Moin liebe Forumsgemeinde,
Ich habe ein Problem mit meinem Wohnmobil und würde gerne von euch gern ein paar Vorschläge zum weiteren Vorgehen hören:
Ausgangspunkt:
Ich, genauso begeistert wie unerfahren mit Wohnmobilen, habe mir im Januar ein gebrauchtes Wohnmobil auf Renault Trafic Basis mit 4x4 und 2,5l Saugdiesel gekauft. Baujahr '92 mit 200 000 KM und ist 01/2019 ohne Mängel durch den TÜV gekommen.
Das Wohnmobil wurde vom ersten und einzigen Vorbesitzer "selbst" gebaut (Mass Mobil Bausatz von Münning). Der Aufbau besteht aus 40mm GFK/PU-Schaum Sandwichplatten.
-Beim Kauf war der Alkoven und die Matratze trocken und meine naiven Augen konnten hinter den Gfk-Platten auch keine Hinweise auf vorherige Wasserschäden erkennen. Dichtungen in den Ecken sahen ebenfalls noch gut aus und fühlten sich elastisch an.
Ich habe nun die letzen Monate damit zugebracht den Innenraum zu renovieren und diversen Schnickschnack einzubauen, währenddessen habe ich den Alkoven nie mehr kontrolliert und nur als Ablage für meine Werkzeuge missbraucht.
Letzte Woche war ich fertig, dachte ich zumindest, und wollte meine neue Matratze in den Alkoven legen:
Problem:
Alte Matratze wog gefühlt 30kg, vollgesogen mit Wasser. Nach Entfernen der Matratze immer noch eine Riesen-Pfütze vorhanden, mein 5l Putzeimer war zur 1/2 gefüllt nach dem Aufwischen.
Die Strasse neigt sich nach vorn und zum Bürgersteig, somit sammelte sich das Wasser in eben dieser Ecke.
Die gute Nachricht: der Alkoven ist teilweise so dicht, dass sich in der rechten, vorderen Ecke das Wasser sammelt ohne in der Wand zu verschwinden.
Meine Fehlersuche bisher:
Die Stossnähte und deren Dichtungen am gesamten Wohnmobil überprüft:
Es gibt zwar einige Stellen, wo Dichtungen nach fast 30 Jahren erneuert werden müssen, aber die sind weit entfernt vom Alkoven bzw deutlich unterhalb des Niveau vom Alkoven.
[!] Auf der rechten Seitenwand, ziemlich mittig, befindet sich das einzige Fenster des Alkovens. Also fast dort, wo sich das Wasser sammelt (vordere, rechte Ecke). ich habe an dieser rechten Seite die Dichtmasse aus der Ecke gekratzt und mich während eines Regentages für eine Stunde auf die Lauer gelegt:
direkt unter dem Fenster (am Boden) trat langsam Wasser aus der Kante. Es war auch die einzige Stelle, aus der Wasser trat. Nach dem Schock des Wassereinbruchs, fühlte es sich kurz so an, als ob das Problem schon fast gelöst ist: Fenster neu eindichten = alles gut.
Zur Überprüfung des vermeintlichen Fehlers habe ich das Fenster aussen mit 3M-Dichtband abgeklebt:
Heute wieder viel Regen und leider trotz Dichtband viel Wasser im Alkoven.
Jetzt bin etwas ratlos. Das einzige was mir noch einfällt ist, sämtliche äußere Fugen im Alkovenbereich auf Verdacht zu erneuern...
Das kommt mir aber etwas unstrukturiert vor, deswegen würde ich mir von euch etwas Input wünschen. Wie würdet ihr vorgehen
Vielen Dank fürs Lesen und v.a. Durchhalten bei diesem Riesen-Text ;)

