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Schimmelbefall, Umgang mit Händler und Hersteller 1, 2


Ilostef am 24 Jan 2018 20:32:09

Hallo liebe Gemeinde,

lange Zeit stiller und interessierter Leser des Forums habe ich nun leider ein schimmeliges Problem und kann "guten Rat" gebrauchen.

Ich habe das Wohnmobil 2013 neu gekauft. Nun war ich im November zur letzten Dichtigkeitsprüfung bei meinem Händler um die 5 jährige Garantie auf Dichtigkeit zu behalten. (scheinbar habe ich alle Prüfungen gemacht bis auf die Erste im Jahr 2014, das muss ich aber noch klären).
Jedenfalls waren die letzten drei Überprüfungen ohne Beanstandungen. Es gäbe auch keinen Grund dazu, denn im Auto riecht es nicht feucht und es ist auch kein Makel sichtbar.
Bis gestern. Da hat sich zwischen Aufbauwand und Fliegengittertür (Aufbautür) etwas Schimmel gezeigt. Dem bin ich heute nachgegangen und habe das Drama gesehen (siehe Bilder).
Massiver Schimmel und die Innenwand ist in dem Bereich auch leicht einzudrücken, was darauf hindeutet dass der Hintergrund mürbe ist.










Nun stellen sich mir natürlich Fragen.

1. Wie kann es sein, dass ein Wohnmobil von 4,5 Jahren solch einen Schimmelbefall haben kann?
2. Wieso wurde das bei der letzten Dichtigkeitsprüfung im Nov 2017 nicht erkannt, obwohl der Schimmel (bei der Farbe) sich (mindesten) seit 1- 2 Jahren sich dort ausbreitet?

Kennt einer von Euch einen Gutachter, der sich damit wirklich auskennt und Objekt begutachtet?
Wer von Euch hat einen ähnlichen Fall gehabt und wie ist er damit umgegangen?

Ich hoffe natürlich, dass der Hersteller den Schaden übernimmt und die Reparatur durchgeführt werden kann ohne das ich meine Ersparnisse plündern muß. Da ich aber für den Eventualfall gerüstet sein möchte, bitte ich schon mal um Hilfe

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mafrige am 24 Jan 2018 22:20:44

Was für ein Wohnmobil hast du?

Ilostef am 24 Jan 2018 22:31:50

Hallo Gerd,

ich habe diesen Fall dem Händler und dieser dann dem Hersteller gemeldet hat, möchte ich erst mal abwarten, was dabei herauskommt.
Mich ärgert dieser Schaden total, ich weiß aber auch, das so etwas passieren kann und daher möchte ich den Verantwortlichen erst mal die Möglichkeit geben, den Schaden zu regulieren.

Mir geht es bei dem Posting primär um Informationen, wie ich damit umgehen sollte und ob jemand einen adäquaten Gutachter kennt.

Viele Grüße Stefan

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wolfherm am 24 Jan 2018 22:52:38

Hallo,


Du schreibst, dass anscheinend die erste Prüfung nicht gemacht wurde. Je nach Hersteller kannst du damit schon ein riesiges Problem haben.

mafrige am 24 Jan 2018 23:02:18

Also für mich ist das kein Schimmel, sondern eine Ausblühung aus dem Schaum oder Kleber.

Gast am 24 Jan 2018 23:12:31

Meiner Meinung nach gibt´s hier nichts zu (be-)raten.

1.) Aus meiner Sicht hast Du die Dichtigkeitsgarantie bereits versemmelt, als Du das erste Mal die jährliche Kontrolle versäumt hast.

2.) Die nächste Frage ist, woher die Feuchtigkeit, die den Schimmel verursacht hat, kommt. Kommt sie von außen, tritt die Dichtigkeitsgarantie ein (Problem siehe 1.)

3.) Kommt sie von innen, hast Du Pech gehabt. Du musst beweisen, daß sie nicht von innen kommt. Der Hersteller muss garnichts beweisen. Bei der Dichtigkeitsprüfung wird, wie die Prüfung schon heisst, auf Dichtigkeit geprüft. Nicht auf Schimmel.

Der Hersteller hat 3 Möglichkeiten:

Entweder lehnt er eine Reparatur aufgrund der versäumten Dichtigkeitsprüfung in Bausch und Bogen ab (was ich vermute).

Oder er stellt sich auf den Standpunkt, daß die Feuchtigkeit nicht von außen kommt (Garantie ist trotzdem rum). Du kannst zwar versuchen, per Gutachter zu beweisen, daß es nicht so ist. Aber was nützt das?

Er repariert auf Kulanz, was ich nicht glaube. Maximal wird Dir eine Kostenbeteiligung angeboten. Wenn überhaupt.

Gruß

Frank

caradoroland am 24 Jan 2018 23:21:15

Hallo Zusammen,

sieht wie vergammelter PU-Schaum, Hartschaum ( Polystyrol) aus. Einen Schimmelbefall mit diesem Ausmaß in Form und Wachstum kenne ich nicht. Es gibt aggressive Schimmelarten, welche organische Stoffe befallen, aber in einem Wohnmobil ist die Isolierung nicht organischer Herkunft. Es sieht für mich aus wie eine Undichtigkeit, wobei die Feuchtigkeit die Isolierung ausgedehnt hat, und diese nun zum Vorschein kommt.

Ilostef am 24 Jan 2018 23:24:00

Also nur mal so zum Verständnis.

Meine Fragen war:
1. Hat einer von Euch dieses Problem auch gehabt und wie ist er damit umgegangen
2. Kennt einer einen adäquaten Gutachter


Alles andere habe ich hier nur zum Verständnis geschrieben um den Fall nachzuvollziehen. Was es bedeutet, wenn ich die erste Prüfung nicht belegen kann, dessen bin ich mir bewusst.
Und nur mal so am Rande, wenn im Nov eine Prüfung gemacht wurde und alles in Ordnung ist, wie kann dann so ein schaden auftreten?


Vielleicht habe ich mit den Informationen aber auch zu viel gesagt und hätte mich viel kürzer fassen müssen um die gewünschten Informationen zu bekommen.

mv4 am 24 Jan 2018 23:28:55

für mich sieht es auf den Bildern aus wie ein Hausschwammbefall ...dann muss dort aber Holz verbaut worden sein.

Ilostef am 24 Jan 2018 23:29:23

caradoroland hat geschrieben:Hallo Zusammen,

Es sieht für mich aus wie eine Undichtigkeit, wobei die Feuchtigkeit die Isolierung ausgedehnt hat, und diese nun zum Vorschein kommt.


Ok, nehmen wir an es ist kein Schimmel, sondern vergammelt. Warum war die Feuchtigkeit nicht vor 7 Wochen zu messen?

caradoroland am 24 Jan 2018 23:32:45

Ilostef hat geschrieben:Warum war die Feuchtigkeit nicht vor 7 Wochen zu messen?


Dieser Schaden ist möglicherweise mehrere Monate alt.

caradoroland am 24 Jan 2018 23:38:51

mv4 hat geschrieben:für mich sieht es auf den Bildern aus wie ein Hausschwammbefall ...dann muss dort aber Holz verbaut worden sein.


Es gibt keine Anzeichen für einen Hausschwamm. Dieser legt sich üblicherweise um das Nadelholz, und hat einen weißen Rand in die Richtung die er einnimmt.

Ilostef am 24 Jan 2018 23:39:29

Dieser Schaden ist möglicherweise mehrere Monate alt.


Welchen Sinn macht eine Dichtigkeitsprüfung im Abstand von 12 Monaten wenn dazwischen ein solch massiver Schaden auftreten kann und dann nicht messbar ist?

mantishrimp am 24 Jan 2018 23:40:29

Hallo,

Ilostef hat geschrieben:Ok, nehmen wir an es ist kein Schimmel, sondern vergammelt. Warum war die Feuchtigkeit nicht vor 7 Wochen zu messen?

weil dort vermutlich nicht gemessen wurde, wenn ich das richtig sehe ist es direkt an der Aufbautür auf Scharnierseite, dort hast du bestimmt einen Steher der kleinen Sitzbank und direkt daneben ist die Fliegentür verbaut, richtig?
Wenn ja ist da vermutlich nicht genügend Platz für den Messkopf und ohne Demontage der Fliegentür keine Messung möglich.

mv4 am 24 Jan 2018 23:42:46

caradoroland hat geschrieben:Es gibt keine Anzeichen für einen Hausschwamm. Dieser legt sich üblicherweise um das Nadelholz, und hat einen weißen Rand in die Richtung die er einnimmt.


ich habe schon Hausschwamm gesehen der sah braun aus...aber egal was es ist...normal ist das nicht.

caradoroland am 24 Jan 2018 23:45:00

Ich habe nicht behauptet dass er nicht messbar ist. Immer an derselben Stelle gemessen, sollte ich diesen auch erkennen. Und wenn die Dichtigkeitsprüfung lückenlos durchgeführt wurde, hast du nichts zu befürchten.

mv4 am 24 Jan 2018 23:45:17

und an der kederleiste von der Tür sieht man einen typischen weißen Rand

caradoroland am 24 Jan 2018 23:57:23

Stefan halt uns bitte auf dem Laufenden. Ich drück dir die Daumen dass der Schaden übernommen wird. Mich interessiert ob Schimmel oder Isoliermaterial oder beides.

Viel Glück

PittiC am 25 Jan 2018 00:13:35

Rechtsanwalt Dähn in Bad Hersfeld

PittiC am 25 Jan 2018 00:15:18

Ist die Schadenstelle denn nass/feucht?

gespeert am 25 Jan 2018 05:53:43

Welcher Hersteller?

Alles Andere ist erstmal Kaffeesatzleserei.
Bau die Luke aus und schaue ob Wassereinbruch.

pipo am 25 Jan 2018 10:40:49

Ilostef hat geschrieben:ich habe diesen Fall dem Händler und dieser dann dem Hersteller gemeldet hat, möchte ich erst mal abwarten, was dabei herauskommt.

Nun warte doch einfach mal ab was der Händler sagt. Schäden können immer vorkommen und durch Deine 5 Jährige Garantie bist Du doch in einer konfortablen Situation.

chrisc4 am 25 Jan 2018 10:50:30

Hallo!
Folgende Schritte sind nun notwendig.
Gehe zu deinem Händler und reklamiere den Schäden.
Wenn er die fachgerechte Reparatur ablehnt, dann nimm dir einen versierten Rechtsanwalt zunächst für eine Beratung und ein Anschreiben an den Händler. Wenn der Händler ablehnt, dann (wenn vorhanden) die Rechtschutzversicherung informieren und um Kostenübernahme bitten.
Wenn notwendig, wird vom Gericht ein Gutachter beauftragt, den musst du bzw. deine Rechtschutzversicherung zunächst im Voraus bezahlen. Von dir selbst beauftragte Gutachter musst du immer selbst zahlen und werden vor Gericht in der Regel nicht anerkannt.
Wenn du keine Rechtschutzversicherung hast, dann würde ich den Rechtsweg nicht gehen, da kommen schnell einige tausend Euro zusammen.
Ich klage gerade in einem anderen Fall, Streitwert ca. 3000 Eur, bisherige Kosten ca. 6000 Eur. Zum Glück übernimmt meine Rechtschutzversicherung die Kosten!
Gruß
Hans

Ilostef am 25 Jan 2018 11:04:12

Hallo Hans,

der Schaden ist dem Händler gemeldet und dieser hat das auch dem Hersteller gemeldet. In der kommenden Woche soll da eine Antwort kommen.

Das ein bestellter Gutachter auf meine Kappe geht, war mir bewusst. Das das Gutachten bei Gericht oft nicht berücksichtigt wird, war mir nicht klar.
Daher war dein Hinweis mit dem vom Gericht bestellten Gutachter ein richtig guter Tip, vielen dank dafür.


Viele Grüße Stefan

Ilostef am 25 Jan 2018 11:06:10

PittiC hat geschrieben:Ist die Schadenstelle denn nass/feucht?


Die Bruchstücke. die ich in der Hand hatte waren eher trocken. Liegt aber wohl auch daran, das Luft ran kam.
Der weniger zugängliche Bereich fühlt sich klam an.

chrisc4 am 25 Jan 2018 11:32:57

Es würde dir bestimmt helfen, wenn du nachweisen könntest, dass dieser Fehler kein Einzelfall ist sondern bei dieser Modellserie häufiger vorkommt.
Um das herauszufinden wäre eine Anfrage hier im Forum ideal.
Gruß
Hans

kurt2 am 25 Jan 2018 11:46:58

Ilostef hat geschrieben:Nun stellen sich mir natürlich Fragen.
1. Wie kann es sein, dass ein Wohnmobil von 4,5 Jahren solch einen Schimmelbefall haben kann?
2. Wieso wurde das bei der letzten Dichtigkeitsprüfung im Nov 2017 nicht erkannt, obwohl der Schimmel (bei der Farbe) sich (mindesten) seit 1- 2 Jahren sich dort ausbreitet?


Hallo,
meine Meinung:

zu1)
hier gibt es verschiedene Ursachen. Die häufigste und plausibelste ist das Eindringen von Wasser das nicht verdunstet. Die ständige Feuchtigkeit führt in Zusammenarbeit mit Wärme (Innenraum) unweigerlich zu Schimmel. Zeitlich kann das bereits nach 2 Jahren so aussehen.

Zu2)
Das ist die Frage die der Betrieb der die Dichtheitsprüfung durchgeführt hat beantworten sollte. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten von einer „Pseudo- Prüfung“ über „Schnell-schnell“ bis hin zu „übersehen“.
Es kann natürlich auch sein, dass die Prüfungen immer nach dem Winter durchgeführt worden sind und das WoMo über den Winter in einer trockenen Halle gestanden hat. Dann ist der Bereich vielleicht sogar ausgetrocknet und war bei der Prüfung im Frühjahr unauffällig. Bei der ersten Regenfahrt ist wieder Nässe dazugekommen und der Schimmel bekam neue Nahrung.

Zu deinen weiteren Fragen kann ich nichts sagen.

Hättest du sämtliche Dichtheitsprüfungen gemacht und dokumentiert, wäre dieser Fall weitgehend unproblematisch. Das Problem dürfte die nicht durchgeführte Dichtheitsprüfung im ersten Jahr sein. Da stellen sich manche dann Hersteller furchtbar quer. Musst mal die genauen Voraussetzungen des Auflebens der Dichtheitsgarantie deines Herstellers durchlesen.

Im Übrigen ist erster Ansprechpartner für dich nicht der Hersteller sondern der Händler bei dem du das Mobil gekauft hast.

Das Problem bei den (umgangssprachlich) „Gutachtern“ ist, dass der Begriff „Sachverständiger“ nicht geschützt ist. So kann sich praktisch jeder „Sachverständiger für….“ nennen, ohne von der Materie auch nur die geringste Ahnung zu haben.
Deshalb sieht die deutsche Gesetzgebung die „öffentliche Bestellung“ vor. Diese bescheinigt einem Sachverständigen, dass er auf einem bestimmten Fachgebiet besonders qualifiziert ist.
Bei Gericht werden idR. nur „öffentlich bestellte, (vereidigte) Sachverständige“ anerkannt. Wird nun eine privat in Auftrag gegebene Begutachtung von einem „öffentlich bestellten Sachverständigen“ durchgeführt, wird die Expertise idR schon bei Gericht anerkannt. Die Kosten trägt der Auftraggeber. Wird der „öffentlich bestellte Sachverständige“ hingegen zur Erstellung eines Gutachtens vom Gericht beauftragt, fließen die Kosten gem JVEG in die Gerichtskosten mit ein, die idR die Partei zu tragen hat, die den Rechtsstreit verliert.

rkopka am 25 Jan 2018 13:33:29

mantishrimp hat geschrieben:Hallo,weil dort vermutlich nicht gemessen wurde, wenn ich das richtig sehe ist es direkt an der Aufbautür auf Scharnierseite, dort hast du bestimmt einen Steher der kleinen Sitzbank und direkt daneben ist die Fliegentür verbaut, richtig?

Neben dem Platz könnten auch einfach Metallteile die Messung beeinflussen. Wenn der Rahmen und/oder andere Teile in der Nähe aus Metall sind, hast du da immer komische Meßwerte, bzw. Ausschläge. Da könnte man nur mit Einstechen was erkennen.

RK

Campingbusreisende am 25 Jan 2018 15:20:02

Hallo, ein sehr interessanter Fall.
Ich habe mich lange Jahre berufsbedingt mit holzzerstörenden Pilzen in Bauwerken beschäftigt.
mv4 hat geschrieben:für mich sieht es auf den Bildern aus wie ein Hausschwammbefall ...dann muss dort aber Holz verbaut worden sein.
Das trifft es wahrscheinlich. Das auf den Bildern 1 und 3 auf dem Profil des Fensterrahmens zu sehende strahlenförmige Myzel ist die Konsole eines sich bildenden Fruchtkörpers. Wenn diese Erscheinung zu Tage tritt, dann ist das fadenförmige Myzel des Pilzes in verdeckten Bereichen schon sehr weitraümig gediehen. Ob es sich wirklich hier um den "Echten Hausschwamm" handelt kann man nicht genau sagen, es gibt da noch ein paar andere Kandidaten. Dazu wäre eine Analyse durch ein auf Pilze spezialisierten Holzschutzgutachter notwendig. Ich vermute, daß schon mit dem Bau des Wohnmobils durch ein infiziertes Holzwerkstoffbauteil der Pilz eingeschleppt wurde. Die Auskeimung durch Sporen ist nämlich an sehr spezielle Bedingungen gebunden, die in einem Wohnmobil nicht vorliegen, jedoch eingeschlepptes Myzel auf entsprechendem Substrat ist sehr vital und resistent gegen längere Trockenperioden. Der Pilz kann bei etwas Feuchtigkeitszufuhr von diesem Substrat ausgehend weite Strecken ohne entsprechende verwertbare organische (ligninhaltige) Stoffe und ohne Feuchtigkeitsgehalt überbrücken, um auf weitere verwertbare Stoffe zu treffen oder Fruchtkörper auszubilden. Auf diesen Strecken werden dann durch den Pilz selbst Wasserleitbahnen ausgebildet, um auch trockene Bereiche zu verwerten. Diese Pilzformen sind sehr "fleißig" und zersetzen bei entsprechenden Bedingungen Holz, Papier, Pressspanplatten. Selbst Holzwerkstoffe mit hohem anorganischen Bindemittelanteil wie OSB zerfallen in kürzester Frist. Vom Myzel durchdrungen werden auch alle anorganischen Materialien, die nur den geringsten Porenanteil aufweisen. Das solche Bewohner jetzt auch "Mobilien" besiedeln, dürfte die Fachwelt aufhorchen lassen. Vielleicht ist es ja auch schon etwas Eingeschlepptes aus Fernost.
Halte uns weiter auf dem laufenden, möglichst auch durch Fotos.

Frank

Taunuscamper am 25 Jan 2018 15:42:20

Hier taucht immer wieder der Händler als "erster Ansprechpartner" auf, der hat damit erst einmal überhaupt nichts zu tun! Dessen Gewähleistung endet nach zwei Jahren, die Dichtigkeitsgarantie ist Sache des Herstellers, die dieser an diverse Bedingungen knüpft! Genaugenommen muss der Händler noch nichteinmal den Kontakt zum Hersteller herstellen!

rkopka am 25 Jan 2018 15:52:29

Taunuscamper hat geschrieben:Genaugenommen muss der Händler noch nichteinmal den Kontakt zum Hersteller herstellen!

Das kommt wohl auch auf die Verträge zwischen Händler und Hersteller an. In vielen Fällen ist die einzige Reaktion des Herstellers: wenden sie sich an den Händler. Alles muß über diesen laufen.

RK

schnecke0815 am 25 Jan 2018 16:13:03

Wenn das stimmt was Frank (Campingbusreisende) schreibt kommt das Ganze einem Totalschaden nahe.

Das Stück was du in der Hand hälst würde ich in deinem Fall untersuchen lassen.

mv4 am 25 Jan 2018 16:33:42

Frank ...ich habe sogar schon gesehen das der Hausschwamm durch ein Ziegelmauerwerk und durch eine Betondecke gewandert ist :ja: ...aber das wird dir auch nicht neu sein wenn du dich damit auskennst. Ich denke das auch das dort Holz verbaut worden ist wo schon ein Befall vor lag.

rolf51 am 25 Jan 2018 17:13:56

Hallo,
jetzt sollte doch einmal der TE den Hersteller und Typ nennen, oder hab ich den übersehen?

Ilostef am 25 Jan 2018 17:20:26

rolf51 hat geschrieben:Hallo,
jetzt sollte doch einmal der TE den Hersteller und Typ nennen, oder hab ich den übersehen?


Nein, das hast du nicht übersehen. Was Du übersehen hast ist meine wiederholte Aussage, dass ich erstmal das Statement vom Hersteller und dem Händler abwarten werde bevor ich Namen nenne.

rolf51 am 25 Jan 2018 17:31:44

Hallo,
das habe ich nicht übersehen. Daher warte ich mit der Antwort ab, bis der Hersteller bekannt ist.

jochen-muc am 25 Jan 2018 18:02:03

Ich würden den begründeten Hinweise von Mario und vor allem Frank nachgehen und untersuchen lassen ob es sich tatsächlich um solch einen Pilz handelt.

Und da würde ich auch keine Antwort vom Hersteller oder Händler oder sonst wem abwarten sondern sofort tätig werden, so kannst Du nämlich evtl Fehldiagnosen etc gleich widerlegen.

Campingbusreisende am 25 Jan 2018 19:08:52

Hallo Ilostef,
wie ich vorhin schon schrieb ist dies ein sehr interessanter Fall, was dir in deinem Kummer natürlich erst einmal nicht weiterhilft. Der Schaden, der hier vorliegt, hat mit Schimmel nichts zu tun.
Versuche mal Kontakt mit der Deutschen Gesellschaft für Mykologie aufzunehmen (nicht verwechseln mit der Deutschen Mykologischen Gesellschaft, die medizinische Interessen vertritt). Dort kann man dir vielleicht jemanden benennen, der sich mit Braunfäulepilzen auskennt. Eine wirkliche Bestimmung kann allerdings nur mit molekolarbiologischem Verfahren durchgeführt werden. Vielleicht sind sie an deinem "mobilen Pilz" als wirklich absonderlichen Fall interessiert und du hast ein fundiertes kostenloses Gutachten aus dem hervorgeht, dass befallenes Holz zum Bau deines Mobils verwendet worden sein muß. Auch ein Holzschutzgutachter mit dem Fachgebiet Pilze (die allerdings sehr rar gesät sind) könnte sich dafür interessieren. Mein wirklich fachlich versierter Ansprechpartner ist leider schon verstorben. In Deutschland entstehen durch Braunfäulepilze an verbautem Holz jährlich Schäden im dreistelligem Millionenbereich. Aus meinen eigenen Erfahrungen heraus muß ich sagen, dass das Wissen über solche Holzschädlinge hier in Deutschland nicht sehr groß ist und sich nur auf wenige beschränkt, die auch immer mehr aussterben. Selbst im Wiki-Artikel zum Thema Hausschwamm finde ich einige Darstellungen, die ich durch langjährige eigene Beobachtungen widerlegen kann. Das gefährliche an einigen Pilzen ist, daß sie enorm schnell wachsen, und auch mit relativ trockenem Holz und allerlei anderem Material wie auch Spanplatte oder selbst Textilien recht schnell "fertig" werden. Auf einem deiner Fotos hast du ja die "Abbauprodukte" in der Hand. Der Pilz kann auch in Windeseile Dinge überwuchern, die für ihn eigentlich unverdaulich sind wie man ja ansatzweise an der Profilleiste sieht.

Frank

Ilostef am 25 Jan 2018 19:16:19

Hallo Frank,

das ist mal ein wirklich guter Tip, den werde ich auch jeden Fall aufnehmen.

Vielen Dank
Viele Grüße Stefan

mv4 am 25 Jan 2018 21:25:58

Spreche Mal mit einen Architekten- Büro....Die wissen wer in deiner Nähe ein Holzschutzgutachten machen kann und der kann dir sagen ob es der echte Hausschwamm ist oder nicht. Der echte ist in Deutschland glaube ich sogar Anzeige-pflichtig.
Schwierig wird nur für dich zu beweisen das der Schwamm vom Hersteller ist.

Campingbusreisende am 18 Mai 2018 16:47:46

Hallo Ilostef,
gibt es in dieser Sache inzwischen berichtenswerte Neuigkeiten? Ich wäre sehr an Informationen interessiert.

Gruß
Frank

Ilostef am 18 Mai 2018 17:29:08

Hallo liebe Gemeinde,

vorab einige Antworten auf die ich bisher nicht eingehen wollte.
Das Wohnmobil ist ein Bürstner 728 G Baujahr 2013 und gekauft bei Wohnwagen-Becker in Fuldatal.

Ich habe absichtlich keine updates gepostet, weil ich den Fall erst mal abschließen wollte, was nun aber so gut wie erfolgt ist.

Ich habe einen Gutachter über den Mykologischen Verband beauftragt (kein spezialisierter Gutachter für Wohnmobile), den Pilz zu bestimmen. Ergebnis ist, der Pilz ist in der Tat kein üblicher Pilz der in Wohnmobilien sonst auftritt. Das, was von dem Pilz zu sehen war, war nur der "Fruchtkörper" oder Ausblühung. Da der Pilz im Wand inneren ist und die Ausblühung über die Feuchtigkeitsmessung nicht messbar war, hatte der Händler bei der Überprüfung, wie sie üblich ist, keine Möglichkeit den Pilz festzustellen. Nach dem Gutachten war ich auf Wunsch des Händlers nochmal in Fuldatal zur genaueren Schadensfestellung. Ergebnis ist. Feuchtigkeit trat entweder über den Türrahmen der Aufbautür oder der darüber installierten Aussenbeleuchtung ein. Der Schadensbericht lies sich auf knapp 10 cm neben der Aufbautür eingrenzen.

Der Händler hat sich wiederholt mit Bürsten in Verbindung gesetzt und einen Kulanzantrag gestellt, der jedoch abgelehnt wurde. Mir wurde dann geraten, direkt noch mal mit Bürsten Kontakt aufzunehmen. Die Antwort auf die erste Mail war einfach nur dumm. Die Mitarbeiterin hat völlig sinnfrei geantwortet. Nach meiner zweiten Mail mit einer deutlicheren Ansprache kam dann aber die Antwort, dass Wohnwagen-Becker die Freigabe für die Reparatur bekommen hat und die Kulanz damit bewilligt wurde.

Ich möchte mich bei allen Bedanken, die mich mit konstruktiven Mitteilungen unterstützt haben.
Danke sage ich auch an Fa. Wohnwagen-Becker, die sich engagiert für mich eingesetzt haben.

Und nun wünsche ich euch allen ein schönes Pfingstwochenende

Stefan

Gast am 18 Mai 2018 17:58:47

Sehr interessant!

Was es nicht alles gibt. Ich habe mal dem Tippgeber Frank oben einen Pluspunkt für dich geklickt. Vermutlich kannst du noch nicht bewerten.

Grüße, Alf

pipo am 19 Mai 2018 09:39:46

Glückwunsch das sich das Blatt noch zum Guten gewendet hat. Aber was den Pilz betrifft muss ich nachfragen: Sicher das der Pilz 100% entfernt werden kann???

Ilostef am 19 Mai 2018 10:23:11

Hallo Peter,

erst mal vielen Dank, ich bin da echt erleichtert.

Zu deiner Frage: Bei der genauen Schadensfeststellung lies sich der befallene Bereich sehr gut eingrenzen. Und es scheint mir plausibel, dass die Reparaturmethode sinn macht. Zumal der Pilz nur das Holz des Türrahmen befallen hat (dieser Pilz kann nur auf organischen Stoffen überleben *Ergebnis des Gutachtens*) und sich nicht auf das Isolationsmaterial ausgebreitet hat. Ferner hat sich seit dem erkennen das Schadens kein neuer Fruchtkörper oder Ausblühung gebildet. Nichtsdestotrotz reden wir hier auch von einem Pilz. Ob es da einen 100%ige Sicherheit geben kann, weiß ich nicht.

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