Zusatzluftfeder
anhaengerkupplung

Bester Spannungsbereich für die Winston Zellen?


Gast am 22 Apr 2018 11:45:42

Hallo Li-Fans,

Ich isoliere mal das Spannungsthema.

Auf den verfügbaren Datenblättern wird für die Winston Zellen ein Spannungsbereich von 2,8 bis 3,8 Volt entsprechend einer 4 Zellen Anlage 11.2 bis 15.2 Volt empfohlen. Viele hier entladen bis knapp über 12 Volt, Laden bis 14,4 Volt. Das ist praktisch, weil die meisten Ladegeräte dafür ausgelegt sind.

Nun sind die Spezifikationsdaten wesentlich ausser diesem Bereich. Meine Frage:

Spricht etwas dagegen bis zu 14.8 Volt zu laden?

Hintergrund der Frage... Man könnte besser mehrere Ladestrategien wie Solar, Booster, Landstrom gegeneinander staffeln.

Grüße, Alf

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

egocogito am 22 Apr 2018 23:09:40

KudlWackerl hat geschrieben:Spricht etwas dagegen bis zu 14.8 Volt zu laden?

Hintergrund der Frage... Man könnte besser mehrere Ladestrategien wie Solar, Booster, Landstrom gegeneinander staffeln.

Grüße, Alf


Keine Ahnung, ob etwas dagegen spricht, lt. lisunenergy ist das mit 14,2 - 14,4 V für kurze Zeitdauer und dann auf 13,5 V Float durchaus im grünen Bereich, und auch mal höher, damit die Zellen ins Balancieren kommen - aber eben nicht ständig. Ich denke, lisunenergy hat auf diesem Sektor von allen wohl die meiste Erfahrung.

Zum Zweiten, ich gebe zu, die Frage so überhaupt nicht zu verstehen - was bedeutet gegeneinander staffeln? Jede Ladequelle mit anderer Kennlinie, anderer Schlussspannung, Ladequellen parallel oder generell einzeln?

Und, obwohl ich dir wohlgesonnen bin, weil ich deine Kompetenz anerkenne, verstehe ich schon, wenn hier wirklich kaum wer antwortet, denn dein Hohn und Spott in gar nicht so seltenen Antworten sind berühmt-berüchtigt.

Schade eigentlich.

lisunenergy am 23 Apr 2018 05:57:33

Da sich die Experten immer noch nicht einig sind, und es noch von der Sorte unterschiedlich ist rate ich bei den 14,2-14,4 Volt zu bleiben. Victron hat ja jetzt den Ausgleichsmodus in seinen Solarladereglern wo man für 1 Stunde die Spannung anheben kann. Z.B 14,5 Volt.
Der Test meines Prototypen wird ja bis auf 14,7 Volt gehalten. Durch die alte Ladetechnik nicht zu verhindern.
Auch dort noch keine Gefahr . Sogar die verrückte Tiefentladung hat bis dato nichts verändert.

MountainBiker am 23 Apr 2018 07:30:32

Hallo,

was dagegen spricht die Spannung weiter anzuheben:
je höher die Ladespannung, desto größer die die Gefahr einer OVP -Abschaltung bei Dissbalancen der Zellen, da unter Umständen der Balancerstrom den Spannungsanstieg nicht im "Zaum" halten kann.

Streß für die Zelle - im Datenblatt wird die Ladespannung bis 4V(max) angegeben - Einfluß auf dei Lebensdauer wohl gering bei 365-3,7V pro Zelle. Auf jeden Fall sollte der Lader wenn so hoch einestellt, beim Erreichen von Vmax sofort auf Float wechseln oder abschalten.

Gast am 23 Apr 2018 08:33:48

lisunenergy hat geschrieben:Da sich ... rate ich bei den 14,2-14,4 Volt zu bleiben. Victron hat ja jetzt den Ausgleichsmodus in seinen Solarladereglern wo man für 1 Stunde die Spannung anheben kann. Z.B 14,5 Volt.
Der Test meines Prototypen wird ja bis auf 14,7 Volt gehalten. Durch die alte Ladetechnik nicht zu verhindern.
...


Hallo Lars,

kannst du das mal etwas ausführen?

Dein Prototyp, Seit wieviel Jahren erträgt er den Ladeschluss 14,7 Volt? Wie lange bleibt die Spannung stehen bis der Regler auf Erhaltungsladung geht?

Grüße, Alf

Nögel am 23 Apr 2018 09:38:40

KudlWackerl hat geschrieben:
Spricht etwas dagegen bis zu 14.8 Volt zu laden?


1. Der Akku ist bei 13,5V voll geladen, bis 14,8V nimmt er nur 3-5% zusätzlich auf.
2. Die hohe Spannung verkürzt die Lebensdauer, siehe Foto aus LiIonen-Batterien-Kompendium.pdf.


Besser wäre es mit 13,5V /13,6V zuladen und balanzieren, aber das lässt die verbaute Ladetechnik nicht zu.

Gast am 23 Apr 2018 09:57:03

Hallo Nögel,

Gilt dein Diagramm für die Winston-Zellen mit Y? Ich glaube nicht. (aber: Glauben = nix Wissen) :?:

Mein BMS ist das einfache CBM400 von EV-Power, es balanciert beginnend bei 3,35 Volt bis 3,5 Volt. Ladespannungen von unter 14 Volt wären kontraproduktiv, da eine schwache Zelle nie balancieren würde.

Grüße, Alf

Axel1960 am 23 Apr 2018 10:13:08

Die Datenblätter von Winston scheinen sich über die Jahre zu verändern.

Als ich in 2014 die Datenblätter geladen hatte stand dort :
Discharge 2,5 Volt
Charge 4 Volt

Wenn wir wie allgemein üblich die Zellen im Bereich von 3 - 3,6 Volt nutzen, stellt sich doch die Frage bei wie viel Prozent steht die Zelle bei 3 Volt beziehungsweise bei 3,6 Volt.

Weiter sollte man auch mal darüber nachdenken auf wie viel Zyklen man im Jahr kommt, für 500 Zyklen benötige ich bei einer Nutzung von 8 Monaten im Jahr 10 Jahre, da wird der Akku eher durch die Zellenalterung an Kapazität verlieren als an der Zyklenzahl.

Die Idee nicht mit jeder Ladequelle auf 14,4 Volt zu laden, habe ich letztes Jahr umgesetzt, aber nicht um den Akku zu schonen, sondern nur um selber entscheiden zu können wann der Akku balanciert wird.

Ich habe mir doch nicht einen Lithium Akku gekauft um ihn dann wie ein rohes Ei zu behandeln, das hatte ich doch schon mit den Bleiakkus und geholfen hat es dennoch nicht.

biauwe am 23 Apr 2018 10:22:58

Ich hab noch 2 Kurven:

--> Link

--> Link

So wie das aussieht spielt es keine Rolle ob die Zellen mit oder ohne "Y" sind.
Ich hab jetzt 4 verschiedene Akkus und alle verhalten sich gleich.

Gast am 23 Apr 2018 10:37:52

Hier zur Ergänzung der Diskussion, damit meine Motivation diese Frage zu stellen euch besser klar wird, eine paar Rahmenbedingungen meiner Anlage:

Die Ladekurve aus dem originalen China-Winston-Manual:



Ich behaupte mal, es ist bei dieser flachen Kurve völlig unmöglich, mit der üblichen Ladetechnik zum Beispiel auf genau 90% vollzuladen, da die Spannung auch noch von der Temperatur (andere Grafik) abhängt. Aus dieser Kurve würde ich bei der bei mir im Womo üblichen Ladung mit unter 0,1 CA (Solar) bis max. 0,2 CA (Booster ohne Kühlschrank) eine Ladeschlusspannung von leicht über 3,5 Volt ableiten ... 14,4 Volt, was auch Lars oft empfiehlt. Aber in der direkt unter der Grafik stehenden Erläuterung schreib Winston:



Winston lässt also einen Lade-Betrieb bis maximal 4 Volt zu ... das sind immerhin 16 Volt im System.

Gerne würde ich die Solaranlage von der Spannung über den Booster legen, damit die Solaranlage immer Vorrang hat beim Einspeisen. Dieser Strom ist ja preisgünstig und 100% umweltverträglich. Mein Booster kann allerdings nur runter bis 14,4 Volt. Ich meine, die Ladekurve GEL ist mit 14,4 und 13,8 Volt die bestmögliche für die Winston:



(Temperatursensor habe ich ausgebaut)

Also müsste die Solaranlage ein wenig höher. Dort (Votronic) kann ich 14.2 oder 14.4 (derzeit eingestellt) oder 14,6 oder 14.8 Volt einstellen. Ich habe allerdings etwas Bammel, da bei den teils wochenlangen Stillstandszeiten die Solaranlage dann jeden Tag eine totale Volladung zum Beispiel auf 14,6 ( 3,65V je Zelle ) durchziehen würde. Bei voller Batterie und dadurch geringem Strom habe ich praktisch keinen Spannungsabfall an den nachgeschalteten SSR.

Zusammengefasst: Fürs Balancing hohe Spannung gut, für Lebensdauer hohe Spannung schlecht?

Insofern sind Lars Erfahrungen mit seinem "Prototypen" so interressant. Vielleicht schreibt er ja noch was dazu.

Grüße, Alf

P.S. hat sich jetzt mit ein paar Posts überschnitten ...

P.P.S Edit: Biauwe, woher ist die Grafik mit den Entladezyklen anhand Entladetiefe?

biauwe am 23 Apr 2018 10:49:05

KudlWackerl hat geschrieben:(Temperatursensor habe ich ausgebaut)


P.P.S Edit: Biauwe, woher ist die Grafik mit den Entladezyklen anhand Entladetiefe?


Die Grafik gab es mal hier: --> Link

Jeder Solarregler hat intern auch noch einen Temperatursensor zum Schutz.
Der sorgt dafür, das im Sommer die Spannung/Last nicht zu hoch wird und regelt ab.

lisunenergy am 23 Apr 2018 15:05:40

Der Sommer ist beim Solarladeregler kein Problem. Bei vielen alten Reglern ist dieser innen auf der Platine fest.

Ich hatte eine sehr gute Arbeit veröffentlicht, wo das Problem mit der Ladung besteht, da dies wiederum von der Stromstärke abhängt.
Viele versuchen alles um den Akku abzuschalten. Ich rate davon echt ab ! Je älter die Zellen werden um so größer der Drift. Schaltet man danach zu kommt es zu OVP. Das ist viel schlimmer!
Die Victrongeräte sind da sehr gut und kommen dem sehr nahe.
Akku nutzen und gut ! Ihr seht doch das Anlagen gibt die nicht rund laufen, bloß weil so rumgespielt wird !
Ich habe noch einen 40Ah der jeden Tag mit 4 c belastet wird. Auch hier keine Müdigkeit.

Gast am 23 Apr 2018 15:10:57

Hallo Lars,

Die Frage war nach der Spannung. Hast du deinen Prototypen 7 Jahre lang täglich bis 14.7 Volt geladen?

Grüße, Alf

lisunenergy am 23 Apr 2018 19:40:55

Ja ab Oktober hat er täglich diese Spannung. Im Sommer geht er auf 14,2 Volt.

biauwe am 24 Apr 2018 10:22:02

lisunenergy hat geschrieben:Bei vielen alten Reglern ist dieser innen auf der Platine fest.


Und die neuen Regler haben keine interne Überwachung mehr?

andwein am 24 Apr 2018 11:08:12

biauwe hat geschrieben:....Und die neuen Regler haben keine interne Überwachung mehr?

Man muss die techn. Beschreibung durchlesen, wenn nichts von Temperaturkompensation drin steht gibt es auch keine!
Wenn drin steht "Anschluss ext. TempFühler" ist keiner eingebaut, mann kann aber einen zukaufen und anschließen
Wenn drinsteht "Temperaturkompensation" und nicht "ext. Anschluss möglich" dann ist einer intern verbaut und misst die Temperatur des Installationsortes und der Wärmeabgabe des Reglers.
Es ist eine Frage des Preises und nicht des Alters, es gibt auch billige neue Regler.
Meine Interpretation und Hilfestellung, Gruß Andreas

biauwe am 24 Apr 2018 11:15:39

andwein hat geschrieben:Wenn drin steht "Anschluss ext. TempFühler" ist keiner eingebaut, mann kann aber einen zukaufen und anschließen.. Gruß Andreas


Das simmt so nicht z.B.: Solarladeregler 7520 MPPT Soltronic
oder FOX-320 Solarladeregler

usw.

Gast am 24 Apr 2018 11:21:56

Macht doch einfach für diesen sehr wichtigen Aspekt einen eigenen Thread auf.

Wegen der Spannungsproblematik habe ich für die LiFeYPO4 von Winston an meinem Votronic-Regler den Fühler abgeklemmt. Temperatur ist hier definitiv nicht das Thema.

Grüße, Alf

lisunenergy am 24 Apr 2018 15:29:25

Wie schon geschrieben es ist abhängig vom Typ. Z.B. steca ist innen verbaut. Bei einigen kann man diese per Software deaktivierten. Oder haltcEntfernung des Sensor.

Variophoenix am 24 Apr 2018 18:50:43

Ich habe bei mir auch verschieden Ladequellen. Solar bis 14.2V dann auf 13.45V Ladegerät auf 14.2V dann auf 13.35V. Und die zweite Lima ist bei mir einfach zuschaltbar. Brauche ich so gut wie nie. Könnte man auch beim Booster so machen.

andwein am 26 Apr 2018 10:14:19

biauwe hat geschrieben: FDas simmt so nicht z.B.: Solarladeregler 7520 MPPT Soltronic oder FOX-320 Solarladeregler usw.

Sorry, dass ich auf deine Frage geantwortet habe. Ich wusste nicht dass du es weißt und die Frage rein rhetorisch war. Da fehlt mir halt einfach die Antenne für.
Gruß Andreas

biauwe am 13 Jul 2018 12:45:57

Die Hauptladung bei LiFe(Y)PO4 scheint bei 13,44 V zuliegen!?

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Der Irrglaube mit der Vollladung bei LiFePo4
Test und Qualität von LiIon-Akkus
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2018 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt