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Hallo liebe Camperinnen und Camper! Etwas ungewohnt, nach langer Abstinenz ausgerechnet hier im Fernreiseforum zum Thema USA etwas zu schreiben. Ja, ich gebe es zu, mein letzter Besuch hier liegt schon etwas länger zurück. Dies liegt natürlich auch daran, dass wir es auch in den letzten Jahren noch nicht wirklich geschafft haben, zum Wohnmobil zurück zu kehren. Ganz im Gegenteil, nunmehr unterhalten wir gleich zwei Wohnwagen. Den alten 97er Hobby zum Reisen und den 2008er Eifelland als Dauercamper / Wochenenddomizil in Holland. Wohnmobil? Fehlanzeige! Doch halt! Da war was! 2018! Genauer eine Wohnmobilüberführung vom Coachmen Wohnmobilwerk in Middelbury bei Chicago rüber nach Las Vegas. Auch von dieser Tour startete ich seinerzeit natürlich einen Reisebericht! Doch was sich einerseits als Segen entpuppt, kann andererseits auch ein Fluch sein! Unser Blog ist nach wie vor nur ein Hobby, wir haben mit diesem keinerlei Verpflichtungen und Verträge, müssen keine Absprachen einhalten und wenn ich wochenlang nichts schreiben möchte, dann mache ich das auch nicht. Der USA- Reisebericht lag also lange Zeit brach. Bis vor einigen Wochen! Ihr erinnert euch sicherlich noch an den Wahlkrimi in den USA und das Drama, welches bis heute anhält. Die Medien waren voll mit Berichten und auf einmal war uns die USA im Gedanken wieder so nah, als seien wir gerade erst von unserem Interkontinental- Flug über den großen Teich zurück in der heimischen Bude. Und ich erinnerte mich plötzlich an ein Ereignis in den USA, welches für mich so untrennbar mit den USA und der Reise verbunden war, wie Käse auf einem amerikanischen Cheeseburger! Donald! Nein! Nicht Donald Trump! Obwohl es auch um ihn ging! Es ging um Donald, meinen Lyft- Fahrer! Lyft? Nun, das ist sowas wie Uber! Den Begriff kennt man eher, oder? Lyft ist wie Uber so eine Art Taxi- Fahrdienst, welcher so halb offiziell als „Mitfahrzentrale“ in den USA funktioniert und damit den traditionsreichen Taxi- Unternehmen das Wasser abgräbt. In Deutschland machen die Innungen noch immer ausreichend Lobby Arbeit, um Uber in die Schranken zu weisen und deren Nachahmer erst gar nicht bei uns erstarken zu lassen. Aber in den USA ist es mit google Maps so einfach ein Auto mit Fahrer zu bestellen, als hier eine Pizza von Lieferando! Und eben jeder Uber Fahrer, der mich seinerzeit im amerikanischen Frühling am Roadrunner RV Park abholte und daraufhin mit mir ein sehr kleines Stückchen Lebensweg auf dem Weg zum Flughafen nach Las Vegas fuhr, war eine der authentischsten Begegnungen, die ich je auf einer Reise hatte! Wir merkten beide sehr schnell, dass wir uns mit Smalltalk über das Wetter nicht lange aufhalten brauchten! Er war gleichermaßen an mir als „ehrlichem Deutschen“ interessiert, wie ich an ihm als „ehrlicher Amerikaner“! So das totale Gegenteil von dem, was später Marc sein würde, den ich am Mietwagenschalter von Alamo kennenlernen würde und der nichts untersucht lassen würde, um unbedingt mein Freund zu werden! Doch das ist ein anderes Thema. Zurück zu Donald und einer Fahrt mit ihm, die sich einerseits als tolle Reiseerinnerung eingeprägt, aber andererseits auch in Vergessenheit geraten ist. Bis eben jetzt, vor einigen Wochen, die USA eben gewählt hatten und es ein verdammt knappes Rennen um die Präsidentschaft gab! Von diesem Reiseerlebnis möchte ich heute berichten und es mit euch teilen. Gott sei Dank habe ich seinerzeit noch am Abend des gleichen Reisetages, am Vorabend vor der Rückgabe unsere Wohnmobils, das Erlebte zu Papier gebracht bzw. in den Computer geklopft, sodass ich die inzwischen verklärte Erinnerung im Kopf durch die Tatsachen ersetzten konnte! Sei es nun der unbändige Drang dieses Mannes, seine amerikanische Verfassung als die beste der Welt zu verteidigen oder eben die unabänderliche Tatsache, dass Donald definitiv eine geladene Kanone in seinem Auto spazieren fuhr. Er hat sie mir zwar nicht gezeigt, aber er war verdammt nah dran! Ja, es sind machmal auf Reisen auch genau diese Momente, wo man seinen sicheren Schutzpanzer des Wohnmobils verlässt und sich, ob nun zufällig oder gewollt, auf Menschen einlässt, die man unterwegs auf einer Reise trifft, ihnen begegnet, mit ihnen interagiert. Der Holländer auf dem Campingplatz, der nachts seine Kühlbox mit dem kaputten Motor zum Leid aller Mitcamper dröhnend laufen ließ! Oder der alte Mann am Hardanger Fjord, der mich ansprach, als ich auf sein Grundstück kletterte, um ein besonders schönes Bild von Hardangerfjord, natürlich mit dem Wohnmobil im Vordergrund, zu schießen. Wir unterhielten uns und ich fragte ihn, ob er die Schönheit seines Landes und seines Fjordes, für die ich ja extra widerrechtlich über seinen Zaun geklettert war, überhaupt noch wahrnehmen kann? Wenn er sie doch jeden Tag beim Blick aus dem Fenster sieht?! Oder eben Donald in den USA, der einfache Lyft Fahrer, der mir eine Weltanschauung so eindrucksvoll nahe bringen konnte, dass sie mich auf Jahre später noch fasziniert. Ich hätte Donald so unglaublich gern auf ein Barbecue eingeladen, wenn wir nicht am nächsten Morgen das Wohnmobil hätten zurückgeben müssen… Nun, ich möchte euch den Ausschnitt aus unserem Reisebericht, Reisetag 16, hier gerne auch ohne den Mantel der verklärten Erinnerung einmal einstellen. MIR hat es damals endlich verständlich erklärt, warum die Amis stets mit ihren Kanonen herumrennen müssen! Wenn man sich dem Thema (bei allem Leid, was diese Waffen zufügen) so unemotional und sachlich wie nur möglich nähert, dann kann man deren Gedanken und Auffassung dazu vielleicht ein wenig nachvollziehen?! Zitat:“ Die Fahrt vergeht super angenehm und wir sprechen ungeschönt über vielerlei Dinge. Über Amerika, die Gesetze hier und die Gesetze in Deutschland. Das sie hier in Amerika anders Auto fahren. Das Donald ein großer Fan des VW Käfer ist und er selbst einen privat fährt. Er zeigt mir sogar ungewohnt offen ein Bilder mit ihm in seinem Käfer nebst seiner Familie auf seinem Smartphone! Ganz so, als seien wir mindestens gut bekannt miteinander. Wir kommen über Volkswagen zur Dieselaffäre von VW und zum Kraftstoffverbrauch amerikanischer Autos. Ich erzähle, dass wir in zwei Wochen Wohnmobilurlaub mehr Sprit verbraucht haben, als ich in Deutschland in einem ganzen Jahr für den Weg zur Arbeit benötige! Donald ist neugierig, will von mir wissen, wie ich Amerika sehe. Und er erklärt mir, nachdem wir auf dem Weg nicht weniger als drei Verkehrsunfälle sehen (eine Frau ist gegen ein Schild gefahren, ein anderer hat einen Bus gerammt und der dritte war ein Frontalunfall), dass gerade hier in Nevada nach der Legalisierung von Marihuana die Zahl der Verkehrsunfälle stark zugenommen habe. Er meint „Schau hin! Wie kann man bitte einen BUS übersehen?!“ und er hat Recht. „Alles legale Haschischkonsumenten!“ meint er pauschal wie polternd und er gibt uns den eindringlichen Rat auf den Weg, auf jeden Fall dafür zu kämpfen, dass man in Deutschland eben nicht unter legalem Drogeneinfluss Autofahren sollte bzw. Marihuana nicht erlauben sollte. Auch nicht in Deutschland! Wo wir doch auf unseren Autobahnen immer so schnell fahren dürfen und so. Auch über Trump und Merkel quatschen wir. Er ist der festen Überzeugung, dass Trump zwar ein Schaumschläger ist, aber dennoch der richtige Präsident! Er hat ihn gewählt, weil die Medien ihn nicht mögen. Und weil das Establishment ihn nicht mag! Das war für ihn als Mann der Straße ein ausreichender Indikator dafür, dass er eben nicht im Klüngel um Macht und Spielchen verstrickt ist. Klar, jeder Politiker ist korrupt. Davon ist er überzeugt. Auch Donald möglicherweise. Aber er gehört eben nicht in „die Kaste“ und ist deswegen gewählt worden. Besonders und genau deswegen! Ich erkläre ihm, dass ich es gut finde, dass ein Präsident nur maximal zwei Amtszeiten regieren darf. Und das wir leider wieder Frau Merkel als Bundeskanzlerin in der nunmehr vierten Amtszeit aushalten müssen. Darüber muss er lachen. Über Höcksken und Stöcksken kommen wir schließlich zu den Waffengesetzen hier! Ein heißes Thema! Ich berichte Donald ungewohnt offen, dass wir eben in Deutschland keine Waffen kaufen und tragen dürfen. Zumindest nicht einfach so. Und das eben hohe Hürden daran gebunden sind. Und das ich einerseits zwar belustigt, aber auch geschockt war, als ich zum Beispiel in Texas das Schild am Campingplatz gesehen habe, dass man seine Waffe eben nicht OFFEN tragen soll! Man darf sie natürlich dennoch bei sich haben! Nur man soll sie nicht offen zur Schau stellen. Das hätte mir schon Ehrfurcht abgenötigt, weil man ja darauf basierend grundsätzlich davon ausgehen muss, dass jeder eine Kanone am Mann, oder eben auch im Auto hat! An diesem Punkt wird Donald sehr ernst. Er bestätigt mir, dass praktisch jeder eine Kanone hat. Ich glaube wenn er nicht wüsste, dass ich nicht Respekt vor Schusswaffen hätte, er würde mir seine Kanone, die er unter Garantie irgendwo hier im Auto griffbereit liegen hat, zeigen! Aber das macht ein Amerikaner dann wohl doch nicht… Mit großer Verantwortung und auch mit einer Art Stolz, die ich so noch nie erlebt habe, erklärt mir Donald dann, warum sie alle Waffen haben. Was der Antrieb, ja der unabänderliche Beweggrund hierfür ist. Und je länger ich darüber nachdenke, was Donald mir nun recht ausführlich erklärt, desto mehr kann ich die Amerikaner auf einmal verstehen! Denn der Grund ist nicht falsch, wie man auf den ersten Moment vielleicht denkt! Nur die Ausführung ist in meinen Augen aufgrund des möglichen und auch des tatsächlichen Missbrauchs dieser Waffen schlecht gelöst, was auch Donald im weiteren Verlauf zumindest ansatzweise zugibt. Nun, Donald erklärt mir, dass es das verbriefte Recht ist, Widerstand zu leisten! Nicht gegen den König von England (oder die Queen), falls sie auf die Idee kommen sollte, ihr Amerika wieder „heim ins Commonwealth“ zu holen, was einmal die allererste Grundlage für die Volksbewaffnung in Amerika war. Als ich Donald danach frage, lacht er laut und findet die Erklärung, die ich bislang aus der Historie heraus für die Waffengesetze in Amerika bereithielt, für amüsant, aber eben auch vollkommen absurd. Aber die Grundlage der Volksbewaffnung liegt einfach darin, dass das Volk sich gegen jedwede Tyrannei erheben kann und soll, wenn es nötig wird. Es ist ein Gleichgewicht der Kräfte! Ein Ausgleich zur Exekutive der Regierung mit Polizei und Armee, falls diese jemals von einem Tyrannen übernommen werden sollte (und damit meint er nicht Trump! Zumindest nicht solange, wie sich Trump an die Verfassung hält!) und das Volk unterjocht. Dann soll das Volk die Möglichkeit haben, sich dagegen zu wehren, wenn die offiziellen Machtpositionen nicht mehr in der Hand des Volkes sind. Wie eine vierte Macht im Staat! Wenn man darüber nachdenkt, ist das gar nicht so dumm! Wie gesagt, rein der theoretische Gedanke. Dass es praktisch hapert, sieht man an den vielen Toten in Amerika durch Waffeneinsatz. Er meint aber das wichtigste sei, dass die Regierung weiß und bei allen Entscheidungen wissen muss, dass auch physisch eine Macht vom gemeinsamen Volk ausgehen kann, FALLS es nötig wird! Nicht nur mit dem Wahlkreuz in der Kabine. Und das wäre der Grund und die Berechtigung, eine Waffe zu tragen. Nicht um damit anzugeben. Nicht um damit in den Wald zu gehen und ein Reh zu töten oder den Supermarktangestellten damit für ein paar Dollar zu bedrohen. Er weiß, dass das System so, wie es jetzt ist, nicht gut ist! Aber um nichts in der Welt würde er seine Waffen hergeben. Würde er dazu gezwungen, würde ER (und auch viele andere wie er meint) darin GENAU DEN Versuch der Regierung und des Staates sehen, das Volk um diese praktische Macht zu berauben! Dann wäre der Moment gekommen, wo das Volk gemeinsam als eine Art homogene, sich selbst verwaltende Masse eben zu diesen Waffen greifen dürfe und die Regierung zum Teufel jagen dürfe. Wow. Das muss ich sacken lassen! Es ist vielleicht gar nicht so sehr die böse böse Waffenlobby, wie man uns in Deutschland über Amerika immer weißmachen will! Es sind einfach nur zwei völlig verschiedene Ansichten! Wir in Deutschland vertrauen darauf, dass wir niemals zu einem Mittel (vorsichtig gesagt) wie „zivilem Ungehorsam“ greifen müssen. Aber wie sollten wir das auch tun? Mit Mistgabeln und Fackeln wie im Mittelalter? Wir haben doch nichts in der Hand, außer passivem Widerstand. Das wäre alles. Und es ist ja nicht so, dass wir nicht selbst mindestens einen Tyrannen in unserer Geschichte hatten! Donald meint passend, als könne er meine Gedanken in diesem Moment der Stille nach seinem letzten Satz lesen, „so etwas wie Hitler hätte es in Amerika nicht geben können“! Da wäre das Volk halt schlichtweg vorher aufgestanden und hätte seine Macht auch mit Gewalt ausgeübt! Es dauert etwas, bis ich die Tragweite seiner Mentalität und den richtigen Grundgedanken darin erkenne. Wenn man es sich so objektiv wie möglich betrachtet und sich mal von indoktrinierten Gedanken, wie man sie uns in Deutschland nunmal stets vorkaut, absieht. Können wir wirklich darauf vertrauen, dass wir niemals mehr in eine solche Situation geraten? Wie in den 30er Jahren? Hätte es anders kommen können, wenn das Volk gegen einen Tyrannen nicht nur aufgestanden wäre, sondern auch die Mittel gehabt hätte, um „Widerstand zur Pflicht“ zu machen? Wenn es eine vierte Macht gegeben hätte, die nicht einer strengen Befehlskette von Offizieren unterstellt gewesen wäre? Ohne Volk ist der mächtigste Tyrann nur ein armer Irrer, den man davon jagen kann. Die Amerikaner leben diese Form von persönlicher Verantwortung! Sicherlich MUSS man die Ausführung dieser Verantwortung und dem damit verbundenen Missbrauch kritisch mal auf den Prüfstand stellen. Aber Donald meint, dass die Gründerväter von Amerika weise gewesen wären und über den entsprechenden Verfassungszusatz eben genau diese von keiner Regierung zu kontrollierende Macht ganz bewusst schaffen wollten! Und nicht, um Smith&Wesson über Dekaden gute Verkäufe zu sichern… Und obwohl er einen wie er sagt „charismatischen Außenseiter“ wie Donald Trump gewählt habe würde er keine Sekunde zögern, seine Waffen auch notfalls gegen ihn einzusetzen, wenn dieser den Boden der amerikanischen Verfassung verlassen und als versuchen würde, die USA zu unterjochen eine Diktatur zu errichten. Wie gesagt, die Fahrt mit Donald ist ein unerwartet unverblümter, roher wie ehrlicher Einblick in das Denken der Amerikaner, wie man es wohl kaum authentischer erleben kann. Ich bin dankbar dafür! Reisen bildet! Lässt man sich offen auf fremde Mentalitäten ein, regt dies zum Nachdenken an! Auch mal um die Ecke und durch Krusten, die man zuhause niemals durchbrechen würde… Als wir am Mietwagenzentrum unterhalb des Flughafens von Las Vegas ankommen, verabschieden wir uns beide fast herzlich wie Freunde voneinander. Donald, der etwas ungepflegt wirkende Mann mit dem langen Bart und dem etwas abgenudelten Honda CRV, der als Lyft- Fahrer ein paar Dollar im Jahr verdient, hätte ich so gerne bei einem abendlichen Barbecue noch etwas näher kennengelernt! Ehrlich! Ich mag es, wenn mein persönlicher Freundes- und Bekanntenkreis aus möglichst vielen unterschiedlichen Charakteren mit unterschiedlichen Ansichten besteht. So bleibt das Leben spannend und man läuft nicht Gefahr, sich in seiner eigenen Filterblase zu verrennen. Donald, der einfache Lyft- Fahrer aus Vegas, wäre die perfekte Ergänzung gewesen. „ Zitat Ende. Bilder habe ich dazu keine. Wie auch, einen Gedankenaustausch wie diesen kann man schlecht im Bild festhalten. Daher an alle, die bis zu dieser Stelle mit Lesen durchgehalten haben: DANKE! Was denkt ihr? Ist das nicht auch ein Grund, warum wir reisen? Egal, ob mit Wohnmobil, Wohnwagen, Flugzeug oder zu Fuß? Weil wir uns auf Neues einlassen wollen? Und was passiert, wenn wir es dann finden und damit klar kommen müssen, dass Meinungen, Mentalität und Ansichten sich völlig konträr zur eigenen bewegen?! :gruebel: Mit diesen Gedanken entlasse ich euch in die Nacht. :mrgreen: Beste Grüße Björn P.S.: Wenn ihr mehr über unser Reiseabenteuer in den USA lesen wollt, diesen frisch aktualisierten Reisebericht und viele mehr findet ihr auf unserer Webseite ;-)
Sehr viel, wer eine Waffe besitzt sollte sie auch im Notfall einsetzen können und wollen. Nicht Waffenbesitzer sind nicht unbedingt Pazifisten sondern für mich angenehmere Menschen. Reisen sind ein Teil unseres Lebens und Kontakte aus zu Amerikanern hatten wir und haben deren Kultur und Ansichten ebenfalls ähnlich kennen gelernt. Weiterhin alles Liebe und Gute und noch viele angenehme Reisen ! Guter Schreibstil. Mehrere und größere Absätze hätten einen größeren Leserkreis zu folge. Ich und sicherlich auch viele Europäer hätten zu dem Grundthema eine andere Meinung. Dank der pluralistischen Gesellschaft gibt es verschiedene Meinungen, die man auch respektieren soll. Hallo Björn Eine schöne Geschichte. Und vor allem eine, in welcher ich mich wiederfinde! Auch wir reisen gerne. Und das Salz in der Reisesuppe sind dann doch immer die Menschen, die man bei solchen Gelegenheiten kennenlerrnt. In unserem Fall vom buddhistischen Mönch in Südostasien bis zum Geheimdienstoffizier jenseits des Atlantiks. Die Menschen und ihre Sicht auf die Welt und die Dinge der Welt. Reisen bereichert mehr, als es Zahlen auf einem Konto jemals können Grüßle Bernd Ich durfte Amerika auch schon kennenlernen und deshalb erlaube ich mir auf deine umfassenden Äußerungen zu antworten zumal ich zu einigen davon eine völlig andere Ansicht habe. Amerika wie ich es kennengelernt habe ist ein wunderschönes Land mit oberflächlich betrachtet netten und hilfsbereiten Bewohnern aber....
Wirklich? Du kannst die Amerikaner und deren Waffentick verstehen? Ich nicht! Schon in ihrer Entstehungsgeschichte haben sie sich gegenseitig die Köpfe eingeschlagen - Nord- gegen Südstaaten. Haben sich Sklaven gehalten und noch heute ein Rassenproblem. Der Klu-Klux-Clan ist sicher kein Verein der Saubermänner und diese Zweiklassengesellschaft ist noch heute tief verwurzelt.
Wenn ich, zugegeben im TV sehe, wie bewaffnete Trump-Anhänger vor den Wahlbüros stehen und die Auszählung anzweifeln kommen mir doch erhebliche Zweifel an der Freizügigkeit bezüglich der Bewaffnung. Von den Massakern an den Schulen will ich nicht reden, das sind einzelne Idioten die es überall auf der Welt gibt.
Nein? Es ist z.B. auch Trump der deutlicht rechts steht, die Rechten unterstützt und in seinem Stab einige Gleichgesinnte versammelt hatte oder hat. Letztes Beispiel: Wie groß die Bedrohung für die amerikanische Demokratie ist, wurde erst dieser Tage deutlich, als ein Umsturzversuch einer rechtsextremen Miliz im Bundesstaat Michigan aufflog. 17 mutmaßliche Verschwörer wurden festgenommen. Sie wollten Gouverneurin Gretchen Whitmer entführen und nach einem Scheinprozess ermorden. Wer ist indirekt verantwortlich mit seinen Behauptungen die Wahl wäre Betrug? Make America great again. Von den Kriegen, in die sich die USA eingemischt haben wollen wir gar nicht reden.
Du hättest deinem Driver mal von dem 17. Juni 1953 erzählen sollen und falls er zu jung war von der friedlichen Wiedervereinigung 1990 erzählen können. Unsere "Ossis" haben dies mit aktiven Widerstand und einem Satz geschafft - Wir sind das Volk.
Ok, einem arbeitslosen Österreicher hätten die Amis vielleicht nicht knapp 50% Stimmen gegeben aber ob ein selbstverliebter, mutmaßlich korrupter und ketzerischer Multimillionär unbedingt besser ist??? Gut das das eine schon lange und das andere bald vorbei ist. Die Spaltung in Amerika wieder zu kitten wird eine schwierige und langwierige Aufgabe. Ob Amerika wieder das gelobte Land wird könnte mehrere Generationen dauern. Mir jedenfalls ist die Reiselust über den großen Teich vergangen aber zum Glück gibt es ja noch ein paar andere Reiseziele. Warum die Amerikaner Waffen tragen dürfen, versteht man schon, wenn man mal einen Blick in die Verfassung wirft. Und, wie du schon sagtest, theoretisch gar nicht so schlecht, der Gedanke. Rein praktisch dürfte das aber nicht klappen - bzw. hätte auch in Deutschland während der Nazi-Zeit nicht geklappt. Unser Volk bestand nämlich leider nicht überwiegend aus verhinderten Widerstandskämpfern, die nur keine Waffen hatten... die überwiegende Mehrheit war für Hitler oder hat die Zustände zumindest akzeptiert. Da könnte in den USA eine andere Mentalität herrschen. Aber wenn der Tyrann für die bewaffneten 'Hillbillies' aus der richtigen politischen Ecke kommt, wird auch niemand gegen ihn aufstehen. Dazu kommt, dass ein bewaffneter Haufen Zivilisten nicht wirklich viele Chancen hat, wenn ein Diktator reguläre Truppen aufmarschieren lässt. Viel Spass beim Panzer knacken mit Handfeuerwaffen. Ein Guerilla-Bürgerkrieg wäre möglich, aber wie viele machen bei sowas mit, die Familie haben? Das wäre wie in jeder Diktatur Grundrauschen und nur nützlich, um die Opposition (wenn noch vorhanden) zu diskreditieren. Übrigens ist das mit dem Waffen haben und tragen regional extrem unterschiedlich. An der Ostküste, insbesondere in den Städten und in den höheren Bildungsschichten, ist das genauso verpönt wie hier in Europa. Die sehen das ganz ähnlich wie die meisten Europäer. Nur meine Gedanken zum Thema. bis denn, Uwe Moderation:Politik ist hier im Forum immer noch unerwünscht. Bitte beachten. Vielen Dank. Moin Wolfgang, Politik wollte ich auch nicht zum Besten geben, nur auf den Beitrag eingehen. Ich hoffe sehr das mir dies im Rahmen der Regeln einigermaßen gelungen ist. Moderation:kein Bezug zum Reisebericht des Themenstarters
da wäre meine Frage, was denn jetzt so anders daran ist, ob sowas auf Reisen oder im Alltag jenseits der eigenen Filterblase passiert ? :) Ist ja jetzt nicht so, dass wir, blos weil wir in einem Land leben und dieselbe Sprache sprechen, die Lebensentwürfe, die Wertigkeiten, die Meinungen und Einstellungen, die persönlichen Hintergründe, die prägenden Erfahrungen und was weiss ich, irgendwie gleich wären. So gesehen geht's halt darum, wie wir grundsätzlich mit Andersartigkeit umgehen, ob sie uns ängstigt oder anregt, ob wir offen sein wollen oder ablehnend, und vor allem ob wir anderen Menschen respektvoll und wertschätzend gegenübertreten, auch wenn oder vielleicht gerade weil uns vieles unterscheidet. Ich denke, es ist auf Reisen ein Stück weit einfacher, andere Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit einfach mal anzunehmen. Schlußendlich betrifft uns das ja nicht groß im eigenen Leben, und wenn's gar zu krass wird fährt man eben weiter. Ein weiterer Aspekt ist auch, dass man auf Reisen zwangsläufig den Blick von außen hat. Da kann man zwar glauben, man kennt ein Land weil man es bereist hat, weil man einheimische Freunde hat, weil man sich mit Geschichte und Kultur auseinandergesetzt hat und trotzdem wird es immer ein anderer Blick sein, als wenn ich in dem Land lebe, meine Brötchen dort verdienen muß, meinen Alltag und Lebensmittelpunkt dort habe. Dadurch wird es eben unmöglich, Unterschiedlichkeit zu ignorieren und wegzubügeln, man muß lernen damit umzugehen und sie zu akzeptieren. Und man muß eben auch akzeptieren, dass man den Kontext der Menschen, die man trifft, nicht vollständig erfassen kann. Auch das muß man berücksichtigen, wenn man versucht, sich ein Urteil über Meinungen und Haltungen zu bilden. Und wenn man es schafft diese Differenziertheit und Offenheit in seinem eigenen Alltag zu Hause zu bewahren, dann war die Reise gut :) oops... das ist jetzt länger geworden als beabsichtigt... sorry schon mal Ich war auch mehrfach in den USA und habe die Erfahrung gemacht das Waffen zum "American Way of Life" gehören.Ich war mit meinem Mietwohnmobil in einer kleinen Gemeinde wo es ein Diners gab und da ich zu faul war selbst zu kochen ging ich essen.Ich kam mit einigen Einheimischen ins Gespräch und wurde eingeladen einen typischen "Texas Sundaymorning" zu erleben.Der Morgen begann um 09h mit einem Gottesdienst und anschließend ging es zum Schießstand wo die Frauen das Barbecue vorbereiteten und die Männer und Jugendlichen ballerten was das zeug hielt,Sturmgewehre aller Typen und der Herr Bürgermeister sogar mit einem MG Kaliber 50,wäre hier undenkbar,dort aber völlig normal.Ich habe mich natürlich daran beteiligen dürfen,jeder wollte das ich mal mit seiner Waffe schieße nach dem ich klar gemacht hatte das ich alle "Expert Badges" habe die von der US Army vergeben werden können.Gegen 13h wurde dann der Schießbetrieb eingestellt und es gab ein riesen Babrecue,ich mußte viele Fragen über Deutschland beantworten,mir wurde erzählt das es in ländlichen Gegenden sogar noch eine Bürgerwehr gibt die den Sheriff notfalls unterstützt.Diese Leute sind stolz auf ihren Lebensstiel und ich kann des gut verstehen,dieser Zusammenhalt ist großartig,ich glaube nicht das es so was in D gibt.Ich selbst bin ebenfalls Waffenbesitzer und würde die auch niemals hergeben,auch wenn es das jetzt vielleicht merkwürdig klingt,für mich sind sie ein Stück Sicherheit. Der Abschied von diesen Leuten am späten Abend ist mir nicht leicht gefallen und ich habe noch heute e-mail Kontakt zu einigen davon. Gruß Bernd Moderation:kein Bezug zum Reisebericht des Themenstarters Moderation:kein Bezug zum Reisebericht des Themenstarters Hallo Björn, ich freue mich einfach, mal wieder von dir zu lesen und werde dann mal auf deiner Seite stöbern. Dir, Anja und den Kindern eine schöne Vorweihnachtszeit. Moderation:kein Bezug zum Reisebericht des Themenstarters Moderation:kein Bezug zum Reisebericht des Themenstarters Hallo LowCostDriver, leider habe ich selber noch nicht genügend positive Stimmabgaben um Deinen Reisebericht und Deine Anmerkungen positiv zu bewerten, daher spreche ich Dir mein Lob mit diesem Text aus. Danke! Da ja immer wieder die amerikanische Polizei kritisiert wird hier ein Erlebnis von mir in Las Vegas.Ich wollte mit dem Wohnmobil zu dem Stellplatz am Circus Drive,hatte mich verfahren und hielt einen vorüber kommenden Streifenwagen an, um nach dem Weg zu fragen.Der Officer grinste,dann kam die Frage: Tourist? Als ich das bestätigte sagte er nur zu mir: OK follow me und fuhr vor mir her zum Stellplatz,als wir den Platz erreichten winkte er mir zu und brauste davon.Ob das deutsche Polizisten auch getan hätten? Gruß Bernd Moderation durch Administrator:kein Bezug zum Reisebericht des Themenstarters Moderation durch Administrator:kein Bezug zum Reisebericht des Themenstarters LowCostDriver hat hier einen Reisebericht gepostet - und entweder bedankt man sich als Leser für den Bericht, oder man hatte ähnliche Erlebnisse und beschreibt dies. Alles andere hat keinen Bezug zu einem Reisebericht, erst recht keine politischen Diskussionen - und weil die roten Balken hier im Thread manchen Usern bisher nicht Denkanstoß genug waren - schließe ich dieses Thema. |
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