Hallo zusammen
Was passiert eigentlich wenn die Solarmodule mehr Leistung (angegebene Leistung) bringen als ein Solarregler laut Beschreibung verkraftet?
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Hallo zusammen Was passiert eigentlich wenn die Solarmodule mehr Leistung (angegebene Leistung) bringen als ein Solarregler laut Beschreibung verkraftet? Nichts. Der Überschuß kann nicht genutzt werden. ![]() Bei geringfügiger Überschreitung (10% z.B. 380Wp an 350er Regler) sollte das kein Problem sein. Dass die Solarmodule 100% bringen ist bei flach liegenden Solarmodulen sowieso ziemlich selten. Gruß Andreas So was nun, biauwe schreibt das nichts passiert, Andreas meint nur eine geringe Überschreitung ist möglich. Interessant wäre zu Wissen wieviel z. B. ein Votronic MPP 430 verkraftet, denn ich denke das bei einer Womo Nutzung 600 Wp Module zu Spitzenzeiten, bei optimaler Sonne auch keine 430 Watt bringen, und somit der Votronic nicht an seine Grenzen kommt. Wer hat damit Erfahrungen? Ruf hier an und lass dich beraten --> Link Hotline: +49 (0)2151-47958 PS.: von denen hab ich das Diagramm :wink: Lt. Bedienungsanleitung darf die Solarleistung die des Reglers nicht überschreiten. Was ich mit den 10% sagen wollte, dass der Solarregler nicht sofort kaputt geht bei geringfügiger Überschreitung. Ich hatte selber eine Zeit lang 200Wp am 165er Regler. Nur kann dir keiner eine Garantie dafür geben, ob der Regler nicht doch darunter leidet, da er außerhalb der Spezifikationen betrieben wird. 600Wp Module bringen in Spitzenzeiten nicht nur 600W, es wurde auch schon von Modulen berichtet die 5-10% mehr gebracht haben. Dann wärst du bei 660W. Ich glaube nicht, dass das dem Regler gut tut. Gruß Andreas Es kommt auf den Hersteller des Reglers an, beim Victron MPPT 100/30 Regler wird wenn mehr PV-Strom angeschlossen ist, die Eingangsleistung begrenzt. auf z.b. 440 Watt auch wenn 700 Watt Platten angeschlossen sind. Also wenn du die Stromstärke zusammen rechnest und nicht über die des Ladereglers kommst sollte eine kleine Toleranz in Ordnung sein. Du hast ja nie / seltenst 100% am Solarpanel. Ausserdem hast du ja noch Leistungsverlust / Spannungsverlust durch die Kabel usw. Grüße Kann denn ein Solarregler mehr Strom aufnehmen wie er laut Typenschild hat? Kommt es dann zur Selbstzerstörung? PS.: Jeder Ladebooster müsste dann ja dieses Problem haben. Woher weiß der Booster welche Leistung die Lima hat?
Ich möchte das nur mal in die Diskussion einwerfen Die Panelleistung wird mit einer Standartumgebung gemessen. Das sind 1000W auf 1m2 bei 25°C, Panel "Angabe 100Wp" In Gastn ist die Sonneneinstrahlung aber oft über 1000W und wenn dann die Temperatur z.B. auf einem Platz in den Alpen um die 10°C beträgt. Allein durch den Temperaturunterschied steigt der Ertrag um ca. 7%, dazu kommt noch die höhere Einstrahlung. OK, das bringt sicher keinen Solarregler zum Schmelzen aber viele begrenzen halt den Strom aus Reglerschutzgründen. Ich persönlich rate jedem, den Regler mit einer Sicherheitsreserve von 20% zu dimensionieren. Vielleicht macht das Womo ja nicht nur im Ruhrpott sondern auch mal in den Alpen oder in Sizilien am Ätna Urlaub?? Ist aber nur meine Einstellung zu dem Thema Dimensionierung, Gruß Andreas Was passiert im Gegenzug, wenn ein Regler wesentlich zu groß dimensioniert wird, z.B. um vorbereitet für spätere stärkere Panels zu sein?
Praktisch nichts, theoretisch einen um ein paar Milliampere höheren Eigenverbrauch, finanziell einen erstmal höheren Anschaffungspreis. Gruß Andreas
Dafür ebenso theoretisch etwas mehr Ladeleistung, weil die Transistoren etc. einen kleineren Widerstand haben, da sie ja die hohen Ströme vertragen müssen ohne abzubrennen. RK
Moin zusammen, wir haben bislang einen Victron MPPT 75/15 dran. Der lädt fleißig, auch wenn mehr als 15 A in den Akku gehen. Aber ungefähr bei 16,5 A geht er in den Überlast-Betrieb und schaltet für drei Minuten den Ladekreis ab. Ist natürlich nicht so prall, weil er danach wieder mit einem neuen Zyklus anfängt. Werde deshalb nächstes Jahr gegen einen 100/30 tauschen. Bei einer Zelle mit 245 Wp hatten wir das noch nicht, erst jetzt mit der zweiten auf dem Dach. Schäden sind dadurch weder am Regler noch am Akku entstanden. Die Victron-Regler können über die Bluetooth-Verbindung mit der App konfiguriert werden. Verschiedene Ladekurven und Ladespannungen sind damit möglich. Auch eine Übersicht, was aus dem PV-Element gewonnen wurde, ist möglich. Was in meinen Augen gut ist: Es kann die Akku-Spannung auch fest gewählt werden, so dass man den Akku auch mal versehentlich nach der Solarzelle anklemmen kann, ohne dass die Automatik da irgendwas falsch macht. Und: Der 15er sowie der 30er sind passiv gekühlt! An dieser Stelle sei nochmal darauf hingewiesen, dass Victron explizit davor warnt, Module an den Regler anzuschließen, deren aufsummierter Kurzschlussstrom über dem angegebenen Maximalwert ist. Das ganze ist in der Fußnote der grauen Tabelle --> Link schön zu sehen. PS: Ich habe mich das nicht getraut, und daher gerade vom 100/20 auf den 100/50 aufgerüstet. Hier die Warnung Victron A PV array with a higher short circuit current may damage the controller. Dann gibt es wohl doch sehr unterschiedliche Solarregler. Soltronic hat da eine andere Meinung.
Bei der heutigen MOS Technik dürfte das keinen Walzer mehr spielen. Würde mich nicht einmal wundern wenn 350er und 430 innen ziemlich gleich sind.
Eine übliche Technik ist, für höhere Ströme mehrere MOSFETs parallel zu schalten. Bei den stärkeren Geräten werden dann einfach mehr Transistoren bestückt. Aber es ist sowieso nur ein theoretische Überlegung. In der Praxis werden die wenigsten einen Vergleich machen können. RK Im miltärischen Bereich wird die Lebensdauer eines Bauteils nach MIL STD 317 berechnet. Die Abhängigkeit der Lebensdauer vom "derating" ( das ist das Verhältnis zwischen z.B. der maximal erlaubten Leistung und der tatsächlichen Belastung.) ist im doppellogarithmischen Massstab eine fallende Gerade, die bei Nennleistung 1 schneidet. D.h. es muss bei 23°C und Nennleistung garantiert eine Stunde halten. Je kleiner die tatsächliche Belastung, desto länger wird die Lebensdauer. Deshalb gehe ich bei Leistungselektronik nicht dauerhaft über 50% . Hinzu kommt, dass die Temperatur der Bauteile mit der Belastung ansteigt und die Lebensdauer sich je 8°C halbiert. Fazit: Ein 350W Regler hält mit 200W Zellen lange. Ein 350W Regler hält mit 350W nicht lange. Ein 350W Regler darf mit mehr als 350W sofort kaputtgehen. Es ist nicht verboten, dass es länger hält. Moin Für mich stellt sich ohnehin die Frage, was soll das bringen. Im Grunde verschwendest Du Resourcen, wenn Du es so machst. Dazu noch das Risiko, dass Du Deinen Regler schrottest - und dann?? Und gerade als Selbstausbauer wie Du es wohl bist, würde ich es umgekehrt machen - Großer Regler, der auch noch einen weiteren bedarfsmäßigen Ausbau später zulässt. Aber - Du kannst ja auch gerne Geld verbrennen, wenn Du Gewicht auf dem Dach brauchst und keinen Nutzen drauss ziehen willst. Für mich erschließt sich der Sinn dieses Themas nicht. Nix für Ungut Gruß Jürgen Sollen wir uns aus dieser Diskussion nun merken, den Regler mindestens so groß wie die Panels auslegen, eher etwas größer? Es wäre natürlich eh schade, wenn der Regler gar nicht die Leistung aus den Panels herausholt, die bereitsteht. Panels zu erstetzen ist ungleich mehr Aufwand, als den Regler zu tauschen.
Auf diese Frage von mit ein kurzes und einfaches Ja Gruß Andreas |
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