inspiriert vom Reisebericht des Forumsmitglieds „Rofalix“ über die Bretagne im Winter, haben auch wir uns entschlossen unsere diesjährige 4-wöchige Winterreise in Richtung Norden und dann rund um Frankreichs Küsten zu unternehmen.
Vorneweg möchte ich noch sagen, dass dies sicherlich nicht die „ideale“ Jahreszeit für eine solche Reise ist, aber da wir nur im Januar länger wegfahren können, ist die Devise „lieber im Winter als gar nicht“.
Also los geht’s!
Tag 1
Von unserem Heimatort in südlichen Gastn nach Sinsheim – 340 km
Womopark Sinsheim
Am Ivlesbach, 74889 Sinsheim , V/E und Strom
Heute geht es endlich los!
Nach langem Zittern, ob unser geplanter Abreisetermin wegen des Wetters haltbar ist (gestern hat es stark gestürmt und für die nächsten Tage ist hier in Gastn Schneefall angekündigt), können wir doch planmäßig am Donnerstag, den 4. Januar so gegen 10.00 Uhr starten.
Unsere Siebensachen haben wir schon alle an den Vortagen ins Womo gepackt und so fehlen nur noch frische Lebensmittel und die (frisch geladenen) Elektronikgeräte.
Es geht für uns das erste Mal im Winter in Richtung Norden, aber die Fahrt nach Sinsheim in Schwaben verläuft trotz des stetigen Regens ruhig und ohne größere Behinderungen. Man merkt halt, dass in Bayern und Baden-Würtemberg noch Weihnachtsferien sind.
Wir treffen so gegen 16.00 Uhr auf dem Stellplatz in Sinsheim ein und finden auch gleich einen schönen Platz. Gott sei Dank ist der gesamte Platz mit festem Untergrund versehen, so dass wir auch bei dem starken Regen problemlos stehen können.
Nachdem wir uns auf auf dem Platz eingerichtet haben, geht es zu Fuß zuerst in den nahegelegenen Ort mit schöner Altstadt.
Bei Google haben wir uns schon vorher ein nettes, kleines China-Restaurant, in dem wir günstig und gut zu Abend essen, herausgesucht.
Tag 2
von Sinsheim nach Verdun – 320 km
Stellplatz an der Zitadelle:
7-9 Avenue du 5E Rap
55100 Verdun
Großer Parkplatz an der unteren Zitadelle. Keine Ver/Entsorgung. Dafür kostenlos. Das Stadtzentrum ist zu Fuß in ca. 800m erreichbar.
Heute geht es über die Grenze und wir kommen ohne Stau gut in Frankreich an.
In Verdun, unserer ersten Station, finden wir problemlos den Stellplatz bei der Zitadelle. Allerdings ist weit und breit kein Womoschild zu finden – Na ja, egal der Parkplatz ist eh' total leer und wir bleiben nach ersten Bedenken einfach stehen.

Zu Fuß geht es dann in die nicht sehr weit entfernte Innenstadt, wo wir uns auf die Suche nach dem Zeitungsladen machen, in dem es die begehrte free mobile SIM Karte geben soll. Aber leider haben wir Pech – der Laden ist geschlossen. Also muss in der Zwischenzeit die gute alte (und auch vergleichsweise sehr teure) Edeka SIM wieder ran.
Trotzdem gefällt uns der Ort sehr gut und wir haben einen doch recht langen Spaziergang gemacht.


Spät am Abend gesellt sich doch noch ein weiteres Womo zu uns und wir verbringen eine ruhige Nacht.
Tag 3
Verdun – Coucy-le-Château-Auffrique – 200 km
Stellplatz
Coucy-le-Château-Auffrique
Avenue Altenkessel, 02380 Coucy-le-Château-Auffrique
Es hat endlich aufgehört zu regnen und wir fahren bei etwas besserem Wetter weiter ins Herz Frankreichs und erreichen am Nachmittag die kleine Ortschaft Coucy-le-Château-Auffrique.
Dort soll es neben einem sehr schönen Stellplatz auch eine sehenswerte alte Ruine geben.

Allerdings ist Parkticketautomat des wirklich sehr netten Stellplatzes nicht so einfach zu bedienen – erst mit Hilfe eines Franzosen, der schon öfter dort war, gelingt es mir (und einem belgischen Mitcamper – ich stelle mich also nicht alleine so blöd an und an der Sprache liegt es nicht - der Automat ist mehrsprachig) ein Parkticket für 5 Euro zu lösen. Darin enthalten sind alle Leistungen – sogar Strom an jedem Platz. Man bekommt eine Quittung mit einem Pin-Code.
Dieser Code wird benötigt, um die Stromsäule zu aktivieren, Wasser zu zapfen, und um die Türe vom Sanitärgebäude zu öffnen
Gleich neben dem Platz gibt es einen sehr empfehlenswerten kleinen Bäckerladen, wo wir noch Brot und Kuchen erstehen.
Auch eine Apotheke ist gleich um die Ecke.
Dann geht es hinauf auf die wirklich tolle Ruine – wir kommen gerade noch rechtzeitig, um diese ausführlich besichtigen zu können.



Am Abend kann man dann noch vom Stellplatz aus die beleuchtete Ruine bewundern - einfach ein wunderbarer Platz abseits der Touristenströme :bindafür:
Tag 4
von Coucy le Chateau Auffrique nach Le Tréport – 200 km
Wohnmobilstellplatz Le Tréport
Avenue Pierre Mendez – V/E mit Stromflat an allen Plätzen
Nach einer stressfreien Fahrt ohne viel Verkehr, finden wir problemlos den großen Platz am Rande von Le Tréport und wundern uns, dass für diese Jahreszeit doch recht viele Mobile unterwegs sind.
Den schönen Ort besichtigen wir bei etwas Regen und sehr starkem Wind.

Das Wetter spielt heute leider so gar nicht mit. Aber egal, mit dem Funiculaire geht es auf die Klippen hinauf und wir werden fast weggeweht.


Aber trotz des Nieselregens geniesen wir die tolle Aussicht und laufen lange herum, bis wir bei Einbruch der Dämmerung gut durchgelüftet wieder am Stellplatz ankommen.
Tag 5
von Le Tréport nach Montville bei Rouen - 80 km
Stellplatz Montville
Place d'Abbé Kerebel
V/E – kein Strom (nur eine Dose und sauteuer – 6 Euro/Stunde!)
Eigentlich wollten wir heute die Kreidefelsen von Etretat besichtigen, aber der Regen macht uns mal wieder einen Strich durch die Rechnung und so beschließen wir in Richtung Rouen zu drehen. Da es in Rouen keinen vernünftigen Stellplatz geben soll, beherzigen wir einen Rat aus dem Internet und fahren in die kleine Ortschaft Montville. Der dortige Platz ist wirklich nett und so beschließen wir, die Nacht hier zu verbringen. Auch hier ist der Stellplatz gut gefüllt.

Nach einer kurzen Mittagspause geht es dann mit dem Bus nach Rouen, wo wir endlich die begehrte free mobile SIM kaufen wollen. Als wir bei dem Laden eintreffen, sehen wir schon die lange Schlange – dieses Angebot will sich wirklich keiner entgehen lassen (100 GB für 20 Euro).
Es geht dann aber doch recht schnell und ca. 20 Minuten später verlassen wir als stolze Besitzer einer free mobile Simkarten das Geschäft wieder.
Danach besichtigen wir noch die schöne Stadt Rouen bevor es mit dem Bus in ca. 40 Minuten Fahrt wieder ins beschauliche Montville zurückgeht.



Fortsetzung folgt ....

