Gast am 11 Aug 2020 09:40:04 Wir alle kenne die Bilder von zerstörten Wohnmobilen nach Unfällen, speziell der Aufbauten. Im aktuellen Spiegel ist ein lesenwerter Artikel erschienen, über die Weiterentwicklung der passiven Sicherheit von Wohnmobilen. Da hat sich jemand mit einer Menge Geld Gedanken und 1:1 Wohnmodellen mit Crashtests gemacht. Leider haben die Hersteller, denen das vorgeschlagen wurde, bis auf eine Ausnahme offensichtlich kein Interesse daran. Hat wohl aus Auswirkungen auf die Entwicklungskosten und die Preise --> LinkGruß
Tinduck am 11 Aug 2020 10:00:05 Mehr Sicherheit kostet immer mehr Geld. Ausser wenn man einfach langsamer fährt, das ist billiger und sicherer :D Und so schlimm die Bilder auch manchmal aussehen, statistisch gesehen dürfte Womo fahren selbst mit der ältesten Möhre sicherer sein als jede andere Reiseform... Sicherheit ist ja auch gern so ein Totschlagargument. Man muss aber auch über Eintretenswahrscheinlichkeiten reden. Primär werden die ganzen Assistenten nicht entwickelt, um das Fahren sicherer zu machen, sondern um mehr Geld zu verdienen! Ich fände Airbags an der Dinette (wie auch immer realisiert) auf jeden Fall sinnvoller als alle Abstandsundspurhaltetotwinkelassistenten zusammen. Der Artikel ist übrigens ohne Registrierung nicht zu lesen. bis denn, Uwe
Joachim260 am 11 Aug 2020 10:23:50 Hallo eigentlich ist es nicht zu verstehen warum Wohnmobile von der Stange keinen Crashtest benötigen, von Kleinserien kann man bei den meisten Herstellern eigentlich nicht mehr sprechen und da die Aufbauten eines Herstellers in der Regel auch bei unterschiedlichen Maßen identisch sind könnte man da das Crashverhalten, meiner Meinung nach, gut von einem Aufbau auf den anderen Übertragen. Wenn die Struktur und der Ausbau bei einer Größe hält, gilt das zumindest ansatzweise auch bei einer anderen Größe. Machbar wären stabile Konstruktionen vermutlich sogar nur mit den richtigen Rechenprogrammen am PC, wird ja so auch bei den Automobilherstellern gemacht. Ich gehe allerdings davon aus, daß crashsichere Aufbauten das Ende der 3,5 Tonnen-Klasse wären oder leichte Materialien die Preise exorbitant in die Höhe treiben würden. Daß Stabilität machbar ist zeigt jeder Rettungswagen, deren Koffer halte Überschläge aus und bei einem Frontalcrash mit 50 km/h bleibt alles an seinem Platz. Da reist es nichts aus der Wand oder fliegt umher, allerdings fährt alles unter 3,8 Tonnen, spätestens mit Patient, überladen durch die Gegend. Gruß Joachim
Tinduck am 11 Aug 2020 11:06:06 Und ein bisschen mehr kosten tut ein Rettungswagen wohl auch, selbst ohne die medizinischen Geräte an Bord :D
Ist aber ein guter Punkt. Solange die Hersteller Pappmöbel mit Spucke an der Wand befestigen und der Fahrerbereich von VIs aus Holzlatten und/oder Sandwichplatten geschustert wird, braucht man über Crashsicherheit nicht reden.
bis denn,
Uwe
Joachim260 am 11 Aug 2020 11:24:18 Tinduck hat geschrieben:Und ein bisschen mehr kosten tut ein Rettungswagen wohl auch, selbst ohne die medizinischen Geräte an Bord :D
.. Uwe
Da kann ich dir nicht widersprechen, aber daß Sicherheit ohne zusätzliche Kosten machbar ist wird wohl eine Illusion bleiben. Joachim
maxmara am 12 Aug 2025 14:13:57 Tinduck hat geschrieben:Solange die Hersteller Pappmöbel mit Spucke an der Wand befestigen und der Fahrerbereich von VIs aus Holzlatten und/oder Sandwichplatten geschustert wird, braucht man über Crashsicherheit nicht reden.
Leider wieder ein Exempel. --> Link
hampshire am 12 Aug 2025 14:33:19 Die passive Sicherheit von Wohnmobilen halte ich für ausreichend und eine strengere Regulierung nicht für erforderlich. Die Fahrzeuge profitieren mehr oder weniger von den Serienfahrzeugen und jeder, der etwas mitdenken kann, erkennt, dass alles was abweicht weniger geprüft und stabil sein wird. Der Standard ist schlechter als beim SerienPKW, aber besser als bei den Fahrrädern, Rollern und Motorrädern, die wir teilweise mit unseren Wohnmobilen mit in den Urlaub nehmen.
Was die Kosten von Sicherheit angeht - Sicherheit ist nicht nur ein technischer Aufwand, sondern auch ein Markt - so nehmen Überwachung und Alarmanlagen im privaten Bereich unabhängig von der statistisch Entwicklung von Delikten enorm zu.
mv4 am 12 Aug 2025 16:19:35 maxmara hat geschrieben:Leider wieder ein Exempel. --> Link
Das war allerdings kein VI...hätte allerdings auch nicht anders ausgesehen... Im Übrigen müssen auch die Hersteller von Transporterfahrgestellen Crashtest bestehen...und ein VI besteht vorn außer den Kotflügeln Stoßstange Motorhaube und Scheibenrahmen aus den gleichen Teilen wie ein normaler Transporter...das heißt die längsträger und alle anderen Energieaufnehmenden Teile sind so vorhanden wie überall...Tinduk lebt ja gerne in der Vergangenheit...das kannst du den noch so oft erklären.
Tinduck am 12 Aug 2025 16:44:24 mv4 hat geschrieben:Tinduk lebt ja gerne in der Vergangenheit...das kannst du den noch so oft erklären.
Toller Kommentar. Auch die Teile eines Transporter-Fahrgestells, die beim VI durch Holz und GFK ersetzt werden, haben Unfallschutz-Funktionen. Und wenn sie nur verhindern, dass du aus dem Fahrzeug fliegst - oder böse Dinge hinein. Aber jeder kann ja kaufen, was er will. bis denn, Uwe
mv4 am 12 Aug 2025 17:07:43 Zeig mir einen VI wo da vorn Holz verbaut ist ...das wurde nicht mal in der Anfangszeit gemacht.....bleib einfach mal bei den Fakten und Dichte hier nicht immer was falsches hinzu. Das wird durch Gebetsmühlenhaftes wiederholen auch nicht besser. Schau einfach mal übern Tellerrand hinaus und komme aus deiner Blase heraus...und befasse dich mal intensiver mit Blechumformung und der Einwirkung von Kräften auf strukturellen Blechteilen...du tust ja gerade so als wäre die Äußere Verkleidung im Frontbereich eines VI vorn GFK ( ok bei deinen Gedanken Pressspan) und dann kommt nur Luft...wo der Uwe der nur 30cm hinter der Frontscheibe sitzt einen halben Panzer vor sich hat.
Ein Kotflügel aus 0,8 mm Karosserieblech befestigt mit 5 x 5,6 mm Blechschrauben ist nicht Bestandteil der Energieaufnehmenden teile. ...und der rettet dir auch nicht das Leben...höchstens das des Radfahrers oder Fußgänger bei einer Kollision.
huohler am 12 Aug 2025 17:25:16 aber bis auf wenige Ausnahmen haben VIs keine Airbags. Hubert
BossHogg am 12 Aug 2025 17:32:12 Servus, auch gibt es heute Materialien (einige Leichtmetalllegierungen) die ihre Struktur erst im Crashfall irreparabel verändern (im Moment der Verformung versteifen), für den Laien aber nach unwichtigen Teilen aussehen. Ist nicht alles Pappe!
mv4 am 12 Aug 2025 17:36:20 huohler hat geschrieben:aber bis auf wenige Ausnahmen haben VIs keine Airbags. Hubert
Komisch...ich habe sogar 2...und es ist nur ein Hymer... Uwe hat vielleicht keinen ...gab es damals vielleicht auch noch nicht
Rockerbox am 12 Aug 2025 17:40:41 huohler hat geschrieben:aber bis auf wenige Ausnahmen haben VIs keine Airbags. Hubert
ich habe auch sogar 2...und es ist ein Frankia …
WomoToureu am 12 Aug 2025 17:51:21 huohler hat geschrieben:aber bis auf wenige Ausnahmen haben VIs keine Airbags.
Also unser Vi aus Jan 2011 hat Fahrer und Beifahrerairbags so wie (fast ) alle Fahrzeuge. Leider hatten wir bereits mehrfach das zweifelhafte Vergnügen in für uns unabwendbare Unfälle verwickelt worden zu sein. Das sichtbare ist GfK, dass ist zutrffend, dahinter jedoch ist die übliche Knautschzone wie bei anderen Fahrzeugen auch, der Kunstoff hält natürlich nicht, direkt dahinter ist jedoch massives Metall --> LinkEs gibt meines Wissens eine Statistik, in der festgestellt wurde, dass exorbitant wenig Tote in Wohnmobilen zu beklagen sind. Das mag an den Geschwindigkeiten liegen, die üblicherweise vergleichsweise niedriger liegen. An den TE, leider vermag auch ich den Beitrag nicht zu lesen, einige kurze Auszüge was gemeint ist, wären nett gewesen. Tinduck hat geschrieben:... Solange die Hersteller Pappmöbel mit Spucke an der Wand befestigen und der Fahrerbereich von VIs aus Holzlatten und/oder Sandwichplatten geschustert wird, braucht man über Crashsicherheit nicht reden.
Nicht für ungut Uwe, aber die VI der Kollegen und von mir ist da ganz anders gebaut :D :ja: Die Möbel sind aus stabilem Holz und sehr gut befestigt, da fliegt garantier kein Schrank in Richtung Fahrer / Beifahrer. Vorn Holzlatten ? Ich habe noch keine gesehen und weiß wie unser Mobil gebaut ist siehe Link. Oben sind sehr stabile Stahlträger verbaut, alles Holzfrei :D
Rockerbox am 12 Aug 2025 18:51:14 Ach Leute, ihr wisst doch, nur ein Alkoven mit Heckantrieb ist ein wahres und echtes Wohnmobil und nur das ist sicher … alles andere sind unsichere Pappschachteln, die am besten von der Straße entfernt werden sollten …. Das ist zumindest die Meinung von unserem Freund Uwe …
huohler am 12 Aug 2025 18:59:24 Rockerbox hat geschrieben:Ach Leute, ihr wisst doch, nur ein Alkoven mit Heckantrieb ist ein wahres und echtes Wohnmobil und nur das ist sicher … alles andere sind unsichere Pappschachteln, die am besten von der Straße entfernt werden sollten ….
Das ist zumindest die Meinung von unserem Freund Uwe …
Wenn er doch recht hat ... :lol: :versteck:
Rockerbox am 12 Aug 2025 19:43:54 huohler hat geschrieben: Wenn er doch recht hat ... :lol: :versteck:
… was zu beweisen wäre, Hubert Aber sei‘s drum, nur dieses mantra-artige dogmatische Runterbeten manch festgefahrener Einstellungen könnte man irgendwann mal überdenken ….
WomoToureu am 12 Aug 2025 20:01:53 Rockerbox hat geschrieben:Aber sei‘s drum, nur dieses mantra-artige dogmatische Runterbeten manch festgefahrener Einstellungen könnte man irgendwann mal überdenken ….
Ich hatte ja bereits zum Thema Statistik und Wahrheit etwas geschrieben. Zum Beispiel hier --> LinkIch zitiere: " Somit lässt sich ableiten, dass die Unfallgegner von Wohnmobilen deutlich höhere Verletzungsschweren aufweisen als die Wohnmobilinsassen selbst. Dies liegt nicht ausschließlich an der Beteiligung ungeschützter Verkehrsteilnehmer, auch bei Kollisionen zwischen Wohnmobilen und Pkw ist die Verletzungsschwere im Pkw höher. Diese Tatsache kann unter anderem mit der höheren Masse des Wohnmobils im Vergleich zum Pkw erklärt werden." Die Statitik sagt ganz klar, das es keine exorbitanten Unterschiede zwischen VI und Teilintegrierten bzw. Kastenwagen gibt, was die Unfallhäufigkeit oder die Schwere betrifft. Alles andere ist Träumerei und Einbildung !
hampshire am 12 Aug 2025 23:47:29 Ist doch toll, wenn jeder den sichersten Fahrzeugtyp hat. Das mit den Airbags in Vollitegrierten hat mich dann doch interessiert. Dass es Vollintegrierte mit Airbags gibt, war mir bekannt. In einem Artikel der Auto Motor und Sport aus 2021 steht, dass für Vollintegrierte keine Airbags vorgeschrieben sind. Das hat mich dann schon gewundert. Ob das inzwischen anders ist, darüber habe ich keine Kenntnis. --> Link
andwein am 13 Aug 2025 11:41:45 Rockerbox hat geschrieben:...... nur ein Alkoven mit Heckantrieb ist ein wahres und echtes Wohnmobil und nur das ist sicher … Das ist zumindest die Meinung von unserem Freund Uwe …
Och, ich sehe das ähnlich, aber du hast noch die Zwillingsreifen vergessen. Grinsend, Andreas
JuergenBerkemeier am 13 Aug 2025 11:59:49 Hallo,
wenn man die Entwicklung der passiver Sicherheit bei PKW mit der Gewichtsentwicklung von im Innenraum gleich großen Wagen in Verbindung setzt, müssten so sichere Wohnmobile leer ab 5t wiegen.
VG Jürgen
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