rolfk hat geschrieben:Zu 2, da es sich auf den Kabeln um Spannungsabfälle von ein paar hundert Millivolt handelt, und um ein paar 10 A, ergibt sich eine Verlustleistung auf den Kabeln von paar mal paar mal 1 Watt.
Also zb 200 mV mal 20 A wären 4 Watt. Genug um etwas warm zu werden, um Größenordnungen Zuwenig, um ein Problem zu sein.
Würdest du dazu deinen Rechenweg erklären?
Meine Überlegung:
Wenn ich die Schaltung richtig verstehe, sollen die Leitungen den Strom begrenzen, der von der Lichtmaschine zur LFP fließt.
Also wird der Querschnitt nicht nach dem Stromfluss berechnet, sondern er muss nach dem gewünschten Spannungsabfall ausgelegt werden.
Grob überschlagen komme ich bei folgenden Annahmen:
-U_Generator = 14,1 V, freie Leistung > 80A
-U_LFP = 13,5 V
-R_LFP = 4 mOhm (hier sehe ich die größte Unsicherheit, schwankt je nach Ladezustand, Temperatur usw. und hat einen relativ großen Einfluss auf das Endergebnis)
-R_BMS = 1 mOhm (an meinem BMS (R = ca. 0,1mOhm , inkl. Verkabelung (provisorisch, daher ca. 0,9 mOhm) gemessen)
-R_Kupfer = 0,0171 Ohm*mm²/m
auf ein 1 m langes 2 mm² Kabel um die Stromstärke auf ca. 44 A zu begrenzen [(U_Generator - U_LFP) / R_gesamt].
Dabei verheizt das Kabel knapp 17 W.
Bei höherer Spannungsdifferenz wird das ganze deutlich ungünstiger für das Kabel als Strombegrenzer. Bei niedrigerem Innenwiderstand der Batterie auch.
Beispiel wie oben, aber U_Generator = 14,2 V & U_LPF 13,3 V bedeutet 1 mm² Querschnitt auf einen Meter um auf knapp 41 A zu regulieren. Dabei verheizt das Kabel über 28 W.
Selbst wenn die Leitung das so mitmacht, bei steigendendem Ladezustand und damit Spannung der LFP würde der Strom damit bei U_LFP 13,6 V z.B. auf 27 A sinken, die Regelung ist also nicht konstant.
Hab ich mich verrechnet? Oder einen groben Denkfehler?
Ich hab leider momentan keine Konstantspannungsquelle mit genügend hoher Leistung in meiner Werkstatt, um meine Annahme empirisch zu belegen.
Falls meine überschlägige Rechnung stimmt, stelle ich mir die Umsetzung in der Praxis aufwendig vor.
Die Erwärmung der Leitung pro Meter müsste z.B. über ein längeres Kabel mit entsprechend höherem Querschnitt auf einen gesunden Bereich reduziert werden.
Du könntest das doch vorher mal in deinem Fahrzeug ausprobieren, der Testaufbau ist ja relativ simpel.
Wenn möglich mit einem SOC von 20%-30% und einer Temperatur der Batterie von nicht weniger als 20°C, weil so die höchsten Ströme zu erwarten sind.
Lakritz hat geschrieben:Die Idee dahinter ist, den Ladestrom per Widerstand des Kabels und der sonstigen Bauelemente zu "regulieren".
So läßt sich dann die LFP mit wenig Stromstärke, mehr Stromstärke oder "voller" Stromstärke laden.
Was war noch mal der Grund dafür, dass du das regulieren möchtest? Ich glaube in dem anderen Thread wurde das diskutiert, aber ich finde es leider nicht mehr.
Und auf welche Stromstärken möchtest du regulieren?