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Batteriekabel richtig wählen


Sven1983 am 06 Mai 2020 11:29:04

Hallo zusammen,

ich möchte meine Boardbatterie mit der Solarbatterie im Camper verbinden. Die Zuleitung zur Boardbatterie ist ca. 4,5 m und die Solarbatterien sind 400Ah. Welchen Kabelquerschnitt würdet ihr hier wählen? Ich hatte an 25 mm² gedacht und die Batterien würde ich ebenfalls mit Kabelschuhen damit verbinden.

Ich habe folgendes Relai gefunden um die Solarbatterie wärend der Fahrt zu laden, gibt es hier noch eine günstigere Alternative :)

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Vielen Dank schon mal vorab

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kroppie am 06 Mai 2020 11:38:08


Sven1983 am 06 Mai 2020 12:26:41

Also würde ich die maximale Amperzahl wählen die an den Batterien von den Verbrauchern anliegt und danach das Kabel aussuchen?

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eddan am 06 Mai 2020 12:39:37

Moin,

ich gehe mal davon aus, dass die Batterien Parallel verbunden werden sollen, also Plus auf Plus und Minus auf Minus.
Beim Herstellen der Verbindung werden Ausgleichströme fliessen, dieser Ausgleichstrom ist ein Wert für die Auswahl der Verbindungskabels.
Deshalb ist es wichtig den Ausgleichstrom zu kennen oder ggf. begrenzen, durch z.B. einen B/B Booster (Lader), oder beide Batterien sollen voll geladen und nach Möglichkeit vom gleichen Typ sein (Blei, LiFe, LiPo).
Als nächstes solltest Du den maximalen Entnahmestrom kennen (Wechselrichter ?!), dies ist der zweite Wert für die Auslegung des Kabelquerschnitts, anhand des Querschnitts wird die maximale Absicherung festgelegt.

Also der Kabelquerschnitt wird anhand des Ausgleichs- oder Lade/-Entladestroms ausgelegt, das Kabel wird zusätzlich entsprechend abgesichert.
Ob Du die Verbindung per Relais/manuellen Schalter oder Laststecker realisierst ist meiner Meinung nach eine Frage des Komforts.
Ein geeignetes Relais wird vermutlich keine 200€ Kosten.


Munter bleiben !
.
.

Sven1983 am 06 Mai 2020 13:26:00

eddan hat geschrieben:Moin,

ich gehe mal davon aus, dass die Batterien Parallel verbunden werden sollen, also Plus auf Plus und Minus auf Minus.
Beim Herstellen der Verbindung werden Ausgleichströme fliessen, dieser Ausgleichstrom ist ein Wert für die Auswahl der Verbindungskabels.
Deshalb ist es wichtig den Ausgleichstrom zu kennen oder ggf. begrenzen, durch z.B. einen B/B Booster (Lader), oder beide Batterien sollen voll geladen und nach Möglichkeit vom gleichen Typ sein (Blei, LiFe, LiPo).
.........
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Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Ich habe ausgerechnet das ich einen Strom der Verbraucher mit Spannungsumwandler 2000Watt und 12 V Komponenten von ungefähr 200A habe. Ich würde das Batteriekabel (4m) zwischen Wohnraumbatterie und Starterbatterie mit 50mm² auslegen.

Die Wohnraumbatterien werden alle AGM 4x 100Ah sein.

Meine Fragen:

- ist es Quatsch 50mm² zu zwischen den Wohnraumbatterie und Starterbatterie zu verlegen weil hier nur der Ladestrom von der Lichtmaschine langläuft?
-Was meinst du mit Ausgleichsstrom, kann ich diesen berechnen, bzw. berechnen wenn die Batterien neu sind und alle gleich aufgeladen sind?
-Würdest du einen Booster empfehlen oder eher ein einfaches Relai einsetzen?
-Könnte ich auch ein kleineres Relai auswählen, da ich bei Fahrt nicht wirklich die 2000Watt vom Spannungswandler ausnutze, so würde man sich einiges an Kosten sparen?
-Als Batterieanschlusskabel ist dort auch ein FLy / FLRy zugelassen?

thomas56 am 06 Mai 2020 13:38:10

Sven1983 hat geschrieben:Ich habe ausgerechnet das ich einen Strom der Verbraucher mit Spannungsumwandler 2000Watt und 12 V Komponenten von ungefähr 200A habe. Ich würde das Batteriekabel (4m) zwischen Wohnraumbatterie und Starterbatterie mit 50mm² auslegen.


über den Wechselrichter kommen noch ca. 20% Verluste hinzu, also 240A. Der Wechselrichter mit 2000W ist also schon zu klein und als Kabel würde ich 120mm² wählen!

eddan am 06 Mai 2020 13:48:24

Ah, Du möchtest die Starterbatterie (Chassis) mit der Aufbaubatterie parallel verbinden ? ... das war nicht so offensichtlich formuliert.
Wann soll verbunden werden, jederzeit oder nur wenn der Motor läuft ?

Grundsätzlich fliesst der Strom von der höheren Spannungquelle zur niedrigeren Spannungquelle, solange bis die Batteriespannungen ausgeglichen sind.
und zwar unabhängig davon, ob die Batterie 10Ah oder 400Ah Kapazität hat (Ausgleichsströme).

Üblicherweise werden die beiden Batterien(-sätze) miteinander verbunden, wenn der Motor, die Lichtmaschine läuft, dann nämlich ist die Lichtmaschine die Spannungsquelle mit der höchsten Spannung und der Strom fliesst in Richtung der Batterien und zwar in einem Verhältnis, welches durch die Innenwiderstände (Ladungszustände) der Batterien bestimmt wird. Der maximale Strom wird wiederum durch die Leistung der Lichtmaschine bzw. den Lichtmaschinenregler begrenzt.

Für die Zuschaltung der Aufbaubatterie in Abhängigkeit des laufenden Motors gibt es fertige Lösungen, z.B. spannungsgesteuerte Koppel-/Lastrelais. Den Rest macht deine Lichtmaschinenelektronik und hier sollte vermutlich 25mm² reichen.


Munter bleiben !

.
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fschuen am 06 Mai 2020 14:07:54

Die Informationen kommen hier leider etwas kleckerweise, da wäre mal eine Gesamtschau der Massnahmen ganz interessant. Warum gibt es noch kein entsprechendes Kabel, ist das ein Selbstausbau? Möchtest du den Wechselrichter während der Fahrt einsetzen? Und soll das ganze im Hintergrund funktionieren, oder kannst du auch ein paar Schalter umlegen?

Wenn der WR nur im Stand läuft, ist das relativ einfach: ein Ladekabel im Bereich 6 - 10 qmm über ein Trennrelais nach Wahl legen. 50A müssten reichen, mehr wird nicht fliessen bei der Leitungslänge. Ich gehe davon aus, dass jede einzelne Batterie über eine Absicherung an Plus verfügt. Die Leitungen werden natürlich an der Sicherung angeschlossen und nicht direkt am Batteriepol. Wichtig. Das Trennrelais gibt es mit D+ (schliesst, wenn der Motor läuft) oder Spannungsgesteuert (schliesst, wenn die Starterbatterie voll ist). Um zu hohe Ströme zu verhindern, bin ich für diesen (aber wirklich nur für diesen) Fall ein Fan von selbstrückstellenden Bimetall-Sicherungen.

Mit der Option, den WR auch während der Fahrt zu nutzen, wird es ein bisschen komplizierter. Ich habe das mit schaltbaren Kabeln von den Batterien zum WR gelöst, zusätzlich zum Trennrelais. Ist hier beschrieben: --> Link

Das hat ein paar nette Nebeneffekte - man kann bei Bedarf einen höheren Ladestrom über die dicken Kabel in die Batterien blasen, oder sich selbst Starthilfe geben. Zu dem Preis, dass man selbst nach Bedarf ein paar Schalter betätigen muss.

Gruss Manfred

Sven1983 am 06 Mai 2020 20:07:59

Klasse Danke für die Infos,

also es handelt sich bei der ganzen Sache um einen Selbstausbau. Ich wollte die Batterien während der Fahrt laden. Ich würde dann 25mm² Kabel nutzen um die Batterien miteinander zu verbinden und auch untereinander. Für die Verkabelung im Schaltkasten dann ebenfalls, da es nur kurze Leitungswege sind.

Am Wechselrichter wird ein 230 V Kompressorkühlschrank A+++ (20 Watt/h) sein (während der Fahrt) meint ihr dann komme ich mit dem 25mm² noch aus?

Besten Gruß

Sven1983 am 07 Mai 2020 12:11:54

Noch ein Zusatz dazu. Ich würde den Wechselrichter nicht zwischen die Aufbaubatterie und die Starterbatterie bauen. Sodass der Wechselrichter auch Betrieben wird wenn wir den Hauptschalter zwischen Aufbaubatterie und Starterbatterie umschalten.

würde dann das 25mm² reichen oder sollte man dann noch höher dimensionieren?

eddan am 07 Mai 2020 13:35:28

... ein 2000W Wechselrichter sollte mit mindestens 50mm² (oder 2x25mm²) direkt an die Aufbaubatterie angeschlossen und mit 200A abgesichert werden.
25mm² von und zum Trennrelais sind schon gut, vermutlich haben die meisten WoMos an dieser Stelle 10-16mm².

Munter bleiben !
.
.

fschuen am 07 Mai 2020 13:51:21

Sven1983 hat geschrieben:würde dann das 25mm² reichen oder sollte man dann noch höher dimensionieren?


Nee, so wird das nichts. Möglichkeit 1: du probierst es so aus, wie du denkst. Bei Inbetriebnahme gut aufpassen, damit du die Batterie schnell trennen kannst, wenn es irgendwo qualmt. Möglichkeit 2: du schreibst mal deine Anlage mit Batterien, Verbrauchern (mit Verbrauch = Watt) und Leitungslängen auf einen Zettel, und was du gerne ändern oder ergänzen willst. Hier posten. Dann können wir schauen, welche Ströme wann wo fliessen können, und danach kann man den Leitungsquerschnitt aussuchen. Und die anderen Ungereimtheiten klären - einen 20 Watt-Kühlschrank an einem 2000 Watt-WR zu betreiben macht nicht viel Sinn, und W/h gar keinen.

Gruss Manfred

Sven1983 am 10 Mai 2020 09:23:13

Vielen Dank für die Antworten,

Also die Starterbatterie soll über ein Relai die Aufbaubatterie bei Fahrt laden, diese beiden Batterien würde ich mit 25mm² verbinden (Leitungslänge 5-6m). Es sind vier Aufbaubatterien a 100Ah installiert die bei Stand mit Photovoltaik gespeist werden. An den Aufbaubatterien ist ein Wechselrichter 2000W angeschlossen der hauptsächlich den Kühlschrank (Kompressorkühlschrank) speist und bei Stand natürlich noch ein paar kleine Elektrogeräte die aber nicht wärend der Fahrt genutzt werden, den Wechselrichter würde ich aufgrund des hohen Stromes mit 35-50mm² anschließen, je nach Leitungslänge.
An 12V Komponenten habe ich Licht, Pumpen, Boiler (200Watt) Wassertankheizung (75watt), Lüfter, Beleuchtung etc. mit knapp 500 Watt die aber auch bei Fahrt nicht alle in Betrieb sind bis auf den Boiler und die Wassertankheizung (im Winter).

Allen heute einen schönen Sonntag

rkopka am 10 Mai 2020 12:37:40

Sven1983 hat geschrieben:Boiler (200Watt) Wassertankheizung (75watt)

Viel wird das aber nicht bringen !? Wassertankheizung gegen Frost nehmen ich an ? Liegt er innen oder außen ? Wieviel Wasser ist im Boiler ? Mit 200W braucht man schon für einen halben Liter zum Kochen ziemlich lang. So heiß brauchst du nicht, aber zumindest 40-60°C je nach Mischung mit kaltem Wasser wären schon nötig.

RK

Sven1983 am 10 Mai 2020 15:45:16

Hallo,
ja der Wassertank 87 Liter liegt draußen und wird mit 10mm Armaflex isoliert.
Der Wasserboiler ist ein KB6 6 Liter Wasserboiler mit 230V und 12V.
Wir fahren eigentlich hauptsächlich im Sommer, aber als Backup wollte ich zur Sicherheit eine Heizung einbauen falls wir durch kalte Klimazonen Gebirge etc fahren.

Sven1983 am 17 Mai 2020 08:53:49

Würde denn das 25mm² Kabel von Aufbaubatterie zur Wohnbatterie reichen um die Wohnbatterie während der Fahrt zur speisen?
Während der Fahrt würden die folgenden Geräte laufen:
über Wechselrichter (Kühlschrank 20 Watt)
über 12 V (Boiler 200Watt, Frostwächter 30Watt)

Ich hatte ausgerechnet wenn ich von einem Stromverbrauch bis 33 A ausgehe (also mit guter Reserve berechnet) komme ich bei einem Verlustfactor von 4% auf einen Kabelquerschnitt von 12mm² bei einer Strecke von 5 m.

stoppie am 17 Mai 2020 10:05:49

Hinzu kommt der Ladestrom für die Aufbaubatterie. Es können somit bei vorgenannter Konstellation durchaus Ströme von 50A - 60A fließen.
Sichergestellt sein muss. Dass der Wechselrichter während der Fahrt nicht mehr als den Kühlschrank speisen muss.

Bei dem vorgenannten ca. 60 A Maximalstrom und der besagten maximalen Leitungslänge von 5 Metern (einfache Länge) ist der Mindestquerschnitt 25 qmm.

Wenn es meins wäre, würde ich 35 qmm zwischen Aufbau- und Starterbatterie verlegen. Damit bist Du bezüglich des Spannungsfalls mit ca. 2,5V im mittleren Bereich und somit deutlich unter den allgemein üblichen Toleranzwert von 5%.

Sven1983 am 17 Mai 2020 20:10:29

Alles klar vielen Dank für die Hilfe

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