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Hallo zusammen, es wird viel diskutiert ob Parallel- oder Reihenschaltung besser ist und welches die Probleme sind. Das grösste Problem soll bei Reihe die Teilbeschattung sein! Warum ist das so? Gibt es irgendwo einen Text der einem das genau erklärt? Gruss Teryen Hallo Teryen, Schau mal, hier im Forum gibt es dazu schon gute Erklärungen: --> Link Grüße, Alf P.S. schau mal im Forum Menü nach interner Suche... ganz hilfreich. Hallo Teryen, ich versuche mal das durch ein "Bild" (Analogie) zu erklären. Mal angenommen Du hast 2 Module mit je 36 Zellen. Jedes Modul ersetzten wir jetzt durch eine Leitung in der 36 kleine Pumpen in Reihe geschaltet sind. Trifft jetzt Sonne auf das Modul, pumpen alle Pumpen gleichmäßig. Wird eine Zelle 1/2 abgedunkelt, läuft die Pumpe nur mit halber Leistung. Da nützt es jetzt nichts, dass die anderen Pumpen noch voll arbeiten könnten, die eine teilweise abgedunkelte Pumpe reduziert den Durchfluss. Wird eine Zelle komplett abgedunkelt, bleibt diese Pumpe komplett stehen. D.h. es fließt nichts mehr durch diese Leitung. Habe ich jetzt beide Solarmodule in Reihe geschaltet, beeinflusst schon eine Pumpe (Zelle) den kompletten Durchfluss (Strom). Habe ich die beiden Solarmodule parallel geschaltet, beeinflusst eine Zelle nur den Durchfluss durch eine der beiden Leitungen, die parallele Leitung arbeitet jedoch noch normal. Ich hoffe das "Bild" verdeutlicht ein wenig die Zusammenhänge. Gruß Gerald Hallo, Andre von Amumot hat einen interessanten Test zum Thema Teilbeschattung gemacht --> Link Gruß Daniel Vielen Dank für die Antworten. Sehr gute bildliche Erklärung :top: Auch der Test bei Amumot war sehr interessant, fast erschreckend. Ich wusste nicht dass Zellen, die nicht beschienen werden komplett dicht machen. Mich hätte interessiert warum das so ist. Hat warscheinlich was mit Halbleiter etc zu tun. Dann werde ich halt doch parallel anschliessen und ein dickeres Kabel nehmen. Gemäss Kabelquerschnitt-Rechner bräuchte ich ein 25mm2 Kabel :/ Ich möchte ja nicht dass wenn sich eine Fliege auf meinen Solarzellen sonnt der ganze Strom zusammenbricht. Gruss Teryen
Hallo Teryen, Die 25mm2 Kabel verwundern mich doch sehr. Man hat ja 2 Kabelstrecken, einmal vom Modul zum Regler und dann vom Regler zur Batterie. In aller Regel reichen 4mm² vom Modul (bis ca. 200Wp) zum Regler. Wenn die Leistung höher wird, mit mehreren Leitungen parallel zum Regler oder über einen Klemmenkasten die Modulleitungen zusammenfassen und z.B. mit 10mm² zum Regler. (Ich habe die Klemmen z.B. unmittelbar unter die Durchführung gesetzt.) Vom Regler mit möglichst kurzen Leitungen zur Batterie. Vom Regler zur Batterie sollte der Spannungsabfall möglichst gering sein, vom Modul zum Regler ist das nicht ganz so relevant. Welche Leistung willst Du denn installieren und wie sind die Strecken vom Modul zum Regler und vom Regler zur Batterie? Gruß Gerald
Hallo Meine Meinung!, 4 - 6 mm² reichen völlig aus. Den 25mm² Kabel bekommst du nicht an das Terminal vom Solar Panel angeschlossen. Sieh es dir vorher an. Ein Querschnitt von 25mm² ist für bis zu 120 A geeignet, hast du das ??
320Wp => ~17A bei 19V Vom Modul zum Regler werden es ca 8m. Vom Regler zur Batterie weniger als 1m. Das ist weniger ein Problem.
Ich habe 17A, gemäss Rechner ergibt das 25.05mm2 4mm2 = ~3A, 6mm2 = ~4A Ausser ich rechne mit 6,3% Verlust dann reichen 4mm2. Hallo Teryen, ich habe fast die gleichen Verhältnisse, 360Wp (4 Module). Ich habe jeweils 2 Module mit MC4 Adaptern Amazon Link zusammengefasst. Mit den 4 Adern nach den Adaptern dann auf eine Klemmenleiste (bei mir unmittelbar nach der Dachdurchführung) gegangen und von dort mit 10mm² bis zum Regler. Man kann natürlich auch einen Klemmenkasten auf dem Dach installieren, hatte ich beim alten Womo. Die MC4 Stecker / Buchsen eignen sich nur für 4mm² oder max. 6mm². Bei 12V Anlagen sollte man nicht mir einem Kabelrechner arbeiten, der über einen Spannungsabfall in % arbeitet, lieber den absoluten Spannungsabfall betrachten. So habe ich bei mir gerechnet: 1. Abschnitt (Modul bis Y-Adapter = 1m einfach) 4mm² bei 4A --> 0,036V Spannungsabfall 2. Abschnitt (Y-Adapter bis Klemmenleiste = 4m einfach ) 4mm² bei 8A --> 0,29V Spannungsabfall 3. Abschnitt (Klemmenleiste bis Regler = 2m einfach ) 10mm² bei 16A --> 0,11V Spannungsabfall Summe 0,436V Spannungsabfall von den Modulen bis zum Regler (ca. 7 Watt Verluste). Alternativ bietet sich bei Dir auch an (ohne Zwischenklemmenkasten): 1. Abschnitt (Modul bis Y-Adapter = 1m einfach) 4mm² bei 4A --> 0,036V Spannungsabfall 2. Abschnitt (Y-Adapter bis Regler = 7m einfach ) 6mm² bei 8A --> 0,33V Spannungsabfall (Dann müsste man aber 2 x 6mm² am Regler anklemmen, bzw. unmittelbar vor dem Regler von den 4 Adern auf 2 Adern gehen) Summe 0,366V Spannungsabfall von den Modulen bis zum Regler (ca. 5,4 Watt Verluste). Du siehst, 25mm² brauchst Du nirgends. Gruß Gerald
Das hat mit dem Halbleiter nichts zu tun, sondern mit dem Ohmschen Gesetz in der Elektrotechnik. Wenn Du 2 Wiederstände in Reihe schaltest hast Du einen Spannungsteiler, der Strom ist durch beide Wiederstände in Reihe gleich. Die Solarzellen sind Stromlieferanten, der Gesamtstrom ist durch alle Zellen in Reihe gleich, liefert eine Zelle keinen Strom / dann ist die Kette unterbrochen, die schwächste Zelle bestimmt den Gesamtstrom, die Spannungen der einzelnen Zellen addieren sich zur Modulspannung. Bei 2 in Reihe geschalteten gleichen Modulen hast Du demnach die doppelte Spannung (die der Regler verarbeiten können muss). Da beide Module in Reihe geschaltet sind, ist auch der Strom im unbeschatteten Modul nur so groß wie das schwächste Glied. Du verlierst also den Strom der beiden Module. Bei einer Parallelschaltung von Wiederständen ist es umgekehrt, Du hast einen Stromteiler. Die Spannung über den beiden Wiederständen ist gleich. Der Gesamtstrom addiert sich aus den beiden Teilströmen. Auf die Panele bezogen liefert das eine Panel seinen vollen Strom und das andere halt nur soviel, wie seine schwächste Zelle. Die Spannung am Regler ist gleich der Modulspannung eines Modules. Damit ist die Parallelschaltung bei Teilverschattung besser. Es sind aber Widerstände. Ordnung muss sein. :razz: Ich habe nun 6mm Solar-Kabel bis ins Womo bestellt, danach gehe ich mit 16mm2 zum Regler und Batterie. Lieber ein bischen mehr dafür weniger Verlust. Gruss Teryen
Wiederstände, die kleiner werden je mehr Sonne darauf scheint? Also doch Halbleitertechnik? :gruebel: Gruss Teryen Es sind genaugenommen Stromquellen, aber die Grundlagen der Elektrotechnik in Bezug von Strömen und Spannungen in Reihen- / Parallelschaltungen gelten hier natürlich genau so (Spanungsteiler / Stromteiler). Mit dem ohmschen Gesetz kommt man bei Halbleiter nicht weiter, da es dort keine linearen Kennlinien gibt. Scheinbar richtige Lösungen gelten immer nur für den stationären Betriebspunkt. (momentanen Zustand) Grüße, Alf
Hi, nur mal so als weiteren Hinweis. Es gibt heute Module gleicher Leistung mit gleichen Abmessungen in 12V und 24V Ausführung. Schalte ich 2 12V-Module in Reihe ist die Fläche auf der eine Teiverschattung die gesamte Reihe ausfallen lässt auch doppelt so groß. Besser ist es gleich nur 24V-Module parallel zu schalten. Wird eines verschattet fällt auch nur ganau das eine als Stromlieferant aus. Abgesehen davon das diese 24V-Module auch in mehr Teilstrings aufgeteilt sind als die 12V-Teile. Da bei den 24V-Modulen bei gleicher Leistung weniger Strom fließt wird im verschatteten Teil auch weniger Leistung in Wärme umgesetzt. Gruß Uwe Ich möchte meinen Senf nochmal dazu geben, weil die bisherigen Erklärungen an manchen Stellen noch etwas hinken. Wenn eine der "Pumpen" stehen bleibt, dann pressen die anderen 35 "Pumpen" gegen den Widerstand der stehenden "Pumpe" ihr Wasser weiter da durch. Die 36. "Pumpe" leidet darunter und wird heiss - HotSpot heisst das dann bekanntlich. Die beispielhaften "36 in Serie geschalteten Pumpen" haben deswegen nämlich nunmal auch die Besonderheit, dass jedes Drittel in aller Regel eine Bypass-Diode hat. --> Link Bei Verschattung einer oder mehrerer Zellen beispielsweise (also Ausfall von bis zu 12 Pumpen) würde - ähnlich wie bei einer echten Unterbrechung der Strom so fließen: --> Link (Natürlich dann nur noch mit 2/3 der Spannung abzgl. Spannungsabfall an der Diode). Aber es würde immerhin sehr wohl noch Strom fließen. Bei mehreren Modulen in Reihe würden einfach noch mehr "Pumpen" ihren Saft durch die Bypass-Diode quetschen. Aber es würde gehen. Bei einer Parallelschaltung hätte man dieses Problem nicht, schon richtig. Deswegen wird die auch in aller Regel empfohlen. Dafür hat man dann bei einer Parallelschaltung im Verschattungsfall zwei verschieden hohe Spannungen parallel. Was das dann wieder für Effekte hat ist auch schwer vorherzusehen...
Auf keinen Fall hat man zwei unterschiedlich hohe Spannungen bei parallel geschalteten Modulen! Man hat dann zwei parallel geschaltete Energiequellen mit (wegen Verschattung) unterschiedlichen Strömen bei (wegen Parallelschaltung) gleicher Spannung. Grüße, Alf Gut, das ähnelt dem Henne/Ei Problem. Was ist Ursache, was ist Auswirkung. Dass beide Module (oder mehr) auf das gleiche Spannungsniveau gezogen werden ist eine FOLGE des Zusammenschaltens. Die Module an sich haben aber sehr wohl unterschiedliche Spannungen (im Beispiel einmal 24 Zellen à 0,5 Volt in Reihe (rund 12 Volt), einmal 36 Zellen à 0,5 Volt (rund 18 Volt)). Das wird und wurde in anderen Foren auch schon diskutiert: xxxforum.com/pv-inselanlagen-f57/unterschiedliche-modulgroesen-und-spannungen-t50947.html * *Ersetze xxx durch photovoltaik... Auch sehr gut: --> Link Und auch wenn es ganz übles Deutsch ist: --> Link Zitat: "Die Platte mit der niedrigeren Spannung würde zu einer Last werden und Strom aufnehmen."
Hi ChiliFFM, das ist nicht nur übles Deutsch, sondern auch falsch - übersetzt - . Hier noch mal die richtige Wirkungsweise bei Teilverschattung eines Moduls, und warum und wo die Wärme entsteht. --> Link Auch komplett abgedeckte Module nehmen keinen Strom auf, bzw. werden zur Last für die anderen parallel geschalteten. Das mit der Diode in Reihe zu jedem Modul ist einfach Quatsch. Gruß Uwe
Mag ja sein, jedoch würde es m.E. nicht schaden, wenn zur Sicherheit eine Schottkydiode genommen wird (und wenn es zur eigenen Beruhigung beiträgt...). :razz:
Jein, trifft nur bedingt zu. Siehe in folgendem Video --> Link ab 22:15 Nun mein Kommentar oben war absichtlich einfach gehalten und auch nur auf 2 Module auf dem Womo bezogen. Ohne jetzt auf die Details einzugehen, die auch noch unterschiedlich sind, ja nach dem wie viele parallele Strings (Reihenschaltung von mehreren Modulen auf z.B. einem Hausdach) vorhanden sind und welche Spannung die einzelnen in Reihe geschalteten Module aufbauen und wie die Wechselrichter arbeiten, empfehle ich folgendes Video. Es entspricht wohl am ehesten den Verhältnissen bei Womo´s. --> Link Nur mal ein Beispiel: Wenn ich 2 Module mit einer Arbeitsspannung von 18V parallel schalte und in die Module Bypassdioden eingebaut sind, "schalten" (werden nicht leitend) diese nicht. Warum - der WR kann mit 2/3 der Spannung nicht mehr die Batterie laden und regelt daher die Spannung nicht so weit herunter, dass die Bypassdiode leitend wird. D.h. es entsteht kein Hotspot. Gruß Gerald
Ich würde gern noch einmal auf das Thema Querschnitt eingehen: Es wird im Zusammenhang mit unserem Hobby immer wieder empfohlen, möglichst große Querschnitte zu benutzen. Ich halte das für nicht notwendig, weil der Regler immer den passenden Ladestrom/Ladespannung vom Dach holt. Fehlen ein paar Millivolt (durch den geringen Querschnitt), macht der Regler entspr. "auf". An der Batterie kommt immer der volle Saft an. Einen geringen Einfluss hat der Querschnitt also nur auf die Zeit, in der der Akku voll geladen wird. Ob das in meinem Fall z.B. morgens um 11.00 Uhr ist oder erst um 11.05 Uhr sollte in der Praxis egal sein. Entscheidend ist vielmehr, das der Querschnitt aus Sicherheitsgründen für den max. Strom ausreichend ist. Und da sollte im Wohnmobil 4qmm voll ausreichend sein. Meine Strings (zwei Module a 50Watt in Reihe) sind mit 1,5 qmm verkabelt. Von der Sammeldose auf dem Dach zum Regler mit 4qmm. Etwas anderes ist das mit dem Querschnitt bei Hausdachanlagen, die über 20 Jahre einspeisen! Dort zählt jedes Watt, vor allem über die lange Zeit, weshalb man da mit Querschnitt nicht geizen sollte. Aber selbst hier wird kaufmännisch gerechnet: Kostet das dickere Kabel mehr als der möglich Mehrertrag wird das dünnere Kabel genommen.... Vielleicht noch mal zur Reihen-/Parallelschaltung von Modulen: Bei einer Reihenschaltung muss der Regler mit Spannungen weit über den 12 Volt unserer Aufbaubatterien klar kommen. Das ist nur sinnvoll bei MPPT-Reglern (Wikipedia:)"Maximum Power Point Tracking (auf deutsch etwa „Maximal-Leistungspunkt-Suche“) bezeichnet man in der Elektrotechnik, speziell in der Photovoltaik, ein Verfahren, bei dem die elektrische Belastung einer Solarzelle oder eines Solarmoduls so angepasst wird, dass dem Solarmodul die größte mögliche Leistung entnommen werden kann. Bei Solarzellen ist dieser optimale Betriebspunkt nicht konstant, sondern hängt unter anderem von der Bestrahlungsstärke, der Temperatur am Solarmodul und dem Typ der Solarzellen ab." Anm.: Deshalb machen größere Spannungen durch Reihenschaltung bei MPPT-Reglern Sinn. Der Regler macht das schon - braucht aber Saft um möglichst auch bei wenig Einstrahlung früh beginnt zu arbeiten. Ein üblicher PWM-Regler (PWM = deutsch: puls-weiten-modulation) sollte nur genommen werden wenn die Modulspannung zur Batteriesystemspannung passt. Bedeutet: z.B. bei 12V Batterie = PV Module mit um die 19V Mpp (=36 Zellen) Lerrlaufspannung. Also keine Reihenschaltung von Modulen! Der PWM-Regler ist im Prinzip ein Schalter, der eine Solaranlage mit der Batterie verbindet. Als Ergebnis wird die Spannung der Anlage fast auf die Spannung der Batterie heruntergezogen. Modul-Spannungen, die oberhalb der Batterie liegen, schmeißt der PWM-Regler weg, was nicht bedeutet, das es für PWM-Regler keinen sinnvollen Einsatz gibt. Schlimm sind allerdings Shunt-Regler, die es noch immer bei China-Anbietern gibt. Diese dienten nur dazu den Gasungsprozeß der Batterie so gut wie möglich zu begrenzen. Der Ladevorgang ist dabei weder von der Umgebungstemperatur noch vom Alter und Zustand der Batterie abhängig. Mit dieser Regelungsart können im Prinzip nur zwei nicht zufriedenstellende Zustände erreicht werden: Die Batterie wird niemals voll geladen oder sie wird oberhalb der Gasungsschwelle betrieben. Diese Art der Regler sind auch heute noch vielfach erhältlich, meist in kleinen schwarzen Kästchen für unter 30,- Euro. Gibt man etwas mehr Geld aus, haben diese schwarzen Kästchen einige LED’s und einen Tiefenentladeschutz der seinen Namen nicht immer verdient. Grüße Rudolf aus Schaumburg Aha, wieder etwas gelernt. Ein Längsregler ist besser als ein Shuntregler. Der erstere sperrt den Strom, der letztere schließt ihn kurz. Beides bewirkt, dass die Ladung in die Batterie gestoppt wird. Das mit mehr oder weniger hoher Frequenz. Aber warum ist jetzt das Sperren (Längsregler) besser als das Kurzschließen (Shuntregler), wenn beides identische Wirkung auf die Ladung auf der Batterieseite hat?
Saft ist relativ. Auf den Strom bezogen (bei PWM oder Shunt Reglern), ja. Bei einem MPPT Regler dagegen erreicht man mehr Strom. Und der Spannungsabfall kann bei entsprechender Leitungslänge schon etwas höher als ein paar Millivolt werden.
Das stimmt (bei MPPT Reglern, bei PWM ist es egal). Interessant wird es aber, wenn das System so ausgelegt ist, daß die Solarleistung zu Batterie und Verbrauch eher knapp ist.
Was meinst du mit Saft ? Ein MPPT Regler hat höhere Verluste, da er einen DCDC Wandler enthält, der Verluste hat. Andererseits ist (wie schon oft besprochen) die Spannung kein Problem, da die Solarzelle schon bei geringer Einstrahlung auf ihre Nennspannung kommt. Sie ist ebern eine nicht ideale Stormquelle.
Er schmeißt sie nicht weg, sondern schaltet die Verbindung zwischen Panel und Batterie für kurze Augenblicke aus, damit sinkt die Spannung an der Batterie wieder etwas und er kann wieder einen kurzen Ladepuls abgeben.
Das stimmt so nicht, bzw. gilt genauso für alle Regler. Ein Shuntregler arbeitet im Prinzip genauso wie ein PWM Regler (die Bezeichnungen haben sich eingebürgert, sind aber technisch nicht exakt - PWM nutzen beide). Nur schaltet er den Strom von der Solarzelle nicht ab, sondern kurz. Dadurch bricht die Spannung an der Zelle zusammen. Der Regler könnte die Leistung nicht einfach verbraten, das hält er nicht aus. Und auch namhafte Regler aus D nutzen das Prinzip, z.B. die günstigeren Steca.
Das ist Quatsch, s.o. Die Umgebungstemperatur hat nichts mit dem Schaltprinzip zu tun. Und der Zustand der Batterie wird praktisch von keinem Regler wirklich mit eingerechnet. RK Aus Erfahrung des letzten Jahres noch mal ein wichtiger Hinweis zu PWM... ein pulsweitenmodulierter Regler schaltet mit einer mehr oder weniger hohen Frequenz den Solarstrom ein und aus. Das kann Störungen bringen, wenn im selben Stromkreis frequenzempfindliche Geräte wie Fernseher, Radios o.ä. sind. Bei PWM sollten daher die Anschlüsse immer direkt an die Batterie gelegt werden, so dass diese als Puffer oder Kondensator dient. Ich hatte den Fall, dass wir mit einer 100W - Anlage wegen dem Verlegeaufwand und weil der Kunde keine sichtbaren Kabelkanäle haben wollte, direkt in einen bestehenden Stromkreis einspeisen wollten. Zum Installationszeitpunkt funktionierte alles erst mal prima, weil der PWM durchgeschalten hatte... als etwas später die Batterie voller wurde und der PWM auf Impulse umstieg, ging der Radiosender weg... das im Wohnaufbau verbaute Autoradio lag im selben Stromkreis! Abhilfe schaffte hier ein Elko von 1000µF, der direkt an den +/- Eingang des Radios angeschlossen wurde. LG Peter Die Billigen ohne jegliche Kompensation strahlen auch gewaltig. Peter, eigentlich muesste das Teil der Bundesnetzagentur zur Pruefung vorgestellt werden. Das ist mglw. mit ein Verstoss gegen das EMV- Gesetz! Als Amateurfunker merkt man so nen Schrott durch gesamten Ausfall im Kurzwellenband! Mies oder ueberhaupt nicht entstoerte Geraete sind dabei u. U. auch gesundheitsschaedlich da bspw. Handys nicht im Sparmodus funken koennen. Das gilt auch fuer LED, PLC, Spannungswandler usw. ... Dimmer nicht zu vergessen, auch LED Treiber für Tagfahrlichter - die meisten werden gepulst, damit sie heller leuchten ohne den Hitzetod zu erleiden, Schaltnetzteile, Ladestecker und so weiter.... Durch die Rechteckspannung beim Schalten entstehen jede Menge Oberwellen und Störimpulse. Schöne neue digitale Welt. Hallo, jetzt mal für einen Elektrolaien eine ganz einfache Frage: macht bei paralell verkabelten Panelen es Sinn, einen MPPT-Regler zu verwenden? Hintergrund der Frage ist: Ich will mir eine Bleikristall Baterrie zulegen, und mein bisheriger PWM-Regler (Morningstar Sunsaver) hat dafür keine geeignete Ladekurve (Kann nur Gel oder Nass). Man kann zwar die Ladekurve über ein Zusatzgerät anpassen, aber das kostet fast die Hälfte eines neuen Reglers. Meine Solaranlage besteht aus 2x80Wp + 1x140Wp. 12-Volt-Modulen. Vielen Dank für eine möglichst klare Aussage. Charlie48
Ja es macht Sinn wenn es sich um zwei gleiche Module handelt bei der jedes mindestens 20Vmpp erbringt bzw. mindestens 40 Zellen hat. Gruß Andreas Hallo, da ich mit beiden Reglertypen (PWM, Mppt) persönlich Erfahrungen sammeln durfte, jedes mal an Modulen mit 36 Zellen, d.h. Mppt-Spannung (Arbeitspunkt der Solarzelle, bzw. des Reglers) von 18V, kann ich sagen, der Mppt-Regler bringt meist 20 - 25% mehr Ladestrom. ![]() Das Bild habe ich direkt nach der Montage der Solaranlage, spät nachmittags, gemacht. Die linke Stromanzeige ist für den Strom der Solarpanelen (2,6A), die rechte Stromanzeige ist für den Batterieladestrom (3,2A). D.h. ein "Gewinn" des Mppt-Reglers hier von 23%. Der Umschalter rechts ist eher eine Spielerei. Mit dem kann ich meine Module von Parallelschaltung auf Reihenschaltung umschalten. Meine Erfahrung zu Parallelschaltung bzw. Reihenschaltung ist: Bei genügend Sonne ist der Unterschied marginal. Bei mehr oder weniger bedecktem Himmel (auch mal Regen) ist je nach zur Verfügung stehender Lichteinstrahlung mal Parallelschaltung, mal Reihenschaltung etwas im Vorteil. Bei Teilschatten auf einem Modul ist Parallelschaltung besser. Gruß Gerald Hallo Gerald, ja man könnte natürlich von Gewinn sprechen, ich würde es aber lieber den Wirkungsgrad nennen. Auf deiner Anzeige sieht man sehr schon wie die 16,9V mit 2,6A entsprechend 43,94W in 13,4V mit 3,2A entsprechend 42,88W umgewandelt wird. Zu diesem Zeitpunkt setzt du also 97,5% der Eingangsleistung in Ladeleistung um. Das ist doch ein Spitzenwert, der eindeutig für die Mppt Technologie spricht. Um die Frage von Charlie zu beantworten: Das lohnt sich auf jeden Fall. Man muss für diese Step-Down Wandlergeschichte des MPPT nur einen gewissen Spannungsüberschuss bereithalten - d.h. die Eingangsspannung unter Vollast des Moduls muss etwas höher sein als die Ausgangsspannung. Wieviel das im Einzelnen sein muss kann nur der jeweilige Hersteller benennen. Als reine Vermutung würde ich mal 2V annehmen - damit kommen schon Längsregler klar. Bei AGM2 mit 14,8 Volt sollte dann also eine Eingangsspannung von 16,8 V reichen. Hallo, um auf den "Spannungsüberschuss" einzugehen. Mein Regler schaltet bei ca. 1 - 1,1V Spannungsdifferenz zwischen Batteriespannung und Reglereingangsspannung von Mppt-Regelung auf "Durchschalten" um. Bezogen auf die Modulleistungen ist das bei ca. 5 - 6%. Ab wann es wieder in Regelung geht, habe ich noch nicht beobachtet. (Wenn die Regenfront durch ist und der Himmel wieder heller wird, ist er wieder auf Mppt-Regelung. Aber ab wann - so genau habe ich das noch nicht verfolgt :D ) Gruß Gerald Ist doch super. Ich hoffe das macht der von mir angepeilte Votronic MPP auch so schön. Muss nur noch das ok von Schaudt abwarten ob die EBL 99 den Parallelbetrieb mit dem Votronic im AGM2 Modus verknusen kann. Servus! Habe 4 gleich große Solarmodule. Möchte diese Parallel schalten. Wie würdet Ihr diese verbinden?! Ich habe mir gedacht Modul 1 und 2 ++ und -- ; 3 und 4 ++ und -- . Dann die Module noch einmal verbinden. Hallo Toni, alle 4 parallel heißt alle Pluspole und alle Minuspole jeweils miteinander verbinden. Wo du das am Dach machst ist eher egal. Sprich das Schaltbild schaut gleich aus, egal ob du die Zellen erst Pärchen weise mit Y-Kabel verbindest und danach noch ein Y-Verbinder um die beiden Pärchen noch zu verbinden, ober gleich mit 4-fach Verbinder. Kommt alles aufs gleiche raus, vorausgesetzt die Verbindungen und Kabel sind korrekt ausgeführt/dimensioniert. |
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