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Atemberaubendes Norwegen - Roadtrip zu den Lofoten


Roland3 am 23 Nov 2019 17:40:42

Hallo WoMo-Gemeinde,

meine Name ist Roland. Ich lese hier schon geraume Zeit mit und habe dadurch einige wertvolle Tipps erfahren können. So unter anderem, dass man mit der Autopass-Ferry-Card gut Geld sparen kann. Das hat wirklich prima geklappt. Danke euch.

Wir waren also im Juli in Norwegen unterwegs und zwar von Kiel zu den Lofoten. Dazu sind unser Reisebericht und ein Video fertig geworden. Das soll ein kleines Dankeschön für eure Tipps sein. Also wenn ihr mögt, hier ist unser Reisebericht (die Bilder dazu und der Link zum Video sind dann auf meiner Homepage zu sehen):


Atemberaubendes Norwegen - Roadtrip zu den Lofoten


"Wie bitte? Nach über zwanzig Norwegentrips habt ihr eure Füße noch nie auf den Boden der Lofoten gesetzt?", fragte ungläubig ein Bekannter in einer Gesprächsrunde. Etwas in die Enge getrieben, konnten wir ihm nur in Anlehnung eines bekannten amerikanischen Filmes antworten: "Das Beste kommt zum Schluss"...

Nach langer Recherche ging es Ende Juni von Kiel mit der ColorLine nach Oslo. Schon mit dieser 18-stündigen Fährüberfahrt - vollgepackt mit Shows, Pub und gutem Essen - wirst du auf deine schönste Zeit im Jahr so richtig eingestimmt. Etwas über 3 Wochen sollte sie dauern. Gebucht hatten wir über die norwegische Seite der Fähre und sparten damit weit über 100,-€.

Über Lom und der Besichtigung der aus dem 11. Jahrhundert stammenden Drachenkopf-Stabkirche ging es in Richtung Geirangerfjord. Dort hatten wir einen Bungalow mit freiem Blick auf den Geirangerfjord für 2 Nächte gebucht. Schon imposant die schroff abfallenden Felswände mit den schneebedeckten Gipfeln in den Fjord eintauchen zu sehen. Hier kann man die Symbiose zwischen Fjord und Gebirge hautnah erleben. Grund genug ihn in das UNESCO-Weltnaturerbe aufzunehmen. Von der Aussichtsplattform Flydalsjuvet (4 Kilometer vom Ort entfernt) hat man einen grandiosen Blick auf das Ende des Fjordes. Oft liegen dort bis zu drei Kreuzfahrtriesen. Zukünftig dürfen wohl nur noch die Hurtigenruten diesen Liegeplatz nutzen. Wir nutzten die Fähre nach Hellesylt, gingen auf das Oberdeck und wechselten dort von der linken zur rechten Reling und umgekehrt, so beeindruckten uns die steilen Felswände und die unzähligen Wasserfälle auf beiden Seiten. Nicht vom Hocker riss uns dagegen der bekannteste Wasserfall "die sieben Schwestern". Da ist beispielsweise der Vøringfossen in der Nähe des Eidfjords eine ganz andere Nummer.

Und genau in diese Kategorie reiht sich die über 8 Kilometer lange Atlantikstrasse ein. Beim Anblick der Brücken muss man einfach erst einmal gewaltig durchatmen, so beeindruckend ist Norwegens Bauwerk des Jahrhunderts. Klar, dass man von oben wohl den besten Eindruck gewinnt und so schickten wir unsere Drohne kurzer Hand in die Lüfte (siehe gleichnamiges Video, Link unten). Lohnenswert ist auch der Rundweg an der stark geschwungenen Storseisundbrücke, deren Anblick fast schon surreal erscheint. Die Kunst des Angelns ist auf den Brücken zu bestaunen. Wir blieben den ganzen Tag dort und befuhren mehrmals mit dem Auto diese verrückte Straße.

Verrückt ist auch das Fischen im Saltstraumen in der Nähe von Bodø. Der stärkste Gezeitenstrom der Welt presst bei jedem Gezeitenwechsel bis zu 400 Millionen Kubikmeter Wasser in den 150 Meter breiten Sund. Dabei treten gewaltige Strudel auf und der Strom erreicht Geschwindigkeiten von fast 40 Kilometer pro Stunde. Ein riesiges Spektakel. Das nährstoffreiche Wasser lockt viele Fischräuber wie Heilbutt, Großdorsch und Großköhler an. Hier zeigt sich, wer ein guter Angler ist. Sage und schreibe ein 23 Kilogramm schwerer Großköhler (Seelachs) wurde im Saltstraumen vom Ufer aus gedrillt. Chapeau.

30 Kilometer vom Saltstraumen entfernt liegt die Seeadler-Hauptstadt Bodø. Dort fuhren wir auf die Fähre nach Moskenes. Endlich auf halben Weg durch den Vestfjord ist sie zu sehen, die Bergkette der Lofoten. Wow, dafür sind wir hier! Bis zu 1.000 Meter erhebt sich die Lofotenwand aus dem türkis blauen Fjord - ein fantastisches Bild bei strahlend schönem Wetter. Hat es sich doch gelohnt am Abend zuvor eine brennende Kerze für Thor, den Wettergott, in das Fenster zu stellen.

Wir fuhren von der Fähre direkt auf die E10, die spektakuläre Verbindung von West nach Ost auf den Lofoten. Vergiss deinen Ruten- und Zeitplaner, denn spätestens nach 10 Minuten wirst du halten, um deine Kamera in Position zu bringen, so faszinierend sind die Foto-Spots dort. Und wenn du Postkartenmotive auf engsten Raum suchst, dann bist du in Reine, Sakrisøy und Hamnøy genau richtig. Alle drei wunderschönen Fischerorte sind nur einige hundert Meter voneinander entfernt und durch Brücken verbunden. Am Eingang von Reine ließen wir die Drohne steigen und sie servierte uns Bilder, die sonst so nicht zu machen wären. Uns stockte der Atem. Kristallklares Wasser, in dem rote Rorbuer - saisonal genutzte auf Stelzen stehende Fischerhütten - bis zu den Knien im Fjord stehen. Und wo zerklüftete Felsen steil wie Haifischzähne aus dem Meer in den Himmel ragen. Der Ort ist wohl der Fotoklassiker auf den Lofoten schlechthin.

Nicht weniger fotogen ist Sakrisøy, ein Fischerdörfchen mit gelben Rorbuer und vielen Stockfischgestellen. "Auf Wiedersehen Armut", sagten in früheren Jahren die Leute, wenn im zeitigen Frühjahr der Stockfisch - an der Luft getrockneter Kabeljau - die unzähligen Holzgestelle füllte. Man bindet die Schwänze paarweise zusammen und hängt sie an den Trockengestellen auf. Der Klippfisch hingegen wird zuvor gesalzen. Dabei finden auch Schellfisch, Seelachs und andere Seefische Verwendung. Wir haben Beide nach norwegischer Art zubereitet. Doch ehrlich gesagt, frischer Seefisch ist uns letztendlich lieber.

Wenige hundert Meter weiter und durch Brücken verbunden liegt das Fischerdörfchen Hamnøy. Hier findet man die typischen roten Pfahlbauhäuschen vor einer atemberaubenden Bergkulisse. Wir kamen im Manor House unter. Von außen eher unscheinbar, aber innen sehr liebevoll und überaus dekorativ eingerichtet. Von dort ist es nur ein Katzensprung bis zur rund um die Uhr von Foto-Enthusiasten belagernden Brücke. Das ist der Platz, wo Du mit einem hohen Stativ das wohl bekannteste Foto der Lofoten schießen kannst.

Weiter ging es auf der E10 zu den Brücken von Fredvang, den feinen Sandstränden von Ramberg & Flagstad und dem Vikingmuseum. Ziel war das Fischerdorf Henningsvær. Allein die Anfahrt ist ein Landschaftserlebnis. Immer am Atlantik entlang von Inselchen zu Inselchen führt die Straße über kleine geschwungene Brücken hinein in das Dorf der Künstler. Wir schlenderten durch den hübschen Ort und fanden kleine Galerien, Restaurants, gemütlichen Cafes und liebevoll dekorierte rote Häuschen. Der Ort wird durch die Touristen von Dynamik und Leben geprägt. Wie überall sieht man die "Fischkathedralen" mit Stockfisch. Einen guten Rundblick hat man vom Sendemast über das Fischerdorf mit den Bergen dahinter. Eine Attraktion gilt es noch zu erwähnen, den verrücktesten Fußballplatz, den wir je sahen. Er liegt auf einer Inselzunge. Für Schönwetterspieler ist er nicht gedacht, denn jeder Fehlschuss landet unweigerlich im eiskalten Nordatlantik.

Nicht weit von Henningsvær liegt das Wirtschafts- und Kulturzentrum der Lofoten Svolvær. Dort hatten wir die modernste Unterkunft der gesamten Tour gebucht. Alles war neu und stylish. Auf eine große Garage hat man einfach ein Studio mit allen Raffinessen "drauf gesetzt". Von der kleinen Holzterrasse davor kann man mit dem Fernrohr den Svolværgeita, ein steiles filigranes Felsgebilde mit zwei einzelnen Hörnern wie das einer Ziege, ins Visier nehmen. Abenteuerlustige Bergsteiger genießen den wagehalsigen Sprung über die eineinhalb Meter breite Kluft, quasi von einem Horn zum anderen. Leider ließ der starke Wind keinen Start der Drohne zu. Malerisch ist der Hafen und die umliegenden Inseln mit den steil aufragenden Gipfeln. Übrigens ist die Stadt per Flieger oder mit den Hurtigenrutenschiffen erreichbar.

Ein absolutes Highlight ist der spektakuläre Trollfjord. Das Imposante daran ist seine Enge gepaart mit extrem steilen Felswänden, die auf beiden Seiten 1.000 Meter nahezu senkrecht emporragen. Wir fuhren mit einem Kabinenboot hinein und hatten Glück, denn zum einen war die See angenehm ruhig und zum anderen lachte Klärchen. Einfach ein grandioser Anblick.
Und plötzlich - wir trauten unseren Augen kaum - schwenkte ein Riese der Hurtigruten in den Fjord. Chapeau Käpt'n, da sieht man, wer ein Könner ist. In aller Eile positionierten wir die Kameras und suchten uns ein passendes Plätzchen (Link zu unserem Video unten). Langsam fuhr die "Richard White" an uns vorbei und drehte sich am Ende des Trollfjords unter dem Jubel der Passagiere und dem lauten Schiffshorn mehrfach um die eigene Achse.
Als der Schiffsriese längst verschwunden war, zeigten sich zu unserer Freude einige Seeadler im Fjord. Der Trollfjord ist bekannt für seine Seeadlerpopulation.

Epilog

Mit "hei, hei" wird man freundlich auf den Lofoten begrüßt. Es scheint hier sehr easy zu zugehen, wie man beim Autofahren, Einkaufen oder in den gemütlichen Restaurants erleben kann. Ganz anders die Natur. Das Wechselspiel der Kontraste prägt das Bild der ca. 80 Inseln. Berge zerfurcht wie der Rücken eines Alligators, steil aus dem blauen Fjord ragende Felsen, die an die Zähne eines Haifisches erinnern, wechseln sich mit zart grün schillernden Hochebenen und weißen Stränden, die man eigentlich nur in den Tropen erwartet, ab. Das Wasser ist so klar, dass man die Krebse auf dem Grund krabbeln sehen kann. Das alles verleiht den Lofoten einen einzigartigen Charme. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich einmal im Leben dieses Naturparadies gönnen.


Zu diesem Reisebericht haben wir ein Drohnenfilmchen mit gleichem Titel produziert. Es zeigt in sieben Minuten bildlich unseren Roadtrip untermalt mit passender Musik. Zu den Bildern und zum Video --> Link

Beste Grüße
Roland

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hotchili am 23 Nov 2019 18:36:24

Was für tolle Bilder!
Will auch!
Danke für den Link.

Roman am 23 Nov 2019 19:32:49

Hallo Roland,

da es sich erst um Deinen 4. Beitrag handelt kann man fast noch sagen...

Herzlich Willkommen im Froum....

und was für ein Einstand.... :daumen2:

War das mit den 3 Wochen O.K. ? Ich denke, man ist gut 1 1/2 Wochen nur am Fahren.... ?
Gut von uns aus muss man schon mal einen Tag rechnen, bis wir überhaupt in Kiel wären... :wink:

Gruß
Roman

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HeikeD am 23 Nov 2019 19:54:11

Vielen Dank für den Bericht und das tolle Video... was für tolle Eindrücke ihr da festgehalten habt.

Macht Lust auf Norwegen :D

Dakota am 23 Nov 2019 19:59:44

Moin Roland,

besser kann man einen Reisebericht nicht darstellen - super Bilder, super Video, Top :gut: :gut:

alzu am 24 Nov 2019 10:41:42

Hallo,
nicht nur für das beeindruckende Video ein dickes PLUS: Danke fürs Mitnehmen!

Roland3 am 24 Nov 2019 17:15:42

* Freut mich, dass euch Reisebericht und Video gefallen. Danke.

* Unsere Reisezeit waren 3 Wochen und 2 Tage, besser wären aber ganze 4 Wochen gewesen.

Beste Grüße
Roland

Elgeba am 24 Nov 2019 17:53:57

Hallo, Roland

Super Bericht,ich muß doch auch mal wieder da rauf fahren.


Gruß Bernd

charly49 am 24 Nov 2019 18:45:21

Hallo Roland,
danke für den Reisebericht und vor allem für das Video. Da wir fast zur gleichen Zeit auf den Lofoten waren wie Ihr, weckt das natürlich Erinnerungen. Die Aufnahmen mit der Dornenkamera sind absolut super und geben ganz andere Ein - u. Überblicke. Wir standen eine Nacht am Raftsundet und haben die Schiffe beobachtet wie sie in den Trollfjord einfuhren und nach etwa eineinhalb Stunden wieder zurück kamen.
Danke für Deine Arbeit. :daumen2:

MiGu1418 am 24 Nov 2019 23:00:32

Hallo Roland,

toller Reisebericht und ein interessantes Video.

Gruß Guido

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