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Solaranlage verkabeln - Stecker oder Crimpen


Teryen am 26 Dez 2017 13:25:15

Hallo zusammen,

Ich möchte in den nächsten Tagen meine Solaranlage montieren und verkabeln.
Nun sind aber ein paar Probleme aufgetaucht.
Da ich 2 Panelle habe und die Kabel daran sehr kurz sind bräuchte ich pro Panelle 3 MC4-Stecker.
Da aber jeder Stecker 0.5 Ohm Wiederstand hat, ergibt das 1.5 Ohm. Das entspricht in etwa 800m 10mm2 Kabel und ergibt einen Spannungsabfall von fast 11 Volt.
So gesehen müsste man die Finger von MC4-Stecker lassen und die Kabel löten oder verpressen und in wasserdiche Elektrokästchen verstauen.
Wie hab ihr das gelöst?

Gruss Teryen

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rolf51 am 26 Dez 2017 16:03:05

Hallo,
habe meine in einem Kl.- Kasten mit Lüsterklemmen angeschlossen. Sobald ich ein Leistungsverlust bemerke, wird nachgeschaut.

reisemobil.online.cx am 26 Dez 2017 16:22:03

Hallo Teryen,
bei mir waren die Kabel auch zu kurz. Habe dann in dem kleinen Kästchen auf der Rückseite, vor der Montage, längere und etwas dickere Leitungen angelötet. Diese sind dann in einem kleinen Kabelkanal auf dem Dach verlegt.

Gruß Michael

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Gast am 26 Dez 2017 16:25:14

0,5 Ohm je Stecker ist absoluter Quatsch. Wie kommst du denn zu der Vermutung?

ducato666 am 26 Dez 2017 16:47:07

Teryen hat geschrieben:Da aber jeder Stecker 0.5 Ohm Wiederstand hat, ergibt das 1.5 Ohm. Das entspricht in etwa 800m 10mm2 Kabel und ergibt einen Spannungsabfall von fast 11 Volt.

Wo hast du die Werte her?
Bei einen Widerstand von 0,5Ω und einem maximalen Nennstrom von 30A würde das 450W ergeben, die im Plastikgehäuse verheizt werden.
Da stimmt wohl was nicht. :)

Teryen hat geschrieben:Da ich 2 Panelle habe und die Kabel daran sehr kurz sind bräuchte ich pro Panelle 3 MC4-Stecker.

Aus deinen angegebenen 11V Abfall bei 1,5Ω schließe ich auf 2x 100W Module.
Die beiden mittels Y-Adapter gekoppelt (parallel) oder eine Reihenschaltung draus gebaut und mittels 6mm² ohne weitere Unterbrechung auf den Solarladeregler geführt. Fertig.

Die MC4-Dinger werden zu 1000en an ortsfesten PV-Anlagen verbaut. Die funktionieren schon.
Aber vorsicht: die Originalen nehmen von Multi Contact. China-Ware kann funktionieren, muß es aber nicht.
Und eine gescheite Crimpzange verwenden, nicht mit der Spitzzange frickeln. Zur Not von einem beliebigen Elektriker, der auch PV-Anlagen macht konfektionieren lassen.

edit:
das Wort Lüsterklemmen in Verbindung mit KFZ ruft bei mir irgendwie immer ein Aufstellen der Nackenhaare hervor.

rkopka am 26 Dez 2017 16:58:41

Teryen hat geschrieben:Da ich 2 Panelle habe und die Kabel daran sehr kurz sind bräuchte ich pro Panelle 3 MC4-Stecker.
Da aber jeder Stecker 0.5 Ohm Wiederstand hat, ergibt das 1.5 Ohm.

Erstmal wieso 3 Stecker ? Normalerweise sind das doch 2 pro Panel. Außerdem woher stammt die Angabe mit 0,5 Ohm (was katastrophal wäre) ? Ich habe in einem Datenblatt 0,5 mOhm oder 0,0005 Ohm gefunden.

RK

Daimos am 26 Dez 2017 19:10:13

Die Standard MC4 Stecker sollten keinen so hohen Widerstand aufweisen. Wie hast Du das gemessen?

Ich habe 2x6mm² Lautsprecherkabel (hatte ich noch über und ist gutes OFC Kupfer) am Y-Stück an den Modulen direkt zum Laderegler verbunden.

beste Grüße,
Guido

berny2 am 26 Dez 2017 19:25:57

ducato666 hat geschrieben:das Wort Lüsterklemmen in Verbindung mit KFZ ruft bei mir irgendwie immer ein Aufstellen der Nackenhaare hervor.

Geschickte Leute benutzen Aderendhülsen für flexible Adern. ;D

Teryen am 26 Dez 2017 19:49:14

rkopka hat geschrieben:Erstmal wieso 3 Stecker ? Normalerweise sind das doch 2 pro Panel. Außerdem woher stammt die Angabe mit 0,5 Ohm (was katastrophal wäre) ? Ich habe in einem Datenblatt 0,5 mOhm oder 0,0005 Ohm gefunden.

Vom Panell zum Verlängerungskabel
Vom Vk zum Y-Stecker
Vom Y-Stecker zum Regler
Und dann natürlich zurück.
Die 0,5 Ohm habe ich aus dem Netz, und gemessen.
Kann natürlich eine faltsche Angabe sein, m vergessen, und ich habe schlecht gemessen.
In anderen Seiten wird mit 0.5mOhm angegeben. Da habt ihr recht

reisemobil.online.cx hat geschrieben:bei mir waren die Kabel auch zu kurz. Habe dann in dem kleinen Kästchen auf der Rückseite, vor der Montage, längere und etwas dickere Leitungen angelötet.

Das wollte ich auch, leider sind beim Kästchen die Kabeldurchführungen verleimt.

Gruss Teryen

rkopka am 26 Dez 2017 20:11:30

Teryen hat geschrieben:Die 0,5 Ohm habe ich aus dem Netz, und gemessen.
Kann natürlich eine faltsche Angabe sein, m vergessen, und ich habe schlecht gemessen.

Fragt sich, mit was du gemessen hast. Mit einem normalen Multimeter kann man sowas nicht messen. Bei den niedrigen Werten (<1 Ohm) braucht man spezielle Meßgeräte oder eine andere Technik.

Das wollte ich auch, leider sind beim Kästchen die Kabeldurchführungen verleimt.

Du könntest natürlich auch die Stecker abschneiden und alles löten. Oder zumindest nur die Stecker direkt am Panel lassen und den Rest (Y) löten.

RK

bert am 26 Dez 2017 20:29:28

Stecker werden ja auch innen auf die Leitung gecrimpt.
Wenn es sauber ausgeführt wird gibt es keinen messbaren Unterschied zwischen Steckern und
Crimpverbindern.
Wenn schon Lusterklemmen dann, wie schon beschrieben, mit Aderendhülsen.
Oder besser, je nach Querschnitt, die speziellen Wagoklemmen. --> Link
Da können flexible Drähte ohne Hülsen verwendet werden.

bert

Teryen am 26 Dez 2017 20:43:37

rkopka hat geschrieben:Fragt sich, mit was du gemessen hast. Mit einem normalen Multimeter kann man sowas nicht messen. Bei den niedrigen Werten (<1 Ohm) braucht man spezielle Meßgeräte oder eine andere Technik.

Ein ganz normales Mm bis 0.1 Ohm. Bei unter 0.1 wird nichts angezeigt.


rkopka hat geschrieben:Du könntest natürlich auch die Stecker abschneiden und alles löten. Oder zumindest nur die Stecker direkt am Panel lassen und den Rest (Y) löten.

So etwas werde ich warscheinlich machen. Am liebsten direkt am Panell, aber ich habe skrupel beim originalen Kästchen die Kabeldurchgführungen abzuschneiden und ersetzen. Nicht dass deswegen die Garantie erlischt.

Daimos am 26 Dez 2017 20:54:07

Mir kommt das als zu viel Widerstand vor, das sollte um und bei null liegen. Wie genau hast Du an welchen Stellen gemessen?

Ggf. ist das nämlich ein Garantiefall!

Ich crimpe bei größeren Querschnitten lieber als zu löten, um ein zusätzliches Dielektrikum zu vermeiden, bei feinen Litzen löte ich sowas aber auch.

Teryen am 26 Dez 2017 21:21:37

Daimos hat geschrieben:Wie genau hast Du an welchen Stellen gemessen?

Direkt vor und nach dem Stecker.

Daimos hat geschrieben:Ggf. ist das nämlich ein Garantiefall!

Ich hoffe nicht.Mein Händler ist über 1000km entfernt.

Daimos hat geschrieben:Ich crimpe bei größeren Querschnitten lieber als zu löten, um ein zusätzliches Dielektrikum zu vermeiden, bei feinen Litzen löte ich sowas aber auch.

6mm2 löte ich problemlos. 10mm2 wird hoffentlich nicht viel schwieriger sein.
Eine Crimpzange habe ich nicht, und die Elektriker hier steigen nur für einen guten Auftrag aufs Womodach.

Daimos am 26 Dez 2017 22:16:55

Habe das gerade mal mit meinem Amazon-30Euro-Multimeter nachgestellt: Selbst wenn ich die Mess-Spitzen aneinander halte, zeigt es 0,4 Ohm an. Dementsprechend auch 0,4 Ohm wenn ich meine Solar-Zuführung kurzschließe - mit selbstgemachten MC4 Steckern und 2x 6mm² Kabel. Handelsübliche Multimeter dieser Preisklasse können das einfach nicht sinnvoll messen, wahrscheinlich weil der Prüfstrom zu niedrig ist.

Eine Crimpzange mit brauchbarer Qualität bekommst Du ab 25 Euro, aber Löten oder Crimpen ist eine Glaubensfrage - und beides will mit Sorgfalt ausgeführt sein :)

beste Grüße,
Guido

berny2 am 26 Dez 2017 23:20:19

Daimos hat geschrieben:Eine Crimpzange mit brauchbarer Qualität bekommst Du ab 25 Euro, aber Löten oder Crimpen ist eine Glaubensfrage - und beides will mit Sorgfalt ausgeführt sein :)

Sicherer ist m.E. erst crimpen, dann löten (denn heisses Lot läuft ja auch noch in kleinste Zwischenräume 'rein, und Korrosion bleibt draussen).

Teryen am 26 Dez 2017 23:28:26

Daimos hat geschrieben:Selbst wenn ich die Mess-Spitzen aneinander halte, zeigt es 0,4 Ohm an.

Meines zeigte Spitze an Spitze 0.3 Ohm, am Stecker 0.8 Ohm.

Daimos hat geschrieben:Löten oder Crimpen ist eine Glaubensfrage - und beides will mit Sorgfalt ausgeführt sein :)

Da ich schweisse vertraue ich mehr am löten, aber ich habe mich nie mit crimpen auseinandergesetzt. Das werde ich wohl nachholen.

andwein am 28 Dez 2017 16:14:26

Daimos hat geschrieben:Habe das gerade mal mit meinem Amazon-30Euro-Multimeter nachgestellt: Selbst wenn ich die Mess-Spitzen aneinander halte, zeigt es 0,4 Ohm an. beste Grüße, Guido

Also entweder ist die Batterie alle oder es ist Schrott! Selbst meine Billiggeräte (Zeiger&Digital) stehen bei "Messpitzen aneinander" auf 0, 0 Ohm.
Und natürlich ist verlöten und danach mit Schrumpfschlauch isolieren über die Jahre gesehen die widerstandsfreiere Lösung
Gruß Andreas

Gast am 28 Dez 2017 16:38:45

Crimpen schliesst ja löten nicht aus. Ich mache beides, crimpen und löten (in der Reihenfolge)

Grüße, Alf

rkopka am 28 Dez 2017 17:37:22

andwein hat geschrieben:Also entweder ist die Batterie alle oder es ist Schrott! Selbst meine Billiggeräte (Zeiger&Digital) stehen bei "Messpitzen aneinander" auf 0, 0 Ohm.

Da habe ich schon alle möglichen Werte gesehen. Aber bedenke, daß die üblichen Meßbereiche 200.0 Ohm sind. Da hast du schon von der Wandlung her mindestens 1 Digit (hier 0,1 Ohm) Fehler, eher mehr. Außerdem sind die 0,4 Ohm gerade mal 0,2% vom Maximalwert. Oder anders gesagt, unter 1 Ohm sind das bestenfalls Schätzwerte.

Eins meiner DMM sagt z.B. bei Widerstand: +-0,8% bis +-5% +2 -10 Digit. Dazu: "Die Prüfkabel haben einen Eigenwiderstand von ca. 0,1-0,3 Ohm." Das ist auch etwa der Wert, der beim Zusammenhalten angezeigt wird.

Für genaue Werte braucht man eine 4-Leiter Messung. D.h. bekannten Strom anlegen und dann die Spannung über dem Widerstand messen. Damit bekommt man auch bei niedrigen Werten sinnvolle Ergebnisse.

Vergleichbar ist das mit einer Stopuhr an der Armbanduhr, die 100tel Sekunden anzeigt, aber mit Hand und Augenmaß betätigt wird. Die angezeigte Auflösung ist was anderes als die tatsächlich erreichbare Genauigkeit.

RK

ChiliFFM am 02 Jan 2018 15:00:43

Meine Meinung:
Löten hat nichts in Fahrzeugen zu suchen.
An der Stelle, wo die Litze lotdurchtränkt und steif ist und zur normalen Litze übergeht ist über kurz oder lang der Kabelbruch vorprogrammiert. So ein Fahrzeug vibriert nun einmal ziemlich regelmäßig.

Das ist auch der Grund warum Schraubverbindungen wie eine Lüsterklemme ebenfalls ungeeignet sind.
Die kann sich mit der Zeit schlichtweg unbemerkt lockern.

Deswegen Wago-Klemmen, die einen konstanten Federdruck haben oder eben VERNÜNFTIG crimpen.

andwein am 02 Jan 2018 18:15:48

ChiliFFM hat geschrieben:Meine Meinung: Löten hat nichts in Fahrzeugen zu suchen. An der Stelle, wo die Litze lotdurchtränkt und steif ist und zur normalen Litze übergeht ist über kurz oder lang der Kabelbruch vorprogrammiert. Das ist auch der Grund warum Schraubverbindungen wie eine Lüsterklemme ebenfalls ungeeignet sind.

Mit deiner Beschreibung hast du vollkommen recht! Deshalb meine Variante: Löten und das Kabel inklusive der Lötstelle mit genügend langem Schrumpfschlauch isolieren und stabilisieren!
Die Litzen in der Wagoklemme können mit Feuchte oxidieren, dann gibt es Übergangswiderstände. Eine Wagoklemme lässt sich nicht feuchteisolieren, da sonst die Klemmfunktion nicht mehr oder nur eingeschränkt geht. Aber letztendlich hann das ja jeder halten wie er will.
Meine Meinung und meine Erfahrung, nachträglich guten Rutsch, Andreas

xbmcg am 02 Jan 2018 19:35:02

+1 fürs Löten und Schrumpfen.

Ich löte auch die Steckschuhe / Kabelösen nach dem Krimpen. Kabelbruch an einer
Lötverbindung hatte ich noch nie, aber durchaus oxidierte und überhitze Krimpverbindungen,
die nicht verlötet waren.

Die Werkstatt macht sich natürlich nicht die Mühe, erstens dauert das Löten länger und zweitens
freut die sich auf Geschäfte mit Stammkunden.

Gast am 02 Jan 2018 19:37:09

xbmcg hat geschrieben:...
Ich löte auch die Steckschuhe / Kabelösen nach dem Krimpen. ...


So mache ich es auch, zusätzlich natürlich der Schrumpfschlauch oder eine Gummitülle, wie von Andreas Weigand beschrieben.

Grüße, Alf

gespeert am 07 Jan 2018 14:30:42

Loetstellen sollten davor und dahinter abgesichert werden damit nichts schwingen kann.
D.h. Kabel immer sauber binden.

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