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Solarregler lädt nach Volladung durch LG nochmal


flo16v am 28 Jul 2017 09:52:55

Hi,

gestern habe ich mein Bordladegrät wieder eingebaut weil mir das intergrierte LG vom Wechselrichter zu laut ist.

Da ich die Aufbaubatterie gegen eine Bleikristall getauscht habe, hab ich das LG und den Solarregler auf AGM2 14,7V eingestellt.

Gestern Abend Landstrom eingesteckt und das Ladegerät hat mit 14,7 Volt die Aufbaubatterie geladen. So weit so gut. Hab das Mobil über Nacht am Landstrom gelassen. Da die Batterie fast voll war, wird das Ladegerät nach Zeit x auf Erhaltungsladung umgestellt haben = Batterie voll.

Heute morgen bei den ersten Sonnenstrahlen ist mir allerdings aufgefallen das der Solarregler seinen Dienst wieder mit den 14,7V aufnimmt.

"Merkt" der Solarregler anhand der Spannung und des nur geringen Strom nicht das die Batterie schon voll ist und fährt die Ladekennlinie stumpf nochmal durch?

Solarregler ist der MPP 250 Duo Digital.

Wird für die Batterie bestimmt nicht so toll sein wenn sie zu lange mit 14,7V geladen wird ?!

Zur not stelle ich das Bordladegerät wieder auf 14,4 und lassen den Solarregler dann den Rest mit 14,7 laden.

Gruß Flo

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ChiliFFM am 28 Jul 2017 11:12:46

Was hast du denn überhaupt für ein Bordladegerät?
Ein Schaudt kann es nicht sein - die laden nicht so hoch.

Ansonsten gilt:
Die Ladeschlussspannung deines Bordladegeräts liegt deiner Beschreibung nach bei 14,7 Volt.
Nach einer Nacht wird das Bordladegerät ziemlich sicher bereits auf Erhaltungsladung gewesen sein - schreibst du ja selbst: die Spannung liegt dann vermutlich irgendwo bei 13,x Volt.

Nachts ist der Solarregler im Ruhezustand ("aus" - erkennbar daran, dass auch das Display der Fernanzeige - falls vorhanden - aus ist).
Dann ist es relativ logisch, dass dann der Solarregler mit den ersten Sonnenstrahlen anspringt, in die Hauptladephase geht und seinerseits wieder bis zur eingestellten Ladeschlussspannung lädt.
Die dürfte dann allerdings recht flott erreicht werden.
Als Antwort auf deine Frage: natürlich geht der Solarregler die Ladekurve stumpf durch. Was auch sonst?
Woher soll der denn den Ladezustand der Batterie kennen? Er kennt ja nur die Spannung.
Zur not stelle ich das Bordladegerät wieder auf 14,4 und lassen den Solarregler dann den Rest mit 14,7 laden.

Kann man machen.
Die Schaudt Ladegeräte z.B. laden so oder so nur bis 14,3 Volt (egal, welche Einstellung).
Ein Solarregler ist dann eine gute Ergänzung.

xbmcg am 28 Jul 2017 11:47:32

Die Regler heißen Regler, weil sie regeln. Die machen nicht "stur" ihr Programm durch,
das sind keine Steuerungen.

Eine Steuerung erzeugt an Hand einer Eingangsgröße und ihrer Logik eine Ausgangsgröße.
Das Lenkrad ist ein gutes Beispiel, du Steuerst nach Links, dann drehen sich die Vorderräder nach Links,
egal wo lang die Straße geht und wie die Räder vorher standen.

Eine Regelung geht darüber hinaus, weil die Ausgangsgröße auf den Eingang rückgekoppelt wird
und für die nächste Steuerentscheidung berücksichtigt wird.

Genau so ist es auch bei den Ladereglern, die messen die Ausgangsspannung und regeln nach,
indem sie den Strom durchlassen oder begrenzen. Sie durchlaufen dabei durchaus ein Programm,
das besagt, dass die Ladeschlußspannung erreicht werden muss, bevor auf Erhaltungsladung
geschaltet wird. Die Erhaltungsladung wird so lange durchgeführt, bis ein Schwellwert unterschritten
wird, dann startet das Programm von vorne. Wie lange die jeweilige Phase dauert, ermittelt die Regelung
über Strom und Spannung.

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flo16v am 28 Jul 2017 11:54:45

Ok danke,

dann werde ich heute morgen wohl einfach zu einem unglücklichen Zeitpunkt auf den Batteriecomputer geschaut haben als der Solarregler vielleicht gerade die Entladeschlusspannung angefahren hat um kurz danach dann auf Erhaltung umzuschalten.

An Strom sind knapp unter 1 Ampere geflossen

ChiliFFM am 28 Jul 2017 12:06:34

xbmcg hat geschrieben:...die messen die Ausgangsspannung und regeln nach,
...Sie durchlaufen dabei durchaus ein Programm,
das besagt, dass die Ladeschlußspannung erreicht werden muss, bevor auf Erhaltungsladung
geschaltet wird. Die Erhaltungsladung wird so lange durchgeführt, bis ein Schwellwert unterschritten
wird, dann startet das Programm von vorne.

Der ganze Monolog vorher ist - gelinde gesagt - für die Füße.
Und der zitierte Rest ist genau das, was der Threadersteller und ich meinen mit "spult stumpf das Programm durch".
Insbesondere mein "nächste Phase wird flott erreicht" entspricht deinem "ermittelt die Regelung".

Nix für ungut: aber einfach mal auf den Kern des Anliegens eingehen ohne unnütze begriffliche Detailverliebtheit. :roll:

xbmcg am 28 Jul 2017 12:11:16

:roll:

rolfblock am 28 Jul 2017 13:06:33

Steuern und Regeln ist eben nicht dasselbe. Auf diesen Unterschied hinzuweisen und ihn auch noch zu erklären verdient höchstes Lob.

ChiliFFM am 28 Jul 2017 14:17:50

Hilft das dem Fragesteller weiter? Nein.
Das kann noch so richtig sein, es passt nicht hierher. Thats it.

berny2 am 28 Jul 2017 22:52:29

ChiliFFM hat geschrieben:Hilft das dem Fragesteller weiter? Nein.
Das kann noch so richtig sein, es passt nicht hierher. Thats it.

Da kann ich nur zustimmen. :eek:

rolfblock am 28 Jul 2017 23:24:25

ihr habt ja sooooo recht. Aber durch unsere allgemeinen Infos hat jeder Leser das Glück etwas lernen zu können. Ok, ich erkenne an, dass nicht alle etwas lernen wollen.

deacheapa am 28 Jul 2017 23:38:40

Jetzt muß mir nur mal einer der "Künstler" hier einen Solarregler nennen,
dessen Kennfeld nicht nur Spannung und Zeit beinhaltet, sondern auch den Strom.
Zum Beispiel wie es die Victron BC können/machen zur Batt. Voll Erkennung. (im Menü auch einstellbar)
Ich kenne keinen.
Deshalb ist es leider so wie der TE vermutet, wenn Lade-Erhaltungsspannung des Bordladers unter Neustartspannungsschwelle des Solarreglers liegt, fährt der bei Sonnenaufgang einfach sein Kennfeld von neuem ab.


MFG

xbmcg am 29 Jul 2017 10:49:40

Das Problem der Stromerkennung liegt in der Anwendung selbst: Du lädst ja nicht nur die Batterie,
sondern versorgst gleichzeitig die Bordelektrik mit Strom. Wenn Du einen Solarcomputer hast (z.B. Votronic)
und zusätzlich einen Batteriemonitor, dann wirst Du sehen, dass vielleich wenig bis nichts in die
Batterie fließt, der Solarregler aber 17A liefert, die im Kühlschrank und dem Dachlüfter landen.

Für den Laderegler sieht es so aus, als ob die Batterie bei 14.4V noch mit 17A lädt (was einer Kapazität
von 700-800AH bei AGM/GEL in dieser Ladephase entsprechen würde. Er weiß ja nichts vom Kühlschrank.

Die Batterie dagegen lädt vielleicht mit 0.1A oder wird sogar mit 1A entladen.

Du hast es mit einem vernetzten System zu tun. Wenn Du nur die Solaranlage und die Batterie alleine hättest,
wäre der Ladestrom vielleicht bei 0.5A und der Regler würde in die Erhaltungsladung schalten.
Das ist aber eigentlich unkritisch, denn die Batterie wird ja auf grund der Spannung und der eigenen
Chemie nicht überladen. Es fließt ja nur so viel Strom in die Batterie, wie sie bei der Spannung noch
aufnehmen kann.

Deshalb ist diese Diskussion eigentlich sinnlos. Wenn man die Chemie der Batterie und ihr Ladeverhalten
verstanden hat, stellt sich diese Frage gar nicht.

deacheapa am 29 Jul 2017 21:31:31

xbmcg hat geschrieben:Das Problem der Stromerkennung liegt in der Anwendung selbst

Richtig,
weil die Stromabnahme der Verbraucher bei den allermeisten Anlagen nicht über den Lastausgang des Regler geht (meist eh zu klein für größere Anwendungen), und dieser wenn vorhanden eben nur ein Spannungskennfeld hat, eventuell noch ne Zeit Hysterese.
Wenn es ganz gut geht noch nen reinen Stromzähler, der aber eben nicht fürs Kennfeld genutzt wird.
Vernünftig auf Dauer ließe sich das Problem lösen, wenn die Bordladestationen entsprechende Eingänge für Solarpaneele (Lade-Booster-Lima auch gleich mit) hätten und das gesamt Management übernehmen.
Alles Andere ist Flickschustere, mal besser mal schlechter.
3-4 Leistungsgrößen angeboten, sollte das gesamte Sortiment an Mobilen abdecken.

Bin mal gespannt wann die Hersteller Booster und Solar nicht mehr als "Nachrüstbasteleien" betrachten.


xbmcg hat geschrieben:Das ist aber eigentlich unkritisch, denn die Batterie wird ja auf grund der Spannung und der eigenen
Chemie nicht überladen. Es fließt ja nur so viel Strom in die Batterie, wie sie bei der Spannung noch
aufnehmen kann.

Wenn das so problemlos wäre, wozu begrenzen die Hersteller dann die Zeit des Ladens mit Ladeendspannung überhaupt?
Auf Dauer ist es eben nicht vorteilhaft, die Ladeendspannung ständig doppelt so lange anzulegen.

xbmcg hat geschrieben:Deshalb ist diese Diskussion eigentlich sinnlos. Wenn man die Chemie der Batterie und ihr Ladeverhalten
verstanden hat, stellt sich diese Frage gar nicht.

Doch genau dann stellt sich die Frage. :wink:

schönes WE
MFG

xbmcg am 30 Jul 2017 11:26:32

Wenn Dich das so sehr umtreibt, dann senk doch einfach die Ladeschlußspannung der
Solaranlage auf 13.8V und gut ist. Vollgeladen wird die Batterie dann nur noch über
Dein normales Ladegerät, wenn Du es für richtig hälst.

Meinen Batterie hat die Solar-Erhaltungsladung und das tägliche Durchlaufen der Ladekurve
nicht geschadet, die eine Banner Running Bull ist mittlerweile 7 Jahre alt, meine 2. Batterie
ein BSA Dual Use AGM ist über 3 Jahre alt und zeigt keine Schwächen, sie hängen an ein BMS,
das sie getrennt verwaltet und bei Bedarf koppelt.

Es ist schlimmer, wenn die Batterien sich selbt überlassen werden und lange Zeit durch
Selbstentladung und Kleinstverbraucher, wie Batteriepulser und Anzeigetafeln tiefentladen,
oder durch Rekonditioniereungsprogramme für offene Blei-Säurebatterien zerstört werden.

Ich bin mit den Votronic Reglern zufrieden, die machen was sie sollen, das BMS und der
Solarregler haben Temperaturfühler und kümmern sich um die passende Ladung / Entnahme
in jeder Situation.

AGM Batterien brauchen ordentliche Ladeströme, nicht zu tiefe (20-30%) Entladungen, keine
zu hohen Dauerströme und ein wenig Zuwendung beim Laden durch Temperaturfühler etc.

Wenn sie in ihrem optimalen Anwendungsbereich betrieben werden, dann halten sie auch einiges aus.

deacheapa am 30 Jul 2017 23:33:22

Warum kannst Du nie eine Frage sachlich beantworten?
Stellst erst Behauptungen auf die falsch sind, dann drauf angesprochen kommen die nächsten,
oder wiederholt einfach Allgemeinheiten die eh bekannt sind.
Es ging hier nicht um gute oder schlechte Notlösungen, sondern um die zu Recht gestellte Frage des TE,
Ladeendspannung reduzieren ist kontraproduktiv, verlängert die Ladezeit und verringert dadurch auch den Tagesertrag.
Ich verstehe nicht warum man Unzulänglichkeiten der Hersteller partout verteidigen will.
Wenn dich die nicht stören ok, sie schön zureden aber kontraproduktiv.

MFG

xbmcg am 31 Jul 2017 09:24:30

Ich habe die Frage sachlich beantwortet:

Weil die Forderungen UNSINN sind und der Hersteller sie GAR NICHT ERFÜLLEN KANN.

Wenn es eh bekannt ist, braucht man die Frage ja nicht zu stellen.
Es ist keine UNZULÄNGLICHKEIT des Herstellers, sondern des ANWENDERS
die Zusammenhänge zwischen Ladung, Betrieb und Entladung zu verstehen.

Die Regler tun genau das, was sie sollen, es wäre anders gar nicht möglich,
außer du trennst alle Verbraucher im Bordnetz ab und betreibt ein System
das nur aus Solarregler und Batterie besteht - was ziemlich Sinnfrei wäre.

ChiliFFM am 31 Jul 2017 10:55:22

Jetzt kriegt euch mal wieder ein.
Die Ursprungsfrage ist beantwortet, alles funktioniert so wie es soll.

flo16v am 31 Jul 2017 13:55:18

Hi,

meine Frage war relativ schnell und gut erklärt von xbmcg.

Vielen Dank dafür

Gruß flo

deacheapa am 31 Jul 2017 15:35:49

Was danach kam war aber eben falsch, aber macht ja nichts. :roll:

--> Link
Die zweite und "vorsichtige" Ladephase von 80% bis 100% Kapazität nennt sich "Absorptionsladung" (engl. "absorbtion charge") und dauert bei reduziertem Ladestrom wenige Stunden.
Wird diese Phase zu lange ausgedehnt, wird die Batterie überladen und beginnt heftig zu gasen. Die Überdruckventile öffnen sich, Wasser geht verloren und die Batterie trocknet aus. Das verlorene Wasser kann bei einer AGM-Batterie nicht mehr nachgefüllt werden.

Deswegen wohl auch die Zeitangabe der Batt. Hersteller für die Absorption.

Also, über längere Zeit doppelte so lange die Batt. auf Absorption zu Laden ist Eurer Meinung nach OK?
Na dann ist ja die Welt in Ordnung wenn Du das sagst.



xbmcg
einfach noch mal lesen was Du geschrieben hast --> Link


MFG

xbmcg am 31 Jul 2017 16:20:34

Die Ladeschlußspannung liegt unterhalb der Gasungsspannung. Da passiert gar nichts, es fließt auch kaum noch Strom.
Was Du meinst ist das Reconditionieren der offenen Blei-Säurebatterien mit 15.6V bis sie gleichmäßig gasen um so
die Zellspannungen wieder anzugleichen (so was wie Balancieren der Zellen bei den LiFeYPO4).

Außerdem hat ein guter Regler ein Temperatursensor für die Batterie und senkt die Ladespannung ab bei höheren
Temperaturen.

Die Regler funktionieren so, wie sie sollen, bitte keine Panik verbreiten und die Nutzer verunsichern.

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