Hallo Volley97,
wir haben das Residence G3 an unserer Markise hängen, wenn wir im Urlaub mehr als 1 Woche am Platz bleiben. Gekauft haben wir das Zelt vor 3 Jahren und seitdem etwa 6x aufgebaut.
Beim ersten Aufbau muss dazu etwas eingerichtet werden, deshalb empfiehlt sich, das mit einem Vormittag an Zeit in Ruhe zu vollziehen. Dazu benötigt man auch einen Akkuschrauber mit 2mm- Bohrer (glaube ich), weil dabei die Stützen am
Womo bzw. deren Halterungen oben einmalig angebracht werden. Danach braucht man kein besonderes Werkzeug mehr, außer zum Heringe einschlagen.
Grundsätzlich kann man das Zelt alleine anbringen, zu zweit geht es jedoch besser und schneller. Wir schaffen es mittlerweile in aller Ruhe innerhalb einer Stunde.
Ablauf: Zuerst die Markise voll ausfahren. Danach an jeder Markisenseite eine horizontale Stütze anbringen und die Markise um das kleine Stück bis zur Länge der Stützen zurückdrehen/ -fahren.
Jetzt das Markisentuch in die Stützen einlegen und festschrauben. Dazu braucht es eine Leiter, je nachdem wie hoch deine Markise am Womo angebracht ist, denn da musst du hin. :D
Ist es beim Aufbau windig, kann jetzt schon ein Sturmset gespannt werden. Wir machen das immer, denn das Zelt steht ja eine Weile. Dann die Seitenwände in die Kederschienen einfädeln und die Vertikalstützen am Womo in die Seitenwände einführen und oben einhängen.
Hier der erste Kritikpunkt: Die Gummilippen, die an diesen Stützen dran sind und zur Womowand
abdichten sollen, sind ziemlich hart. Nach dem ersten Abbau waren leichte Scheuerstellen im Lack, ich hab sie aber wieder rauspoliert. Jetzt legen wir immer Schaumstoff dazwischen.
Jetzt kann man die Stützen nach unten bis zum Boden ausfahren und mit Heringen fixieren.
Dann die Vorderwand einhängen und die Ecken mit Doppelkedern verbinden. Dann die Markisenstützen vorn hoch bis das Zelt gerade steht. Damit das auch so bleibt, gibt es noch 2 Schrägstreben, die zwischen der Vertikal- (am Womo) und der Horizontalstütze (am Markisentuch) angebracht werden. Das müsste es gewesen sein.
Naja und dann noch ringsherum mit Heringen und Gummis abspannen. Je nach Boden dauert das auch noch ein wenig...
Fazit: Wir haben die Anschaffung bislang nicht bereut. Du hast viel mehr "Wohnraum" und kannst beruhigt Tisch, Stühle und allen möglichen Krempel im Vorzelt lassen. Wir sind oft mit Enkeln unterwegs, da fällt einiges an Spielzeug, Strandzeug usw. an. Und der Spielplatz bei Regenwetter ist auch nicht im Womo, sondern im Vorzelt. An den Seitenwänden kann man die Fensterfolien hochrollen, so dass nur die Fliegengaze bleibt. Somit kann es bei Hitze gut durchlüften. Es kann auch die komplette Vorderwand aufgerollt werden. Das haben wir noch nicht gemacht (Heringe!) aber es würde gehen.
Nachteilig: Es gibt Geräusche bei Wind und auch ein wenig Bewegung am Womo. Es hält bei stabilem Aufbau zwar einiges aus aber gerade anfangs haben wir bei steifer Brise nachts mit einem Auge wach gelegen, weil es quietscht, flattert, schlägt...
Einmal hatten wir 80 kmh- Böen und sind um halb 4 nachts raus, um das Ding abzubauen. Wir hätten aber sowieso nicht schlafen können :?
Was noch? Die Kommunikation mit den Nachbarn kommt zwar nicht automatisch zum Erliegen aber unsere Erfahrung zeigt, dass man selbst aktiv werden muss, um Kontakte zu knüpfen. In dem Zelt spricht man selten jemanden an - sitzt jemand nur so vor dem Womo, passiert das ja häufig. Andererseits können wir nun meist selbst entscheiden, ob wir unsere Ruhe haben wollen oder nicht 8)
Und: Beim Aufbauen hast du meist Publikum, denn so ein Zelt ist ja eher untypisch am Womo...