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Hallo, ich habe in meinem Carthago, M-Liner aus 2004, einen Schaudt EBL 240 verbaut. Der EBL hat ein internes 18A Ladegerät. Zusätzlich ist ein Schaudt LAS 1218 Ladegerät angeschlossen. Das interne Ladegerät ist defekt, folglich erfolgt die komplette Versorgung lediglich über das Zusatzladegerät. Derzeit sind 2x180Ah AGM2 verbaut. Die beiden verbauten Ladegeräte sind für die Ladung von AGM2 nicht geeignet. Eine Reparatur des internen Ladegerätes macht für mich keinen Sinn, da Schaudt, auf Nachfrage, kein AGM-fähiges Ladegerät einbauen wird. Folglich hätte ich zwar ein neues aber für meine Batterien untaugliches Ladegerät. Nun meine Überlegung, das interne 18A-Ladegerät abzuklemmen/auszubauen und durch ein modernes, AGM-fähiges und für künftige Umrüstungen auf Lithium geeignetes 30A-Ladegerät (z.B. Victron Blue Smart IP22) zu ersetzen. Der Anschluss an der Sicherungsplatine erfolgt denkbar einfach durch Kabelschuhe. Das jetzige externe Ladegerät würde zukünftig vom EBL getrennt und nur noch für die Ladung der Starterbatterie verwendet. Folglich fließen auf der Platine max. 30A vom neuen Lader anstelle der 2x18A bei den beiden Schaudt-Ladern. Die beiden Schaudt-Lader haben auf der Platine mit den Sicherungen einen gemeinsamen Massepunkt aber getrennte Plus-Anschlüsse die jeweils mit 20A abgesichert sind. Schließe ich nun einen neuen 30A-Lader an, fließt über die Plus-Leiterbahn, über die bisher lediglich 18A geflossen sind, zukünftig ein Ladestrom von 30A. Weiß jemand von Euch, ob die Leiterbahn dieser Stromstärke standhält? Im Bedarfsfall könnte man auch die beiden Leiterbahnen "brücken", aber ich möchte gerne den Eingriff in die Platinentechnik vermeiden, damit der EBL im Bedarfsfalle wieder rückgerüstet werden kann. Mir ist bekannt, dass Schaudt auch AGM-fähige Ladegeräte (LAS 1218 Bus) anbietet. Damit wäre die Aufrüstung wohl sehr einfach zu bewerkstelligen. Diese sind aber nicht für Lithium geeignet, darüber hinaus sehr viel teurer als Victron. Hat schon jemand von Euch so einen Umbau durchgeführt und kann mir mit Tips weiterhelfen? Danke Robert
Das EBL-Interne Ladegerät deaktivieren. Dazu die 230V-Anschlussleitung abbauen und aus dem 230V-Verteiler (Landstrom) abklemmen. Beim Zusatzladegerät LAS 1218 den Abgang für die Starterbatterie direkt mit dieser verbinden. Den Abgang für die Wohnraumbatterie abklemmen. Das Li-fähige neue Ladegerät 12V-seitig direkt am Wohnraum-Akku anschließen. Batteriewahlschalter auf AGM oder LI, je nachdem was du verbaust. Auf der 230V-Seite die Leitung im 230V-Verteiler (Landstrom) anklemmen. Für die Landstromanzeige haben die meisten Ladegeräte einen 12V-Signalausgang. Dieser wird in die entsprechende Leitung vom EBL zum Anzeigepanel eingeschleift. Der EBL wird somit weiterhin als 12V-Schaltzentrale genutzt. Die Ladeströme der beiden Ladegeräte belasten nicht den EBL.
robert-b am 11 Feb 2021 00:52:08
Danke für deine Tips Holger, allerdings habe ich einige Punkte nicht ganz verstanden. Mag auch daran liegen, dass mein EBL anders aufgebaut ist als von dir gedacht? Oder ich habe einen Denkfehler.
"die 230V-Anschlussleitung abbauen und aus dem 230V-Verteiler (Landstrom) abklemmen" und anschließend "Auf der 230V-Seite die Leitung im 230V-Verteiler (Landstrom) anklemmen" Das verstehe ich nicht ganz, damit habe ich ja nichts verändert. Meine 230V kommen von der Sicherung und laufen direkt in den EBL und dort an das interne Ladegerät. Das Abklemmen macht Sinn, da das Ladegerät eh defekt ist aber wieder anklemmen macht m.E. keinen Sinn, denn dann laufen die 230V nur wieder ins defekte Ladegerät, das keine 12V-Versorgungsspannung liefert. Ein neues Ladegerät direkt auf die Batterie laufen zu lassen, führt dazu, dass die Lade- und Entladeströme am EBL-Shunt vorbeilaufen, folglich auch nicht auf dem Display angezeigt werden. Das von mit bevorzugte Victron Ladegerät hat soweit ich das herausfinden konnte keinen Signalausgang. Abgesehen davon, wüsste ich auch nicht, wo ich dieses Signal am EBL einschleifen könnte. Das EBL bleibt als Schaltzentrale natürlich erhalten und funktioniert auch ohne 230V-Anschluss, solange Batteriespannung anliegt.
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Gast am 11 Feb 2021 10:52:17
robert-b hat geschrieben:...Oder ich habe einen Denkfehler.
Ja, den hast du.
"die 230V-Anschlussleitung abbauen und aus dem 230V-Verteiler (Landstrom) abklemmen" und anschließend "Auf der 230V-Seite die Leitung im 230V-Verteiler (Landstrom) anklemmen"
230V zum EBL abkelmmen. 230V zum neuen Ladegerät anklemmen.
Ein neues Ladegerät direkt auf die Batterie laufen zu lassen, führt dazu, dass die Lade- und Entladeströme am EBL-Shunt vorbeilaufen, folglich auch nicht auf dem Display angezeigt werden.
Hier liegst du richtig was die Ladeströme angeht, die würden nicht über den Shunt laufen.
Das Problem ist aber, dass der EBL vom Ladegerät her nur 20A verträgt. Der Shunt selbst ist für 50A ausgelegt. Wenn du nun 30A maximalen Ladestrom durch das EBL leitest könnte es zu einer Überlastung kommen.
Eine Lösung für das Shunt-Problem wäre ein externer Shunt, der sekundärseitg den gleichen Messbereichsrange hat wie der verbaute. Dann könntest du dieses Signal für dein Anzeigepanel verwenden. Hierzu müsstest du die Adern vom Klemmenblock 5 Klemme 6 und 7 auf den externen Shunt verlängern.
Das von mit bevorzugte Victron Ladegerät hat soweit ich das herausfinden konnte keinen Signalausgang. Abgesehen davon, wüsste ich auch nicht, wo ich dieses Signal am EBL einschleifen könnte.
Eventuell wäre der Votronic Automatic Charger VAC 1230 M 3A auch was für dich, der liefert 30A für die Aufbaubatterie, kann mit zwei unterschiedlichen Einstellungen die Starterbatterie mit laden und verfügt über einen Melde-/Ladeausgang für die Anzeige. Den Melde-/Ladeausgang vom Votronic Lader müsstest du mit der Ader von Klemme 5 Klemmenblock 5 verbinden.
Da dein neues Ladegerät ja eigene Sicherungen hat, mußt du nicht über den Anschluß des internen Ladegeätes vor der Sicherung gehen. Du kannst dein Ladegerät hinter der Sicherung direkt am Shunt mit anklemmen. Da brauchst du auch nichts umbauen. Zwischen der Netzteil- und der Hauptplatine gibt es neben Plus, Minus und den beiden weißen Kabeln für die Batteriewahl noch ein dünneres blaues Kabel. Das ist die "Signalleitung".
Majestix am 14 Feb 2021 16:30:52
Hallo Robert,
warum besorgst Du Dir nicht einfach ein Ladegerät mit nur 20A oder weniger, dann kannst Du dieses Gerät direkt intern anschliessen. Die 230V hast Du ja bereits. Auf die Landstromanzeige kann man auch verzichten. I.d.R. weiß man, wenn man Landstrom hat, oder nicht. Die etwas längere Ladezeit, als bei 30A, kann Du sicher verschmerzen.
Diesen Weg würde ich wählen. Von Victron werden verschiedene Ladegeräte mit 15A angeboten. Andere Hersteller gehen auch. Der EBL hat auch einen Eingang für ein Zusatzladegerät, den Du verwenden könntest.
Keep it simple.
Hannus am 15 Feb 2021 11:33:07
Wie ich schon geschrieben hatte, den Plus einfach am Shunt anklemmen, dann ist man hinter den Sicherungen, und hier sollten bis zu 40A gehen.
robert-b am 18 Feb 2021 04:04:36
Danke für die vielen Tips.
hmarburg hat geschrieben:Das Problem ist aber, dass der EBL vom Ladegerät her nur 20A verträgt. Der Shunt selbst ist für 50A ausgelegt. Wenn du nun 30A maximalen Ladestrom durch das EBL leitest könnte es zu einer Überlastung kommen.
Hallo Holger, am EBL sind ja ein internes als auch ein externes Ladegerät angeschlossen. Beide haben 18A. Beide Ladegeräte sind auf der Hauptplatine getrennt voneinander abgesichert. Nach der Sicherung laufen die beiden Pluspole auf einer Leiterbahnen zusammen. Folglich muss der EBL auch min. 36A vertragen. Ich könnte auch die beiden Sicherungen eingangsseitig miteinander verlöten, dann hätte ich meine 30A auf beide Leiterbahnen verteilt aber ich möchte die Platine gerne im Originalzustand belassen. Wie sieht es denn aus, wenn ich das Pluskabel vom neuen Ladegerät mit einer Y-Verbindung einerseits zum internen Ladegeräteeingang, andererseits zum externen Ladegeräteeingang führe. Teilt sich dann der Strom des Ladegerätes gleichmäßig auf? Die Widerstände beider Kontakte dürften ja gleich sein und wie bereits gesagt, direkt nach den Sicherungen laufen die beiden Pluspole eh zusammen.
robert-b am 18 Feb 2021 04:05:47
Majestix hat geschrieben:Hallo Robert,
warum besorgst Du Dir nicht einfach ein Ladegerät mit nur 20A oder weniger, dann kannst Du dieses Gerät direkt intern anschliessen. Keep it simple.
Hi, das wäre tatsächlich die einfachste Lösung aber auch diejenige mit der geringsten Leistung, d.h. längsten Ladezeit. Ich habe 2x 180Ah AGM an Bord. Gem. Empfehlung der Batterie- und Ladegerätehersteller sind da 20A Ladestrom viel zu knapp. Da ich häufig nur für eine kurze Nacht am Landstrom hänge befürchte ich die Batterien nicht voll zu bekommen.
robert-b am 18 Feb 2021 04:07:28
Hannus hat geschrieben:Hallo Robert
Da dein neues Ladegerät ja eigene Sicherungen hat, mußt du nicht über den Anschluß des internen Ladegeätes vor der Sicherung gehen. Du kannst dein Ladegerät hinter der Sicherung direkt am Shunt mit anklemmen. ... noch ein dünneres blaues Kabel. Das ist die "Signalleitung".
Hallo Hannus, interessante Lösung. Muss mir morgen meine Platine nochmal genau ansehen. Meine sieht etwas anders aus als die auf deinem Foto. Wenn das so einfach ist und Holger recht hat, dass der Shunt 50A verträgt, dann könnte ich doch auch ein 40A Ladegerät am Shunt anschließen, oder? Welches Signal läuft über die blaue Leitung, die vom internen Ladegerät zur Hauptplatine geht? Und was passiert, wenn ich diese Leitung, mangels Anschlussmöglichkeit am Ladegerät, nicht mehr anklemme?
Hannus am 18 Feb 2021 09:43:20
Über die blaue Leitung bekommt das Bedienteil das Signal dass 230V anliegen. Ausserdem wird darüber das Laderelais für das Mitladen der Starterbatterie geschaltet. Wenn dein Ladegerät hierfür keinen Anschluss hat, könntest du das auch mit einem 230V Relais nachbilden.
40A direkt am Shunt sollte kein Problem sein.
robert-b am 19 Feb 2021 02:24:21
Dank eurer Tips habe ich heute meine Platine nochmals mit einem erweiterten Blick betrachtet. Tatsächlich läuft auf der (+)Leiterbahn das interne und das externe Ladegerät mit jeweils 18A zusammen und zusätzliche eine optionale Solaranlage mit 15A. Zusammen sind das 51A. Da ich kein Solar habe und das externe Ladegerät vom EBL abtrennen werde um damit nur noch die Starterbatterie zu laden bräuchte ich beim Anschluss eines neuen 30 oder 40A-Ladegerätes keine Sorgen mehr haben, die Leiterbahn könnte den Strom nicht überstehen. Da ist genug Luft nach oben. Tatsächlich spielt die Leiterbahn bei der Lösung von Egon (Hannus) gar keine Rolle mehr, da das Ladegerät direkt am Shunt angeschlossen wird. Das ist die für mich passendste Lösung. Vielen Dank an alle.