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mehrere Batterien paralellschalten oder lieber nicht?


Gast am 08 Nov 2017 11:14:56

Das Thema geistert bei so vielen Threads durch die Diskussion, dass es micht wundert, warum es dafür keinen speziellen Diskussions-Thread gibt. :roll: HIerist ein schöne Gelegenheit, das zu diskutieren.

Bei der Parallelschaltung --> Link von (mehrern) Akkus wird der Pluspol mit dem Pluspol und der Minuspol mit dem Minuspol verbunden. Die Batteriespannung bleibt gleich der Einzelspannung, die Kapazität (in Ah) und auch die Stromtragfähigkeit (in A) der Batterien addieren sich. Das ist ja mal positiv.

Grundsätzlich gilt, dass nur Batterien gleicher Bauart, gleicher Spannung und Säuredichte mit gleichem Ladezustand zusammen geschaltet werden sollen (!) :wink: und geeignete Kabel-Querschnitte gleicher Länge verwendet werden müssen.

Aber: Jede zusätzliche Batterie birgt die Möglichkeit auszufallen und die anderen Batterien mit in den Tod zu ziehen. Durch Multiplikation der (einzelnen) technischen Verfügbarkeit --> Link erkennt man schnell, wie stark die Lebensdauer reduziert wird. Das höchste Risiko dabei ist internen Plattenschluss einer der Batterien. Normalerweise passiert bei einer Batterie dabe gar nichts dramatisches, die Spannung bricht um ca. 2 Volt ein, der geneigte WoMo-User erkennt das Problem und tauscht die Batterie aus. "Kochende Batterie" gibt es dabei nicht, ausser das Ladegerät oder Solarrregler ist stark überdimensioniert ... Wenn aber mehrere Batterien paralell verschaltet sind, speisen sofort die beiden anderen mit voller Leistung von 2 Volt mehr auf die verbliebenen Zelle der geschädigten BAtterie ... Diese gast aus, und das gefürchtete "kochen" der Batterie setzt ein. Die verbliebenen Batterien werden bei der Gelegenheit ebenfalls geschädigt, da tiefentladen.

Aber warum sollte man Batterien überhaupt parallel schalten, wo es doch auch geeignete Batterien mit hoher Kapazität gibt? So bietet es sich an, wenn immer möglich, auf die Parallelschaltung zu verzichten und große 12 Volt Blocks oder Reihenschaltung von 6V oder Einzelzellen zu verwenden.

Man kann zum Beispiel eine Batterie bis ca. 250 Ah als ein Stück preisgünstig erhalten oder eine Batteriebank mit 12 Volt durchaus aus leistungsstarken 6 Volt Blöcken oder aus 6 Einzelzellen zusammenstellen. Diese sind in Kapazitäten bis zu 1.500 Ah und mit technischen Lebensdauern von 15 Jahren erhältlich.

Wenn der Einbauplatz beschränkt ist, wie zum Beispiel beim Einbau der Aufbaubatterie in der Sitzkonsole, so kommt beim Wohnmobil oft die Lösung mit der "zweiten Aufbaubatterie" ins Spiel. Muss dies gemacht werden, so sollte darauf geachtet werden, die vorstehend angegebenen Bedingungen einzuhalten.

Werden hohe Ströme entnommen (Wechselrichter!), so muss die Verdrahtung der Batterie mit ausreichendem Querschnitt gemacht werden.

Beispiel:

Bei einem 1000 Watt Wechselrichter mit einem Primärstrom von ca. 120 A ist dies gleichbedeutend mit mindestens 35 mm².

Dies ergibt bei einer Leitungslänge von 2 m Kupfer (Länge von Plus + Minus) zum WR einen Spannungsabfall von 2% bzw. 0,24 Volt. Hinzu kommen die Übergangswiderstände der Klemmen und Kabelschuhe sowie die Sicherungen im Eingang des Wechselrichters (typisch 0,07 Volt). Mit einer optimalen Installation erreicht man dann eine Verlustleistung von 0,35 Volt x 120 A , das ergibt schon auf dem Kabelweg 42 Watt!

Auf Sicherungen im Batteriekreis wird bei diesem Beispiel unbedingt verzichtet, jede Sicherung (Flachsicherung 150A) ergibt weitere 0,07 Volt Spannungsabfall, also zusätzliche 8,5 Watt Verlust. Kurzschlussfeste Verkabelung ist angesagt!
Für Wechselrichter über 1000 Watt muss überlegt bzw. berechnet werden, wie viele Batterien welchen Typs (vorzugsweise AGM/Nass/Lixxx) verwendet werden sollen und welche Querschnitte und Kabellängen zulässig sind.

Hat man keine starken Verbraucher (nur LED-Beleuchtung und TV, kein Wechselrichter und Absorber-Kühlschrank) kann man alternativ mehrere Batterien über Einzelverdrahtung am Sammelpunkt (Schiene, Sicherungsabgang, "EBLock" anschliessen. Dann benutzt man als Kurzschlussschutz an der Batterie eine Sicherung (zum Beispiel 35 A) und verdrahtet die Batterien untereinander mit mindestens 6 mm². Die Batterien können bei dieser Variante sogar im Wohnmobil verteilt stehen, was oft Vorteile hat. Nur bei der verteilten Variante macht es sinn, die Batterien einzeln abzusichern, sonst immer nur eine Sicherung am gemeinsamen Abgang.

Fazit:

- Parallelschaltung birgt viele Risiken und Störquellen!
- Parallelschaltung nach Möglichkeit vermeiden, wenn nicht Platzverhältnisse oder Strombedarf danach verlangen.
- Bei starken Wechselrichtern wird die Parallelschaltung genutzt um Leistung und Lebensdauer zu verlängern.
- Nur Batterien mit gleicher Bauart, Kapazität, Alter und Ladezustand einsetzen, das bringt länger Freude!

Nur meine Meinung ... :wink:

Grüße, Alf

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Casi82 am 08 Nov 2017 13:11:59

Danke für die ausführliche Erklärung.

Dann hätte ich gleich mal eine Frage dazu.
Wäre es möglich für das Entladen zweier parallel geschalteter Batterien Schottky-Dioden einzusetzen? Zum Beispiel einen Argo-Dioden-Batterie-Koppler von Victron?
Dann bliebe allerdings noch das Problem des ladens was über die Schottky-Dioden ja nicht möglich ist. Dafür habe ich den Argo-FET-Isolator gefunden.

Die Frage ist ob sich dies so kombinieren lässt :?:

Den Spannungsverlust beim laden könnte man ja bei einstellbarer Ladespannung ausgleichen bzw. ist eventuell zu vernachlässigen? Den Spannungsabfall von 0,3V beim Entladen könnte ich auch verkraften.


rolfblock am 08 Nov 2017 13:35:39

Gleiche Bauart, ok. Gleiche Nennspannung, auch ok. Gleiche Kapazität? Warum?
Gleicher Ladungszustand, Warum? Der gleicht sich doch ganz von alleine schnell aus, da fließen mal kurzzeitig 100 A Ausgleichstrom, na und? Was stört es? Es stört nicht! Es funkt vielleicht beim Anstöpseln.
Kabel mit gleicher Länge? Esotherik, oder was? Ist Unfug, geringe Unterschiede im Kabelwiderstand beeinflussen nicht die VOLLLADUNG. Den Ladeverlauf allerdings schon und da juckt es nicht, da es am Ende ausgeglichen wird.
Bei der Entladung das gleiche Spiel. Kaum schwächelt die Batterie mit dem geringeren Kabelwiderstand, liefert die andere umso mehr.

Man kann viel übertreiben.

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atzexxl am 08 Nov 2017 18:50:53

Eigentlich ist das hier die totale Katastrophe für´n Laien.... ich lese ständig mit bei Batterien-und deren Erweiterungen. Hier wird soviel dezidiertes Fachwissen reingeschrieben, das dir die Haare beim Lesen hochstehen :( Du weisst als Laie einfach nicht mehr was richtig, falsch oder grenzenlos übertrieben ist, da wird mit Werten um sich geschmissen das du völlig Konfus wirst. Ich hab auch ein relativ neues Womo, mit Solar-Regler-EBL-Batterie, nur die Kapazität bei dem Wetter jetzt reicht grad so für 2-max 3 Tage, nun will ich einfach nur eine 2.te Batterie dazu einbauen, aber ich bin völlig verunsichert durch das Gaze Fachchinesisch hier.... sorry Leute, könnt Ihr nicht so schreiben das ,das auch ohne Ingeneurstudium verständlich ist ....... Bitte !!!!

Gast am 08 Nov 2017 18:53:38

Hallo (?),

Welches Fachwort hast du denn nicht verstanden?

Grüße, Alf

Heimdall am 08 Nov 2017 19:17:18

atzexxl, lass dich nicht verrückt machen, das ist viel einfacher als du befürchtest.
Kauf dir einfach dieselbe Batterie die du schon hast, bau sie ein, verbinde die Batts. von Plus zu Plus und von Minus zu Minus. Das Plus Kabel mit der Polklemme das du jetzt schon hast an die eine Batt. und das Minus Kabel mit Polklemme das du auch schon hast nach Möglichkeit (je nach Einbauort) an die andere Batt.
Und fertig ist die Verdoppelung deiner Strom-Kapazität.
Wenn du die Polklemmen löst, löse zuerst die Minus ab und dann erst die Plus. Beim finalen Anschluss zuerst Plus und dann Minus anschließen.
Wenn dir was nicht klar ist einfach hier fragen.

atzexxl am 08 Nov 2017 19:25:14

Hallo Alf , Andre hier.... war jetzt nicht spezifisch auf deine Ausführungen gemeint, Ich lese mich seid Wochen durch dieses Thema, mit Life4Po usw.. ich dachte kann doch nicht schwer sein, ne 2.te Batterie und gut, aber weit gefehlt. Ich bin echt verunsichert, was zBsp sollen diese Schottky-Dioden :eek: brauch ich das für ne einfache Parallelschaltung ? Müssen die Kabel nun gleich lang sein oder nicht (die Zusatzbatterie soll unter den Beifahrersitz) das EBL und die 1. Batterie sind unter der 2-er Sitzbank, also schon 2m weg, Fragen über Fragen, jetzt noch die Wahl des Batterietyps , sollte schon wie 1.te sein, gleiche Kapazität oder etwas kleiner..

Casi82 am 08 Nov 2017 19:30:34

atzexxl hat geschrieben:...was zBsp sollen diese Schottky-Dioden :eek: ...


Das kam ja nicht von Alf sondern von mir. Vergiss mal meinen Text wenn du dich an Alf seinen hälst ist alles bestens und eigentlich auch genau so einfach wie er es beschreibt.
Die Idee mit der Schottky ist eher eine in die Jahre gekommene Batterie mit einer neuen zu kombinieren. Das ganze auch als Frage gestellt. :?

Gast am 08 Nov 2017 19:37:48

Ja, was die Shottky-Dioden sollen, das verstehe ich auch nicht. :lol:

Die Verbindungskabel gleich lang machen und die anderen Dinge siehe TO sollte nicht schwer sein?

Grüße, Alf

Gast am 08 Nov 2017 20:52:44

Hallo Andre,

Mach Dir keinen so grossen Kopf, das ist keine Hexerei.

Lass Dir vom Boschdienst Kabel anfertigen. Ich hab auch so meine Zweit-Batterie (parallel) angeschlossen. Ich zahlte für die 2x2m Kabel mit Sicherungen ca.60.-Euro. Sind glaub ich 16mm². Hab mal paar alte Fotos rausgesucht..



Natürlich sollten die Batts. vom gleichen Typ sein und ungefähr gleich alt und mit gleicher Kapazität(Ah).

Meine Selbst-Installation (als Laie) funkioniert seit 2015 ohne Probleme.. :)

Gruss Thomas

Tinduck am 08 Nov 2017 22:08:42

Gibts eigentlich keine ‚intelligenten‘ Batteriecontroller, die die angeschlossene Batterien beim be- und entladen überwachen und jeweils sinnvoll zusammenschalten oder trennen, z. B. bei unterschiedlichen Stromanforderungen? Dann könnte man lustig alles mögliche, was Ladung halten kann, in den Doppelboden werfen, an den Controller anschliessen, dort die nötige Konfiguration vorgeben und den Mist vergessen. Ein Zellenschluss bei einer einzelnen Batterie wäre dann wieder harmlos, weil der Controller es merkt und die Batterie elektrisch abkapselt.

Im Prinzip wie beim BMS der LiFePOs, mit ein paar Zusatzfunktionen.

bis denn,

Uwe

xbmcg am 09 Nov 2017 13:59:50

Tinduck hat geschrieben:Gibts eigentlich keine ‚intelligenten‘ Batteriecontroller,
bis denn,

Uwe


Gibts, hab ich verbaut, funktioniert sehr gut, hab ich im Forum auch schon vorgestellt.

NDS iManager z.B.

--> Link
Bild

xbmcg am 09 Nov 2017 14:13:46

Die Übersetzung und "Marketing-Feature-Liste" ist schlecht gemacht auf der Web Site, das Produkt kann mehr.
Es schaltet bei geringem Verbrauch die Batterien um, um sie gleichmäßig zu entladen (maximal 5% Unterschied)

Bei starken Belastungen (z.B. Wechselrichter) werden die Batterien parallelgeschaltet bis die Last wieder sinkt.
Auch in der BULK Ladephase bis 80% der Kapazität werden die Batterien zusammengeschaltet, danach
individuell je nach Batterietyp bis 100% abwechselnd geladen.

Der manuelle Modus erlaubt per Touch-screenn jederzeit eine Umschaltung / Festlegung auf die eine oder
andere Batterie oder auch eine manuelle Zusammenschaltung der beiden Batterien. Man kann auch beide
Batterien trennen und die Anlage so stromlos schalten. Wenn eine Ladequelle erkannt wird, schaltet sich die Bank
automatisch wieder ein. Zum Basteln an der Elektrik sollte man also auch die Solarsicherung ziehen.

Es sind 2 Temperaturfühler dabei, um die Batterien individuell zu überwachen. Auch wird die Startbatterie
mit überwacht und bei Bedarf mit bis zu 3.5A Erhaltungsgeladen.

atzexxl am 09 Nov 2017 15:23:49

Danke Thomas..... :top:

hackenschmidt am 10 Nov 2017 18:59:42

Hallo zusammen,

ich kann leider nicht mitdiskutieren, habe aber genau eine Frage zu diesem Thema.
Meine beiden Varta 95 Ah AGM Batterien sind ein Jahr alt und waren nie tiefentladen.

Meint Ihr, ich kann noch eine gleiche Batterie (gleicher Typ gleiche Firma und 95AH) parallel anschliessen?

oder liegen diese vom Alter zu weit auseinander?

Reicht mein Lader und Elektroblock aus?
- Schaudt Elektroblock EBL 30
- Schaudt Lader LAS 1218 BUS

Viele Grüße
Eddy

Heimdall am 10 Nov 2017 19:44:14

hackenschmidt hat geschrieben:Meint Ihr, ich kann noch eine gleiche Batterie (gleicher Typ gleiche Firma und 95AH) parallel anschliessen?
oder liegen diese vom Alter zu weit auseinander?
Reicht mein Lader und Elektroblock aus?
- Schaudt Elektroblock EBL 30
- Schaudt Lader LAS 1218 BUS
Eddy

Eddy, das kannst du problemlos machen und dein LAS 1218 BUS passt auch.

hackenschmidt am 11 Nov 2017 14:47:53

Heimdall hat geschrieben:Eddy, das kannst du problemlos machen und dein LAS 1218 BUS passt auch.


Heimdall, vielen Dank.
Dann müsste ich fertige 16 Qmm Kabel kaufen und eine Sicherung brauche ich wohl nicht, wenn die Akkus direckt nebeneinander stehen.

Vielen Dank
Eddy

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