Seit Jahren als großes Ziel geplant, rückte der erste Norwegenurlaub in Reichweite. Im November 2019 hatten wir die Fähren gebucht und im Winter hatte ich die Reise geplant. Dann versuchte uns Corona einen Strich durch die Rechnung zu machen, aber wir hofften das die Reise trotzdem starten konnte. Mitte Juli sollten sich die Grenzen nach Norwegen wieder öffnen. Aus Sicherheitsgründen buchten wir die Fähre von Rostock nach Trelleborg auf Hirtshals/Kristiansand um. Oslo wollten wir somit auslassen. Bedingt durch die Arbeit hatten wir nur 11 Tage Urlaub, also 2 Wochen und ein Tag. Unsere Route in dieser Zeit sah so aus:

Am Nachmittag des 30.07.2020 (Donnerstag) starteten wir Richtung Norwegen. Gegen 21:00 Uhr erreichten wir die Dänische Grenze. Wir mussten ca. 15min warten. Die Grenzbeamten wollten unsere Fährkarte sehen – dann konnten wir weiterfahren. Wir übernachteten am Stellplatz in Apenrade

und fuhren am Freitag Morgen weiter nach Hirtshals. Dort suchten wir einen Parkplatz und besichtigten die Stadt. Komisch, das man nirgends Menschen mit Masken sah. Selbst in den Läden nicht.
Nachmittags ging es auf die Fähre und ab nach Norwegen.

Mit ein paar Zentimetern Luft nach oben passte unser Mobil durch die 2,95m hohe Zufahrt. Jetzt war ich beruhigt. Ich hatte 2x gemessen und im Fahrzeugschein stand eine Höhe von 2,92m.

Wir verließen Kristiansand und waren in einer anderen Welt. Wir hatten traumhaftes Wetter und kamen uns vor wie auf einer Modellbahnanlagen auf der sich die Landschaftsbauer so richtig austoben konnten. Wir hielten an einem See und aßen etwas.


Unterwegs hatte ich einen Kartenautomaten rausgesucht. Dort hoben wir 100€ ab, da man sich mit Bargeld in der Tasche irgendwie sicherer fühlt. Wir haben den ganzen Urlaub auf Krampf versucht das Bargeld loszuwerden. Selbst in der Shoppingmall wurden die 70Cent Toilettengebühren von der Kreditkarte abgebucht.
Weiter ging es dann zum Neset Camping – ein wunderschöner Platz auf einer Halbinsel. Wir standen direkt am Wasser und hatten sahen einen himmlischen Sonnenuntergang. Der ganze Platz war mit Hühnern und Hasen bevölkert, die das Gras kurz hielten und sich völlig frei bewegen konnten.





Am nächsten Tag ging es auf Wunsch von Frau und Kind weiter zum Elgtun. Der Hof öffnete erst um 10:00Uhr, so daß wir noch eine Stunde warten mussten. Es war interessant den Elchen so nah zu sein, aber um 2 Elche mit Kindern zu sehen und füttern zu können einen Preis von 60€ für 3 Personen zu bezahlen, grenzt schon an Frechheit.

weiter ging es durch den Hardangervidda Nationalpark…


über einen Pass (da der Tunnel gesperrt war)…

vorbei am Latefossen…

zum Saebo Camping.

Hier verbrachten wir die Nacht und fuhren am nächsten Tag weiter zum Voringfossen. Echt beeindruckend. Hier ließ ich das erste mal die eigens für den Urlaub gemietete Drohne steigen. Die Hände zitterten ganz schön. Ich hatte zwar zu Hause geübt, aber da hatte ich auch keinen Abgrund vor mir und die Drohne flog nicht zig Meter darüber hinweg. Wenn sie abstürzte, wäre sie weg und mit ihr der Schadensersatz. Aber alles ging gut und ich wurde ruhiger.

Wir fuhren durch einen Kreisverkehr im Tunnel…

über die Hardangerbrücke

zum Aussichtspunkt Stegastein.


Mir hat es Spaß gemacht die schmalen Bergstraßen hinaufzufahren – meine Frau war jedoch froh, als wir oben waren. Um nicht wieder runter zu müssen um durch den Laerdaltunnel zu fahren, entschlossen wir uns über das Aurlandsfjell zu fahren. Das war definitiv die richtige Entscheidung. Sehr beeindruckende Landschaft. Sowieso hatte man ständig das Gefühl, daß eine Landschaft schöner war als die vorhergehende. Und immer wieder kam eine Neue.


Wir fuhren zur Stabkirche nach Borgund.

Leider schloss diese um 17:00Uhr und wir waren 16:55Uhr da. Es blieb also bei einer Besichtigung von Aussen. Auf teilweise engsten Strassen ging es zum Amlasanden Fjord-Camping. Ein herrlicher Ausblick.


Am Montag entdeckten wir im Nachbarort eine kleine Unscheinbare Stabkirche. War leider geschlossen.


Hmm???
Weiter ging es zum Nigardsbreen Gletscher.

Statt zum Parkplatz am Gletscher zu fahren, parkten wir kostenlos am Besuchercenter und liefen ein paar Kilometer bis zum Gletscher. Hat sich ganz schön gezogen. Am Parkplatz setzten wir dann zur Entschädigung mit dem Boot über. Der Verkäufer hat sich dann noch vermacht und uns ein Hin- und Rückfahrtticket zum Preis eines Einmaltickets verkauft. Glück gehabt.




Auf den Bildern sieht der Gletsher so winzig aus, aber wenn man am linken Gletscherrand genau hinsieht, sieht man ein paar schwarze Striche – das sind Gletscherkletterer. Hätte man aber vorbuchen müssen und wäre auch nicht so unser Ding gewesen. Wir wanderten zurück zum Mobil. Da es noch relativ zeitig war, versuchten wir noch etwas Strecke zu machen...

Aussicht vom Picknickplatz
und hielten Abends in Skjolden auch direkt an einem Platz an einem See. Trotzdem die Strasse dicht vorbeiging war es herrlich ruhig hier.



Am Dienstag ging es über die beeindruckende Landschaft das Sognefjells…







Zur Stabkirche nach Borgund. Hier mussten wir ca. eine Stunde warten, da die Totengräber am Werk waren. Da durfte keiner auf das Gelände. Wir konnten dann zum Glück gleich als erste mit hinein, sonst hätten wir wieder warten müssen. Es durfte nur eine bestimmte Personenmenge hinein und hinter uns stand ein lange Schlange.



Weiter ging es wieder durch atemberaubende Landschaften ...



zum Dalsnibba-Aussichtsplateau. Absolut fantastisch.






Danach fuhren wir die letzten Meter zum Geiranger-Camping.

Geiranger war nahezu Menschenleer. Lediglich das Hurtigruten-Schiff ließ sich am nächsten Morgen im Fjord blicken.



Das war erstmal der erste Teil. Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und wer Lust hat - nächste Woche fahren wir weiter.
Bye Christian













































































