Heute will ich euch mal meine neueste Erfahrung schildern.
Wir stehen frei in Volkach an der Meinschleife, es ist Sonntag früh und um 12:30 müssen wir in Kassel Wilhelmshöhe sein. Die Sonne scheint schon früh. Und nach dem Frühstück soll es los gehen. Womo startklar, Anlasser an, losfahren. Wir müssen noch tanken, kein Problem nur 2,5 km zur Tankstelle gefahren; dort voll getankt.
Schlüssel rein, anlassen; großes Staunen, Tacho und Drehzahlmesser klicken rückwärts, alle Lampen blinken, der Motor dreht etwas, kommt aber nicht rum.
Jetzt konnten sich die beiden analogen Voltmeter für Starter- und Wohnraumbatterie bewähren. In Ruhe zeigen beide ca 13 V. Beim Anlassen sackte die Starterbatteriespannung unter 4 V ab. Erste Vermutung, die Starterbatterie ist hin. Aber am Morgen schaffte sie den Kaltstart ohne Auffälligkeiten.
So, aber wie kommen wir wieder flott? Einsam am Sonntag in der Frühe. Schnell wurde ein Starthilfekabel ausgepackt. Ich wusste aber noch, dass die Li Batterie für den Wohnraum evtl. irgendwo bei 100 A abregelt. Aber Versuch macht kluch.
Beide Pluspole verbunden und... der Motor stöhnt, dreht aber nicht. Das Voltmeter für den Wohnraum bleibt bei 12 V, die Starterbatterie bricht auf 6 V zusammen. Vermutung, der Widerstand des 6 qmm Kabels ist bei der Länge zu hoch, evtl liefert die Li Batterie doch nicht genug Strom.
1. Maßnahme, wir haben das Auto in die Sonne geschoben, das brachte schon mal 10 A Solarstrom.
2. Maßnahme, ich hab das andere Starthilfekabel parallel zum ersten geschaltet und der Motor sprang an.
Später hab ich bergab mal den Motor ausgeschaltet und versucht anzulassen, ging nicht.
Daher am Montag eine neue Starterbatterie eingebaut, alles wieder ok.
Was lernen wir daraus?
6 qmm reicht nicht für einen Diesel.
Für das Wohnmobil braucht man nur ein Starthilfekabel, daher kann man beide parallel schalten.
Die Li Batterie schafft wohl doch mehr als 100 A. Die 10 A von Solar helfen mit.

