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Alkoven leichter Streifschaden


Dobbylein am 04 Jan 2019 19:25:53

Hallo zusammen,

wir haben unser Wohnmobil von Rollerteam nun eine Woche :(

Heute wollte ich einen Unterstellplatz testen. Dort in der Halle verliefen quer einige Rohre und ein Rohrstück blieb hängen. Auf dem Dach ist kein relevanter Schaden (nur optisch ein Streifer, den man aber wegwischen kann). Seitlich am Alkoven ist unterhalb der Dichtungsfuge aber ein Streifen der einige cm Lang ist und etwas in die Tiefe geht.

Anbei Fotos aus nächster Nähe. Von unten sieht man gar nichts. Ist das schon relevant wegen der Dichtigkeit? Oder „bröckelt da nur der Lack ab“ und das macht nichts?

Wir haben eine GFK Hülle.

Viele Grüße

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charlinchen am 04 Jan 2019 20:57:58

Hallo,
ich sehe keine Fotos
.
charlinchen

DonCarlos1962 am 04 Jan 2019 21:27:32

Noch sind keine Bilder zu sehen.

Aber RollerTeam hat einen GFK-Aufbau. Wenn der Schaden nur oberflächlich ist, sollte eine dünne Schicht Epoxid-Topcoat oder Gelcoat reichen, um den Aufbau trocken zu halten. (Lack hat der Aufbau nicht.)
Die Reparatur ist im Regelfall nicht besonders schwierig. Allenfalls der Farbton ist ein Problem. Ich habe noch keine Ahnung, welche Farbnummer RollerTeam verwendet.
Die Reparatur Coats werden oft in RAL-Farben angeboten. Wäre gut zu wissen, ob RollerTeam einen RAL-Farbton nutzt.

LG Carsten

Anzeige vom Forum


Dobbylein am 05 Jan 2019 01:19:17

Ich hoffe mit den Fotos klappt es jetzt.






cerberus am 05 Jan 2019 12:54:44

Hi,

der Schaden ist kein Problem für die Dichtigkeit.
Da kann man mit feinem Gelcoat nacharbeiten und es ist wie neu. :D

Grüße

Cerberus

DonCarlos1962 am 05 Jan 2019 14:23:33

Da kann ich Cerberus nur zustimmen!
Das ist zwar nicht nur rein kosmetisch, weil das GFK unter dem Top-/Gelcoat wieder geschützt werden muß, aber um die Dichtigkeit braucht man sich hier keine Sorgen machen.

Solche "Schrammen" waren bei uns im Bootsreparturbau täglich Brot. Bitte über 18° Grad verarbeiten! Mit einem Dremel und einem Kugelschleifkopf wird die Stelle etwas vertieft und die Kanten und Ränder geglättet.
Bitte nicht mit blanken Fingern prüfen ob das schon passt! Das Fingerfett ist nicht gut für die Reparatur. (Jeder will mit den Finger seine Arbeit prüfen! :lach: )
Dann eine Kopierfolie der zu reparierenden Stelle anpassen. Also die Länge und Breite plus etwa einen- bis zwei Zentimeter Überstand.
Diese Folie auf die Reparaturstelle legen und mit einem Klebestreifen auf einer Seite fixieren. Erst einmal zur Seite klappen.

Jetzt Gelcoat gemäß Gebrauchtsanweisung anrühren.
Da es sich um Epoxit handelt, kann man nicht mit mehr oder weniger Härter die Aushärtezeit bestimmen! Also, genau abmessen. Eine Fein- oder Briefwaage ist hier ggf. hilfreich. Aber man kann sich auch aus der Apotheke einfach zwei kleine Spritzen kaufen, um das Mischungsverhältnis (meist 2:100) genau einzuhalten.
Beim Verrühren langsam arbeiten. Ansonsten bilden sich viele kleine Luftbläschen, die auch nicht so schnell verschwinden und das Ergebnis nachher verschlechtern!

Jetzt das Gelcoat in die saubere, aufbereitete Rille geben. Hier kann ein kleiner Pinsel hilfreich sein. Damit kann man ggf. auch ein paar Luftbläschen "heraustupfen". Da Gelcoat etwa 2% Schwund beim aushärten hat und auch noch ein paar kleine Luftbläschen normal sind, darf das Fullgut leicht überstehen.
Viel Zeit bleibt im Regelfall aber nicht. Gelcoat härtet recht schnell aus!
Deshalb rechtzeitig, bevor das passiert, die, auf einer Seite schon fixierte Folie, auf die Reparaturstelle legen und ganz vorsichtig aus dieser Richtung die letzen Blasen heraus drücken. Dann auf der gegenüberliegenden Seite auch mit Klebestreifen fest ankleben.

Nach dem Aushärten, (Kann man sehr leicht testen, wenn man sich den Rest in Anrührbecher betrachtet.) kann die Folie abgezogen werden.
Kopierfolie haftet nicht am Gelcoat.
Jetzt beginnt die Arbeit.
Mit einem Schleifklotz und Naßschleifpapier wird von grob nach fein das Gelcoat an die Umgebung angepasst. Wenn das Gelcoat mit der Folie gut eingebracht wurde, wird jetzt nicht so viel zu schleifen sein.
Ein Dreieckschleifer kann, wenn man es sich zutraut, den ersten groben Schliff übernehmen. Ansonsten lieber einen Schleifklotz und Handarbeit anwenden, damit "gesundes" Gelcoat nicht zu viel beschädigt wird. Zeit lassen. Sollten trotz aller Vorsicht noch ein paar Luftblasen Löcher hinterlassen haben, nicht mit den Fingern dran gehen! Leicht mit dem Kugelkopf aufschleifen und neues Gelcoat anmischen und einbringen, beischleifen.

Wir haben im Regelfall mit 400er Schleifmittel angefangen und bei 2000er aufgehört. Immer reichlich Wasser dabei verwenden.
Anschließend mit einer entsprechenden Schleifpolitur auf dem Exenterschleifer den Glanz wieder herstellen.
Nicht vergessen, gutes Wachs zum Schluß, damit die Stelle wieder sicher gegen Witterungs- und UV-Einflüsse geschützt ist.

Das hört sich vielleicht alles sehr schwierig an, ist es tatsächlich aber nicht und kann auch von einem etwas begabten Laien bewerkstelligt werden.

Bitte umliegenden Stellen abkleben, damit die nicht mit angeschliffen werden.

Wenn ich die Bilder betrachte, würde ich vielleicht versuchen die Folie zuerst in den Trennschlitz einzuführen und auf der gegenüberliegenden Seite erst zum Schluß ankleben. Ggf. würde man dann auch schon die Rundung an der Kante mit einbeziehen, was anschließend weniger Arbeit beim schleifen bereiten würde.
Für diese Abrundung kann man auch einen Schleifschwamm benutzen.

Ist ein bischen Arbeit, aber schließlich würde man, außer vielleicht einen geringen Farbunterschied abgesehen, nichts mehr vom Schaden sehen.
Also Kopf hoch, ist alles nicht so schlimm! Es gibt bestimmt auch gute Videos auf Youtube zu diesem Thema. --> Link

Viel Spaß mit Deinem neuen, schönen Wohnmobil!

LG Carsten

PS.: --> Link
Soetwas könnte man nehmen, wenn man mit dem Farbton RAL 9010 hinkommt. Ich habe es an unserem RollerTeam aber noch nicht probiert. Sorry!

Jutta51 am 06 Jan 2019 19:23:02

Moin.
Anhand eines Fotos, eine Aussage zu treffen ist doch recht schwierig.
Man sollte bedenken das hier genau an der Naht auch eine Verformung stattgefunden hat.

Gruß Uwe

cbra am 06 Jan 2019 20:49:30

ein paar anmerkungen von mir dazu - aber richtig - ist keine hexerei

DonCarlos1962 hat geschrieben:.... Bitte über 18° Grad verarbeiten! ...

es gubt auch gute epoxysysteme die man bereits ab 5°C verarbeiten kann


DonCarlos1962 hat geschrieben:Dann eine Kopierfolie der zu reparierenden Stelle anpassen. Also die Länge und Breite plus etwa einen- bis zwei Zentimeter Überstand.
Diese Folie auf die Reparaturstelle legen und mit einem Klebestreifen auf einer Seite fixieren. Erst einmal zur Seite klappen.


das ist im prinzip eine bewährte methode - ich weis allerdings nicht was kopierfolie ist. nimm eine PE Folie(z.b. Müllsack o.ä - am besten ohne aufdruck) oder schnorr dier eine richtige Trennfolie (auf PTFE Basis).

ob du die vorher oder nachher anklebst halte ich für egal - wie es gerade auf der leiter passt ;)

DonCarlos1962 hat geschrieben:Jetzt Gelcoat gemäß Gebrauchtsanweisung anrühren.
Da es sich um Epoxit handelt, kann man nicht mit mehr oder weniger Härter die Aushärtezeit bestimmen! Also, genau abmessen. Eine Fein- oder Briefwaage ist hier ggf. hilfreic... aus der Apotheke einfach zwei kleine Spritzen kaufen, um das Mischungsverhältnis (meist 2:100) genau einzuhalten.


die meisten Gelcoats - v.a. bei preiswerten allgemeinen anwendungen - sind mMn Polyester. persönlich arbeite ich allerdings lieber mit Epoxy. allerdings kenne ich kein epoxysystem mit mischverhältnis 2:100. zur aushärtezeit - man bekommt bei epoxy alles was man will, von wenigen minuten topfzeit bis zu mehreren stunden - man muss halt das system richig auswählen und dann - wie richtig geschrieben - möglichst exakt nach anleitung mischen


DonCarlos1962 hat geschrieben:Beim Verrühren langsam arbeiten. Ansonsten bilden sich viele kleine Luftbläschen, die auch nicht so schnell verschwinden und das Ergebnis nachher verschlechtern!


du kannst ggf auch warten wenn due kein superschnelles system nimmst (und nicht bei sehr kalten temperaturen arbeitest) bis die bäschen rauskommen - nimm einfach ein system dass die genügend zeit lässt

DonCarlos1962 hat geschrieben:Jetzt das Gelcoat in die saubere, aufbereitete Rille geben. Hier kann ein kleiner Pinsel hilfreich sein. Damit kann man ggf. auch ein paar Luftbläschen "heraustupfen". Da Gelcoat etwa 2% Schwund beim aushärten hat und auch noch ein paar kleine Luftbläschen normal sind, darf das Fullgut leicht überstehen.


das schreibt sich leichter als es ist, besonders bei annähernd vertikalem reparaturbereich - die 2% sind bei einen 5mm tiefen loch ( auf dem bild sieht das weniger aus) 0,1mm - das ist schon seeehr kniffelig so genau zu arbeiten - besonders für einen einsteiger. - aber mMn egal - wenn du zuwenig drin hast und es gefällt dir nicht widerholst du das ganze halt. und wenn du zuviel hast musst du mehr schleifen - wirklich schiefgehen kann da nix

DonCarlos1962 hat geschrieben:Deshalb rechtzeitig, bevor das passiert, die, auf einer Seite schon fixierte Folie, auf die Reparaturstelle legen und ganz vorsichtig aus dieser Richtung die letzen Blasen heraus drücken. Dann auf der gegenüberliegenden Seite auch mit Klebestreifen fest ankleben.


ich persönlich klebe die folien garnicht fest oder erst zum schluss. ich werwende auch gern eine kunststoffspachtel (es reichen die aus dem baumarkt) um das harz unter der folie anzustreichen und zu entlüften - einfach mehrfach über die folie sterichen und einen ggf vorhanden wulst aunstreichen - da bekommst du ein sehr schönes glattes ergebnis - wenn sich die folie ablösen will , wind oder schwerkraft gegen dich sind leicht mit abdeckband fixieren


DonCarlos1962 hat geschrieben:Nicht vergessen, gutes Wachs zum Schluß, damit die Stelle wieder sicher gegen Witterungs- und UV-Einflüsse geschützt ist.


wofür das wachs sein soll verstehe ich nicht - die aufgabe von Gelcoat ist ja der UV und wetterschutz



DonCarlos1962 hat geschrieben:PS.: --> Link
Soetwas könnte man nehmen, wenn man mit dem Farbton RAL 9010 hinkommt. Ich habe es an unserem RollerTeam aber noch nicht probiert. Sorry!


das ist allerdings ein polyestersystem, zwar sicherlich geeignet, aber oben hast du epoxy empfohlen

Dobbylein am 06 Jan 2019 22:17:52

Vielen Dank für eure Antworten.

Es ist tatsächlich nicht „tief“ und unterhalb der Naht.

Das Wohnmobil steht über Winter wettergeschützt. Ich werde mich im Laufe der kommenden Wochenenden der Sache annehmen.

DonCarlos1962 am 06 Jan 2019 23:04:35

Da hat cbra noch einige richtige Punkte genannt!

Ja, ich habe auf ein Polyester-System verlinkt.
Die Aushärtung erfolgt durch Zusatz von 2% CHP- Härter. Dosierungsbeispiel: 100 g Topcoat + 2 g CHP-Härter. (100:2)

Epoxysysteme gibt es tatsächlich nicht mit diesem Mischungsverhältnis. Das habe ich nicht richtig geschrieben, mein Fehler!
Mir ist Epoxi persönlich auch lieber. Ich meine, es ist qualitativ hochwertiger. Beides ist aber für die Reparatur nutzbar, wie cbra richtig schreibt.
Überhaupt sollte man sich, egal für welches Material entscheidet, genau nach Anleitung auf der Packung vorgehen.

Kopierfolie, auch Overhead Folien genannt, sind Folien von ca. 0,10mm Dicke. Sind prima für die Reparatur zu verwenden, weil sie eine gewisse Steifheit besitzen. Beim auflegen schaffen die deshalb meist eine gute, ebene Oberfläche.
Auch vertikale Risse sind damit recht gut zu verarbeiten. Durch diese Steifheit der Folie bleibt das Gel in der Rinne und die Folie beult sich kaum nach außen, wenn sie nicht zu breit ausgeschnitten ist.
Darum klebe ich das schon vor der Reparatur an einer Seite fest und bereite die Andere schon vor.
Sonst läuft das Gelcoat gerne Richtung Erdmittelpunkt. cbra kennt das sicher zur Genüge. Damit kämpfen wir alle.

cbra schreibt auch: "ich persönlich klebe die folien garnicht fest oder erst zum schluss. ich werwende auch gern eine kunststoffspachtel"

Es gibt viele Wege nach Rom. Das mit dem Spachtel ist aber sicher auch eine gute Sache!

Einmal auf das Wachs zurück zu kommen. Ich habe schon einige Boote herein bekommen, die ausgeblichen, vergilbt oder richtig Spröde auf dem Oberdeck waren. Wir haben im Winterlager alle unsere Boote über die Jahre mit einer Schutzschicht gegen UV-Strahlung versehen.
Ich meine, die waren im nächsten Winterlager besser dran.

Aber auch das soll jeder für sich entscheiden. Ich werde meinen AutoRoller jetzt zum Frühjahr aber damit behandeln. Schaden wird es nicht.

LG Carsten

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