluss hat und die Zellen Strom produzieren (und auch eine Spannung haben), muss sich an mindestens einer Stelle (Zelle) die Spannung umkehren. (Die Summe der Spannungen in dieser Masche muss 0 sein) D.h. diese Zelle verheizt die Energie, die von den anderen Zellen im String produziert wird.

Gruß Gerald

geralds am 10 Jul 2017 10:10:03

Es muss natürlich lauten:
Es dürfte sich wahrscheinlich um den linken Teil des Moduls gehandelt haben.

Gruß Gerald

xbmcg am 10 Jul 2017 10:24:24

Die Schutzdioden heißen so, weil sie vor Rückströmen schützen.
Sie sollten eingebaut werden, wenn man module parallel verschaltet, das ist gute Solarpraxis.
Ebenso solen jeweils eine Sicherung pro String eingebaut werden, das fordern die Modulhersteller auf dem Datenblatt.

Was Ihr auf Euren Dächern verstöpselt, ist Eure Sache. Ihr könnt es entweder richtig machen oder die Hinweise ignorieren.

--> Link
--> Link

QCells Montageanleitung Ab Seite 10:
--> Link

Solartronics:
--> Link

geralds am 10 Jul 2017 10:51:06

Hallo xbmcg,

1) Auslegung mit Begrenzung der Anzahl von parallel verschalteten Strängen:
Ohne weitere Maßnahmen zur Strombegrenzung dürfen maximal zwei Modulstränge parallel an einem Wechselrichter bzw. an einem MPP-Tracker betrieben werden.
2) Auslegung mit Strangdioden:
Wenn mehr als zwei Stränge parallel verschaltet werden, müssen jeweils maximal zwei Stränge über eine gemeinsame Strangdiode gegen Rückströme aus der restlichen Anlage geschützt werden.

Ok, da bin ich vielleicht zu sehr von meiner Anlage ausgegangen - 2 Stränge.

Die Untersuchungen vom Fraunhofer-Institut zur Strombelastbarkeit von Modulen schreibe ich hier mal lieber nicht - führt nur zu weiteren Diskussionen.

Gruß Gerald

xbmcg am 10 Jul 2017 10:57:42

xbmcg hat geschrieben:Nee, das haben die bestimmt nicht, aber Freilaufdioden bei Veschattung sollten schon mehrere drin sein (3-4).
Die Schutzdioden muss man selbst beisteuern, wenn man mehr als 2 Strings zusammenschaltet (oder Sicherungen,
die die Stränge einzeln absichern).


Hab ich doch schon auf der ersten Seite so gesagt, lest Ihr die Tröts nicht?
Ich verstehe auch die Diskussion um die 3-4 Dioden zu je 65ct nicht.



Das kann man doch für den Schutz seiner 1000€ teuren Anlage ausgeben und das Einlöten ist auch von einem Laien machbar.

uwet am 10 Jul 2017 11:00:46

geralds hat geschrieben:(Das würde eine Diode in Reihe zum Modul verhindern, also hat die in bestimmten Fehlerfällen doch einen Sinn)
.....
(Die Summe der Spannungen in dieser Masche muss 0 sein) D.h. diese Zelle verheizt die Energie, die von den anderen Zellen im String produziert wird.
Gruß Gerald

Hi Gerald,
wie Du unten schon schreibst, die anderen Zellen im String erzeugen die Energie. Also müsste in jedem String eine Diode sein die den Rückfluss verhindert nicht pro Modul. Das macht man sicher aus ökomomischer Sicht nicht.
Hi xbmcg,
Hersteller schreiben viel um sich nach allen Seiten abzusichern. Elektrisch gesehen reichen 2 noch intakte Zellen(von 36) aus und es gibt keinen Rückfluss ins Modul. Klar könnte es Erdschlüsse und Isolationsfehler geben, oder beide Schutzdioden gehen gleichzeitig auf Kurzschluss. Das ist aber alles eher unwahrscheinlich. Deshalb erwärme ich nicht mit 0,5V der Solarspannung eine Diode, die dann vielleicht unbemerkt auch noch auf Kurzschluss geht. Eine passende Sicherung reicht da.

Gruß Uwe

xbmcg am 10 Jul 2017 11:05:11

Das hab ich doch auch schon weiter vorne so geschrieben. Entweder Sicherung ODER Dioden pro Strang,
natürlich kann man auch beides zusammen machen, dann kann man den Stringstrom leichter messen
mit einem Sicherungs-Amperemeter und auch das Modul / den String prüfen, ohne Abschaltung der
restlichen Module (Kurzschlußstrom).

Ich habe einen IP67 Anschlußkasten auf das Dach geklebt, da gehen die Leitungen aller Module rein,
dort ist der gemeinsame Massepunkt, die Schutzdioden und die Sicherungen verbaut. Von da
gehen 2 dicke Kabel in WoMo zum Solarregler. Wenn ich was messen muss, mach ich den Deckel auf
und habe Zugang zu den Anschlüssen eines jeden Moduls und kann bei Bedarf so jederzeit die Funktion prüfen..

uwet am 10 Jul 2017 11:33:32

xbmcg,

hier regnet es gerade. Hast Du schon Messwerte bei Schlechtwetter ?

Gruß Uwe

xbmcg am 10 Jul 2017 11:43:17




im Moment (11:42) sind es 9,7A / 130W und der Himmel ist bedeckt.

uwet am 10 Jul 2017 16:10:06

Danke,
ich habe zwar nichts aufgezeichnet, aber so Pi mal Daumen stimmen die mit meinen Erfahrungen überein. Man kann also davon ausgehen das es egal ist ob man so wie ich 3 Gruppen zu je 2 Panelen in Reihe oder alle 6 parallel schaltet. Bei Parallelschaltung aller Module ist die Spannung nicht so hoch und der Solarcontroller findet dann eher den MPP wenn ich nach dem Motorstart die Lima als Energiequelle auf seinen Eingang schalte. Momentan habe ich ein Relais drin was D+gesteuert von ca. 38V Solarspannung auf die ca. 17V von der Lima umschaltet, da dauert es schon mal Minuten bis er wieder 30A in die LiFe-Akkus lädt. So könnte ich das Relais weglassen und alle Quellen mit Idealdioden zusammenschalten.

Gruß Uwe

xbmcg am 10 Jul 2017 16:41:02

Ja, das ist auch meine Praxis-Beobachtung. Die ganzen Diskussionen über Vorteile der höheren Spannungen
bei Verschattung / Schlechtwetter haben sich nicht durch Messungen nachweisen lassen.

Selbst der Unterschied MPPT zu PWM ist nicht sehr groß, wenn die Module einigermaßen zur Batteriespannung
passen (36 Zellen).

Was ich festgestellt habe ist:

Die Module haben nach einer gewissen Zeit größere Stromunterschiede, die Leerlaufspannung ändert sich nicht.
Das bedeutet für eine Reihenschaltung, dass immer das schlechtere Modul gewinnt.

Teilverschattungen eines Modules (einer einzelnen Zelle) führt hnahezu zum Ausfall des gesamten Strangs bei
Parallelverschalteten Strängen, mit Modulen in Reihe. Das liegt einfach da ran, dass das Modul einfach weniger
Strom liefert und die Freilaufdioden, die die verdunkelten Zellen überbrücken sollen einfach nicht zur Wirkung
kommen, da die Parallelen Strings die Spannung am Regler oben halten und der Regler keinen Grund hat auf tiefere
Spannungen zu gehen. Wenn mal also z.B. 3 Strings mit je 2 Modulen parallel schaltet, hat man 30% Verlust bei
verschattung einer einzelnen Zelle, - bei der reinen Reihenschaltung wären das rechnerisch 1/2 Modul oder 9%.
Müsste man experimentell nachweisen können, wenn die Freilaufdioden einspringen und funktionieren. Dem entgegen steht
natürlich, dass das schwächste Modul den Gesamtstrom bestimmt, also kommen da natürlich real höhere Verluste,
die wahrscheinlich auch um die 20% liegen dürften...

Bei einer reinen Parallelschaltung sind das 1/6 (1 ganzes Modul) oder 16%.

MPPT Regler haben definitiv Vorteile, wenn man Hochspannungsmodule mit 72 kleineren Zellen oder mehr verwendet,
da nur so die Spannungsanpassung passt. Vorteilhaft ist auch die günstigere Verkabelung mit dünneren Kabel.

Ich habe auch den Eindruck, dass die Glasmodule bei flacheren Winkeln
richtungsabhänig zur Sonne unterschiedlich reagieren, muss ich aber noch genauer messen. Jedenfalls die Module
in Ost-Wet Richtung mehr als das Modul das in Nord-Süd Richtung auf dem Dach liegt, wenn die Sonne tiefer steht.


Was ganz sicher hilft, wäre die Module anzustellen in Richtung Sonne.

Die Verluste durch Wärme sind signifikant hoch, wenn die Module heiß sind, verlieren Sie 30% - 40% ihrer Leistung.

xbmcg am 10 Jul 2017 17:03:01

Was ich auch herausgefunden habe, ist dass der MPP430 Regler mit eingebauten Überstrom Schutz
von Votronic (430Wp maximal, 31.5A + 1A Ladestrom) absolut ausreichend ist für eine flache 600Wp
Anlage mit 6 parallelen Modulen a 36 Zellen.

Vermutlich würde auch ein anderer 30A MPPT Regler (z.B. von Victron o.Ä.) ausreichend sein
es wird nur sehr selten die 430W Marke überschritten, und zwar direkt nach einem Regenfall oder
nach langer Bewölkung, wenn der Himmel Mittags aufreißt und die Panele noch kalt sind.

Der Regler regelt dann ab, aber bereits nach 2 Minuten sinkt die Leistung auf Grund der Erwärmung
unter die 400W und der Regler arbeitet wieder im normalen Bereich.

Deshalb glaube ich, dass der MPP350 von Votronic bis zu 500Wp flach ohne weiteres verkraften kann,
der MPP250 reicht bis 350Wp und der MPP165 könnte bis 230Wp stemmen. (Faktor 1.4)

uwet am 10 Jul 2017 18:25:13

xbmcg hat geschrieben:Die Verluste durch Wärme sind signifikant hoch, wenn die Module heiß sind, verlieren Sie 30% - 40% ihrer Leistung.

Da bei einem Solarmodul der Leistungsverlust haupsächlich über die Spannung geht, hätte man natürlich bei 40% nur noch eine Leerlaufspannung von 12-13 V. 25° Temperaturerhöhung machen ungefähr 10% weniger Spannung, ich habe die Dinger direkt aufs Dach geklebt. D.h. bei 50° Modultemperatur sind schon mal 2 V weniger. Irgendwann lädt es dann natürlich nicht mehr bei 36 Zellen. Das muss ich noch testen.

Uwe

geralds am 10 Jul 2017 19:37:53

Hallo,

Ein Video das gut zeigt wie sich Verschattung auf Module in Reihen-, bzw. Parallelschaltung auswirken
--> Link

Im anderen Video wird deutlich, dass bei Reihenschaltung da am schlechtesten beleuchtete Modul die Leistung bestimmt.
--> Link

Gruß Gerald

gespeert am 10 Jul 2017 20:22:24

uwet hat geschrieben:Danke,
ich habe zwar nichts aufgezeichnet, aber so Pi mal Daumen stimmen die mit meinen Erfahrungen überein. Man kann also davon ausgehen das es egal ist ......er 30A in die LiFe-Akkus lädt. So könnte ich das Relais weglassen und alle Quellen mit Idealdioden zusammenschalten.

Gruß Uwe

Wie, Du klaust dem LR die Module?
Warum schliesst Du nicht alle Ladequellen parallel an?
Die Solaranlage laedt ja auch waehrend der Fahrt zusaetzlich zur Lima!

uwet am 10 Jul 2017 22:02:17

gespeert hat geschrieben:Wie, Du klaust dem LR die Module?
Warum schliesst Du nicht alle Ladequellen parallel an?
Die Solaranlage laedt ja auch waehrend der Fahrt zusaetzlich zur Lima!


Deshalb --> Link

Gruß Uwe

wowo68 am 11 Jul 2017 07:39:00

Hallo zusammen,

ich bin nun ein Stück weiter.

heute bekomme ich 6 Stück 32 Zellenmodule mit je 185W. Davon schließe ich 3x2 in Reihe und die 3 Paare dann parallel. ALs LR habe ich den Victron Energy 100/50
Ladegerät/ Wechselrichter einen Victron Energy Multiplus 24/3000/70. Überwacht wird das ganze mit dem Colorcontrol und einem BMV702.
Als Notenergiequelle kommt ein kleiner Inverter Generator an Bord.
xbmcg baut in jedes Modul noch eine Schutzdiode in den Plus ein. welchen Typ kann ich da verwenden?

Schwachpunkt der ganzen Anlage ist im Moment noch der Akku. Als Notbehelf habe ich im Moment nur 2x 100AH Starterbatterien. Vorgesehen sind 8x 400AH LiFeYpo4 Winston Zellen mit ECS Balancer. Kennt jemand eine günstige Einkaufsquelle?
Grüße
Wolfgang

xbmcg am 11 Jul 2017 08:56:03

Ich habe die Schutzdioden in mein Verteilkasten bei den Sicherungen eingebaut,
Du brauchst nur pro Strang eine Schutzdiode, also 3 Stück.

Ich habe die hier genommen: SB1540 (15A max. Strom, 40V, 0.45V Spannungsabfall, die sind für
Einzelmodule optimal), da du aber in Reihe schaltest, müßtest Du eine mit höherer Spannung
nehmen, z.B. SB1560 (15A, 60V, 0.6V Abfall), die sollten auch um die 0.65€ / Stck kosten.




xbmcg am 11 Jul 2017 09:23:49

Ooops, Du hast 185W / 20V bei 32 Zellen, das sind Ströme um die 10A, da könntest Du je 2 Dioden
parallel schalten oder besser stärkere nehmen, damit die nicht so warm werden, z.B. die SB2060
oder SB3060.

Für 2€/Stck gibt es die von Vishay bei Völkner, da sind je 2 im TO Gehäuse, wenn Du sie parallel
nimmst hast Du den doppelten Strom. MBR4060WTPBF, TO-247AC (60V 40A), die haben um die 0.7V
Verlust bei 40A. Da bei Dir wesentlich kleinere Ströme fließen (10A), sollten die einen Spannungsabfall
um 0.4...0.5V haben.

Ich würde, glaube ich, in dem Fall aber doch lieber die SB1560 nehmen und paarweise parallelschalten.
So viel Platz ist im Anschlußkasten.

WomoTechnikService am 08 Sep 2017 10:05:38

Um die ewige Diskussion um Reihe oder Parallel mal selbst zu testen, werde ich einfach mal folgende Schaltung verwenden, bitte entschuldigt die schnelle Paint-Zeichnung... Schalter würde ich jetzt mal diesen --> Link verwenden:

Dann kann man schnell mal bei Teilabschattung oder bewölktem Himmel probieren, was mehr Leistung bringt... die beiden Solarblöcke sollten gleich sein, daher muss ich erst mal auf meinem Dach aufräumen, derzeit habe ich zwei mal 80, ein mal 30 und ein mal 130 Watt... diese werden ersetzt durch 4 mal 100 Watt. Die beiden Außensteckdosen für meine Solarkoffer (im Herbst und Winter, wenn die Sonne tief steht) werden getrennt und je einem Solarblock parallelgeschalten.

LG Peter

Gast am 08 Sep 2017 10:42:34

wowo68 hat geschrieben:Hallo zusammen,
...
xbmcg baut in jedes Modul noch eine Schutzdiode in den Plus ein. welchen Typ kann ich da verwenden?
...
Grüße
Wolfgang



Hallo Wolfgang,

Deine Frage im TE hat dir noch keiner beantwortet oder?

Zur TE: Ich würde dir empfehlen, die einzelnen Panels in Strings zu schalten bis max. 60 Volt Leerlaufspannung. (Maximal zulässige Spannung am Eingang des Solarreglers beachten!) Das dürften bei den üblichen Panels 2 Stück in Reihe sein. Diese Strings schaltest du dann parallel.

Warum?

Du willst eine 24 Volt Anlage speisen. Unabhängig vom Regler (PWM/MPPT) ist es in der Regel für den Wirkungsgrad günstig mit der Solarspannung höher zu sein als die Batteriespannung. Andererseits solltest du (als Laie) sicherheitshalber im Bereich der Schutzkleinspannung bleiben. Ist die Nennspannung bei Wechselspannung kleiner als 25 V beziehungsweise bei Gleichspannung kleiner als 60 V, so erübrigt sich dadurch ein Schutz gegen direktes Berühren. Das ist m. E. essentiell bei solch einer Selbstbau-Anlage auf dem Fahrzeug.

Die Paralellschalteung der einzelnen Module würde den Strom in der Anlage stark erhöhen (doppelt so groß als bei Parallelschaltung Strings mit je 2 Paneln) und deshalb eine aufwändigere und teurere Verdrahtung nach sich führen.

Noch ein paar Hinweise zu dem vorstehend lesbaren Halbwissen und der resultierenden Empfehlung in die Strings Dioden und Sicherungen einzuschleifen:

- Sicherungen bringen nichts, denn Sie müssten größer sein als der Kurzschlussstrom, würden dadurch aber nie auslösen, da die Solarzelle gar keinen höheren Strom bringen kann.
- Dioden zur Rückstromverhinderung bringen nichts, da es einen Rückstrom nur bei Kurzschluss aller Zellen bzw. Bypassdioden in einem Modul bzw. String geben kann. Also eigentlich NIE!

Gibt es trotzdem (man soll nie nie sagen) einen Kurzschluss in einem Panel/String ist die Spannung am String NULL! ( Ein Kurzschluss eben. ) Weiter vorne hat bereits ein Forist darauf hingewiesen, dass dadurch selbstverständlich keine Leistung im kurzgeschlossenen Panel entstehen kann. P = U * I ... bei U= 0 V ist P immer 0 Watt. Wurde offensichtlich nicht von jedem verstanden, der Forist wurde halt wie üblich ein bisserl beschimpft.

Wo bleibt aber die Solarleistung? Sie wird im speisenden Modul verbraten! Die oben eingestellten Wärem-Bilder zeigen es. Das speisende Modul wird warm, nicht das Defekte. Da aber das speisende Modul nur maximal die erzeugte Solarleistung verbraten kann (dafür ist es ja gebaut) kann auch dort nichts Schlimmes passieren. :!:

Also nochmals:

Richtig! je 2 Panels in Reihe, diese Strings dann parallel, ganz einfach mit den fertig konfektionierten Kabels und Y-Steckern verschalten. Keine Dioden, keine Sicherungen, keine anfälligen Klemmkästen am Dach. Das ist meine Empfehlung.

Grüße, Alf

rolfblock am 08 Sep 2017 12:28:07

Hallo Alf,
keine Dioden würde ich so allgemein nicht unterstützen. Ich würde mehrere Bypass Dioden vorsehen. Die können bei Teilabschattung bei in Serie geschalteten Panels durchaus helfen.

Gast am 08 Sep 2017 12:30:12

rolfblock hat geschrieben:Hallo Alf,
keine Dioden würde ich so allgemein nicht unterstützen. Ich würde mehrere Bypass Dioden vorsehen. Die können bei Teilabschattung bei in Serie geschalteten Panels durchaus helfen.


Bypass dioden sollte im Panel verbaut sein. DArum geht es den Herren Diskutanten hier aber nicht.

#Grüße, Alf

berny2 am 08 Sep 2017 14:57:08

Wie ist denn eine Bypass-Diode geschaltet? Was ist sie überhaupt, Silizium 0,7V oder Schottky 0,4V oder...?
Danke vorab!

gespeert am 08 Sep 2017 21:16:01

At Alf,

mache endlich einen Lehrgang fuer PV-Technik bevor Du hier mit Halbwissen postest. Das habe ich schonmal geschrieben.

Fakt ist, mehrere Straenge muessen gegen Fehlerstroeme abgesichert sein.
Dies erfolgt mit Sicherungen, Einzelfallberechnung erforderlich, oder mit Dioden.
Jede Art hat Vorteile, aber auch Nachteile. Je nach Anwendungsfall ueberwiegen die Vorteile.

Die Spannung ist Null, aber der Widerstand nicht!
Da Du wahrsch. aus finanziellen keine supraleitenden Kabel im Womo hast, gibt es einen Widerstand.
Mit der 3. Leistungsformel (da die Spannung ja 0 ist, entfallen 1. und 2. Leistungsformel) bekomme ich eine Aussage die auf einiges an Waerme schliessen laesst.

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