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Wohnraum-Batterie falsch anschließen? Ducato 230


trema am 07 Okt 2018 12:04:47

Moin, Kollegen,

ich muß mal schnell was ganz dummes fragen:

Kann man die Wohnraumbatterie falsch herum anschließen? Und wenn ja: Was würde passieren?
:gruebel:

Bei unserem alten Hymer auf Ducato 230 ist so einiges verbastelt, und die Anschlüsse der Wohnraumbatterie geben farblich nichts her, woraus ich auf Plus und Minus schließen könnte. :nixweiss:

Was könnte passieren, wenn ich Plus an Minus und Minus an Plus anschließe?

Bin ganz ziemlich ratlos. Naja, es gibt ja eine 50-prozentige Wahrscheinlich, es richtig zu machen ... :lach: :cry:

Danke für ein Lächeln und einen Tipp,
Michael.

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derIcke am 07 Okt 2018 12:46:37

Moin,
habe gerade mal bei einer ausgebauten Batterie geguckt, da ist der Pluspol 3 mm dicker als der Minuspol. Also sind ja auch die Klemmen so und du kannst theoretisch nix falsch machen.

Icke

Inselmann am 07 Okt 2018 12:49:05

Durchgangspruefer nehmen. Die Polklemmen gegen Masse testen. Wo's piept ist MINUS :mrgreen:

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Uwe1961 am 07 Okt 2018 13:05:09

...einfacher: 12V Glühlampe nehmen, einen Pol an Fahrzeugmasse und mit dem anderen die fragwürdigen Klemmen/Kontakte testen: leuchtet die Lampe ist es Plus...bleibt sie dunkel, ist es Minus/Masse.

Gruß Uwe.

rkopka am 07 Okt 2018 13:27:28

trema hat geschrieben:Kann man die Wohnraumbatterie falsch herum anschließen? Und wenn ja: Was würde passieren?[/b] :gruebel:

Gute Frage. Vielen Verbrauchern wäre es wohl egal. Aber alle Steuerungen und was Elektronik hat, ist gefährdet. Bestenfalls sind sie mit Dioden geschützt und es passiert gar nichts, oder es geht nur eine Sicherung. Es kann aber auch einiges durchbrennen. Bei korrekter Absicherung gibt es keine Gefahr für das Fahrzeug als solches, aber enige Geräte könnten dann kaputt sein.

Bei unserem alten Hymer auf Ducato 230 ist so einiges verbastelt, und die Anschlüsse der Wohnraumbatterie geben farblich nichts her, woraus ich auf Plus und Minus schließen könnte. :nixweiss:

Da gab es ja inzwischen ein paar Vorschläge.

RK

gespeert am 07 Okt 2018 13:28:06

Was passiert?

Im guenstigsten Fall wird eine Falschpolung durch eine parallel geschaltete Diode aufgefangen, die sogenannte Dummheitsdiode. Da diese Diode die vorgeschaltete Sicherung zum Ansprechen bringt, ist die Schaltung dahinter abgesichert.

Im worst case geht saemtliche Elektronik hoch.
Nutze den obigen Hinweis, lege eine Klemme an und messe an einer bekannten Stelle nach. Aber vorsicht, das Potential kann auch rueckwaerts gespeist werden.

thomker am 07 Okt 2018 17:31:43

Wie oben schon geschrieben, die normalen, runden Batteriepole sind unterschiedlich dick, es passen die "Ringe" also nur richtig herum drauf. Die normalen Polklemmen sind auch mit + und - gestanzt, mal genauer anschauen...

Gruß
Thomas

trema am 07 Okt 2018 20:06:23

Vielen herzlichen Dank an euch alle! Total nett, daß ihr mir da mit so vielen Vorschlägen helft. Heute habe ich mich erst mal dem Desinfinzieren des Frischwassertanks gewidmet. Und morgen teste ich dann mit der 12 V-Glühlampen-Methode die Pole. Ich schau mir auch mal die Klemmen an. Bin gespannt.

Danke nochmals!!! - und: Ich melde mich.

(Noch zur Ergänzung: rkopa hatte ja geschrieben, daß ein Vertauschen der Pole "vielen Verbrauchern ... wohl egal" wäre. Aber würde die Batterie denn dann noch geladen werden? - Ist nur eine theoretische Frage, denn ich werde das morgen ja mal gründlich überprüfen.)

Beste Grüße,
Michael.

rkopka am 07 Okt 2018 21:03:41

trema hat geschrieben:(Noch zur Ergänzung: rkopa hatte ja geschrieben, daß ein Vertauschen der Pole "vielen Verbrauchern ... wohl egal" wäre. Aber würde die Batterie denn dann noch geladen werden?

Natürlich nicht. Außerdem würden wohl spätestens bei Schalten des Trennrelais die Sicherungen gehen.
Ich meinte damit, daß ein guter Teil der Verbraucher, gerade bei älteren Womos nicht auf die Polung schaut, z.B. Glühbirnen, Heizpatronen vom KS, evt. Zündkreise. Motoren würden falsch laufen. Aber das ist eher theoretisch, da wohl sehr bald einige Sicherungen gehen oder einige Geräte defekt sind und du dann die anderen auch nicht mehr nutzen willst oder kannst :-).

RK

Inselmann am 07 Okt 2018 21:38:27

Uwe1961 hat geschrieben:...einfacher: 12V Glühlampe nehmen, einen Pol an Fahrzeugmasse und mit dem anderen die fragwürdigen Klemmen/Kontakte testen: leuchtet die Lampe ist es Plus...bleibt sie dunkel, ist es Minus/Masse.

Gruß Uwe.


Sorry aber wie soll die denn brennen wenn keine Batterie dran ist?

rkopka am 07 Okt 2018 22:33:41

Uwe1961 hat geschrieben:...einfacher: 12V Glühlampe nehmen, einen Pol an Fahrzeugmasse und mit dem anderen die fragwürdigen Klemmen/Kontakte testen: leuchtet die Lampe ist es Plus...bleibt sie dunkel, ist es Minus/Masse.
Inselmann hat geschrieben:Sorry aber wie soll die denn brennen wenn keine Batterie dran ist?

Stimmt. Eher Lampe an +12V Aufbaubatterie und dann sollte sie leuchten bei Kontakt mit Masse. Beim falschen Anschluß könnte sie aber trotzdem schwächer leuchten.

RK

trema am 08 Okt 2018 16:17:12

So, ich war jetzt mal an der Wohnraumbatterie. Ihr hab recht: Der Pluspol ist einen Ticken größer als der Minuspol, aber die bei mir verbauten Klemmen würden auf beide Pole passen. Es ist auch nichts eingraviert. Sollte ich bei Gelegenheit mal ändern, für die Zukunft, für alle Fälle.

Ich habe mal die beiden Anschlüsse mit meinem Multimeter gemessen, und siehe da: auf den Anschlüssen (!) liegt Spannung. 12,68 Volt

Wenn ich dann die beiden Messleiter vom Multimeter vertausche, wird daraus -12,68.

Damit war ziemlich klar, wo Plus und wo Minus hingehört. Habe dann alles angeschlossen, und es machte auch nicht Peng oder Zack.

Ich bin, was Strom & Spannung angeht, ziemlicher Laie. Unser WoMo liegt gerade nicht am Netz - und da es nur eine weitere Batterie in unserem WoMo gibt, nämlich die Starterbatterie - sind die Batterien also miteinander verbunden. Wenn ich da Plus und Minus vertauscht hätte, wäre das Peng bzw. Zack wohl um einiges größer ausgefallen, oder?

:augenauf:

Nun denn: Ich danke euch sehr, daß ihr mir auf die Sprünge geholfen habt. Wir wollten nun in den NRW-Herbstferien in die Bretagne. Sehen wir uns da? :bia:

rkopka am 08 Okt 2018 16:27:10

trema hat geschrieben:Unser WoMo liegt gerade nicht am Netz - und da es nur eine weitere Batterie in unserem WoMo gibt, nämlich die Starterbatterie - sind die Batterien also miteinander verbunden.

Fragt sich nur wieso bzw. wo ? Normalerweise sollten sie im Stand getrennt sein (Trennrelais). Ein Solarregler mit zwei Ausgängen könnte den Effekt haben, evt. auch ein Booster. Evt. auch nur eine hochohmige Verbindung z.B. über irgendein Gerät ? Mit einem DVM mißt man ja recht hochohmig, da reicht manchmal schon etwas feuchter Dreck für eine Spannungsmessung.

RK

trema am 08 Okt 2018 17:28:12

rkopka hat geschrieben: Fragt sich nur wieso bzw. wo ? Normalerweise sollten sie im Stand getrennt sein (Trennrelais). Ein Solarregler (...) könnte den Effekt haben, evt. auch ein Booster.


Mhm, sollte mir das zu denken geben? Ist das gar ein Problem, daß die Batterien nicht getrennt sind?

Solaranlage: haben wir nicht
Booster: ist nicht verbaut, jedenfalls nicht, daß ich es wüßte; es ist eine einfache Nassbatterie

Hab beim Testen versehentlich beide Anschlußklemmen miteinander in Kontakt gebracht, was ziemlich heftig "Britzel" machte; die Sicherung hinter der Batterie war durch. Nach Ersetzen der Batterie war alles wieder OK - also: da liegt wirklich Spannung auf den Anschlußklemmen.

Jetzt frag ich mich natürlich: Muß ich da schleunigst ein Trennrelais einbauen, z.B. dieses hier?
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rkopka am 08 Okt 2018 18:48:00

trema hat geschrieben:Mhm, sollte mir das zu denken geben? Ist das gar ein Problem, daß die Batterien nicht getrennt sind?
Hab beim Testen versehentlich beide Anschlußklemmen miteinander in Kontakt gebracht, was ziemlich heftig "Britzel" machte; die Sicherung hinter der Batterie war durch. Nach Ersetzen der Batterie war alles wieder OK - also: da liegt wirklich Spannung auf den Anschlußklemmen.

Das bedeutet, es ist nicht nur ein Kriechstrom, sondern eine halbwegs dicke Verbindung.

Das Trennrelais dient zum Schutz der Starterbatterie. Wenn die Aufbaubatterie durch Nutzung leer wird, kann man immer noch Starten. Ohne Trennung fehlt der Schutz. Außerdem können sich die Batterien bei stark unterschiedlichem Erhaltungszustand oder gar unterschiedlicher Chemie gegenseitig runterziehen ohne regelmäßiges Laden (z.B. Solar).

Jetzt frag ich mich natürlich: Muß ich da schleunigst ein Trennrelais einbauen, z.B. dieses hier?
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Normalerweise reicht ein günstigeres, das einfach über D+ angesteuert wird. Das sollte aber Standard sein. Ein Hymer ist ja an sich keine Bastelkarre, sondern ein reguläres Womo mit der ganzen entsprechenden Elektrik. Gibt es evt. eines und das ist defekt ? Oder hat jemand mit der D+ Leitung rumgespielt, z.B. für 12V Betrieb des KS oder für eine SAT ?

RK

trema am 08 Okt 2018 19:39:21

TRENNRELAIS GESUCHT: WO STECKST DU NUR?

Hallo, habe gerade noch ein wenig gemessen und geschaut.

Wenn ich das WoMo ans Stromnetz nehme, laden Starterbatterie und Wohnraumbatterie gleichermaßen, irgendwo um 13,6

Wenn ich das WoMo vom Netz nehme, bleibt die Spannung auch auf den Zuleitungen zur Wohnraumbatterie bestehen (ca. 12,6).

Starter- und Aufbaubatterie werden NICHT getrennt.

Ich geh aber mal davon aus, daß Hymer auch schon 1994 in den Hymer Eriba B 564 (Ducato 230) ein Trennrelais verbaut hat. Aber wo könnte es stecken?

Bevor ich auf die Suche gehe: Vielleicht ist es wichtig zu wissen, daß wir vor kurzem einen extremen Kurzschluß nach Starthilfe hatten. Der Kurzschluß hat uns die 175-Ampere-Sicherung zerschossen; ich hab das hier --> Link dokumentiert. Könnte womöglich dabei das Trennrelais in MItleidenschaft gezogen sein?

Zurück zur Suche nach dem Trennrelais. - Im Motorraum finde ich folgende Relais:



links: Kräcker 07.1200.10 - 12V 40A IST DIES DAS TRENNRELAIS? rechts: Wischer-Relais



der große graue Kasten ist das Vorglührelais Bitron 2044020

Mehr finde ich nicht. Womöglich ist das Relais Kräcker 07.1200.10 - 12V 40A der gesuchte Kandidat. Oder ist er nur für die Kühlschrankabschaltung? Kennt sich da jemand aus? - In einem anderen Beitrag --> Link ist noch von dem Relais 12.0300.00 70A die Rede, aber ich finde das Teil (noch) nicht.

Ich würde das Relais ja gerne mal testen, hab aber so was von Null Ahnung, daß ich eure Hilfe wirklich brauche. - Danke.

rkopka am 08 Okt 2018 20:06:44

Ich würde das Trennrelais eher in der Nähe des EBL suchen oder dort wo die Sicherungen für den Aufbau und der Trafo zum Laden sind. Bei modernen Geräten ist es oft im EBL. Sonst von den dicken Aufbaubatteriekabeln ausgehen. Die müssen eigentlich recht direkt zu dem Relais oder dem Gerät, das es enthält, führen. Oder es gehen von dort dicke Kabel Richtung Motorraum.

RK

trema am 08 Okt 2018 21:23:39

Ich werde gleich morgen mal rückwärts von der Aufbaubatterie aus das Kabel verfolgen; wenn ich nicht fündig werde, bau ich vor dem Urlaub einen Batterieschalter ein. Schnelle Lösungen sind jetzt gefragt. Im Winter ist dann genug Zeit für aufwendigere OPs. - Danke, RK, für die Hilfe! - Ich berichte, auch wenn es lange dauert, wie alles ausgeht.

trema am 08 Okt 2018 22:33:50

Hab noch ein wenig recherchiert: Das Trennrelais sitzt im EBL Schaudt 104. Wahrscheinlich verklebt nach dem Total-Kurzschluß. Mal sehen, wie es weitergeht.

trema am 09 Okt 2018 12:43:34

So, hab den EBL ausgebaut und geöffnet. Darin steckt (auch laut Zeichnung von Schaudt) das Trennrelais:



Heute mittag ist das neue da. Durchgangsmesser zeigt beim alten einen Durchgang zwischen 30 und 87, was m.E. nicht sein darf.
Wir werden sehen.

gespeert am 10 Okt 2018 03:54:53

Gehe im Zweifel vorher zum Fachmann bzw. fahre die Kiste dort hin!
Ohne Fachwissen drauflosbasteln ist kritisch!

Besonders bei einer ohnehin verbastelten Elektrik (es ist moeglich, das der Vorbesitzer einfach zwei gleiche Polklemmen verbaute) unbekannten Zustands!

Inselmann am 10 Okt 2018 09:05:59

trema hat geschrieben:
Heute mittag ist das neue da. Durchgangsmesser zeigt beim alten einen Durchgang zwischen 30 und 87, was m.E. nicht sein darf.
Wir werden sehen.


Wenn das neue Relais eingebaut ist würde ich mal die schwarze Plastikabdeckung vom alten entfernen. Dann kannst du ja sehen wie es um die Kontakte bestellt ist.

trema am 11 Okt 2018 15:34:38

So, das Problem ist behoben.

Ich habe den EBL geöffnet, das Trenn-Relais entnommen und ebenfalls vorsichtig geöffnet, die Kontakte mit 320er Schleifpapier behutsam gereinigt, alles wieder zusammengebaut, und siehe da:

Es funktioniert, wie es soll:

a) Motor aus, kein externes Netz: Relais trennt - keine Spannung auf den (natürlich nicht angeschlossenen) Zuleitungen zur Wohnraumbatterie; d.h. Starterbatterie und Aufbaubatterie sind getrennt, die Starterbatterie wird nicht "leergesaugt", wenn wir stehen.

b) Motor an, oder externes Netz angeschlossen: Relais verbindet, Spannung auf Zuleitungen zur Wohnraumbatterie; d.h. Starterbatterie und Aufbaubatterie sind verbunden, beide Batterien werden geladen.

Tja, so im Nachhinein klingt es einfach, aber nur durch die vielfältige Hilfe hier und da habe ich das hier lösen können. Danke an alle!!!

Inselmann am 11 Okt 2018 20:39:17

Uffbasse sagt der Pfälzer!

Das Relais darf nur anziehen wenn der Motor läuft NICHT wenn du Landstrom ansteckst!

Ich würde auch das neue Relais einbauen. Einmal an den Kontakten rumgefeilt heisst oft kabbutt

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