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Moinsen, ich möchte heute Abend 2 neue 4qmm Litzen verlegen. leider muß ich eine davon mit dem Sicherungsträger verlängern. Was ist dafür technisch der beste Weg? Ich könnte löten und Schrumpfschlauch drüberziehen, auf Grund der Vibrationen (Lötbruch) würde ich das aber ungern machen. Crimpen würde auch gehen, gibt das ein erhöhten Widerstand? Was geht noch? Wagoklemmen? Auch hier die Frage - erhöhter Widerstand? ...oder noch etwas besseres? Danke für einen schnellen Tipp Gruß Gute Lösung sind Crimpverbinder mit Schrumpfschlauch und Schmelzkleber. Das hält und oxidiert nicht. Beispiel --> Link
Beide Verfahren sind in Ordnung und unbedenklich. Ich würde löten und dabei 4 cm die Drähte überlappen lassen, was den Wiederstand angeht die bessere Wahl. Dann zwei Schrumpfschläuche drüberziehen so das auf jeder Seite nochmals 4 cm die Drähte versteift werden, also 12 cm langen Schrumpfschlauch benutzen. Am schnellsten, einfachsten und gleichzeitig haltbar sind Wago Klemmen. Die gibt es zum verlängern auch als 2er - Amazon Link Hubert Super Danke für den Tipp, Baumarkt liegt auf dem Heimweg :-) Mal sehen was der für mich bereit hält, dann schnell montieren und Morgen geht´s nach DK. Ich mach dann auch noch ein "Lösungsbild" Besten Dank! Gruß Wago to go ;-) Auch als IP68 (wenn das Kabel dick genug ist) Link zum eBay Artikel Oder als Gel-Verbinder Link zum eBay Artikel Ansonsten Crimpen - wenn Du das passende Werkzeug hast. Löten mit Lötverbindern (ist quasi wie crimpen nur das bereits Lot im Verbinder ist). Löten mit Schrumpfschlauch. Verdrillen. Je nachdem, wann und wo bzw. ob geplant oder nicht. gruss kai, hat immer so'n paar Lötverbinder dabei und auch so'n Wago/IP68 dingens. Baumarkt gab nur Crimpen mit Schrumpf her, Bild vergessen aber fertig und funzzt. Danke nochmal für die Tipps
Das wäre in diesem Fall auch mein Vorschlag! Gruß Andreas Das Bedenkliche bei Lötverbindungen in Umgebungen mit Umwelteinfluß, dazu gehören auch Fahrzeuginnenräume, ist ja, dass eine manuelle Lötstelle ebenso nicht definierbar sicher ist, wie das Vernieten von Brückenteilen (nur als Beispiel). Bei Brückenteilen und Titanic-Nachfolgern :) ist man vom Nieten auf Verschraubungen mit definiertem Drehmoment übergegangen, so kann man die Festigkeit jeder dieser Verbindungen einzeln definieren. Beim Löten im KFZ-Bereich wird vielfach unterschlagen, dass nicht nur das Lot sondern auch die Flußmittel Einfluß auf die Verbindung haben! Beim Löten mit Flußmitteln dringt immer ein gewisser Prozentsatz des Flußmittels durch die Kapilarwirkung während der Heißphase unter der Isolierung in die Litze ein und verdampft somit nicht - bei dickeren Drähten auch gerne mal 4-5mm. Dem Lot macht die Anwesenheit von Flußmitteln nichts aus, auf Platinen kommt es auch nicht zum dauerhaften Kontakt des Flußmittels mit der Verkupferung. Anders aber beim Draht, hier hat das Flußmittel direkten Kontakt mit dem Kupfer und reagiert mit diesem - nicht sofort, sondern peu a peu mit der Zeit. Kommt dann noch Luftfeuchtigkeit dazu, welche sich ja gerne auch im Inneren vom KFZ aufhält, kommt es bei der Reaktion von Kupfer mit Flußmittel und Luftfeuchtigkeit zu einer Oxidation der Litze unter der Isolierung. Die Drähtchen werden brüchig und irgendwann kommt es zum Kabelbruch. Das auch unter Schrumpfisolierungen, nur hält hier der Schrumpfschlauch die Drähte zusammen. Ich habe in den Jahrzehnten in meinem Beruf viele, ja sehr viele, solcher "durchgerosteten" Lötverbindungen gesehen und würde nur noch mit WAGOs oder Quetschverbindungen arbeiten, wenn ich mir nicht einen "Gremlin" im System einfangen will. Nebenbei sind Lötverbindungen von Kabeln auch nicht rüttelfest, und bei höheren Strömen verändert sich die Kristallstruktur vom Lot durch die Erwärmung durch den Spannungsabfall selber, sodaß es mit der Zeit zu "kalten Lötstellen", also der Kristallisierung des Lotes mit nachfolgendem Verlust des Kraftschlusses, kommen kann, vulgo: Die Lötstelle löst sich auf. Es soll und kann ja jeder machen was er will, ich möchte meine Hinweise nur als Ratschlag wissen, bei thermisch belasteten oder Umwelteinflüssen ausgesetzten Verbindungsstellen im KFZ-Bereich vom Löten abzusehen. Außerdem: Crimpen sieht viel professioneller aus :roll: :lol:
Hust. Hust. Da habe ich schon sehr interessante Crimpverbindungen gesehen, da wäre eindeutig besser gelötet worden. :twisted: gruss kai
Ob Crimpen viel professioneller aussieht war jetzt nicht die Frage, außerdem bin ich der Ansicht, dass auch eine geschrumpfte Lötverbindung besser aussieht bzw. aussehen kann. Umwelteinflüsse werden durch eine doppelte Schrumpfung wie z.B. Luft von der Lötstelle ferngehalten und entsprechend versteift das eine Bewegung nicht stattfindet. Somit ist für mich weder ein Umwelteinfluss auf die Lötstelle noch eine Erwärmung durch Stromfluß gegeben oder nachvollziehbar. Dies gilt auch für Kaltverbindungsverfahren wie Nieten oder Schrauben, von mir aus auch thermisches Vernieten haben nichts mit einer lötung von elektrischen Leitern zu tun, so wie auch ein Anschluß auf Platinen nicht. Auf die Nachteile des Crimpen wie Ausweichen des Leiters etc bist Du nicht eingegangen, denn auch diese Verbindungsart hat seine Nachteile die dem Fachmann nicht unbekannt sein sollten. Crimpen ist für den Fachmann mit Erfahrung und dem richtigen Werkzeug sicher eine gute Wahl. Hier war aber die Frage wegen einer "einmaligen" Verlängerung. Und da halte ich als "Nichtfachmann" die Waago Klemmen für den sichersten Kompromiss da man nicht viel falsch machen kann. Ich habe inzwischen auch die größeren Klemmen die bis 6mm² halten können immer Vorrätig. Gerade unterwegs kann man damit schnell mal etwas ohne weiteres Werkzeug reparieren oder provisorisch umklemmen. In Kombination mit GEL Box kann man damit auch gut Solarkabel auf dem Dach verbinden. Hubert
Ich weiss nicht, woher deine Aversion gegen Löten herkommt, aber Löten ist seit Beginn des Elektrikzeitalters eine zuverlässige Verbindung, die auch in Raumfahrt und Medizin eingesetzt wird. ... als Alternative zu WAGO haben mir diese chinesischen Klone bei Ali-Express gut gefallen: ![]() Die sind zwar grösser als die aktuellen WAGO-Klemmen (wurden halt vom Vorgänger abgekupfert), aber als Verbinder für eine zweiadrige Leitung ist das Konzept der "getrennten Adern" natürlich deutlich eleganter. An der Qualität habe ich nichts auszusetzen - ich finde die gut ;D.
Oh, ich habe keine Aversion gegen Löten, ich löte seit über 40 Jahren professionell - und genau daher kommen eben meine Erfahrungen. Nur denke ich, dass die Verbindungstechnik dem Zweck und dem Einsatzort und der -umgebung angepasst sein soll. Daher mein Hinweis auf eine vernünftig gemachte gasdichte Verquetschung der Verbindung, die kann man ja immer noch mit Schrumpfschlauch veredeln. :D Gut, wenn man aber ein Hammer ist sieht halt alles wie ein Nagel aus :mrgreen:
Wenn ich eins hasse dann Cent Artikel direkt in China zu bestellen. Gibt es keine deutsche (europäische) Bezugsadresse oder dürfen die wegen fehlender VDE / GS oder was weiß ich für Kennzeichnungen hier gar nicht verkauft werden? Hubert
Klare Frage - einfache Antwort: nein! Deinen Hass darfst Du gerne für dich behalten 8).
Was glaubst Du, wo ganz, ganz viele von den Cent-Artikeln herkommen, die sich so um uns herum befinden? Auch aus China. Und die haben in der Regel CE Kennzeichnung, auch auf chinesischer Ware. gruss kai warum gibts bei der fahrzeugherstellung keine lötverbindungen? die haben in beweglichen teilen einfach nichts verloren. kann jeder machen wie er möchte. nur nicht über richtige postings diskutieren. da gehts nicht nur um flussmittel, sondern auch um aussprödung der liezen, die bei erschütterung brechen können. daher: in einem feritgen auto gibt es einfach keine lötverbindungen. hat seinen grund. gecrimpte stecker aber keine lötverbindungen. wird keiner finden, auch bei den müllverkabelungen der der wono-hersteller. aber die sind ja alle dumm. machen ja nur millionen autos im jahr.
Niemand hatte empfohlen Stecker anzulöten ! Lötverbindungen findest Du im Autoradio, im Elektroblock, Schaltpanel, Navigationsgerät usw. in jedem Wohnmobil ! Niemals sollte man eine bewegliche Verbindung löten, dafür nimmt man einen Stecker. Wenn eine Leitung zu verbinden ist und diese keienrlei Zug ausgesetzt ist kann man diese löten und versteifen. Die ist auch in 100 Jahren noch genauso und unterliegt auch keinerlei "Umwelteinflüsse" wenn diese doppelt Geschrumpft ist. Versuch doch beim Thema zu bleiben, der TE hat nichts von einer beweglichen Verbindung geschrieben sondern will nur zwei Leiter bestmöglichst verbinden. mit möglichst geringen Übergangswiderstand wegen hoher Ströme ( Querschnitt ) Da würde ich ein Verlöten als erste Wahl ansehen und durchführen. Es gibt entsprechende Verbindungen die sind schon 50 Jahre alt und immer noch 1a, allerdings nicht im WOMO die werden leider nicht so alt.
Ja - mit der Bedeutung China Export :D Man sollte die Ware immer genau und kritisch prüfen. Es gibt aus China tolle Ware aber auch Schrott.
Ich weiss nicht, woher du dein Wissen hast. Ich arbeite bei einem Automobilzulieferer. Auch für Kabelbäume. Und da sind gelegentlich auch Lötstellen drin. Crimpen kann besser sein als Löten, muss aber nicht, vor allem nicht wenn es mit der Hand und mit Billigwerkzeug gemacht ist. Schlecht crimpen kann jeder Depp, gut Löten will gelernt sein. Deswegen ist crimpen so verbreitet. Naja, und man kann crimpen automatisieren, und es geht schneller. Das kennt die Kaufleute, billiger machen, Qualität ist da eher ein Fremdwort.
... ein Grund dafür ist ganz einfach: das wäre in der Großserien-Montage unbezahlbar! Viel zu umständlich, zu langsam und damit zu teuer. An den meisten Stellen würde der zur Verfügung stehende Montageraum auch gar nicht ausreichen - auch und vor allem im Reparaturfall undenkbar!
... genau so sehe ich das auch. You get what you pay 8).
Damit kann ich gut leben. btw, einen habe ich noch für dich: lötbare isolierte Litze hängt bei mir draussen als Afu-Antenne. Waren leider drei Drahtstücke, die ich durch Löten verbunden habe. Ohne weiteren Korrosionsschutz, frei in Regen und UV. Hängt seit 6 Jahren oben. Einmal bei Sturm gerissen, mitten im Draht, nicht an den Lötstelle. Die Lötstellen sind etwas verzundert, aber ansonsten unbeeindruckt. Kannst du das mit Crimpen auch ? Also, sooo empfindlich sind Lötstellen gegen Korrosion garnicht..... :D Das Thema des TE ist zwar seit der ersten Antwort durch, dennoch lese ich hier gerne mit. :lol: Diese philosophischen Erkenntnisse über löten, crimpen, die Welt und alles Andere sind ganz großes Kino. :spam:
Das ist einer der Gesichtspunkte heute. Vor 50 Jahren gab es noch fast keine Crimpverbindungen, die Röhrenfunkgeräte der damaligen Satelliten wurd "handverlötet" (unter anderem von mir). Da hat kein Flussmittel die Lötstelle verunziert!!! Die Crimpmöglichkeiten hat allen Fertigungen eine Zeitersparnis beschert und deshalb wurde sie eingeführt. Die Qualität war schlechter aber die Zeitersparnis pro Verbindung größer. Man sollte deshalb die Historie und die echten Beweggründe betrachten. Nicht vergessen: In der Industriellen Fertigung zählt Zeitersparnis mehr als Qualität über die nächsten 10 Jahre. Gruß Andreas
Danke Andreas, für deinen (wie immer) perfekten Beitrag. Dabei möchte ich ergänzen: Das Lötverbindungen in beweglichen Teilen (-> Litzen ) "nicht geht" hat aber rein mechanische Gründe, nämlich die Änderung der Steifigkeit mit der Schaffung von weicheren Knickstellen, die relativ überbeansprucht werden. Das hat nichts mit dem Löten an sich zu tun, wo wegen Bewegung Löten nicht geht, da geht Crimpen genauso wenig.
Genau das stimmt genau NICHT.
Deswegen heist das Zauberwort: "Zugentlastung"... Da "Swingt" das Kabel bis zur Zugentlastung und zw. ZE und Steckerpin etc. rührt sich nix... Meistens ist die ZE schon im Steckergehäuse intergriert und wird überwiegend nicht als solche wahrgenommen. Bei "fliegenden" Kabel binde ich diese kurz vor Crimp / Löt - Öse irgendwie fest damit möglichst keine Bewegung auf die Crimpung / Lötung einwirkt. Gruß HP
...der war jetzt gut! Ich würde mal auf über 1 Million Lötstellen in einem modernen Fahrzeug tippen... Ich denke, das Problem ist die Feuchtigkeit und die Zersetzung bei Kriechströmen, die dann auftreten können, da ist dann das Zinn das minderwertigere Metall und wird aufgelöst. (Siehe Boote im Wasser und am Landstrom, wo dann Opferanoden eingesetzt werden müssen) Daher sind die Leiterplatten mit den Lötstellen lackiert, um die Feuchtigkeit fernzuhalten. Ansonsten sollte sowohl beim Crimpen als auch beim Löten wie schon geschrieben, mittels Schrumpfschlauch oder Bündelung an einen Kabelbaum verhindert werden, dass an der Crimp- bzw. Lötstelle Bewegungen auftreten, die zum Bruch des Kabel führen können. LG Peter |
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