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MPPT-Regler über Shunt? Unterschiedliche Messwerte


tsie am 02 Mai 2020 15:10:09

Hallo,

wir haben unseren neuen MPPT-Regler (Victron SmartSolar MPPT 75/15) über den Votronic Shunt des Battericomputers angeschlossen. Hier haben wir aber das Problem, dass sich die Messergebnis des Ertrags in der Votronic App von denen auf dem Battericomputer unterscheidet.

Wie handhabt ihr das? Habt ihr euren Regler trotz Shunt direkt an die Batterie angeschlossen? Oder habt ihr eine Idee, woher die Differenzen stammen?

Beispiel:
App: 1.2A
Batteriecomputer: 3A

Viele Grüße
tsie



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tibe am 02 Mai 2020 15:44:42

Dein Panel leistet 34,87V * 1,3A, der Regler schickt in den Shunt 13,53V * 3,2A... der Batteriecomputer misst was vom Shunt zur Batterie fließt.

Viele Grüße
tibe

kroppie am 02 Mai 2020 15:45:21

Solarregler gibt der Wert vor Regler und votronic am Batterie nach dem Regler, und dan ist das Unterschied noch nur 0,2 ampere

jos

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tsie am 02 Mai 2020 16:23:16

Herzlichen Dank für die schnelle Rückmeldung!!

Ist aber der "richtige" Weg über den Shunt, oder lieber direkt an die Batterie?

tibe am 02 Mai 2020 16:39:04

Wenn Du den Batteriecomputer sinnvoll einsetzen willst, muß alles an den Shunt (also nicht an die Seite, an der der Minuspol der Batterie angeschlossen ist). Wenn Du direkt an den Pol gehst, wird der Strom nicht erfasst und nicht bilanziert.

Viele Grüße
tibe

tsie am 02 Mai 2020 16:44:14

Hallo Tibe,

super, so ist es derzeit auch. Danke.

Viele Grüße
tsie

fraenky68 am 02 Mai 2020 17:05:02

tsie hat geschrieben:Herzlichen Dank für die schnelle Rückmeldung!!

Ist aber der "richtige" Weg über den Shunt, oder lieber direkt an die Batterie?


Der Shunt ist zwischen Minuspol der Batterie und dem Masseanschluss des Fahrzeugs. An den Minuspol der Batterie darf nichts direkt angeschlossen werden, da ja sonst der Batteriecomputer völlig falsche Werte errechnet.

Bei unterschiedlichen Voltzahlen kannst Du nicht die Ampere miteinander vergleichen. Du kannst nur die Watt miteinander vergleichen. Der Solarertrag wird Dir ja schon in Watt angezeigt (hier z.B. 44 W). Der Laderegler wandelt die Spannung (Volt) zur Batterie passend um. In Deinem Beispiel von 34,87 V in 13,53 V. Hierdurch steigern sich im Gegenzug die Ampare von 1,3 A auf 3,2 A. Wenn Du jetzt die Werte der Batterie ebenfalls in Watt umrechnest kommst Du auf 13,53 V x 3,2 A = 43 W (gerundet). Du hat also nur 1 W Differenz.

Zur Diffenez Solaranzeige und Batteriecomputer:
An Deinem Batteriecomputer alles gezählt, was rein und raus geht, die Solaranzeige aber nur das, was gerade Solarertrag ist. Da Du immer irgendeinen Verbraucher hast (und sei es nur der Batteriecomputer selbst), müsste der Batteriecomputer immer einen geringeren Wert anzeigen, als die Solarertraganzeige. (Ausnahme: Du hast Landstrom angeschlossen und das Ladegerät lädt oder der Motor läuft und produziert Strom).

tsie am 03 Mai 2020 18:10:53

Hallo fraenky68,

vielen Dank für die super Erläuterung und Erklärung!

Viele Grüße
tsie

DucNewbieHH am 03 Mai 2020 21:53:11

Hi,
ich plane ein ganz ähnliches setup. D.h., ich schliesse den Minuspol des Reglers an die karosseriemasse, von wo aus der messshunt die einzige verbindung zum batterieminus ist, richtig?

Vllt. darf ich hier noch gleich eine Frage zum votronic shunt stellen:
Lt Hersteller hat er ja die Funktion:

"Automatischer Schutz der Batterie gegen schädliche Tiefentladung, die Verbraucher werden exakt nach Ladezustand abgeschaltet"

Ich hatte ursprünglich vor einen manuellen "kill-switch" zu verbauen um die Verbraucher auszuklemmen, aber der würde in der von euch skizzierten verschaltung dann ja auch das Laden über Solar unterbrechen.

Wie verlässlich arbeitet der votronic computer in punkto tiefenentladungsschutz?
Danke!

Gast am 03 Mai 2020 22:36:21

Der Schaltausgang des Votronic BC schaltet nach % SOC. Wenn der angezeigte SOC stimmt schaltet er sehr zuverlässig. Es gibt aber Fälle bei denen er relativ stark abweichen kann. So werden sehr kleine Ströme nicht korrekt erkannt und können über lange Zeiträume zu Tiefentladungen führen die der BC nicht richtig erkennt und deshalb auch nicht zu einer Abschaltung führen. Für diesen Fall müsste man noch einen zweiten Spannungsgesteuerten Tiefentladeschutz haben. Dann bleibt aber die Frage ob der Spannungsgesteuerte Tiefentladeschutz nicht ausreichend ist. Ich halte den Schaltausgang des BC deshalb nicht optimal als Tiefentladeschutz geeignet.
Er ist dagegen sehr gut geeignet um z.B. einen Kühlschrank per 12V zu betreiben solange der SOC über 80% ist.
Killswitch bedeutet natürlich, dass du auch ein entsprechendes Relais hast, das den maximalen Strom deines Systems schalten kann.
Gruß Andreas

fraenky68 am 03 Mai 2020 22:40:29

DucNewbieHH hat geschrieben:Lt Hersteller hat er ja die Funktion:

"Automatischer Schutz der Batterie gegen schädliche Tiefentladung, die Verbraucher werden exakt nach Ladezustand abgeschaltet"
.
.
Wie verlässlich arbeitet der votronic computer in punkto tiefenentladungsschutz?
Danke!


Der Batteriecomputer hat keinen direkten Tiefentladeschutz. Er kann "nur" ein Trennrelais ansteuern und öffnen oder trennen. Am Batteriecomputer kann man dann einstellen, bei welchem Batterieladestand (z.B. bei 10%) das Trennrelais den Stromkkreis trennen soll und bei welchem Batterieladestand das Trennrelais den Stromkkreis wieder herstellen soll (z.B. bei 20%). Das kann man direkt am Display des Batteriecomputers einstellen. Am Display gibt es auch eine "on" und "off" Taste, mit der man diese Steuerung dieses Trennrelais auch manuell machen kann. Im Display wird "on" und "off" angezeigt (auf meinem Foto zu sehen).
29014
Das Trenntrelais selbst ist nicht im Lieferumfang!! Das muss man extra kaufen. Die Steuerleitung zum Trennrelais wird am Shunt (nicht am Display) angeschlossen. Was dann mit dem Trennrelais getrennt wird (alle Stromverbindungen zur Batterie oder nur die Verbraucher und eben nicht die Ladung über Solar) hängt davon ab, wo das Trennrelais eingebaut wird. Wenn z.B. die Masse des Solarreglers direkt am Shunt angeschlossen wird und das Trennrelais "nur" die Verbindung zwischen Shunt und Karrosseriemasse trennt, dann wird auch bei getrennter Karrosseriemasse weiter die Batterie geladen.

Beim Trennrelais darauf achten, wieviel Ampere dieses aushalten muss, da ja der komplette Stromverbrauch durch dieses Relais fliest (z.B. wenn auch ein großer 230V Wechselrichter angeschlosen wird). Es sollte auch "bistabil" sein, damit es nicht selbst Strom benötigt und die Tiefentladung übe reinen längeren Zeitraum trotz getrenntem Stromkreislauf verursacht.

fraenky68 am 03 Mai 2020 22:47:45

Nachtrag:

Zusätzlich zum Ladezustand in % kann auch eine Spannunsuntergrenze in Volt eingestellt werden, bei der das Trennrelais den Stromkreis trennt (für den Fall, dass es zu Fehlern bei der rechnerischen Ermittlung des Ladezustands in % gekommen ist und die Tiefentladung droht - z.B. bei 10,5 V).

Gast am 03 Mai 2020 23:01:01

Das mit der Spannungseinstellung hatte ich übersehen. Mit entsprechendem Relais wäre er dann doch gut als Tiefentladeschutz geeignet.
Gruß Andreas

DucNewbieHH am 04 Mai 2020 06:24:18

Guten morgen.
Danke, sehr verständlich erklärt! Dann wäre das ja eigentlich ein recht elegantes System.

Nun fällt die Spannung bei agm ja wohl recht spät ab, vermutlich wenn schon mehr als 60% entnommen sind, seht ihr das als Problem an?

fraenky68 am 04 Mai 2020 06:40:14

DucNewbieHH hat geschrieben:Guten morgen.
Danke, sehr verständlich erklärt! Dann wäre das ja eigentlich ein recht elegantes System.

Nun fällt die Spannung bei agm ja wohl recht spät ab, vermutlich wenn schon mehr als 60% entnommen sind, seht ihr das als Problem an?


Nein. Bei LiFePo ist der Spannungsabfall noch viel später. Die "geplante" Abschaltung sollte über den %-Ladezustand (SOC) erfolgen. Über den Spannungsabfall ist eigentlich eine zusätzliche "Not-Abschaltung", falls der Batteriecomputer aus irgendwelchen Gründen einen falschen Ladezustand in % errechnet.

Gast am 04 Mai 2020 11:59:06

Andererseits: Jede vernünftige LiFePO hat eine eigene spannungsgesteuerte Abschaltung.
In einem funktionierenden System sollte so eine Abschaltung gar nicht zum tragen kommen. Wenn ich das Womo längere Zeit abstelle kenne ich den Grundverbrauch und weiß wie lange ich das Womo bedenkenlos ohne nachladen stehen lassen kann. Wenn ich stärkere Stromverbraucher einsetze (Heizlüfter) habe ich mir auch vor dem Einschalten überlegt wie lange ich den bedenkenlos laufen lassen kann und schalte ihn entweder über Zeitschaltuhr oder per BC Schaltausgang (falls mir etwas dazwischen kommt und ich nicht dazu komme ihn frühzeitig abzuschalten).
Viele 12V Verbraucher wie z.B. Ladegeräte für Pedelecs, Kühlboxen, Wechselrichter etc. haben eigene Low Voltage Abschaltautomatiken.

Wofür dann noch eine zusätzlichen "Killswitch" ? Durch mehr Abschaltautomatiken wird das Gesamtsystem nicht sicherer.

Gruß Andreas

DucNewbieHH am 04 Mai 2020 12:14:53

Bodimobil hat geschrieben:Wofür dann noch eine zusätzlichen "Killswitch" ? Durch mehr Abschaltautomatiken wird das Gesamtsystem nicht sicherer.


Völlig richtig. Mir gefällt/gefiel die Idee einer manuellen Abschaltung irgendwie. Mit dem wie ich es hier gelernt habe wäre ich aber auch sehr glücklich. Ich melde mich nochmal wenn ich vor Gerät und Kabel stehe. :)

Danke nochmal, super hilfreich!

Solarcomputer am 08 Mai 2020 21:18:48

DucNewbieHH hat geschrieben:Völlig richtig. Mir gefällt/gefiel die Idee einer manuellen Abschaltung irgendwie.

Das würde ich mit der Bezeichnung Hauptschalter titulieren, lässt sich bequem manuell schalten, frisst kein Strom und kann nur von dir selber fehl bedient werden 8)

Ein bistabiles Relais lässt sich nicht so einfach an dem Schaltausgang betreiben. So ein Relais braucht üblicherweise einen Ein- und Ausimpuls. Problem dabei ist oft, dass zum Ausschalten wieder Strom benötigt wird. Setzt man die Auschaltschwelle dafür sehr niedrig an, könnte eventuell nicht mehr genug Strom zum Ausschalten anstehen.

tsie hat geschrieben:Du kannst nur die Watt miteinander vergleichen. ... Du hat also nur 1 W Differenz.


Die Differenz zwischen Solarleistung (Eingang) und Ladeleistung (Ausgang) kommt durch die MPPT Technologie, denn der Wirkungsgrad des DC/DC Wandlers ist niemals 100%. Typischerweise ist bei guten MPPT Solarreglern im "Nutzbereich" der Wirkungsgrad bei ca 95%. Im Beispiel oben ist das auch gut nachzurechnen:
(13.53V * 3.2A) / (34.87V * 1.3A) * 100 = 95.5 %

Beim Victron ist zu beachten, dass der Ladestrom und der Laststrom getrennt berechnet wird. Sofern man also am Lastausgang etwas betreibt zieht sich das vom Ladeausgang zur Batterie ab.

Wie oben auch bereits erwähnt, sind im normalen Campingbetrieb auch immer Verbraucher eingeschaltet. Dieser Verbauchsstrom zieht sich dann auch vom Solarladestrom ab und landet folglich nicht in der Batterie und der Batteriecomputer zeigt das dann nicht an. Wenn also ein Kühlschrank den Kompressor laufen lässt, dann sind das typisch 4,5 A Laststrom. Liefert jetzt die Solaranlage 3,4 A so müssen die fehlenden 1,1 A aus der Batterie dazu kommen. Folglich zeigt dann der Batteriestrom -1,1 A an. Daher macht es Sinn Solar- und Batterieströme ständig "gleichzeitig" zu verrechneten und so kann man das ganze in Verbrauch, Ladung, Solarertrag, direkten Solarverbrauch bilanzieren. Das geht wenn der Batteriecomputer den Solarstrom gemeinsam in einem Gerät erfasst werden, ganz so wie das BlueBattery --> Link macht. Mit getrennter Solaranzeige und Batterieanzeige ist diese Bilanzierung hinterher nicht mehr möglich, da die Information der momentanen Stromverteilung verloren geht.

☀️Kai

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