Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.
Hallo zusammen, Ich habe mir eine 280ah LifePo4 mit vier Zellen mit einem 4S XiaoxiangBMS zusammen gebaut. Soweit ist auch alles Perfekt und ich bin zufrieden. Allerdings habe ich ein paar Verständnis fragen. In dieser BMS Einstellung kann ich Quasi die Batterie gegen Überladung und Tiefenentladung schützen.
Ich verstehe es nicht ganz. Die Spalte links ist der Auslösewert, rechts Freigabewert und dann sicher Verzögerung. Was hat es damit auf sich? Ich möchte die Batterie also nur Max auf 90% laden und Max auf 10% runter. Woher weis ich die genauen mV Daten? Was bedeutet die Verzögerung? In wie fern unterscheidet sich die Zellenspannungseinstellung von der Batteriespannungseinstellung ? Ich muss ja sicher beides anpassen , oder ?
Dann noch eine Sache in diesem Bild. Zellenanzahl 4 und 280000mah musste ich Manuel eintragen. Der Rest wurde vom BMS übernommen. Was heißt die Zyklische Kapazität? Stimmen die 80000mah für meine 280ah Batterie ?
Superkraut hat geschrieben:Ich verstehe es nicht ganz.
Ich schon, weil ich Handbuch lese :roll:
Auslösewert, Freigabewert, Verzögerung: Wenn der Auslösewert überschritten wird, dann gibt es nach der Verzögerung einen Alarm/Abschaltung etc. und der wird wieder aufgehoben, wenn der Freigabewert unter/überschritten wird.
Maximale Zellenspannung: Wenn die überschritten wird, egal bei welcher Zelle, stoppt das LADEN. Minimale Zellenspannung: Wenn die unterschritten wird, egal bei welcher Zelle, stoppt das ENTLADEN. Maximale Batteriespannung: Wenn diese Gesamtspannung überschritten wird, stoppt das LADEN. Minimale BatterieSpannung: Wenn diese Gesamtspannung unterschritten wird, stoppt das ENTLADEN.
Was man dort einstellt, muß man selber 'wissen'. Z.B. in obiger Reihenfolge (in fett, was ich vorziehe, muß jeder selber wissen): 3,65 - 3,5 Volt 2,5 - 2,8 Volt ...- obige Werte mal 4 ...- obige Werte mal 4
Sämtliche Werte, die aus dem BMS ausgelesen werden, wenn er neu ankommt, sind oder können falsch sein, weil der Versender Deine Konfiguration nicht kennt. Dümmstenfalls ist der auf Li-Ion eingestellt und dann gibt's dicke Backen.
So bei Dir z.B. die zyklische Kapazität. Die wird auf ca. 80% der Gesamtkapazität eingestellt. Das ist der Wert, den Du maximal verbrauchen möchtest, keiner will das Ding völlig auf 0% SOC und dann auf 100% SOC fahren.
Die Differenzspannung beim Balancer wird meist auf 30mV eingestellt, damit der nicht so verrückt hin und her schaltet beim balancieren, ist aber relativ unwichtig/unkritisch.
Ich glaub, das war es mal soweit...
Viel Spass damit, nur bitte erst informieren, dann Werte ändern....und erst dann betreiben
Superkraut am 14 Feb 2021 13:47:07
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich scheine es verstanden zu haben :) Unter Zyklische Kapazität habe ich nun 224000mah eingetragen.
Die Battery soll als Zweitbatterie Ersatz für einen T4 dienen. Sie bekommt ja quasi Dauer Strom von der Lichtmaschine, deswegen wollte ich eine Schalter zwischen setzen das ich die Ladung abschalten kann nach Bedarf. Ob das Sinn macht , überlege ich mal noch. Hier die Daten die ich jetzt eingetragen habe. Sollte so ja ungefähr passen.
Gruß
Anzeige vom Forum
Gast am 14 Feb 2021 14:05:41
Wenn du die max Zellenspannung auf 3,5 Volt stellst, hast du keinen Zell-Ausgleich mehr. Richtig ist 3,65 V.
Superkraut am 14 Feb 2021 14:16:13
pfeffersalz hat geschrieben:Wenn du die max Zellenspannung auf 3,5 Volt stellst, hast du keinen Zell-Ausgleich mehr. Richtig ist 3,65 V.
Der Startet doch bei 3,4 Volt.
ConducteurCC am 14 Feb 2021 14:46:27
Superkraut hat geschrieben:Sollte so ja ungefähr passen.
Ja, passt so. Man kann an den Werten noch herumspielen, die sind sehr 'vorsichtig' gewählt. Zwischen 3,5V und 3,65 Volt passiert nicht mehr viel an Ladung. Meinungen über Wertungen anderer verkneife ich mir hier. Allerdings: "Superkraut" hat Recht!
Zumindest noch überprüfen, ob das BMS den Strom in der richtigen Größenordnung anzeigt, weil hin- und wieder der eingetragene Shunt-Widerstand einen falschen Wert hat. Mit der USB-Version, falls vorhanden, kann man dann auch noch die Ströme und Spannungen kalibrieren. Aber die Genauigkeit im unteren 100mA bis 200mA Bereich ist eh völlig daneben und damit die SOC-Berechnung bei kleinen Verbrauchern ungenau. Die SOC-Anzeige funktioniert erst, wenn mindestens einmal ein Zyklus durchfahren wurde.
Viel Erfolg damit
Superkraut am 14 Feb 2021 15:47:20
Danke noch mal für dein Feedback. Das hat mich schon enorm weiter gebracht. Werde die Einstellungen mal so behalten und in der Praxis ab Frühjahr hier und da etwas angleichen. Da schaue ich mal wie es sich entwickelt bzw. es sich mit meinen Verbrauchern verhält. Beste Grüße Sascha
ConducteurCC am 14 Feb 2021 16:16:28
Superkraut hat geschrieben:Die Battery soll als Zweitbatterie Ersatz für einen T4 dienen. Sie bekommt ja quasi Dauer Strom von der Lichtmaschine, deswegen wollte ich eine Schalter zwischen setzen das ich die Ladung abschalten kann nach Bedarf.
Sorry, habe ich überlesen. Hatte bis vor mehr als einem Jahr auch einen ausgebauten T4, mit dicken AGM-Batts unter Fahrer- und Beifahrersitz. Aber mache lieber ein D+ gesteuertes Trennrelais hinein. Wenn die Aufbau-Batt. leer wird, ist Deine Starterbatt. sonst auch leer. Das D+ sollte sich unter dem Fahrersitz finden lassen. Das ist irgend so eine Ausbau-Option mit einer 'Wunderbuchse", wo manche Signale dran liegen. Ladung abschalten braucht man eigentlich nicht, das sollte das BMS jetzt machen. Wichtiger ist die Sache wegen Unterspannung, die hast Du dann auch an der Starterbatt.. Die direkte Zusammenschaltung hat noch einen anderen Nachteil: Wenn das BMS die Entladung abschaltet, warum auch immer, läuft alles über die Starterbatt.
Superkraut am 14 Feb 2021 16:29:50
Wenn ich mich nicht irre , ist ein Relais verbaut. Wir haben einen Multivan und dort ist die Zweitbatterie Serie gewesen , inkl. Trennrelais. Das sollte doch normal Plug and Play passen …. Hoffe ich zumindest. Auf die Kabel zum Trennrelais wollte ich einen Schalter zwischen machen , um die Ladung komplett zu kappen ( je nach Bedarf ). Wenn sie ja 80 % geladen ist muss sie ja während der Fahrt ja nicht noch geraden werden. So sieht es unter dem Sitz aus.
Die dünnen Kabel möchte ich nen Schalter zwischen machen.
So ist zumindest mal der Plan.
Superkraut am 14 Feb 2021 16:42:31
Ich habe jetzt nicht die Ahnung wie sich das BMS verhält wenn die Zellen auf 3,5 Volt geladen sind und die LM noch Strom bringt. Normal sollte die Ladung ja gekappt sein laut BMS Daten. Strom sollte die LifePo4 ja dann trotzdem abgeben an die Verbraucher oder ? Sorry wenn’s komische Fragen sind. Bin neu in der Materie:( und lerne gerade.
ConducteurCC am 14 Feb 2021 16:44:40
Superkraut hat geschrieben:Wenn ich mich nicht irre , ist ein Relais verbaut. Wir haben einen Multivan und dort ist die Zweitbatterie Serie gewesen , inkl. Trennrelais. Das sollte doch normal Plug and Play passen …. Hoffe ich zumindest. Auf die Kabel zum Trennrelais wollte ich einen Schalter zwischen machen , um die Ladung komplett zu kappen
Ja, wenn das so ist. :roll: Das geht natürlich!. Nur wie gesagt, einen Schalter vergißt man öfter und es macht eigentlich das BMS, aber Schaden tut es auch nicht. Nur messe mal später im Betrieb, wieviel Strom über das Trennrelais fließt. Wenn die Li durstig ist, könnte das mehr als 50A sein und damit evtl. irgend wann einmal kleben bleiben oder so.
Nur mal so zur Info: Ich geh noch einen Schritt weiter und habe das Trennrelais über eine Steuereinheit verzögert eingeschaltet um dicke Stromeinträge bei Kurzfahrten zu verhindern und nur bei voller Starterbatt. einzuschalten und das Trennrelais mit einem Taster von der Aufbau-Batt. schaltbar gemacht, falls mal die Starterbatt. zu wenig Kraft hat.
Aber das war halt Zeitvertreib...
ConducteurCC am 14 Feb 2021 16:49:13
Superkraut hat geschrieben:Ich habe jetzt nicht die Ahnung wie sich das BMS verhält wenn die Zellen auf 3,5 Volt geladen sind und die LM noch Strom bringt. Normal sollte die Ladung ja gekappt sein laut BMS Daten. Strom sollte die LifePo4 ja dann trotzdem abgeben an die Verbraucher oder ? Sorry wenn’s komische Fragen sind. Bin neu in der Materie:( und lerne gerade.
Jeder hat mal klein angefangen, bevor er die dicken Brote backen konnte... :roll:
Naja, genau dann macht das BMS zu auf der Ladeseite. Entladen geht noch. Deshalb diese Einstellungen in der App. If you can read english, you should read->--> Link
Superkraut am 14 Feb 2021 17:01:11
Alles genau wie ich es mir gedacht habe. Super. Also wäre der Schalter einfach nur ein Zusatzgimmick. Kann man machen , muss man nicht :) was du da noch im Zeitvertreib gebaut hast , ist dann aber schon zu fortgeschritten für mich. Die Englische PDF kann ich lesen. Die Beschreibung hatte ich garnicht. Danke dafür. ! Soweit habe ich alle Sachen geklärt und werde in kürze mal den Einbau vollziehen.
Beste Grüße Sascha
ConducteurCC am 14 Feb 2021 17:22:19
Superkraut hat geschrieben:Beste Grüße Sascha
Ok, nur kein Sauerkraut machen...
Viel Spass .. und keine Kurzschlüsse...
Superkraut am 15 Feb 2021 07:03:23
Guten Morgen,
Vielleicht kann mir noch jemand sagen , wie hoch beim Laden und im Ruhezustand die Zellendifferenz sein darf bzw. was noch normal ist. Wenn im Ruhezustand die Zellen nur 0,003mV abweichen, kann ich doch davon ausgehen, das alles in Ordnung ist , oder ?
Hier beim Laden.
Ruhezustand.
Gruß
ConducteurCC am 15 Feb 2021 09:34:32
Superkraut hat geschrieben:alles in Ordnung ist , oder ?
Hi, mehr als in Ordnung.
Was mir auffällt im ersten Bild, da wird schon unter 3,4 Volt balanciert, weil eine Zelle zu hoch liegt?? Das bringt so gut wie nichts, wenn eine Zelle bereits bei dieser Spannungsdifferenz bei dieser Zellspannung balanciert wird. Der Balancerstrom zum Entladen ist ca. 50mA und die Zelle hat einen großen Kapazitätsunterschied zu den Anderen, das dauert Wochen oder Monate, bis die angeglichen wird. Minimale Spannungsunterschiede können da große Kapazitätsunterschiede bedeuten im mittleren Spannungsbereich.
Ich hoffe mal, da wurde ein top-balancing bei 3,6-3,65 Volt gemacht.
Beim zweiten Bild sieht alles ok aus.
Für die maximal tolerierbaren Spannungsunterschiede gibt es Anhaltspunkte. Das Balancing startet man meist bei 30mV Spannungsdifferenz, man kann also locker bis 100mV akzeptieren. Das vermindert die Gesamtkapazität natürlich, da die Zelle mit der niedrigsten Kapazität am schnellsten geladen ist und damit den Ladevorgang vorschnell abbricht, damit ist das max. SOC nicht mehr erreichbar. Das muß man beobachten und evtl. nach zig Zyklen nochmals ein top-balancing machen, auch wenn es schwerfällt.
Wenn eine Zelle im mittleren Spannungsbereich kapazitätsmäßig bereits weit weg von den Anderen liegt, ist sie nicht mehr passiv balancierbar mit diesem BMS. Es sei denn, man hat viel Zeit. Mit 50mA schafft man gerade mal 36Ah zu Entladen pro Monat und das evtl. nur beim Laden. Das funktioniert nicht wirklich sinnvoll.
Gast am 15 Feb 2021 09:45:51
pfeffersalz hat geschrieben:Wenn du die max Zellenspannung auf 3,5 Volt stellst, hast du keinen Zell-Ausgleich mehr. Richtig ist 3,65 V.
Das gilt immer noch.
Superkraut am 15 Feb 2021 10:15:38
Danke fürs ausführliche erklären. Ich habe die Zellen mit einer Spannung von 3,280 pro Zelle bekommen und dann zum ausbalancieren 2 Tage stehen lassen. Ich bin ehrlich und habe sie nicht auf 3,65 Volt dann voll geladen , sondern danach auf 12V geschaltet. Im BMS stand auch das bei 3400 mit 15mah angefangen wird zu balancieren. Ich habe es dann aber gestern etwas runter gesetzt auf 3350. Sicher völlig unsinnig. Werde es heute mal wieder auf 3400 ändern.
Ein so genanntes Top Balance habe ich ja nicht gemacht. Jetzt stellt sich mir die Frage als leihe. Da die Spannung ja im Ruhezustand nahezu fast identisch ist, kann ich auch davon ausgehen das die Zellen gleich geladen sind ? Meintest du im mittleren Bereich eine größere Schwankung im Ruhezustand, oder beim Laden ? Ich würde jetzt folgendermaßen vorgehen. Erst mal weiter voll laden bis 3,5V , bis das Ladegerät abschaltet. Wenn dann die Zellen im Ruhezustand gleich sind, würde ich es so lassen. Dann würde ich sie mal entladen und sehen wie die Zellen bei 40 oder 50% stehen. Wenn sie weit auseinander sind , wirklich ein Top Balance machen.
Gruß
traveller-71 am 15 Feb 2021 10:17:13
Hi,
Superkraut hat geschrieben:Ich habe mir eine 280ah LifePo4 mit vier Zellen mit einem 4S XiaoxiangBMS zusammen gebaut.
Welche Zellen sind es denn geworden und wo hast Du sie gekauft?
Superkraut am 15 Feb 2021 10:21:26
Hi pfeffersalz,
Ich glaube erst mal alles was mir hier erzählt wird , da ich nicht technisch unbegabt bin, aber in der Materie Neuling bin. Aber wie schon erwähnt , fängt das BMS ja schon bei 3400 an zu balancieren und nicht wie andere erst im letzten Bereich bei 3,5v oder ähnlich. Deswegen erschließt es mir nicht ganz warum die Balance Funktion lauf dir nur bei 3,65 gegeben ist.
Besten Gruß
Gast am 15 Feb 2021 10:27:37
Superkraut hat geschrieben:Hi pfeffersalz,
Ich glaube erst mal alles was mir hier erzählt wird , da ich nicht technisch unbegabt bin, aber in der Materie Neuling bin. Aber wie schon erwähnt , fängt das BMS ja schon bei 3400 an zu balancieren und nicht wie andere erst im letzten Bereich bei 3,5v oder ähnlich. Deswegen erschließt es mir nicht ganz warum die Balance Funktion lauf dir nur bei 3,65 gegeben ist.
Besten Gruß
Das hab ich nicht geschrieben. Das Balancing soll schon bis runter zu 3,4 V aktiv sein. Aber wenn du nicht höher als 3,5 V lädst, kommst du gar nicht in den 100% Voll-Bereich wo du sinnvoll balancieren kannst. Befass dich mal mit den Grundlagen der LiFePo4, Spannungskurve usw. dazu sind hier genug Beiträge zu finden. Stichwort Top-Level Balancing. Du hast ja den ersten Schritt schon getan, gemerkt dass deine Methode nicht zum Ziel führt.
Superkraut am 15 Feb 2021 11:11:01
Superkraut hat geschrieben:Ich habe mir eine 280ah LifePo4 mit vier Zellen mit einem 4S XiaoxiangBMS zusammen gebaut.
Welche Zellen sind es denn geworden und wo hast Du sie gekauft?[/quote]
Diese hier.
ConducteurCC am 15 Feb 2021 12:48:39
Superkraut hat geschrieben:Ein so genanntes Top Balance habe ich ja nicht gemacht. Da die Spannung ja im Ruhezustand nahezu fast identisch ist, kann ich auch davon ausgehen das die Zellen gleich geladen sind ?
Hallo,
Das top balancing bis 3,6 oder 3,65 Volt ist unbedingt am Anfang erforderlich, damit die Zellen gleiche Ladungen haben. Sonst nutzt das nichts. Du hast ein 'middle-balancing' gemacht :roll:. Es muß bis in den TOP geladen werden, damit wirklich alle Zellen gleiche Kapazität für den Anfang haben.
Zwischen ca. 3,25 und 3,4 Volt steckt die Hauptkapazität. Da kann man mit Spannungsmessungen nicht viel anfangen zum Kapazitätsbestimmen. Du kannst nicht davon ausgehen, dass die gleich geladen sind!
Das ist eine aufgenommene Kurve einer im Gebrauch befindlichen Batt.. An der Kurve siehst Du, wo die Kapazität steckt. Unter 2,9 bis 3 Volt ist wenig und ab 3,35 bis 3,4 Volt aufwärts ist auch sehr wenig. Die Hauptkapazität steckt irgendwo zwischen grob 3 Volt und 3,5 Volt. Und da ist es mit Spannungsmessen einfach illusorisch, zu glauben, dass man die Kapazität bestimmen kann.
Das ist eine theoretische Ladekurve, die die Temp.Abhängigkeit zeigt, bzw. 'grob' bestätigt, was obere Kurve anzeigt, nur die blaue Linie verfolgen:
Man kann sogar, ganz pervers, das gesamte spätere Laden auf 3,4 Volt Maximium begrenzen, ab da sind es bis 3,65 Volt vielleicht 5% mehr Kapazität, ergibt höhere Lebensdauer (Zyklenzahl). Das versteht nur keiner! Aber in stationären Anlagen wird es oft so gemacht. Das doofe bei den JBD ist, daß man das Balancieren nur in 100mV-Schritten einstellen kann. Aber das ganze Balancieren ist reine Augenwischerei, die NICHTS bringt, außer einer optisch schönen Anzeige, wenn es überall bis auf 1mV stimmt.
Wenn Zellen auseinanderlaufen, dann passiert das nach vielen, vielen Zyklen, wenn man keine Murks-Zellen eingekauft hat. Und dann haben die Kapazitätsunterschiede von 50Ah oder mehr und dies ist durch das passive Balancing nicht mehr auszugleichen. Und schon gar nicht im oberen Knick bis 3,65 Volt, weil da keine Kapazität mehr steckt. Aber auch das versteht keiner, obwohl es ganz einfache Physik ist.
Alle Spannungsangaben sind hier natürlich nur Richtwerte, die von der tatsächlichen Chemie und dem Zustand der jeweils verwendeten Batt. abhängen, deshalb oben auch die Abweichungen in den Spannungswerten zwischen Praxis und Theorie.
traveller-71 am 15 Feb 2021 13:05:10
Superkraut hat geschrieben:Diese hier.
Super, Danke!
Superkraut am 15 Feb 2021 14:09:32
ConducteurCC
Das ist alles klar und deutlich. Dem will ich auch nix hinzu fügen .ist ja alles gesagt :) Ich habe soeben ein Labornetzteil bestellt , damit ich vernünftig auf 3,6 oder 3,65 V alle zusammen Laden kann. Wenn dann auch richtig. Ich werde später auch auf Max 3,5Volt (14V) laden und nicht höher gehen. Diese Leistung reicht vollkommen wie man sieht und ich habe noch etwas länger von der Batterie. Danke für die ausführlichen Antworten die mir hier Stunden suchen erspart haben. Daumen hoch.
Gruß Sascha
Superkraut am 15 Feb 2021 14:37:56
Kurz noch zur Info. Du meintest , man kann das Balancing beim BMS nur in 100er Schritten einstellen. Ich habe von 3400 auf 3350 gestellt und dann hat er angefangen. Ich habe das Gefühl man kann da alle Schritte eintragen. Vielleicht Habe ich jetzt aber auch was missverstanden.
Gruß
ConducteurCC am 15 Feb 2021 15:15:47
Superkraut hat geschrieben: Ich habe das Gefühl man kann da alle Schritte eintragen. Vielleicht Habe ich jetzt aber auch was missverstanden.
Ach, kann sein. Es gab Werte in den Einstellungen, die nur 100mV-weise gingen. Vielleicht hab ich da was verwechselt mit Grenzwert-Einstellungen. Wenns geht, ist's ja sogar gut.
deacheapa am 15 Feb 2021 18:44:36
ConducteurCC hat geschrieben: Das ist eine theoretische Ladekurve, die die Temp.Abhängigkeit zeigt, bzw. 'grob' bestätigt, was obere Kurve anzeigt, nur die blaue Linie verfolgen:
Nö, das sind die Kapazitätskurven in Abhängigkeit zum Entladestrom. :mrgreen:
ConducteurCC hat geschrieben:Das doofe bei den JBD ist, daß man das Balancieren nur in 100mV-Schritten einstellen kann.
Bei meinen JBD kann man in 1mV Einstellen, nur mal so. :wink: aber alles unter 15mV ist natürlich Quatsch, 35mV reicht vollkommen.
Ansonsten bin ich bei mit dem meisten bei Dir. :ja:
Gruß Dea
ConducteurCC am 15 Feb 2021 19:51:30
deacheapa hat geschrieben:Nö, das sind die Kapazitätskurven in Abhängigkeit zum Entladestrom. :mrgreen:
Hi Dea, ich will ja Dir auch einen Erfolg gönnen :roll: und nicht kleinlich sein :trotz: aber "charge characteristic curve" ist bei mir eine Ladekennlinie!
Eine Entladekennlinie sieht bei mir so aus:
deacheapa am 15 Feb 2021 20:21:20
Ja OK, :mrgreen: war die Ladekurve, hatte nicht auf die Spannung geschaut. Und von links nach rechts ist halt eh Laden.
Aber hatte eben nichts mit "Das ist eine theoretische Ladekurve, die die Temp.Abhängigkeit zeigt" zu tun, dazu müssten Kurven bei unterschiedlichen Temperaturen bei gleichen Ladestrom gezeigt werden, das meinte ich damit. :P
Gruß Dean
Superkraut am 16 Feb 2021 07:04:56
Moin,
da ich ja nun zur der Erkenntnis gekommen bin das Ein Top Balance ( Initialladung ) zwingend notwendig ist, habe ich gestern ein Labornetzteil gekauft und wird Donnerstag kommen ( dank Corona kann man ja jetzt alles ohne schlechtes Gewissen bestellen ) . 0-30V - 10A. Habe die LifePo gestern Abend wieder auf parallel geschaltet und es liegen 3,32V an. Wenn ich davon ausgehe das die Battery ca. 50% voll ist , wird es bestimmt 2 Tage dauern bis sie voll ist.
Nun meine Frage. Ich werde 3,6V und 8A einstellen um das Ladegerät nicht Stunden am Limit zu fahren. Wenn die Spannung im Moment noch 3,32V ist, kann ich dann direkt die 3,6V mit 8A anlegen ? Oder sollte ich Stufenweise hoch regeln bis 3,6V ? Ich frage lieber , habe Angst um Ladegerät und um die Zellen ;) wenn die Zellen voll sind, wird das Netzteil ja sicher die Ampere runter fahren , denke ich , oder Abschalten.
Gruß
ConducteurCC am 16 Feb 2021 09:59:32
Superkraut hat geschrieben:Oder sollte ich Stufenweise hoch regeln bis 3,6V ?
Hallo, eigentlich ist das egal. Aber ... um ein Erfolgserlebnis zu haben, würde ich es in Stufen machen.
Bei dieser, Deiner halben Ladung kann man, wenn man kann, auch 140A bei 16Volt reinschießen, weil ja noch im CC-Modus (Constant Current). :oops:
Aber Ernst beiseite: Wenn Dein Netzteil gut gekühlt ist (das wirst Du schon sehen nach einer Stunde) dann gehen auch 10A. Immer in 0,1 Volt Schritten macht das Ganze überschaubarer. Man kann auch Pausen zwischen den Schritten machen, damit sich die Spannung "setzt". Am Schluß der Prozedur auch und dann evtl. noch mal nachladen.
Das Netzteil regelt den Strom auf den Wert, der eingestellt wurde. Von 3,3 bis 3,5 V dauert es ewig, denn hier steckt die knappe Hälfte der Kapazität der Batt. . Normalerweise schaltet sich das Netzteil nicht ab, sondern bleibt mit 0A Strom einfach daneben stehen.
ABER: Ab ca. 3,5 Volt wird das anders. Hier beginnt spätestens (eigentlich schon früher) der CV-Modus (Constant Voltage). Hier muß die Spannung stimmen. Es geht dann relativ schnell auf 3,6 Volt und von da noch schneller auf 3,65 Volt. Kapazitätsmäßig ist hier nicht mehr viel zu holen, aber, wenn alle Zellen dieses Niveau erreichen, dann sind sie gleich geladen, was man mit Spannungsmessung nie rausfinden kann und was der Sinn dieser Prozedur ist.
Erst Netzteil auf die richtigen Werte einstellen und dann erst anklemmen, sonst könnte es dampfen im Netzteil, wenn es keine internen Schutzmaßnahmen hat. Und nicht wundern, wenn nach drei Tagen die Spannung abgesunken ist an der Batt..
Superkraut am 16 Feb 2021 10:23:49
Sehr bedankt. So werde ich es machen. Dann hoffe ich noch das das Netzteil auch ziemlich genau ist, wenn ich 3,65V eingebe auch nur bis 3,65V geladen wird ;)
Ich werde in einer Woche mal Feedback geben, denn so lange wird’s ja bestimmt dauern.
Nice Day Sascha
Superkraut am 17 Feb 2021 07:58:56
Moin.
Soweit ist ja alles gesagt. Um noch mal genauer auf das Top Balancing im parallel Zustand einzugehen. Ich werde es so machen wie hier natürlich besprochen. Leuchtet auch alles ein. Aber noch mal zum Verständnis die Frage.
Ich habe es so verstanden , wenn ich kein Top Balancing im Parallel Zustand mache und nur in Reihe auf 3,65V lade , werden die Zellen nicht die gleiche Kapazität haben obwohl sie alle auf 3,65V geladen wurden?
Und im parallel Lademodus auf 3,65V gleicht sich nicht nur Volt sondern auch die Kapazität korrekt aus ? Was in der Reihenschaltung bei vollladung nicht gegeben ist?
Diese Fragen sind fürs Verständnis.
Grüße
Acki am 17 Feb 2021 08:30:42
Warum so viele Diskussionen?
Das Thema Initialisierung der LiFe(Y)Po4 Zellen wird doch hier schon seit fast 10 Jahren behandelt und das Vorgehen ...
1. Zellen parallel hängen 2. Netzgerät auf 3.65V und mögliche Stromstärke stellen 3. Geduldig warten bis kein Strom mehr fliesst 4. Danach Netzgerät abhängen und Zellverbund noch 1-2 Tage so stehen lassen 5.Zellen in Serie zum Akku verbauen
... hat sich über all die Jahre bewährt!
Warum will man nun stufenweise laden? Mit verminderter Stromstärke laden? Zellen einzeln laden? Gar nicht mehr initialisieren, da der Balancer ja die Angleichung der Zellen machen soll?
Letztes Beispiel habe ich gerade in einer anderen Gruppe erlebt ... hat nicht funktioniert und nach obengenanntem Vorgehen sind der Akku und sein Besitzer nun ausgeglichen und glücklich ... :wink:
Superkraut am 17 Feb 2021 08:37:42
Moin Acki. Ja wird sich bewährt haben. Das ist so und dem widerspreche ich ja auch nicht. Mich interessiert nur gerade der Hintergrund etwas genauer , warum nicht in Reihe direkt auf 3,65Volt. Ich habe es so verstanden das egal welches BMS es nicht schafft alle exakt gleich auf die maximale Kapazität zu bringen. Das wollte ich nur noch mal bestätigt haben. Vielleicht habe ich es in diesen Beiträgen auch noch nicht richtig verstanden und es steht hier. Deswegen frage ich noch mal nach. Reines Interesse. Ich will nix am Fakt bezweifeln:)
Superkraut am 17 Feb 2021 08:56:12
Dein Zitat: Gar nicht mehr initialisieren, da der Balancer ja die Angleichung der Zellen machen soll?
Genau , hier hätte ich gerne den genauen Hintergrund gewusst. Was passiert und warum geht es nicht wirklich ! Das es nicht vernünftig geht weis ich ja. Aber warum genau. ?
Superkraut am 17 Feb 2021 17:25:08
Das zum Thema günstiges Netzteil. Aber es hilft ja nicht. Es muss ran. Ich hoffe nur nicht, das bei abfallendem Ampere die Voltanzeige hoch schießt.
Gast am 17 Feb 2021 17:30:19
Wenn du das Netzteil nicht auf 3,65 V runterdrehst, machen deine Batterien dicke Backen.
Superkraut am 17 Feb 2021 17:39:50
Hab’s auf 3,65V gedreht. Messgerät zeigt dann 3,59V. Mal beobachten.
Gast am 17 Feb 2021 17:40:59
Superkraut hat geschrieben:Hab’s auf 3,65V gedreht. Messgerät zeigt dann 3,59V. Mal beobachten.
Der Rest läuft unter Leitungsverluste.
Acki am 17 Feb 2021 18:31:50
Superkraut hat geschrieben:Hab’s auf 3,65V gedreht. Messgerät zeigt dann 3,59V. Mal beobachten.
Man stellt zuerst am Netzgerät die Spannung und die Stromstärke ein. Danach einschalten! Die Spannung der Zellen kann dann noch nicht 3.65V sein ... :wink:
Superkraut am 17 Feb 2021 18:42:25
Das Messgerät zeigt die Netzteil Spannung . Natürlich nicht die Batterie Spannung. 8) :!:
Superkraut am 25 Feb 2021 08:31:30
So , nach gut einer Woche sind die Zellen initialisiert. Gestern habe ich sie dann mal zusammen gebaut. Im Ruhezustand eine Differenz von 0,015 -0,017. Bei Entladung ungefähr das selbe. Das sollte doch dann soweit ok sein , oder ? Gegebenenfalls wird es ja durchs laden noch ausgeglichen durch den Balancer.
Dann hätte ich noch eine Frage zum Prozent Ladezustand.
Diese Werte muss ich doch sicher durch Erfahrungswerte anpassen oder ? Wenn meine Maximale Zellspannung 3,5 Volt beträgt wären das ja 100% Meine Minimale 3,1 Volt dann 20%?
Wie kann ich diese Werte entsprechend angleichen ?