Nimesen am 30 Dez 2020 21:35:31 Hallo zusammen,
ich möchte mir für Camping-Trips einen kleinen Kastenwagen umbauen. Die wichtigsten Kriterien abgesehen von einem guten Allgemeinzustand (Motor/Karosserie) waren für mich:
- nicht zu alt/nicht zu viele km - alltags- /stadttauglich (grüne Plakette) - Fenster und 2. Sitzbank (kein Transporter) - Budget bis 10.000€
Ich bin bei meiner Suche auf einen gebrauchten Expert Tepee Allure L2H1 gestoßen, der bei mir um die Ecke beim Händler für 9900 € angeboten wird. Der Wagen hat folgende Daten:
Kilometerstand 124.900 km Erstzulassung Juli 2012 Vorbesitzer: 1 Kraftstoffart Diesel Leistung 128 PS Getriebe Manuell Umweltplakette 4 (Grün) Schadstoffklasse Euro5
Ich habe mir den Wagen bereits angeschaut. Er macht aus Laiensicht einen extrem guten Eindruck, habe nur eine verrostete Schraube in der Schiebetür entdeckt. Ansonsten äußerlich in einem Topzustand. Der Händler wirkt seriös, ich habe für die kommende Woche eine Probefahrt vereinbart und werde dann auch noch mal sämtliche Checklisten durchgehen. Vor einem etwaigen Kauf würde ich wohl auch einen Gebrauchtwagencheck durchführen lassen um mir unangenehme Überraschungen zu ersparen. Da ich KfZ-technisch nicht so bewandert bin, ist es mir wichtig ein Auto zu haben, dass keinen Wartungsstau hat und bei dem ich nicht alle paar Tausend km etwas machen lassen muss (abgesehen von den üblichen Abnutzungserscheinungen).
Trotzdem bleiben noch ein paar Fragen:
1. Ist der Preis gerechtfertigt? Der km-Stand ist ja schon "recht" hoch. Wie zuverlässig ist das Modell bei 120000+ km? Gibt es da typische Schäden, die bekannt sind?
2. Wie viel Arbeit müsste ich in die Dämmung des Autos stecken? Lohnt sich das überhaupt? In den einschlägigen Foren gibt es da unterschiedliche Meinungen. Die Innenverkleidungen fühlen sich ziemlich hohl an, ist da überhaupt Dämmmaterial drin? Zumindest den Boden würde ich wohl dämmen wollen, da ich eine Holzplatte als Basis möchte.
Ich würde mich über Antworten sehr freuen!
bhomburg am 30 Dez 2020 23:35:13 Der hier --> Link ? Die Dinger sind für preiswerte Minicamper keine schlechte Basis und deutlich billiger zu haben als ein VW Caddy. Allerdings kenne ich keinen Anbieter der dafür Aufstelldächer anbietet. Für den Nachfolger (ab 2016) gibts was von Reimo. Diese Baureihe gibt es (mit unterschiedlichen Motoren) auch als Fiat Scudo und Citroen Jumpy, die würde ich bei einer Suche mit einbeziehen. Ein kurzer Blick ins Netz lässt den Preis als marktgängig erscheinen, zumal vom Händler mit Gewährleistung/Garantie etc. Günstigere Exemplare wurden meist gewerblich genutzt und haben dann deutlich höhere Laufleistungen. Gut ist auch dass der den umklappbaren Beifahrersitz hat. Damit kriegt man ein vernünftig langes Bett einfacher in das Auto. Spart Umbaukosten... Ich persönlich würde für einen Teilzeit-Camperumbau eher einen "Mixto" nehmen mit nur zwei Sitzreihen und ohne Rundumverglasung. (sowas: --> Link). Die PKW-Fenster sind Kältebrücken par excellence (im Sommer Wärmebrücken) und lassen sich nicht gut isolieren.
Nimesen am 31 Dez 2020 00:03:33 Vielen Dank für die Rückmeldung. Ich habe zum Vergleich auch einen Jumpy gefunden, der deutlich günstiger und ja quasi fast das gleiche Auto ist. --> LinkBei so einem großen Preisunterschied bei nur 4 Jahren älter und 15.000km mehr frage ich mich, wie das zustande kommt. Aber klar, auf Fotos sieht man nicht alles und wer weiß, welche Überraschungen da lauern. Rundumverglasung muss nicht sein, aber mindestens Heckfenster und am liebsten noch mindestens eins an der Seite wie z.B. bei dem Mixto. Selber einbauen würde ich mir da gerne sparen. Ich habe auch schon von verschiedene Methoden gelesen die Fenster zu dämmen wie z.B. Thermomatten/-vorhänge.
DonCarlos1962 am 31 Dez 2020 01:01:08 Wie wäre es mit dieser etwas teureren Alternative? --> Link--> LinkOder direkt in einen "großen" investieren. Mit nur 1200Km auf der Uhr. --> Link oder in einer anderen Farbe: --> LinkWenn man schon viel Geld für einen Ausbau in die Hand nimmt, dann sollte die Basis auch über viele Jahre zuverlässig sein. LG Carsten Ich denke, dass es sich um "alte" Neuwagen handelt, die aufgrund der alten Abgasnorm zugelassen worden sind.
teuchmc am 31 Dez 2020 08:53:56 Moin! Jetzt nüscht für ungut, aber irgendwie ist das verlinkte Angebot des TE „ zu gut“. Ein Detail bei den Kontaktdaten ganz unten läßt bei mir alle Alarmglocken schrillen. Stichwort „Sprachen“. Da würde ich nur mit nem Kfz-Sachkundigen uffschlagen, wenn man Kfz-Laie ist. Sonnigen weiterhin. Uwe
Uli.F am 31 Dez 2020 11:38:15 teuchmc hat geschrieben:Ein Detail bei den Kontaktdaten ganz unten läßt bei mir alle Alarmglocken schrillen. Stichwort „Sprachen“.
Was lässt denn beim Stichwort "Sprachen" bei Dir die Alarmglocken schrillen? ... dass der Händler offenbar aus dem arabischen Sprachraum stammt? ... dass man bei kurzer Netzrecherche merkt: es wird kein perfektes Deutsch geschrieben? Kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich alle Gebrauchtwagenhändler danach aussortieren würde, wäre das Angebot nur noch halb so gross :lach:. Die Bewertungen im Netz: ja, es gibt offensichtlich - sagen wir mal freundlich - "unkritische" Bewertungen, es gibt auch (wenige) negative Bewertungen - aber nichts, was mich aus den Socken haut. Unterm Strich habe ich den Eindruck: ein ganz normaler Autohändler. Und wenn mir ein Auto dort zusagen würde: Ob das Angebot/Geschäftsgebaren gut oder schlecht ist, würde ich mir in der Realität anschauen.
zuckerbaecker am 31 Dez 2020 11:52:24 Rundumverglasung muss nicht sein, aber mindestens Heckfenster und am liebsten noch mindestens eins an der Seite
Zuwas brauchst Du ein Heckfenster? Da ist doch das Bett, da solls dunkel sein und net jeder reinglotzen. Und WENN Fenster, dann müssen die auch zum lüften da sein und nicht fest eingebaut - das bringt ja gornix.
Nimesen am 31 Dez 2020 13:10:17 zuckerbaecker hat geschrieben: Zuwas brauchst Du ein Heckfenster? Da ist doch das Bett, da solls dunkel sein und net jeder reinglotzen. Und WENN Fenster, dann müssen die auch zum lüften da sein und nicht fest eingebaut - das bringt ja gornix.
Ich bin in Neuseeland in einem sehr alten Toyota Previa rumgefahren und fand es angenehm, dass man bei schlechtem Wetter auch rausschauen konnte und nicht in einem dunklen Kasten sitzt. Es gibt ja die Möglichkeit, Vorhänge oder Thermomatten anzubringen. Die Lüftungsmöglichkeit ist natürlich ein Argument. Dann müsste man tatsächlich die Fenster selber verbauen aber dazu fehlt mir das Werkzeug und das technische Know-how. Ich traue mir zwar zu, mir das anzueignen, aber das wären dann wieder ein paar Arbeitsschritte mehr und zusätzliche Kosten. Ich suche daher wie schon beschrieben ein Basisfahrzeug, bei dem schon gewisse Grundlagen für meine Bedürfnisse vorhanden sind. Deswegen habe ich die klassischen Transporter bisher auch von meiner Suche ausgenommen, in dem Wissen, dass ich dann beim Autokauf wohl etwas mehr Geld in die Hand nehmen muss.
zuckerbaecker am 31 Dez 2020 14:00:20 Schau mal was ich gerade entdeckt habe, schon fertig ausgebaut: --> LinkLeider auch keine Fenster zum kippen.
rustanov am 31 Dez 2020 14:29:54 Es ist ein wunderschönes Modell und der Preis ist sehr vernünftig. Gute Verkäufe...
DonCarlos1962 am 31 Dez 2020 14:45:36 Im Nissan ist ein 1,5L Diesel mit 110PS verbaut. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch des Nissan Evalia 1.5 dCi 110 liegt bei 6,2 l alle 100 km.
Wir haben den Motor im Dacia Lodgy, aber der K9K ist auch in der Mercedes A, B und CLA Klasse verbaut. Ein guter Motor der ausgesprochen sparsam ist. Den gibt es bei Dacia, Renault(von denen er auch stammt), Nissan, Mercedes, Mahindra, Suzuki und Infinity.
Der hat kaum besondere Auffälligkeiten und gilt als recht robust. Er leistet 110PS und 260Nm und ist damit ausreichend für den Nissan.
Wir haben im Lodgy 7 Sitzer einen Verbrauch knapp unter 5 Litern.
Klein schlechtes Angebot, wenn der Rest auch stimmt.
LG Carsten
Nimesen am 31 Dez 2020 15:21:05 Vielen Dank für die zahlreichen Tipps! Leipzig ist leider ein bisschen weit weg zum anschauen. Ich gucke bisher nur im Raum Bremen-Hamburg-Hannover. Außerdem war meine ursprüngliche Idee, den Umbau als Projekt in dieser tristen Zeit zu sehen. Ich habe schon große Lust, selber umzubauen, aber versuche auch realistisch zu sein im Hinblick auf Zeitdauer und meine basalen handwerklichen Fähigkeiten. Wenn jetzt allerdings ein (halb-)fertig umgebauter Wagen passt, würde ich auch den nehmen. Hauptsache etwas Zuverlässiges, wovon ich lange etwas habe.
DonCarlos1962 am 31 Dez 2020 18:27:35 Da man derzeit ja keinen Besuch im Baumarkt machen kann und auch die Zubehörläden nichts beisteuern können, bleibt Zeit für die Planung. Und da sollte man nicht sparsam sein. Leider ist wohl noch nicht klar welches Basisfahrzeug zum Einsatz kommt. Trotzdem kann man schon die Elektrik und Wasser zwar nicht planen, aber überdenken. Heizung oder keine Heizung rein? Solaranlage oder nicht? Heckzelt kaufen? --> Link --> Link --> LinkWo gibt es Camperbausätze? Manchmal ist eine solche Camperausstattung auch gebraucht zu bekommen. Und wenn dann nur die Farbe nicht stimmt, dann kann man ja pinseln. Bleibt das stille Örtchen. Leider ist wohl nicht klar, welche Einbaumaße zur Verfügung stehen, darum ist es wohl dafür zu früh. --> LinkOder Wasser. --> LinkMan kann solche Möbel fertig kaufen. Aber hier gibt es auch eine gute Möglichkeit preiswert Teile zu bekommen: --> LinkMan kann die auch auf Maß machen lassen und kommt recht preiswert davon: --> LinkDas erspart einem eine Menge Arbeit und ist vielleicht eine gute Basis für den Möbelausbau. Ist zumindest billiger als beim Campingausbauer. Viel Spaß beim basteln! LG Carsten
teuchmc am 31 Dez 2020 20:55:39 Moin Ulli! Genau das ist damit gemeint. Und genau die Kfz von den Kollegen waren im Bekanntenkreis die Problem-Kfz. Und die Ansage“ Deutscher Pass? Ja. Dann nur ohne Kaufvertrag oder an Dich verkauf ich nicht“ ist keine Floskel sondern gängig. Oder plötzlich ist das ein Verkauf vom Onkel eines Freundes seinem Cousin blabla.Mehrfach eigene Erfahrung. Und in meiner Umgebung kann man 90% der Händler damit aussortieren. Wenn der Favorit des TE so super wäre, warum steht der dann nicht beim Markenhändler? Weil der Markenhändler wegen der Gewährleistung etc.dieses Kfz nicht an Privat-Kunden mit deutschen Pass verkauft. Kann ja bei Dir alles anders sein. Sonnigen weiterhin. Uwe
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