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Fahre einen Concorde Carisma I 830L, Bj. 2003 auf Iveco Daily 60C15. Der Tacho zeigt 93000 km an. Bei der Prüfung der defekten Flammstartanlage hat die Werkstatt ein Verschieben der Kurbelwelle in der Längsachse diagnostiziert und mahnt dringend eine Reparatur an (Kosten zwischen 5 und 7000 Euro). Im Werkstattgespräch wird erwähnt, dass der Motor noch 100 000 km halten, aber genauso auch bei der nächsten Fahrt komplett "verrecken" könnte! Bin nun entsprechend verunsichert, Reparatur ist ja auch kein Pappenstiel. Hat jemand ein ähnliches Problem gehabt und kann mir etwas von seinen Erfahrungen mitteilen? Hi, ich glaube dass wenn sich eine Kurbelwelle axial verschiebt es eh schon so gut wie vorbei ist. Wüsste auch nicht wie sowas unbemerkt von statten gehen kann. Sowas prüft man auch nicht mal eben bei einer Reparatur der Flammstartanlage. Wenn du dir unsicher bist, lass dass bitte nochmal von einer anderen Werkstatt prüfen. frag doch mal nach wie sie das festgestellt haben? Und wie bitte schön hat sie den das Festgestellt? Und um wieviel soll sie sich verschoben haben? Klingt für mich ein wenig Merkwürdig. Ich würde eine Zweitmeinung reinholen. War das ne ATU Filiale? Oder hat man beim Ausbau von Teilen sich auf der Kurbelwellenscheibe abgestuetzt? Ich kenne bisher einen Fall wo das Frontlager nachgegeben hatte, war aber kein Transporter. Nur mal zum so,ein Austausmotor für das Auto kostet zwischen 3,5-5,0 K. Das ist dann Grundüberholt mit Garantie....dafür würde ich den alten Kasten nicht reparieren :) Google hilft was zu finden. Ich hatte mich im Vorfeld schlau gemacht obwohl im Moment kein Bedarf (selbe Motor) aber wenns dann brennt kennt man zumindest schon mal die Richtung 8) Hallo: Mit was wurde gemessen?? Mit Augenschein mit Zollstoch oder Meßuhr Realistisches Maß = ca 0,2 - 0,4 mm mf G KH Hallo, Kurbelwelle verschoben hört sich sehr merkwürdig an. Die Kurbelwelle hat ein axiales Stützlager, welches bei Auskuppeln, wenn der Kupplungsmechanismus aus den Kupplungsautomaten an der Schwungscheibe drückt, die Schubkräfte aufnimmt. Wenn sich die Kurbelwelle in Grössenordnungen verschiebt, würden die Pleuls schief im Motor arbeiten und das würde zu Geräuschen führen die dich den Motor freiwillig ausmachen lassen. Beste Grüsse Vielen Dank für die prompten Reaktionen. Gemessen? Man hat mich in die Werkstattgrube unter das Fahrzeug geführt und mittels einer Eisenstange - die der Mechaniker hinter dem Motorblock, im Übergang Kurbelwelle/Antriebswelle angesetzt hat - die Kurbelwelle (?) nach vorne geschoben. Danach war der Spalt vor dem Motorblock zwischen Flügerrad und Motorblock um ca. 2 - 3 mm (optischer Eindruck) breiter geworden. Davon konnte ich mich überzeugen. Laut Mechaniker ist das aufgrund der offensichtlich nicht mehr vorhandenen Stützlager möglich. Da ich das technisch nicht beurteilen konnte und mein Vertrauen in die Werkstatt eh bereits gelitten hatte, habe ich meinen Wagen nach Hause gefahren. War gerade auf Sizilien und bin über 6000 km gefahren, außergewöhnliche Motorgeräusche habe ich nicht gehört. Mittlerweile habe ich zumindest telefonisch mit einem Fachmann für Motoren sprechen können. Der sagte mir auch, dass mir bei einer Achsialverschiebung von 2 - 3 mm der Motor schon längst um die Ohren geflogen wäre. Kann mir aber daher das, was ich gesehen habe (Spalt zwischen Flügelrad und Motorblock) nun gar nicht mehr erklären. Es sei denn, die Werkstatt hat etwas inszeniert!? Werde nun nochmal ein andere Werkstatt aufsuchen, um ein zweite Aussage zu dem Problem zu bekommen. Alles etwas dubios. Beste Grüße, werde berichten was dabei herauskommt Nachgang: Das ist in einer IVECO Fachwerkstatt passiert. Lass die Ölwanne demontieren und schaut von unten auf den Kurbeltrieb. Alles andere ist nur reine Vermutung und Spekulation. Ich bin bei Iveco Mechaniker gewesen und kann dir nur diese Empfehlung geben. Natürlich bei einer anderen Werkstatt das machen lassen. Hallo, ich frage nochmal nur zu meinem Verständnis. Du schreibst der Spalt zwischen Motorblock und Flügelrad hat sich vergrößert. Auf der Kurbelwelle ist als vorderstes die Riemenscheibe montiert und hinter der Riemenscheibe ist die Kunststoffabdeckung des Zahnriemens an den Motorblock geschraubt. An dieser Stelle könnte man eine Axialverschiebung der Kurbelwelle sehen, was bedeutet die Riemenscheibe geht nach vorn und der Abstand zwischen Scheibe und Abdeckung Zahnriemen wird grösser. Dieser Vorgang muss auch beim Auskuppeln entstehen, da ebenfalls ein axialer Druck auf die Kurbelwelle entsteht. Deine Beschreibung Eisenstange - die der Mechaniker hinter dem Motorblock, im Übergang Kurbelwelle/Antriebswelle gesetzt hat, bedeutet aber nach meinem Verständnis, dass er die gesamte Antriebseinheit nach vorn geschoben hat und dies ist auf Grund der Aufhängungen ohne weiteres möglich, da diese Gummilager hat. Vielleicht helfen dir meine Überlegungen weiter. Beste Grüße Wenn dann das Spiel wirklich so groß, sein sollte würde ich die Ölwanne runter nehmen und genau nachgucken. Ob die Kurbelwelle bei eingebautem Motor ausbaubar ist kann ich nicht sagen da ich nicht weiß ob genug Platz da ist. Getriebe muss dann natürlich raus. So sollte das Lager aussehen ![]() Oder an der Riemenscheibe ist ein Gummilager auffulkanisiert. Das kann man auch verschieben. Mach dir mal keine Gedanken. Sowas kommt ausserst selten vor. Denn anpressdruck Axial hast du ja nur beim drücken der Kupplung. Da glaube ich kaum das das Lager verschliessen ist. Ich würde auch erstmal versuchen ruhig zu bleiben. Wir waren mit unserem Iveco 40C12 in einer Iveco Vertragswerkstatt zur Inspektion. Die haben an dem Kardan gedreht und sofort gemeint Kardan und Achsdifferential wären verschlissen und hätten zu viel Spiel. Nur ein Austausch inklusive Hinterachse für viele tausend Euro wäre möglich. Ich bin erstmal blass geworden und dann bei uns zu Iveco-Nord gefahren. Leicht zittrig das Ganze dem Werkstattmeister erzählt, der sich das daraufhin angesehen hat. Der konnte die Kardanwelle auch bewegen, meinte aber sofort, wenn die sich weniger drehen ließe wäre etwas kaputt. Nach diesem Schreck sind wieder 15tsd km ohne einen Tausch oder Reparatur vergangen und alles läuft super. Hol dir eine zweite Meinung von einer anderen Werkstatt. Gruß, Stephan Sorry, dass ich erst jetzt reagiere! mittlerweile bin ich etwas gelassener, der erste Schock ist verflogen und Eure Kommentare bestärken mich weiter. Ergänzend möchte ich noch kurz auf die Ursache der Schadensfeststellung zurück kommen. Auslöser war die nicht funktionierende Flammstartanlage. Die Werkstatt hat keinen Fehler in der Flammstartanlage finden können und vermutete, dass aufgrund einer Axialverschiebung der Kurbelwelle der für die Zündung erforderliche Kontaktpunkt (sitzt auf der Kurbelwelle) soweit ausgewandert ist, dass der Kontakt nicht mehr zustande kommt und somit ein Start des Motors nicht möglich ist! Bei plus 3° C startet der Motor aber ohne Probleme, wenn Kontrollleuchte für Flammstartanlage anzeigt, springt der Motor nicht mehr an obwohl Glühkerze und Relais in Ordnung sind. Zurück zum Hauptproblem Kurbelwellenlager: womoO2: ich meine die Riemenscheibe. Deine Anmerkung mit der Aufhängung und dem Gummilager habe ich nicht ganz Verstanden. Wo soll dieses Gummilager sitzen? Habe ich das richtig verstanden, dass beim Kuppeln die Kurbelwelle ebenfalls nach vorne geschoben wird? Wie kann das sein, wenn doch die Lager der Kurbelwelle eine Axialverschiebung der Kurbelwelle verhindern sollen? Bin hier Motortechnisch doch sehr unbedarft. Habe mittlerweile einen Termin für die zweite Meinung bei einer Spezialwerkstatt für Motorinstandsetzung vereinbart. ob das nun schlau war bin ich mir nun auch nicht mehr so ganz sicher. Ist es sinnvoller zunächst diese Prüfung durch Abbau der Ölwanne und in Augenscheinnahme der Kurbelwllenlager durchzuführen? Schneint mir faßt so! Das sich Kurbelwelle axial verschiebt ist normal. Es kommt darauf an um wieviel sie sich verschiebt. Normal sind ein paar 10tel Millimeter. Die Riemenscheibe vorne auf der Kurbelwelle hat einen einvulkanisierten Schwingungsdämpfer aus Gummie. Wenn der sich auflöst läßt sich die Riemenscheibe verschieben. Es kann also sein das es nur die Riemenscheibe ist. Jetzt krame ich diesen alten Fred mal wieder an die Oberfläche... Vielleicht ist bergskipper noch ab und zu hier? Wäre für mich durchaus interessant, zu hören, wie es weitergegangen ist. Für den einen oder anderen mit Iveco F1C-Motor vielleicht auch. Und was ich mich gerade noch frage: "Flammstartanlage" - hab den Ausdruck echt noch nie gehört. Sind damit die Glühkerzen und das drumrum gemeint? Spontan dachte ich an den guten alten Lanz, dem man mit der Lötlampe den Kopf geglüht hat... :D Bei der Flammstartanlage wird im Ansaugrohr eine geringe Menge Diesel verbrannt und dadurch die angesaugte Luft für den Motorstart vorgeheizt. Nicht ganz wie beim Lanz, aber so ähnlich :D Vorteil ist, dass dieses Verfahren gegenüber Glühkerzen weniger Batteriestrom braucht, weil der verbrennende Diesel die Hauptwärmemenge bringt. bis denn, Uwe Danke, Uwe, für die Aufklärung. Ich dachte, ich kenne meine Motortechnik so ziemlich, aber das war mir neu. Dann müsste mein 3,0l-Daily (Bj. 2016) auch eine Flammstarteinrichtung haben? Bin ich beim Lesen des Reparaturleitfadens und der Schaltpläne noch nie drüber gestolpert :eek: ... erstaunlich! Also mein Daily III von 2002 hat eine. bis denn, Uwe Der 3 Liter Motor ist ein anderer, könnte sein dieser hat Glühkerzen. Schau doch einfach mal auf den Ansaugtrakt, da müßte auf einem Rohr, nicht auf Gummi, ein rundes Teil sitzen wo Kabel ran gehen. Wenn ich mich noch recht entsinne, sitzt es kurz vor dem Ansaugkrümmer. Also Glühkerzen hat mein F1C auf jeden Fall, sind zumindest ausführlich in der Rep.anleitung dargestellt. Live gesehen hab ich sie noch nicht... allerdings auch nicht verstärkt gesucht. Ok, der TE schreibt ja, sein Auto ist von 2003 - mich hatte die Bezeichnung 60C15 auf den 3,0l-Motor gebracht, den ich auch habe, nur in der 150PS-Ausführung. 2003 war es dann wohl der 2,8l, nehme ich an, und damit ein ganz anderer Motor (Serie 8140...) Danke allen für die Tips! Tico |
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