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Solarregler- Anschluß an 2 Aufbaubatterien


berberix am 15 Jun 2020 01:52:09

Hallo,

ich habe ein 100W Solarpaneel von Prevent auf dem Dach.
Kurz nach dem Fahrzeugkauf habe ich mir eine zweite Aufbaubatterie (insges. nun 2x Varta 95 Ah) einbauen lassen, an die würde ich jetzt gerne den Solarregler (Votronic MPP 165) anschliessen.
Nun meine Frage, an welche Aufbaubatterie schließe ich die Kabel an?
Plus und Minus an 1 Batterie oder Plus an die erste und Minus an die zweite Batterie?
Ich könnte allerdings auch das Schaudt Verbindungskabel vom Solarregler zu meinem EBL 119 nehmen, daß wäre allerdings, wie gesagt, die alternative Lösung.

Danke vorab für eure Antorten
Hans

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geralds am 15 Jun 2020 02:01:29

berberix hat geschrieben:1
Nun meine Frage, an welche Aufbaubatterie schließe ich die Kabel an?
Plus und Minus an 1 Batterie oder Plus an die erste und Minus an die zweite Batterie?
Hans


Hallo,

Plus an die erste und Minus an die zweite Batterie.

Gruß Gerald

berberix am 15 Jun 2020 06:57:11

Hallo Geralds,

das war aber eine schnelle Antwort.
Vielen Dank !
Ich hatte mir solch eine Verkabelung schon gedacht, war mir aber nicht sicher.
So, dann werde ich jetzt den Beifahrersitzes ausbauen, scheint mir auch so ein Kapitel zu sein, man liest viel darüber.

Nochmals vielen Dank
Hans

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fschuen am 15 Jun 2020 07:42:14

Elektrisch gesehen ist es völlig wurscht, wo du die Batterien anschliesst, folglich würde ich es so machen, dass die Kabel möglichst kurz sind. Das kann der Ausgang des Ladegeräts sein, oder bei dir der EBL. Wichtig ist, dass dauerhaft 12V von den Aufbaubatterien anliegen, und der Kabelquerschnitt passt. Wenn du direkt an die Batterie gehst, muss der Pluspol an der Batterie abgesichert sein.

Gruss Manfred

rkopka am 15 Jun 2020 09:34:23

fschuen hat geschrieben:Elektrisch gesehen ist es völlig wurscht, wo du die Batterien anschliesst, folglich würde ich es so machen, dass die Kabel möglichst kurz sind.

Das mit dem kreuzweisen Anschliessen wird erst relevant, wenn man sehr hohe Ströme mit nicht so dicken Kabeln nutzt. Dann gibts Spannungsdifferenzen, die sich irgendwann mal auswirken können oder schlimmstenfalls eine Batterie zu stark belasten. Für den "normalen" Womobetrieb ohne WR ist es egal.

RK

Gast am 15 Jun 2020 09:40:17

rkopka hat geschrieben:Das mit dem kreuzweisen Anschliessen wird erst relevant, wenn man sehr hohe Ströme mit nicht so dicken Kabeln nutzt. Dann gibts Spannungsdifferenzen, die sich irgendwann mal auswirken können oder schlimmstenfalls eine Batterie zu stark belasten. Für den "normalen" Womobetrieb ohne WR ist es egal.

RK


So ist es!

Ausserdem muss man mal bedenken, dass bei der Volladung der Batterie (Ausgleichsladung) der Srom sowieso stark zurück geht und sich die Ausgleichsspannung (14,4 oder 14,7 V) je nach Batterietyp einstellt. Dann spielen etwaige geringe Leitungswiderstände der parallel verbundenen Batterien praktisch keine Rolle mehr.

steffux am 15 Jun 2020 10:12:07

Moin,

also ich habe auch 2 Aufbaubatterien, 2x100Wh, die parallel geschaltet sind. Das erkennt man daran, dass die Volt-Zahl, also die Spannung beider Batterien immer gleich ist. Ich habe den Laderegler meiner Solaranlage (220 Wp) nur an eine der beiden Batterien angeschlossen. Da sie ja parallel geschaltet sind, muss das auch funktionieren.

Grüße
Steffux

rkopka am 15 Jun 2020 10:52:10

steffux hat geschrieben:also ich habe auch 2 Aufbaubatterien, 2x100Wh, die parallel geschaltet sind.

100Ah (oder es wäre etwas sehr wenig...)

RK

geralds am 17 Jun 2020 10:25:12

Wenn ich einige Antworten hier lese, frage ich mich, warum alle Batteriehersteller einen kreuzweisen Anschluss empfehlen (vorschreiben).
Und zwar nicht nur bei hohen Strömen.

Tatsächlich sind die Spannungsunterschiede der Batterien im üblichen Womo-Betrieb (kein WR-Betrieb mit hohen Strömen) sehr klein und mit einem üblichen Multimeter nicht erkennbar ( meist kleiner 1mV). Daher sind auch die auftretenden Querströme klein.

Näher kommt man der Situation, wenn man über die Widerstände rechnet. Eine Batterie direkt und eine Batterie über die zusätzliche Verkabelung (Parallelschaltung) gerechnet. Dann stellt man fest, dass die Belastungsunterschiede der Batterien meist im Bereich von 3-5% liegen. Das sollte den Batterien eigentlich nicht schaden.

Aber:
Ich habe das Thema mal mit Exide besprochen. Laut Auskunft von Exide schädigt das doch die Batterien über die Zeit und Exide lehnt einen Garantieanspruch ab, sobald sie erfahren, dass die Batterien nicht konsequent kreuzweise angeschlossen sind.

Schutzbehauptung? Ich kann das nicht beurteilen.
Jedenfalls kann es nicht schaden, sich an die Vorgaben der Hersteller zu halten. :)

Gruß Gerald

fschuen am 17 Jun 2020 10:33:24

Bei Bleibatterien ist das korrekt - idealerweise verwendet man identische Batterien aus derselben Charge, die man kreuzweise anschliesst. Sie werden dann exakt gleich belastet. Der geringe Unterschied in der Belastung führt ja dazu, dass die Batterien unterschiedlich altern, und diese Unterschiede summieren sich auf. Das ist aber hier gar nicht der Punkt, es ist nur nach dem Anschluss eines zusätzlichen Solarreglers gefragt. Und da gibt es zwei Möglichkeiten:
- Wenn die Batterien nicht kreuzweise angeschlossen sind, bringt der kreuzweise Anschluss NUR des Solarreglers auch nichts
- Wenn die Batterien korrekt kreuzweise verdrahtet sind, ist - wie von mir geschrieben - völlig wurscht, wo ich den Solarregler anschliesse. EBL, Ladegerät, irgendeine Dauerplusleitung mit genügend Querschnitt. Natürlich nicht direkt an eine Batterie, und nicht andersrum kreuzweise ;)

Gruss Manfred

andwein am 17 Jun 2020 13:57:42

fschuen hat geschrieben:Bei Bleibatterien ist das korrekt............ - Gruss Manfred

Bei Blei Nass Batterien ist das egal, hier kann man mit einer Zellausgleichsladung und Batteriewasserkontrolle das alles korrigieren. Bei geschlossenen Batterien (sealed, Gel, AGM, LI) kann man keine Zellausgleichsladung durchführen weil sonst die Gefahr besteht Wasser zu verlieren. Hier spielen Alterungs- und damit Ladungsunterschiede eine Rolle. Allerdings gilt das alles auch für die Einzelzellen im Inneren und jetzt wird es schwierig. Li Batterien haben normalerweise ein Zell-Balancing, deshalb ist hier die einfache Parallelschaltung auch kein Problem, analog kann man bei Nass eine Zellausgleichsladung durchführen.
Problemempfindlich sind also sealed, Gel und AGM Batterien, da keine Zellausgleichsladung durch 15V oder Zell Balancermodule
Man sollte deshalb zumindest den Batterietyp anführen, über den man spricht.
Macht es einfacher zu verstehen, finde ich. Gruß Andreas

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