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Ich habe in den letzten Tagen viel gelesen und habe diverse wertvolle Informationen sammeln können. In meinem Hymer B-MC T600 ist eine Wohnraum Batterie verbaut (nagelneu)
Ich möchte ein zweite AGM Batterie nachrüsten. Dabei taucht die Frage auf, was alles nachgerüstet werden müsste?
Einen Ladebooster habe ich verbaut (Schaudt WA 121545)
reicht dieser?
Das Womo wird elektrisch von einem EBL 30 betreut...
Eine Solaranlage ist auch geplant. Denke 2x 100/110/120 Wp sollten es werden. --> Link oder --> Link finde ich interessant, Büttner MT220-2 MC auch nett aber warum mehr als doppelt so teuer? Ein Wechselrichter 1700/1800W Sinus ist auch auf der Wunschliste.
Ich möchte gerne wissen, ob eine Erweiterung simpel ist oder aufgrund der vorhandenen Komponenten doch umfangreicher sein wird, bevor zum Kauf/Einbau schreite. Mir wurde auf kurze Anfrage gesagt, dass ein neues Ladegerät erforderlich sei. Außerdem ein Booster.
klar kannst du eine baugleiche zweite Batterie gleich nebenhin setzten. Zwei Verbindungsleitungen im Querschnitt der jetzigen Leitungen zum EBL oder eine Stufe stärker und in der Plusleitung eine Sicherung installieren. Sicherung so groß, wie die größte bestehende Sicherung am jetzigen Pluspol. Beim Anschließen solltest du darauf achten, dass der Pluspol an der bestehenden Batterie verbleibt und der Minuspol an der anderen Batterie angeschlossen wird. So werden beide Batterien im Verbund gleichmäßig belastet.
Gast am 15 Jun 2020 08:27:30
Hi Holger, ich weiss, dass die Diagonalverschaltung bei LiFePo wegen derer flachen Kennlinie nützlich ist. Warum empfiehlst du sie auch bei Blei?
Anzeige vom Forum
Gast am 15 Jun 2020 08:28:40
Doppelpost gelöscht.
Gast am 15 Jun 2020 08:29:35
George67 hat geschrieben:Hi Holger, ich weiss, dass die Diagonalverschaltung bei LiFePo wegen derer flachen Kennlinie nützlich ist. Warum empfiehlst du sie auch bei Blei?
Wie ich geschrieben habe, wegen der gleichmäßigen Belastung der Batterien.
Gast am 15 Jun 2020 08:31:14
Ist das bei Blei wirklich notwendig? Ich hab das bisher noch nie empfohlen gesehen.
HartyH am 15 Jun 2020 08:59:53
Hallo Georg,
ich kenne das auch so. Mache ich generell, egal ob Blei oder Lithiumbatterien.
Gast am 15 Jun 2020 09:09:10
hmarburg hat geschrieben:Hallo,
klar kannst du eine baugleiche zweite Batterie gleich nebenhin setzten. Zwei Verbindungsleitungen im Querschnitt der jetzigen Leitungen zum EBL oder eine Stufe stärker und in der Plusleitung eine Sicherung installieren. Sicherung so groß, wie die größte bestehende Sicherung am jetzigen Pluspol. Beim Anschließen solltest du darauf achten, dass der Pluspol an der bestehenden Batterie verbleibt und der Minuspol an der anderen Batterie angeschlossen wird. So werden beide Batterien im Verbund gleichmäßig belastet.
An den TE:
den seltsamen Rat mit einer weiteren Leitung zum EBL und die sinnlose Sicherung zwischen den Batterien kannst du gleich wieder vergessen. :cry:
Du setzt einfach die nächste Batterie neben die vorhandene, der Halter und die Bohrungen dafür ist schon serienmässig vorhanden, den dazu passenden vorderen Spannbügel/Niederhalter musst du dir in der Hymer-Apotheke besorgen. Dann verbindest du den Minuspol (vorhandene Batterie) mit dem Minuspol der Neuen, den vorhandenen Anschluss Pluspol versetzt du auf die neue Batterie (Hymer hat das Kabel schon für bis zu drei Batterien lange genug gemacht) und verbindest auch die Pluspole der beiden Batterien. Fertig!
Als Verbindugsleitung passt 16mm² zur Original-Verkabelung von Hymer. Wenn du zusätzlich einen Wechselrichter verbauen willst, dann gegebenenfalls den Querschnitt an WR anpassen!
Gast am 15 Jun 2020 09:17:51
Das ist in etwa die Konfiguration wie sie bei meinem Hymer auch nachgerüstet wurde und es funktioniert gut und zuverlässig.
EBL 30 werksseitig drin
- Ladebooster Schaudt 121525 - Zusatzlader Schaudt LAS 1218 plus (würde ich heute weglassen, weil überflüssig) - Solarpanels Büttner Powerline 2 x 120Wp - Solarregler Büttner / Votronic MPP-260 - Wechselrichter Dometic 1800W mit Vorrangschaltung!!!
dazu beim Umbau auf LiFe die D+Leitung wegschaltbar gemacht, d.h. ich fahre seit Frühjahr nur mit Solarladung
Vor dem Umbau war ich mobilelektrisch "dumm" nach dem Umbau, dank Forenhilfe, deutlich schlauer.
Nachtrag: Meine Installation (Batterie) war genau wie die vom Vorredner beschriebene.
Gruß
Gast am 15 Jun 2020 09:20:27
pfeffersalz hat geschrieben:An den TE:
den seltsamen Rat mit einer weiteren Leitung zum EBL und die sinnlose Sicherung zwischen den Batterien kannst du gleich wieder vergessen. :cry:
Ich habe nichts von einer weiteren Leitung zum EBL geschrieben. Lesen und das Gelesene verstehen ist nicht ganz deine Stärke!
Gast am 15 Jun 2020 09:23:46
hmarburg hat geschrieben:Hallo,
Beim Anschließen solltest du darauf achten, dass der Pluspol an der bestehenden Batterie verbleibt und der Minuspol an der anderen Batterie angeschlossen wird. So werden beide Batterien im Verbund gleichmäßig belastet.
Ach ja, das ist auch falsch. Wenn man schon nicht die originale Hymer-Verschaltung kennt, dann wenigstens den TE lesen und die vom TE gut geposteten Bilder der vorhandenen Installation ansehen bevor man so unsinnige, falsche Ratschläge gibt.
Genau anders herum wird ein Schuh draus, das habe ich aber oben schon geschrieben.
Nachsatz: nicht vergessen, die Abgasleitungen der Batterien mit einem T-Stück zu verbinden!
Gast am 15 Jun 2020 09:26:52
pfeffersalz hat geschrieben:Ach ja, das ist auch falsch. Wenn man schon nicht die originale Hymer-Verschaltung kennt, dann wenigstens den TE lesen und die vom TE gut geposteten Bilder der vorhandenen Installation ansehen bevor man so unsinnige, falsche Ratschläge gibt.
Genau anders herum wird ein Schuh draus, das habe ich aber oben schon geschrieben.
Ich sehe auf den Bildern nicht, das mein Vorschlag falsch und nicht realisierbar ist. Es passt nur nicht in deinen Kopf und das ist wiederum dein Problem. Also halte mal den Ball flach!
feuerfresser am 15 Jun 2020 09:43:07
Vielen Dank für eure Hilfe.
bigben24 hat geschrieben:... EBL 30 werksseitig drin
- Ladebooster Schaudt 121525 - Zusatzlader Schaudt LAS 1218 plus (würde ich heute weglassen, weil überflüssig) - Solarpanels Büttner Powerline 2 x 120Wp - Solarregler Büttner / Votronic MPP-260 - Wechselrichter Dometic 1800W mit Vorrangschaltung!!!...
Gruß
so ungefähr stelle ich es mir vor :wink:
feuerfresser am 15 Jun 2020 09:47:54
pfeffersalz hat geschrieben: Ach ja, das ist auch falsch. Wenn man schon nicht die originale Hymer-Verschaltung kennt, dann wenigstens den TE lesen und die vom TE gut geposteten Bilder der vorhandenen Installation ansehen bevor man so unsinnige, falsche Ratschläge gibt.
Genau anders herum wird ein Schuh draus, das habe ich aber oben schon geschrieben.
Meinungsverschiedenheiten bitte nicht in Anschuldigungen austragen, tragen. Dafür seid ihr beide viel zu schlau.
Das die Batterien parallel in Diagonalverschaltung angeschlossen werden, ist vielfach im Forum zu lesen. Allerdings erschließt sich mir nicht, warum es wichtig ist ob der zuführende Pluspol an der Batterie 1 oder Batterie 2 angeschlossen wird?
Viele Grüße
feuerfresser am 15 Jun 2020 09:52:18
pfeffersalz hat geschrieben:...Als Verbindugsleitung passt 16mm² zur Original-Verkabelung von Hymer. Wenn du zusätzlich einen Wechselrichter verbauen willst, dann gegebenenfalls den Querschnitt an WR anpassen!
Also zu den Leistungsdaten des WR anpassen. Eher größer um sicher zu gehen...?
Nochmal zur zweiten Batterie. Benötige ich die exakt identische Batterie oder eine mit den Angaben technisch gleiche?
Vielen Dank und viele Grüße
Gast am 15 Jun 2020 09:53:52
feuerfresser hat geschrieben: Das die Batterien parallel in Diagonalverschaltung angeschlossen werden, ist vielfach im Forum zu lesen. Allerdings erschließt sich mir nicht, warum es wichtig ist ob der zuführende Pluspol an der Batterie 1 oder Batterie 2 angeschlossen wird?
Viele Grüße
Diagonalverschaltung - Richtig! So wurde es dir von mir geraten. (Batterien parallel verschalten, Anschlüsse diagonal)
Erst mal ist das nicht wichtig, welchen Batteriepol du versetzt. Aber bei deinem Fahrzeug ist die Leitung für den Pluspol bereits werksseitig länger ausgeführt. Das Modell gibt es nämlich optional mit 1, 2 oder drei Batterien. Versetzt wird der Pluspol, weil am Minus die Temp-Fühlerleitungen der Ladegeräte usw zu kurz sind.
Schaust du:
Gast am 15 Jun 2020 10:02:19
feuerfresser hat geschrieben:Also zu den Leistungsdaten des WR anpassen. Eher größer um sicher zu gehen...?
Nochmal zur zweiten Batterie. Benötige ich die exakt identische Batterie oder eine mit den Angaben technisch gleiche?
Vielen Dank und viele Grüße
Identische Batterie ist immer besser, aber nicht zwingend erforderlich. Allerdings empfehlenswert an deine AGM eine baugleiche AGM Batterie.
Wenn möglich, setze den WR direkt zu den Batterien und schliese mit sehr kurzen, kurzschlussfesten Leitungen an der Batterie an. Die korrekten Hinweise dazu findest du in der Einbauanleitung des von dir irgendwann zu kaufenden Wechselrichter ... Der Querschnitt hängt von der Leistung des WR, der Leitungslänge, der Verlegeart und Umgebungstemperatur ab. Die beiden kurzen Verbindungsleitungen zwischen den Batterien benötigen dann mindestens den halben, besser aber den gleichen Querschnitt wie die Leitungen zum WR.
Gast am 15 Jun 2020 10:14:02
HartyH hat geschrieben:Hallo Georg,
ich kenne das auch so. Mache ich generell, egal ob Blei oder Lithiumbatterien.
Ich habe nichts dagegen, wenn man sowas gewöhnlich macht.
Mich interessiert, ob's aus technischen Gründen notwendig ist bzw Sinn macht.
Ich würde persönlich nämlich nur Dinge empfehlen, die technisch Sinn machen. Mein Kenntnisstand ist, das das nur bei LiFe bzw. LTO und hohen Ström notwendig ist. Deswegen fragte ich.
Gast am 15 Jun 2020 10:15:51
feuerfresser hat geschrieben:Also zu den Leistungsdaten des WR anpassen. Eher größer um sicher zu gehen...?
Wenn du einen WR zum System hinzufügst, ist es zu empfehlen diesen direkt und in nächster Nähe an den Batterieverbund anzuschließen, wobei die Plusleitung an der Batterie mit einer passend dimensionierten Sicherung abzusichern ist.
Der von dir angestrebte WR mit 1800W zieht aus der Batterie idealisiert 150A. Ich persönlich würde die Zuleitung und Absicherung auf 200A auslegen, d.h. bei einer Leitungslänge von 0,5m ist der benötigte Querschnitt 35qmm.
Das bedeutet, dass die Verbindungsleitungen der beiden Batterien in der Parallelschaltung ebenfalls 35qmm haben.
Nochmal zur zweiten Batterie. Benötige ich die exakt identische Batterie oder eine mit den Angaben technisch gleiche?
Meine Empfehlung ist die identische Batterie von gleichen Hersteller zu verwenden.
andwein am 15 Jun 2020 10:26:54
pfeffersalz hat geschrieben:...Erst mal ist das nicht wichtig, welchen Batteriepol du versetzt. Aber bei deinem Fahrzeug ist die Leitung für den Pluspol bereits werksseitig länger ausgeführt. Das Modell gibt es nämlich optional mit 1, 2 oder drei Batterien. Versetzt wird der Pluspol, weil am Minus die Temp-Fühlerleitungen der Ladegeräte usw zu kurz sind.
Das ist jetzt eine nachvollziehbare Erklärung für die, die dieses Fahrzeug (noch) nicht kennen. Gruß Andreas
feuerfresser am 15 Jun 2020 10:42:23
hmarburg hat geschrieben: Der angestrebte WR mit 1800W zieht aus der Batterie idealisiert 150A. Ich persönlich würde die Zuleitung und Absicherung auf 200A auslegen, d.h. bei einer Leitungslänge von 0,5m ist der benötigte Querschnitt 35qmm.
Das bedeutet, dass die Verbindungsleitungen der beiden Batterien in der Parallelschaltung ebenfalls 35qmm haben.
Damit kann in die weitere Planung gehen... Danke.
In Sachen Solar werde ich nochmal die SuFu benutzen :)
feuerfresser am 15 Jun 2020 10:44:47
pfeffersalz hat geschrieben: Identische Batterie ist immer besser, aber nicht zwingend erforderlich. Allerdings empfehlenswert an deine AGM eine baugleiche AGM Batterie.
Wenn möglich, setze den WR direkt zu den Batterien und schliese mit sehr kurzen, kurzschlussfesten Leitungen an der Batterie an. Die korrekten Hinweise dazu findest du in der Einbauanleitung des von dir irgendwann zu kaufenden Wechselrichter ... Der Querschnitt hängt von der Leistung des WR, der Leitungslänge, der Verlegeart und Umgebungstemperatur ab. Die beiden kurzen Verbindungsleitungen zwischen den Batterien benötigen dann mindestens den halben, besser aber den gleichen Querschnitt wie die Leitungen zum WR.
Danke für die hilfreichen Ausführungen. :) Die Planung geht weiter...
ka10 am 15 Jun 2020 11:19:39
hallo zusammen, ich hoffe hier nichts nachzutragen was schon klar ist, aber die AGM-Batterie ist als Starterbatterie (Oben) gekennzeichnet, was ich für ne Aufbaubatterie, wegen der geringen Zyklenfestigkeit für wenig geeignet halte. Die würde ich zurückgeben, da ungeeignet und 2 gleiche zyklenfeste verbauen. Grüße Wolfgang
Gast am 15 Jun 2020 11:24:25
Bei mir wurde der WR seitens des Hymer Händlers, der ihn installiert hat, mit ca. 30 - 40qmm angeschlossen und in der Zuleitung sitzt die Sicherung
Gruß
feuerfresser am 15 Jun 2020 16:46:05
ka10 hat geschrieben:hallo zusammen, ich hoffe hier nichts nachzutragen was schon klar ist, aber die AGM-Batterie ist als Starterbatterie (Oben) gekennzeichnet, was ich für ne Aufbaubatterie, wegen der geringen Zyklenfestigkeit für wenig geeignet halte. Die würde ich zurückgeben, da ungeeignet und 2 gleiche zyklenfeste verbauen. Grüße Wolfgang
Hallo Wolfgang. Das ist mir auch aufgefallen. Wie groß der Unterschied der Zyklen ist... man weiß es nicht. Hab darüber wenig handfestes gefunden.
Werde mal den Händler fragen...
Grüße
Gast am 15 Jun 2020 17:03:09
ka10 hat geschrieben:aber die AGM-Batterie ist als Starterbatterie (Oben) gekennzeichnet, was ich für ne Aufbaubatterie, wegen der geringen Zyklenfestigkeit für wenig geeignet halte. Die würde ich zurückgeben, da ungeeignet und 2 gleiche zyklenfeste verbauen. Grüße Wolfgang
Na dann. :roll: Lieber Wolfgang, bitte setze dem TE einen Link für zwei "zyklenfestere" deutsche Markenbatterien die langfristig 200 A Futter für den Wechselrichter aushalten.
feuerfresser, eine "baugleiche" Batterie zu deiner gelabelten Daimler-Batterie ist die VARTA G14 Silver Dynamic AGM 595 901 085 für um die 150,-- € :wink: --> Link Datenblatt: --> Link
Ob die AGM Batterie dann 3 Jahre oder 6 Jahre aushält spielt für dich keine große Rolle, du wirst irgendwann sowieso mal auf LiFeYPo4 umsteigen.
Gast am 15 Jun 2020 18:08:06
pfeffersalz hat geschrieben:...Ob die AGM Batterie dann 3 Jahre oder 6 Jahre aushält spielt für dich keine große Rolle, du wirst irgendwann sowieso mal auf LiFeYPo4 umsteigen.
Wow, was für hellseherische Fähigkeiten manche hier im Forum haben, beindruckend. :lol:
feuerfresser am 15 Jun 2020 18:43:06
pfeffersalz hat geschrieben: ...feuerfresser, eine "baugleiche" Batterie zu deiner gelabelten Daimler-Batterie ist die VARTA G14 Silver Dynamic AGM 595 901 085 für um die 150,-- €...
Ob die AGM Batterie dann 3 Jahre oder 6 Jahre aushält spielt für dich keine große Rolle, du wirst irgendwann sowieso mal auf LiFeYPo4 umsteigen.
Hab ich zwar noch raus gesucht, aber das dachte ich mir schon. Vielen Dank für die Mühe.
Eine LiFePo wird dann erst kommen, wenn wir mit zwei AGM nicht auskommen. Aber gut geraten...
HartyH am 16 Jun 2020 02:41:29
George67 hat geschrieben:"...Mache ich generell, egal ob Blei oder Lithiumbatterien."
Mich interessiert, ob's aus technischen Gründen notwendig ist bzw Sinn macht. Ich würde persönlich nämlich nur Dinge empfehlen, die technisch Sinn machen. Mein Kenntnisstand ist, das das nur bei LiFe bzw. LTO und hohen Ström notwendig ist. Deswegen fragte ich.
Hallo Georg,
ich bin dir noch eine Erklärung schuldig.
Egal was für einen Typ Batterie, bei parallel geschalteten Akkus immer diesen Anschluss ausführen. Hat was mit der/den Verbindung(en) zwischen den Akkus zu tuen. Ich spreche hier nicht von Strömen in der Größenordnung von 2,5A sondern alles über 15A und da speziell beim Anschluss eines Inverters, wo schon mal Ströme von über 100A fließen.
Wenn alles neu ist, dann funktioniert auch alles. Aber sobald die Verkabelung und die Anschlüsse, auch die der Batteriepole in die Jahre kommen, könnten schlechte Kontakte oder unterdimensionierte Kabel die Akkus unterschiedlich belasten. Um dem vorzubeugen, wird z.B. das Massekabel am Minuspol 1. Akku und das Pluskabel am 2./3./4. ... Akku angeschlossen.
Gast am 17 Jun 2020 22:35:04
HartyH hat geschrieben:Hallo Georg,
ich bin dir noch eine Erklärung schuldig.
ne ne, "schulden" tust du mir garnichts :)
HartyH hat geschrieben:Egal was für einen Typ Batterie, bei parallel geschalteten Akkus immer diesen Anschluss ausführen. Hat was mit der/den Verbindung(en) zwischen den Akkus zu tuen.
Das sehe ich bei Blei unkritischer, bei LiFe sehr kritisch. Aber elektrisch schaden tuts nix, siehe unten. Es ist einfach der Versuch, über Angleichen des Innenwiderstandes der Zuleitungen der Laststromkreise jeder Batterie die Teilströme möglichst ähnlich zu halten. Notwendig bei flacher Batteriekennlinie.
HartyH hat geschrieben:Ich spreche hier nicht von Strömen in der Größenordnung von 2,5A sondern alles über 15A und da speziell beim Anschluss eines Inverters, wo schon mal Ströme von über 100A fließen.
Total einverstanden !! Natürlich.
HartyH hat geschrieben:Wenn alles neu ist, dann funktioniert auch alles. Aber sobald die Verkabelung und die Anschlüsse, auch die der Batteriepole in die Jahre kommen, könnten schlechte Kontakte oder unterdimensionierte Kabel die Akkus unterschiedlich belasten.
Und die Batterien können unterschiedlich belastet werden usw....
Dabei ist es so, dass eine diagonale Verschaltung nicht schädlich ist. Jedoch gibt es hier eine geradezu inflationäre Häufung von Empfehlungen, das auch bei Solar und Balancern zu machen.... wo es nichts bringt.
feuerfresser am 19 Jun 2020 14:30:33
hmarburg hat geschrieben: Der von dir angestrebte WR mit 1800W zieht aus der Batterie idealisiert 150A. Ich persönlich würde die Zuleitung und Absicherung auf 200A auslegen, d.h. bei einer Leitungslänge von 0,5m ist der benötigte Querschnitt 35qmm.
Das bedeutet, dass die Verbindungsleitungen der beiden Batterien in der Parallelschaltung ebenfalls 35qmm haben.
Habe mir mal die Leistungsdaten des Dometic DSP1812T angesehen. Der hat ein 2sec maximum von 3600W angegeben (siehe Bild).
Muss dann nicht die Sicherung 300A haben und das Kabel stärker sein?
Viele Grüße
Gast am 19 Jun 2020 15:53:09
Du musst nicht denken, dass eine 250 A Sicherung bei 251 A fliegt.
Übliche Thermische (Schmelz)Sicherungen gehen nach diesem Strom/Zeit Schema:
Daraus kannst du sehen, dass der doppelte Strom beispielsweise noch 10 s gehalten wird, ein dreifacher Strom noch 1 s.
Etwa 50 % Überlastung (das sind 375 A für deine 250 A Sicherung....) wird nominell eine Stunde lang gehalten.... ist den meisten nicht klar. Ebenso unklar ist den meisten, dass der nominelle Auslösestrom selbst noch eine 5 bis 10 % Toleranz hat - man kann das garnicht so exakt in Serie einhalten.
Ich meine, die Sicherung dürfte für deinen Fall ausreichen. Unter diesem Aspekt darf das Kabel natürlich gerne stärker sein .... :D
(Andererseits wird die kleinere Sicherung bei gleichem Strom auch wärmer..... und hat mehr Spannungsabfall)
feuerfresser am 19 Jun 2020 20:23:22
George67 hat geschrieben:Du musst nicht denken, dass eine 250 A Sicherung bei 251 A fliegt.
Übliche Thermische (Schmelz)Sicherungen gehen nach diesem Strom/Zeit Schema:
Daraus kannst du sehen, dass der doppelte Strom beispielsweise noch 10 s gehalten wird, ein dreifacher Strom noch 1 s.
Etwa 50 % Überlastung (das sind 375 A für deine 250 A Sicherung....) wird nominell eine Stunde lang gehalten.... ist den meisten nicht klar. Ebenso unklar ist den meisten, dass der nominelle Auslösestrom selbst noch eine 5 bis 10 % Toleranz hat - man kann das garnicht so exakt in Serie einhalten.
Ich meine, die Sicherung dürfte für deinen Fall ausreichen. Unter diesem Aspekt darf das Kabel natürlich gerne stärker sein .... :D
(Andererseits wird die kleinere Sicherung bei gleichem Strom auch wärmer..... und hat mehr Spannungsabfall)
Danke für die Erklärung. Auch wenn ich das nicht ganz verstanden habe mit den Graphiken, mein Elektrowissen ist nicht so spezifisch ;-)
Aber laut Installationsanweisung ist ein Kabelquerschnitt von 50mm² zu wählen. Die Sicherung soll 250A haben.
Die Verbindung von Batterie zu Batterie soll die gleiche Dimension wie die Anschlußleitung des WR haben. Also muss ich für die zweite Batterie doch lieber 50mm² verwenden?
Gast am 19 Jun 2020 22:42:20
feuerfresser hat geschrieben:Danke für die Erklärung. Auch wenn ich das nicht ganz verstanden habe mit den Graphiken, mein Elektrowissen ist nicht so spezifisch ;-)
Macht doch nix. Die Eckwerte von mir werden dir reichen.
Ichh mag es eben, meine Empfehlungen wenn möglich als Wissen 3.er Ordnung darzulegen.
feuerfresser hat geschrieben:Aber laut Installationsanweisung ist ein Kabelquerschnitt von 50mm² zu wählen. Die Sicherung soll 250A haben.
Die Verbindung von Batterie zu Batterie soll die gleiche Dimension wie die Anschlußleitung des WR haben. Also muss ich für die zweite Batterie doch lieber 50mm² verwenden?
Das sollen unsere Fachleute, die sowas schon gemacht haben, entscheiden. Ich komme momentan mit 1,5 mm² (vollkommen überdimensioniert) aus, für meinen zukünftigen 1 KW(+) Wandler werden 6 mm² reichen.
Oder sogar nur 4....
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
HartyH am 20 Jun 2020 03:28:49
George67 hat geschrieben:Zitat "feuerfresser": "Danke für die Erklärung. Auch wenn ich das nicht ganz verstanden habe mit den Graphiken, mein Elektrowissen ist nicht so spezifisch ;-)" .... Ich komme momentan mit 1,5 mm² (vollkommen überdimensioniert) aus, für meinen zukünftigen 1 KW(+) Wandler werden 6 mm² reichen. Oder sogar nur 4....
Georg!
mit diesen Werten schickst du den TE aber verdammt aufs Glatteis. Sein Elektrowissen ist doch nicht so spezifisch ;-) Bei diesen Werten solltest du auch die Batteriespannung dazu schreiben.
HartyH am 20 Jun 2020 04:38:27
feuerfresser hat geschrieben:...Auch wenn ich das nicht ganz verstanden habe mit den Graphiken, mein Elektrowissen ist nicht so spezifisch ;-) Aber laut Installationsanweisung ist ein Kabelquerschnitt von 50mm² zu wählen. Die Sicherung soll 250A haben. Die Verbindung von Batterie zu Batterie soll die gleiche Dimension wie die Anschlußleitung des WR haben.
Ich würde würde wie folgt installieren:
Die entscheidenden Werte des Dometic DSP1812T sind doch
max. 1800W für 10min (=/< 150A)
max. 2070W für 3min (=/< 167A)
Wobei die 2070W für mich eh nicht realistisch sind, da bei 40 Grad Gehäusetemperatur die Leistung sich um 1,75% reduziert, bzw. der Inverter sich selbst abschaltet. Wir sind dann bei etwa 155A Dauerstrom, aber nur für sehr kurze Zeit (<3 Min.).
150A ergeben im etwa:
Alle Kabel mit 50qmm, ähnlich --> Link, in diesem Fall sind es 54qmm,
Sicherung etwa 175-200A, ähnlich --> Link, wobei die 175A Batteriepolsicherung ausreichend ist,
Auf der Minusseite natürlich auch Kabel mit dem gleichen Querschnitt wie auf der Plusseite, also wie o.g. Beispiel 54qmm,
Aber Achtung, die o.g. 54qmm Kabelquerschnitte sind aber nur für relative kurze Kabel (<1,80m) ausreichend. Die nächste Größe wäre dann 70qmm.
Gast am 20 Jun 2020 07:07:16
HartyH hat geschrieben:Georg!
mit diesen Werten schickst du den TE aber verdammt aufs Glatteis. Sein Elektrowissen ist doch nicht so spezifisch ;-) Bei diesen Werten solltest du auch die Batteriespannung dazu schreiben.
Ach, hab ich vergessen dazuzuschreiben.... :mrgreen: Es sind nicht nur die 36 V, die in meiner Signatur stehen, sondern 48.
Und bezüglich der Kabeldicken hast du was richtig gutes geschrieben. Dafür gibt's einen.
HartyH am 20 Jun 2020 08:01:48
George67 hat geschrieben:Und bezüglich der Kabeldicken hast du was richtig gutes geschrieben. Dafür gibt's einen.
:)
feuerfresser am 20 Jun 2020 10:38:40
HartyH hat geschrieben:Ich würde würde wie folgt installieren:
Die entscheidenden Werte des Dometic DSP1812T sind doch
max. 1800W für 10min (=/< 150A)
max. 2070W für 3min (=/< 167A)
Wobei die 2070W für mich eh nicht realistisch sind, da bei 40 Grad Gehäusetemperatur die Leistung sich um 1,75% reduziert, bzw. der Inverter sich selbst abschaltet. Wir sind dann bei etwa 155A Dauerstrom, aber nur für sehr kurze Zeit (<3 Min.).
150A ergeben im etwa:
Alle Kabel mit 50qmm, ähnlich --> Link, in diesem Fall sind es 54qmm,
Sicherung etwa 175-200A, ähnlich --> Link, wobei die 175A Batteriepolsicherung ausreichend ist,
Auf der Minusseite natürlich auch Kabel mit dem gleichen Querschnitt wie auf der Plusseite, also wie o.g. Beispiel 54qmm,
Aber Achtung, die o.g. 54qmm Kabelquerschnitte sind aber nur für relative kurze Kabel (<1,80m) ausreichend. Die nächste Größe wäre dann 70qmm.
Danke für die ausführliche Erläuterung. Hab den Anbieter für die Kabel schon gesehen... hat eine tolle Auswahl. Die Sicherung ist ja platzsparend. Mit 175A sollte das gut funktionieren.
Die Batterieverbindungen müssen dann auch in 50mm² gemacht werden, oder?
:idea:
HartyH am 20 Jun 2020 11:26:47
feuerfresser hat geschrieben:Die Batterieverbindungen müssen dann auch in 50mm² gemacht werden, oder?
ja, das ist notwendig. Wenn du bei fraron.de bestellst, bekommst du die 54mm² und kannst zusätzlich noch auswählen, wie lang und mit welchen Kabelanschlüssen. Was ich vermißt habe, sind die Batteriepolsicherungen.
feuerfresser am 20 Jun 2020 16:23:55
HartyH hat geschrieben:ja, das ist notwendig. Wenn du bei fraron.de bestellst, bekommst du die 54mm² und kannst zusätzlich noch auswählen, wie lang und mit welchen Kabelanschlüssen. Was ich vermißt habe, sind die Batteriepolsicherungen.
Dann lag ich ja richtig mit meiner Vermutung...
Die Batteriepol Sicherungen hat fraron leider nicht. Nur Streifensicherungen.
Die von dir verlinkte Sicherung findet sich nur im Bootszubehör ;-)