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zunächst einmal freue ich mich dieses Forum gefunden zu haben und darauf hier auch nach diesem Beitrag weiter aktiv sein zu können. Denn ich bin voller Hoffnung, dass man mir hier helfen kann meine Kabine wieder in Schuss zu bekommen.
Ich habe eine aufsetzbare Wohnkabine von Six-Pac, die leider sehr feucht im Dach des Alkoven ist. Da die Tapete innen schon von der Decke kam, haben wir angefangen diese herauszureißen. Im Nachhinein hoffe ich, dass das kein Fehler war.
Bevor wir nun irgendetwas dummes (oder noch mehr dummes?) tun, wollte ich mal schauen, ob mir jemand mit mehr Erfahrung sagen kann, was der beste Weg ist das Dach wieder in Stand zu setzen und dicht zu bekommen.
Ich habe euch ein paar Bilder angehangen und hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann, wie ich diese Kabine am besten reparieren kann.
Sonstige Informationen, die eventuell interessant sind:
Wenn ich auf das Dach über dem Alkoven drücke, gibt es deutlich nach. Allerdings nur in den Ecken vorne links und vorne rechts. Ab Höhe Dachluke ist das Holz fest.
Ich hatte einen Unfall mit der Kabine, bei der mir der Ausleger einer Sonnenmarkise wie ein Spieß frontal ins Dach gerammt wurde. :cry: Dieser Schaden wurde jedoch von einer Wohnmobilwerkstatt behoben. Die Tapete kam auch schon vorher von der Decke, also gab es wohl auch vorher schon Feuchtigkeit.
Die Kabine steht seit 3 Monaten trocken unter. Seit dem ist die Feuchtigkeit auf dem Boden des Alkoven zurückgegangen. In dieser Zeit haben wir noch nichts daran gemacht. Ich war die gesamte Zeit nicht im Lande, darum kommen wir erst jetzt dazu an der Kabine zu arbeiten.
Nun aber zu den Bildern, denn ich weiß nicht, welche Informationen sonst noch für euch Hilfreich sind, reiche diese ansonsten jedoch gerne nach. :)
Das ist der Bereich, in dem augenscheinlich das Feuchtigkeitsproblem auftritt. Die Innenverkleidung haben wir hier bereits herausgerissen, weil die komplett durch war und schon ab kam. Wir dachten uns (hoffentlich richtig), dass wir es schlimmer dadurch nicht machen werden.
Hier seht ihr die Ecke des Alkoven vorne rechts. Hier ist mir der Schaden als erstes aufgefallen (abgesehen von der herunterhängenden Decke, wo ich Tölpel nicht wusste, dass dies ein klares Zeichen für Feuchtigkeit ist).
Von der Vorderkante bis etwa zu meiner Hand gibt das Dach deutlich nach, wenn man darauf drückt. Zur Mitte hin etwa bis zur Dachluke.
So sieht die Dachkannte vorne am Alkoven aus. Wir haben die Abdeckung der Führung nach unten bereits abgenommen. Mir wurde gesagt, dass die Schrauben da drunter gerne mal die Feuchtigkeit durch lassen, darum...
... hier ein Bild der da drunter liegenden Schrauben. Beim drüber fühlen ist hier alles trocken, aber das muss ja nichts heißen.
Um mit ein wenig Witz zu beenden und frohen Mutes zu bleiben. Ich hoffe auf Hoffnung :) "Helft mir Obi-Wan-Kenobis dieses Forums! Ihr seid meine einzige Hoffnung." :nixweiss:
Genau so stand ich vor fast 1,5 Jahren auch da... Nach der Fahrt zwischen Weihnachten und Neujahr festgestellt das die Matratze nass ist. Also alles hoch genommen => Die Wand und der Boden waren total matschig, bis runter hinter den Schrank... Also habe ich so wie du, begonnen alles weg zu reißen was matschig ist. Erst das Bett im Alkoven, dann den Schrank hinter dem Beifahrersitz, dann die Sitzbank und Gaskasten hinterm Fahrersitz... Ich habe dazu ein Multitool verwendet. Derzeit mein bester Freund ;-) Damit kannst du nicht nur die Platten gerade trennen sondern auch die angeklebten Latten gut von der Außenhaut lösen. So habe ich dann Stück für Stück erst die Platten und dann die Latten raus geschnitten. Sämtliche Verlattungen habe bis zum sauberen, heilem Holz ausgeschnitten und durch neue Latten ersetzt. Diese habe ich mit dem schwarzen Sikaflex auf die Außenhaut eingeklebt und mit den altem Holz verschraubt bzw. getackert. So hatte ich wieder Stabilität im Alkoven. Als nächstes habe ich mich dann um das Dach von Außen gekümmert. Wo kommt das Wasser rein??? Wie dir wurde mir geraten die Kederschienen und deren Verschraubungen mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich war dann mit Kleber nicht sparsam... Ich habe alle Schienen und Kanten neu aufgesetzt und dick versiegelt. So eine Überraschung wollte ich nicht wieder haben. Nun konnte ich die Wände von innen wieder neu verkleiden. Ich habe mit dem Multitool immer saubere Kanten geschnitten und hier neue Spanplatten eingeklebt und wieder mit dem Tacker befestigt.
Zu der Zeit habe ich dann alles mit Klebefolie überzogen. Das sah als es fertig war alles sehr gut aus... Aber mit der Zeit hat sich die Folie gelöst. Nun habe ich die ganze Folie wieder abgemacht und das komplette Wohnmobil von innen gestrichen. Sieht aus wie neu ;-)
Auf meinem Blog habe ich auch noch ein paar Bilder dazu --> Link
LordZed am 02 Jul 2020 12:57:50
Hallo Tobias und danke für deine Antwort.
Das nimmt mir auf jeden Fall schon einmal etwas die Sorgen, dass ich das Ding nicht mehr hinbekomme und ein guter Einstieg und Mutmacher um mich selber weiter da dran zu begeben.
Wenn ich es aus meinen bisherigen Recherchen richtig verstehe, dann muss man wohl das Dach von außen "abnehmen" um das Holz dadrunter entweder zu trocknen oder - falls es schon durch ist - auszutauschen. Dabei würde ich gerne nichts falsch machen und hoffe daher, dass mir jemand vielleicht Tipps geben kann, was ich machen muss bzw. was ich auf gar keinen Fall machen sollte.
Gruß, Niklas
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LordZed am 22 Jul 2020 18:55:47
Hallo zusammen,
wir haben inzwischen angefangen die Kabine auseinanderzunehmen. Nun kommt der spannende Teil und daher wollte ich hier von unseren Plänen berichten. Vielleicht gibt es ja eine besser Alternative oder Tipps zur Umsetzung von erfahreneren Menschen hier. Dann habe ich zum Abschluss noch eine Materialfrage.
Der aktuelle Stand
Wir haben inzwischen die Aluverkleidung der Wetterseite fast komplett abgenommen. Wir hatten befürchtet, dass die zwei Bleche miteinander verwickelt oder verschweißt sind, aber tatsächlich waren sie nur ineinander gesteckt. Nun ist das Alu der Wetterseite also bis unter den Alkoven abgenommen und wir sehen die gesamten Ausmaße des Schadens.
Das folgende Bild zeigt die Holzkonstruktion des Alkoven. Wie ihr seht, ist der Boden des Alkoven bis etwa zur Mitte feucht. Ähnlich schaut es beim Dach aus...
... dort haben wir das Vinyldach abgerollt so weit es ging. Da das Holz da drunter feucht war, konnten wir es quasi "abziehen" bis zu den stellen, wo das Dach wieder trocken ist. Das war ziemlich genau bei der hier sichtbaren Querlatte der Fall. Da haben wir es vorsichtig noch etwas weiter abgezogen. In der Mitte ist es hier trocken, zum Rand hin aber noch etwas weiter feucht.
Die Seitenwände scheinen trocken geblieben zu sein. Die Latten sind etwas feucht, aber die Wände trocken und nicht verschimmelt.
Soweit so gut.
Unser Plan
Alles ausmessen und eine Materialliste der Dinge machen, die feucht sind und ersetzt werden müssen (hauptsächlich Latten, Dämmmaterial und die Holzplatten für die Innenverkleidung)
Alles an Holz herausnehmen, was feucht ist. Beim Boden würden wir evtl. den gesamten Innenboden versuchen herauszunehmen. Beim Dach haben wir bereits die vorderste Platte abgenommen (oder was davon übrig war). Hier ist nun die nächste Platte der Unterverkleidung des Dachs an den Seiten feucht, nicht jedoch um das Dachfenster herum. Daher würden wir dazu tendieren nur das herauszuschneiden, was feucht ist und hier ein einzelnes, passendes Stück zuschneiden zu lassen, dass die vordere Platte und die Ecken der zweiten Platte in einem Stück ersetzt. Ich hoffe das war verständlich erklärt, aber ich bin mir nicht sicher, ob das die beste Möglichkeit ist.
Als Nächstes würden wir die feuchten Latten komplett ersetzen. An den Ecken des Bodens zu den Seiten verlaufen zwei Latten parallel: einmal die der Außenkonstruktion und einmal die des Bettunterbaus. Die Latten der Außenkonstruktion sind hier vorne etwas feucht. Da es deutlich mehr Aufwand wäre diese Teile komplett raus zu nehmen, würden wir den feuchten Teil der Latten abschneiden, ersetzen und die beiden Teile dann mit der Unterbettkonstruktion verschrauben, um sie zu fixieren. Ist das okay oder spricht etwas dagegen?
Dann folgt das Aufsetzen der Unterverkleidung von außen, das Einsetzen von neuem Dämmmaterial und die Innenverkleidung.
Abschließend wird von außen das Aludach wieder darauf gesetzt. Da dieses an den verschraubten und vertackerten Stellen teilweise schon korrodiert ist, haben wir überlegt, ob es Sinn ergibt das alte Dach wieder draufzusetzen, oder ob man neue Alubleche besorgen sollte. Falls nicht, würden wir die korrodierten Stellen ausbessern und nach dem Verschrauben alle diese Stellen gut mit einem Baukleber versiegeln. Vom Wohnmobilbauer wurde mir DEKASEAL als Klebemasse empfohlen.
Als eigentlich letztes folgt dann das Aufsetzen der Leisten am Rand. Hier mussten wir eine Abdeckung herausreißen, welche die Schrauben verdeckt hat, welche die Schrauben verdeckten. Nun fragen wir uns, wo wir diese wieder herbekommen. Ein Bild folgt weiter unten.
Materialfragen
Ich habe zwei Materialfragen:
Mir wurde von irgendwem gesagt, dass Styropor als Dämmmaterial nicht mehr empfohlen wird. Was sollte ich stattdessen nutzen?
Weiß einer, wo ich diese Abdeckungen der Eckleisten (siehe Bild unten) bekomme?
Ich habe in dem Bild die Abdeckung der Eckleisten markiert. Diese ist dort in einer Art Schiene und ging einmal komplett um das Dach herum. Unter dieser Plastik(?)abdeckung befinden sich die Schrauben, mit denen das Aludach an den Latten festgeschraubt war. Diese Verkleidungen bzw. die kompletten Schienen sind inzwischen abgenommen.
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen - und wenn es nur ein "Keine Angst, einfach weiter machen. Ihr seid auf dem richtigen Weg!" ist :) Ansonsten freue ich mich über alle Vorschläge, wie wir bei unserem Plan am besten vorgehen und hoffe, ich habe nichts vergessen. Wenn weitere Bilder interessant wären, lasst es mich wissen.
Bis dahin und ich habe weiterhin Hoffnung, dass wir die Kiste wieder flott bekommen. Danke für eure Zeit und das Lesen.
Niklas
andwein am 23 Jul 2020 10:52:34
LordZed hat geschrieben:....Die Seitenwände scheinen trocken geblieben zu sein. Die Latten sind etwas feucht, aber die Wände trocken und nicht verschimmelt. [*] Alles an Holz herausnehmen, was feucht ist. Niklas
Ich würde das Dach und die Seiten ersteinmal wieder abdecken und mit Heizlüfter für 48h richtig einheizen. Es muss nicht alles Holz raus was feucht ist, das muss nur richtig trocknen. Raus muss was sich aufgelöst hat (z.B. Sperrholz das sich wellt) Mit einer richtigen Trocknung sparst du Arbeitszeit und Material und Trocknung ist eh der erste Schritt bei der Sanierung! Nur meine Vorgehensweise, Gruß Andreas
Beduin am 23 Jul 2020 14:51:14
Und dann halt sehr aufpassen, das sich nichts verzieht! Das hats schnell und das geht kaum wieder weg.
Leistenfüller müsste das sein was du suchst --> Link
Wirklich Sinn, das alte Blech wieder drauf, nicht wirklich. Nachher übersiehst ein mini Löchlein und hast wieder Drama
LordZed am 23 Jul 2020 15:08:33
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Antworten. Das hilft auf jeden Fall sehr.
andwein hat geschrieben:Ich würde das Dach und die Seiten erst einmal wieder abdecken und mit Heizlüfter für 48h richtig einheizen.
Das Holz nochmal zu trocknen ist eine gute Idee. Sich Arbeit zu sparen hört sich gut an :) Abdecken meinst du nicht mit dem Alu, sondern einfach irgendwie, damit die Wärme drin bleibt, richtig? Würde da einfach eine Plane drum machen.
Beduin hat geschrieben:Und dann halt sehr aufpassen, das sich nichts verzieht! Das hats schnell und das geht kaum wieder weg. Leistenfüller müsste das sein was du suchst
Meinst du beim Trocknen oder hinterher beim wieder zusammenbauen? In beiden Fällen: Hast du Tipps, wo drauf ich achten kann bzw. was ich tun muss, damit sich nichts verzieht?
Die Leistenfüller sehen genau nach dem aus, was ich brauche. Danke :)
Wie gesagt nochmals vielen Dank für eure Hilfe. :)
Beduin am 23 Jul 2020 22:30:31
Ne, jetzt, wenn es ohne das halbe Dach da steht. Da kann es sich schon verziehen, wenn ihr da nicht aufpasst. Schief kommen.
LordZed am 15 Aug 2020 11:18:09
Hallo zusammen und noch vielen Dank an die ganze Hilfe hier.
Wir haben nun letzte Woche Material bestellt um den Camper endlich wieder zusammenzusetzen. Auf Grund von Corona dauert das aktuell leider ein paar Tage länger. Ich dachte mir aber, ich könnte ja auch das restliche Material, welches wir benötigen, schon besorgen. Sprich die Leistenfüller (danke für den Hinweis, der war Gold wert) und den "Kleber" für das Zusammenbauen.
Damals bei der Wohnmobilwerkstatt wurde mir empfohlen, dass ich Dekaseal 1512 nehme. Aktuell steht beim Alkoven nur noch da Latten-Skellet. Beim Auseinandernehmen waren sowohl Eckleisten als auch das Dach mit irgendeinem Zeug fest geklebt. Ist das Dekaseal 1512 oder was nehme ich hier am besten?
Ich vermute, dass ich das ganze Material bei einem Wohnmobil-Shop in der Umgebung bekomme, oder?
Danke nochmals, ich werde euch natürlich hier berichten, wie es weitergegangen ist und bin sehr dankbar dieses Forum gefunden zu haben.
Gruß, Niklas
LordZed am 31 Aug 2020 16:49:28
Das Holz für den Wiederaufbau ist nun endlich eingetroffen und ich wollte heute Leistenfüller, Dämmmaterial, Dichtungsmasse und Kleber besorgen. Dachte mir ich schaue nochmal, was ich da denn am besten für Dämmmaterial, Dichtungsmasse und Kleber nehme, aber bin noch nicht so ganz schlau draus geworden und hoffe hier auf Hilfe :)
Wie im letzten Beitrag erklärt wurde mir beim Händler empfohlen "DekaSeal 1512" zum Abdichten zu nehmen. Nun müssen wir aber auch das Vinyldach wieder aufkleben. Was nehme ich dafür am besten? TobiasSchulte hat in seinem ersten Beitrag schwarzes Sikaflex erwähnt. Gibt es da unterschiedliche und wenn ja, wodrauf muss ich achten?
Ansonsten haben wir uns auch entschieden neues Dämmmaterial zu besorgen, da viele der EPS-Platten durch sind. Nun ist die Frage, ob wir das gleiche Material oder doch etwas anderes verwenden. Sollten wir XPS-Platten wählen, wieder EPS-Platten oder doch etwas ganz anderes?
Ansonsten würden wir diese Woche mit dem Zusammenbau anfangen und ich freue mich schon darauf die Kabine für eine erste Testfahrt auszuführen.
Noch irgendwelche letzten Tipps und Tricks für den Wiederaufbau? Auch gerne welche, die uns einfach Zeit und Nerven sparen :)
Nochmals bis hierhin danke für alle bisher erhaltene Hilfe :)