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Winston 160 Ah - eine Zelle bekommt fast die volle Ladung 1, 2


janosch111 am 27 Feb 2019 19:35:43

Huch, was ist denn da passiert :eek:

So schaut es plötzlich mit dem neuen 4mm² Kabel am Labornetzteil aus:

Bild

Und ich höre zum ersten Mal einen Lüfter an dem Teil!

---

Habe nun mit dem Multimeter (also das mit 0,8% möglicher Abweichung) die Spannungen gemessen:
Am Netzteil: 3,49 V
Am Ende des neuen weißen Kabels: 3,37 V

Soll ich da schon etwas nach oben regulieren?

rkopka am 27 Feb 2019 20:00:54

janosch111 hat geschrieben:Am Netzteil: 3,49 V
Am Ende des neuen weißen Kabels: 3,37 V

Soll ich da schon etwas nach oben regulieren?

Nein. Zum einen läuft das NT im strombegrenzten Modus, d.h. die Spannung ist sowieso niedriger als eingestellt, weil nicht mehr Strom möglich ist. Die eingestellte Spannung ohne Last sollte halt passen. Außerdem ist in dieser Phase der Ladung etwas weniger Spannung am Akku kein Problem, bzw. normal. Wenn der Akku fast voll ist, wird die Spannung bis zum eingestellten Wert steigen und der Strom dann von sich aus zurückgehen. Dann wird sich die gemessene Spannung der Spannung des NT annähern.

RK

michaelleo am 27 Feb 2019 22:27:17

Hast die maximale Spannung ohne angeklemmte Batterien eingestellt? Dann kann nix passieren, die Spannung erhöht sich schön mit dem Ladestand und wenn der Ladestrom gegen 0 geht fällt auf der Verbindung auch keine Spannung mehr ab.

Kaum macht man's richtig, schon klappts ;)

janosch111 am 28 Feb 2019 08:29:33

Ja, alles gut.
Habe sehr gute Nachrichten.
Gegen 01:00 Uhr war bereits das grüne Licht bei CV angegangen und es wurden 9,4 A angezeigt.
Um 06:00 Uhr waren es noch 1,1 A.
Um 07:00 Uhr nur noch 0,5 A bei einer Einzel-Zellenspannung von 3,71 V. In diesem Moment habe ich das Labornetzteil abgeklemmt und lasse den 4p Block nun mindestens 24 Stunden so stehen.

Danach würde ich den 4s Block wieder mit Balancern und Philipi Superlast aufbauen.
Wie soll ich noch ihn dann im ersten Praxis Versuch am besten belasten?

Beste Grüße und einen guten Start in den Tag,
Janosch111

MountainBiker am 28 Feb 2019 09:05:23

Hallo,

Du hast mit dem Multimeter gemessen an den Batteriepolen nehme ich an?

lisunenergy am 28 Feb 2019 09:56:37

Danach alles gut zusammenbauen. Darauf achten das die Kontakte und Verbinder gut mit Noalox bestrichen sind. Jetzt den Akku mehrmals kurz entladen und erneut laden. Das ganze 5-6mal. Wenn das funktioniert, dann einbauen und nutzen, damit sich der Akku einschwingt wie man das bei Lithium sagt. Ist es nicht von Erfolg kennst Du ja meine Adresse und wir sprechen alles ab.
Viel Erfolg.

janosch111 am 28 Feb 2019 10:02:41

MountainBiker hat geschrieben:Du hast mit dem Multimeter gemessen an den Batteriepolen nehme ich an?


Ja, genau. An jedem einzelnen der vier Blöcke direkt an den M8 Gewindestiften.
Zum Zeitpunkt der Messung war das Labornetzteil noch angeschlossen.

MountainBiker am 28 Feb 2019 10:07:18

Hallo,

dann so wie Lars vorgeschlagen hat ein paar Zyklen testen, sollte es wieder zu einer Drift kommen oder gar OVP auslösen, dann kann ja auch mal der "berühmte statistische Ausreiser" da sein und die Zelle die Spec nicht einhalten (Minderkapazität) - dann wäre ein Austausch der Zelle impliziert.

janosch111 am 28 Feb 2019 10:09:03

lisunenergy hat geschrieben:Jetzt den Akku mehrmals kurz entladen und erneut laden. Das ganze 5-6mal.


Moin Lars :-)

OK, mache ich. Damit starten kann ich voraussichtlich erst morgen Abend... aber es eilt ja nicht.

Ich hätte am einfachsten eine 50 W oder 10 W Last, die ich erzeugen könnte.
Wieviel Ah entspricht "kurz entladen"?
Sind 5 Ah Entnahme (laut BMV-712) genug?

Beste Grüße,
Janosch111

MountainBiker am 28 Feb 2019 10:28:33

Hallo,

für einen Test muß Du mindestens 90% der Kapazität entnehmen sonst hast Du keine Sicht ob die Zelle die Spec erfüllt. Das mußt Du Dir so vorstellen:

-Zelle 1 hat 100% Kapazität also 160Ah;
-Zelle 2 hat nur 90% Kapazität also 144Ah;
-Zelle 3 hat 100% Kapazität also 160Ah;
-Zelle 4 hat 100% Kapazität also 160Ah;

Beim Entladen 90% (von 100Ah) löst eventuell die Zelle 2 UVP aus->Fehler, wenn nicht knapp darüber!

Beim Laden wird nun von einer nominalen Kapazität 100Ah ausgegangen, d.h. die Zelle geht gegen Ende des Ladezyklus mit der Spannung hoch, das kann 1-2 mal gut gehen letztendlich wird dies aber nach ein paar Zyklen zum OVP der Zelle 2 führen.

Wenn alle Zellen die Nominalwerte haben wird dies ohne Probleme durchlaufen! Du kannst das auch abkürzen mit 95-988% Entnahme, das kann aber die Lebensdauer der Zellen beeinflussen!

lisunenergy am 28 Feb 2019 11:37:21

Diesen Fall einer Minderwertigen Zelle hatte ich noch nie und ich kenne auch keinen Fall. Selbst bei alten und geschädigten Zellen siehe Bernhard von 2009 funktioniert das System wieder ganz normal,mit 10% weniger Kapazität. Falls hier wirklich was sein sollte,kommt das Phänomen sofort wieder . Hier kümmern wir uns dann sofort um eine Lösung.

janosch111 am 28 Feb 2019 12:23:17

OK, da mache ich mir aktuell auch keine Sorgen drum.
Ich will jetzt auch keine großen Testreihen fahren, sondern nur die Zellen wieder auf Kurs bringen.
Wenn dann wird mir das wahrscheinlich frühestens im echten Betrieb im WoMo auffallen.
Da ich allerdings eh der übervorsichtige Typ bin (sonst wären meine beiden Banner AGM Batterien wahrscheinlich auch keine 9 Jahre alt geworden), werde ich wahrscheinlich nie mehr als 70 % entnehmen.

Nochmal kurz zurück zu meiner Frage an Lars:
Wieviel Ah entspricht "kurz entladen"?
Sind 5 Ah Entnahme (laut BMV-712) genug?

lisunenergy am 28 Feb 2019 12:58:07

Ja das reicht völlig aus.

janosch111 am 02 Mär 2019 22:43:40

Hier kommt das versprochene Update:

Alles ist wieder im Lot!!!

Seit gestern Abend bin ich fleißig am Entladen und Laden und alles funktioniert wieder einwandfrei.
Die Entladung habe ich mit einer Last zwischen 50 und 400 W gemacht.
Die entladene Kapazität war zwischen 17 und 6 Ah.
Die ersten beiden Ladungen habe ich mit dem Victron blue smart charger 12 / 5 gemacht.
Dieser führt seinen Job mit maximal 14,2 V im Lithium Modus aus.
Für die nächsten drei Ladungen musste dann wieder das Labornetzteil ran.
Es war auf 14,4 V und 10 A eingestellt. Am Ende dieser 14,4er Ladungen waren sogar schon die roten Balancer LEDs leicht am leuchten.

Gaaaanz vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Lars und die ganze Community für diesen tollen Support!!!

Die fünf dünnen Mess-Kabel für den BattGo Cell-Monitor habe ich beim Wiederaufbau des Akkupacks konsequent weggelassen.
Denn dieses Experiment von mir war ja der eigentliche Verursacher dieser Dysbalance.
Das soll mir und etwaigen nachfolgenden WoMo Nutzern nicht nochmal passieren.

Morgen starte ich nun mit dem eigentlichen Einbau in die Ducato Sitzkonsole des Beifahrer Sitzes.
Hier schwanke ich noch mit der Entscheidung in welche Richtung die Pole des liegenden Akkupacks zeigen sollen. Vermutlich wird es auf "zur Seite" hinauslaufen, da ich dann in Richtung Heck rund 7 cm Luft für die Verteiler und die Superlast hätte.
Ich werde euch dann im Blog (und am Ende natürlich auch unter "realisierte Anlagen") auf dem laufenden halten.

Stay tuned,
Janosch111

gespeert am 03 Mär 2019 10:57:53

Ja, diesen Fall kenne ich auch wo sich ein BMS mit dem Betriebsstrom aus einer Zelle bedient.
Der komplette Akkupack dieses Herstellers wurde abgeschafft, da diese Schaltung durchaus zur Ueberladung einer Zelle fuehrte.

lisunenergy am 03 Mär 2019 12:02:05

In diesem Fall ist noch ein anderer ganz entscheidender Fehler aufgetreten, vor dem ich schon sehr lange warne.
Dieses Bms vom Cellogs balanciert Spannungsdifferenz en mit 50mA. Die Eigenart bei LiFePo4 ist aber das die Abweichungen allein durch Spannungsabfälle von wenigen mV zu Fehleinschätzung des BMS führt. Obwohl der Akku mit 6mV so gut wie extrem gleich war führte es zu enormen Abweichungen der Kapazität. Ich kann ja immer viel reden, und der eine oder andere wird es ignorieren. Hier war mal der praktische Beweis erbracht.
Ich freue mich und hoffe das es sich jetzt einpendelt.

Stocki333 am 03 Mär 2019 13:51:02

Hallo
Danke für deinen Guten und ehrlichen Bericht.
Der hat was. Allzeit genug Strom und immer die Stoßstange sauberhalten.
Dankend Franz

Womomax7 am 16 Apr 2019 18:37:02

Hallo,
Hab grad mal diese ganze Geschichte "diagonal" gelesen.
Wenn ich das recht verstanden habe, wird da der kleine Junsi für die Ungleichheit der Zellen verantwortlich gemacht,
weil er den Betriebsstrom von nur einer Zelle beziehen soll....
Meiner Ansicht nach ist das nicht schlüssig; unterschiedliche Endspannung habe ich anfangs an meinem 200Ah Winsten-
Accu auch festgestellt, und zwar in erheblichem Masse! Und dies, obwohl ich korrekt initialilsiert habe.
Diese Ausreisser waren so gross, dass ich bei einer Zelle 3 Balancer mit 2,3A Ableitstrom montiert habe.
Nach einiger Zeit hat sich das dann "beruhigt" und die Zellen laufen nun soweit gleich, dass ich nur noch 1 Balancer
pro Zelle benötige und praktisch Gleichstand feststellen kann.
Es scheint ein normales Phänomen dieser Zellen zu sein, dass sie sich erst "einlaufen" müssen.

Und ja, da war doch am Anfang das Problem, dass eine Zelle 3,9V hatte, währenddem die 3 anderen noch bei ca. 3,6V waren.
Das ist doch aber genau verkehrt! Wenn wirklich der Junsi eine Zelle alleine beansprucht hätte, wären 3 Zellen hoch gewesen, und eine, die den Junsi gespiesen hat, tief. Also genau anders rum.
Ich bin sicher, die Belastung mit dem kleinen Junsi ist so gering, dass sie nicht auffällt. Auch wenn der nur eine Zelle
belasten würde, wäre das mit jeder Vollladung wieder korrigiert. Das balancieren die kleinsten Balancer locker aus.
Ich behalte den Junsi weiterhin drinnen, er ist meiner Meinung nach das günstigste System, das jede einzelne Zelle und
das Gesammtsystem vor Über- und Unterspannung schützt und erst noch in der Lage ist, ein Log über alle Vorgänge zu
erstellen. Es braucht also nur Balancer über jede Zelle, ein Relais am + Pol und den Junsi.

lisunenergy am 16 Apr 2019 18:58:39

Das System wurde durch den CELL Monitor balanciert. Dort sehe ich das Problem, da das Differenzbalancing bei solchen Zellen nicht richtig funktioniert. Das Gerät hat ja immer gleich gezogen, und es waren trotzdem gigantische Unterschiede. Jetzt funktioniert es und ich würde niemals so ein junsi die Abschaltung überlassen.

janosch111 am 29 Apr 2019 15:41:33

Hallo Womomax,

genau wie lisunenergy es schon geschrieben hat, denke ich auch, dass mein wiederholtes Balancing mit dem "ISDT BattGO BG-8s" zu der extremen Ungleichheit der Zellen geführt hat.
Nach der Fertigstellung des LiFePo Akkus waren wir nun immerhin schon 13 Tage im echten WoMo-Urlaubsmodus unterwegs.
In dieser Zeit gab es keine Notabschaltungen mehr, obwohl der Akku täglich durch Solar und/oder B2B-Lader vollgeladen wurde.
Die Kabeltrommel für den Landstrom habe ich vor den Touren konsequent rausgeschmissen und Zuhause im Keller eingelagert ;-)

Stay tuned,
Janosch111

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