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Ducato Bj 2020 - Welche Reifen sind erlaubt?


ArAl am 21 Mär 2021 17:04:54

Ich bekomme nächste Woche mein neues WoMo Sunlight Cliff 540.

In den Papieren steht folgendes:

COC-Fiat (FCA Italy):
- gebaut am 27.08.2020
- 225/75R16 C 116/114R M+S 6Jx16-68
- 225/75R16 CP 116/114R 6Jx16-68

COC-LMC (Sunlight):
- gebaut am 16.12.2020
- 225/75R16 C 116/114R M+S 6Jx16-68
- 225/75R16 CP 116/114R 6Jx16-68

Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1):
- Zulassung 18.03.2021
- 225/75R16 C 116/114R 6Jx16-68 M+S

Ich habe mir jetzt folgenden Reifen gekauft:
Continentale VanContact Camper
225/75R16 CP 118R M+S

Wurde im Fahrzeugschein die Eintragung falsch oder unvollständig gemacht? Muss ich damit ausschließlich M+S-Reifen fahren?

Sollte im Fahrzeugschein auch 225/75R16 CP 116/114R 6Jx16-68, also ohne M+S stehen?

Darf ich überhaupt den Conti 225/75R16 CP 118R M+S fahren? In den COCs steht ja "C mit M+S" und "CP ohne M+S".

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stegi am 21 Mär 2021 18:01:02

Hallole,
höherer Traglastindex geht immer.
Fahre auf meinem Womo Traglast 121er Reifen anstatt 116er, dafür genügt weniger Luftdruck, gibt Komfortgewinn...wurde so auch bei der HU problemlos begutachtet
Gute Fahrt wünscht
Stegi

Pechvogel am 21 Mär 2021 19:21:38

Die Angaben im COC gelten genauso wie die in der Zulassungsbescheinigung.




Grüße
Dirk

Anzeige vom Forum


bigsur am 21 Mär 2021 20:06:03

Hi,
der Traglfähigkeitsindex 118 steht für eine maximale Radlast von 1320 kg. Die hinter dem Schrägstrich angeführte 114 gilt übrigens für den Fall der Zwillingsbereifung, was ja bei deinem Wagen eher selten vorkommt.

Die Tragfhigkeit der Reifen muss lediglich höher sein als die halbe technisch zulässige maximale Achslast. Wenn also die in der Zulassungsbescheinigung eingetragene maximale Achslast (Felder 7.1 und 7.2) z.B mit 2400 kg angegeben ist, dann entspricht das einer Radlast von 1200 kg und damit wäre sogar ein Tragfähigkeitsindex von 115 zulässig - unabhängig davon was ansonsten in der Zulassungsbescheinigung zu den Reifen deklariert ist.

Der Reifendruck kann immer an der tatsächlichen Radlast und nicht an der technisch zulässigen eingestellt werde. Hierzu gibt es z.B. von Continental detaillierte Tabellen für jeden Reifen und Tragfähigkeitsindex: Continental Reifen Ratgeber --> Link

Es kann durchaus komfortabler aber dennoch sicher sein, den Reifendruck entsprechend zu verringern.

Auf jeden Fall brauchst du dir mit den bestelleten Reifen keine Sorgen machen.

Beste Grüße
bigsur

ArAl am 21 Mär 2021 21:19:34

stegi hat geschrieben:höherer Traglastindex geht immer.

Danke, das mit dem höheren Lastindex ist mir schon klar. Da habe ich mit 118 mehr, als ich brauche.

Aber in den COCs steht eben nicht die Kombination "CP" mit "M+S", sondern nur "C" mit "M+S", oder "CP" ohne "M+S".

Darf ich den Conti mit "CP" + "M+S" denn nun verwenden?
225/75R16 CP 118R M+S

bigsur am 21 Mär 2021 22:30:45

Das P in CP ist meines Wissens ja von Michelin vor einigen Jahren erfunden worden (so ca. 2003). Es steht für eine über den Rahmen von C hinaus verstärkte Karkasse. Dies soll berücksichtigen, dass Wohnmobile die meiste Zeit ihres Lebens stehen und nicht fahren. Sie stehen sich hierbei dann gerne eckig oder gar platt, was ja dem Reifen und auch dem Fahrverhalten nicht sonderlich gut tut. Es soll irgendwie auch der Tatsache Rechnung tragen, dass die Hälfte der Wohnmobile überladen herumfährt und dafür dann eine Sicherheitsreserve bieten. Meines Wissens wurde diese Idee nur von Michelin und Continental übernommen.
Wenn man: 1. nicht überladen fährt. also nicht mit mehr Radlast als der Reifen nach seinem Tragfähigkeitsindex kann, 2. Der Luftdruck auf den Reifen mindestens dem entspricht, was der Reifenhersteller für die gegebene Radlast fordert und 3. die Reifen während längerer Standzeiten aufpumpt auf den auf dem Reifen selbst aufgeprägten Maximaldruck um Unrundheiten zu minimieren, dann bieten die CP Reifen kaum einen Vorteil gegenüber C Reifen. Fahren darf man die C Reifen ohnehin. Am Ende reduziert sich die Zulässigkeit auf: C Reifen, Tragfähigkeitsindex, Geschwindigkeitsindex, Reifengröße.

ganz am Rande: Michelin verlangt entsprechend der ETRTO, dass die Reifen immer mit 5,5 Bar aufgepumpt werden (Sicherheitsreserve, siehe oben) - Continental erwähnt das nicht! Ich würde immer nur soviel Luft hineingeben, wie nötig

bigsur

ArAl am 22 Mär 2021 00:22:44

bigsur hat geschrieben:Am Ende reduziert sich die Zulässigkeit auf: C Reifen, Tragfähigkeitsindex, Geschwindigkeitsindex, Reifengröße.

Vielen Dank für Dene ausführliche Erklärung.

Du meinst also, dass man einen CP-Reifen auch fahren darf, wenn nur C in den Papieren steht.

Bei meiner Neuzulassung wurde ja aus den COCs nur folgender Eintrag übernommen:
225/75R16 C 116/114R 6Jx16-68 M+S

Darf ich denn auch einen Reifen ohne "M+S" verwenden?

nanniruffo am 22 Mär 2021 11:41:17

Ja darfst Du.....

Der CP Typ ist nicht Teil der Reifen-Vorgabe und ist deshalb nicht vorgeschrieben, übrigens noch nicht einmal der C-Typ. Wenn die Reifendimensionen ansonsten stimmen, kann auch ein nicht C-Reifen aufgezogen werden.

Genauso ist die Bezeichnung M+S keine Vorschrift und ist eigentlich in den COC-Angaben völlig unnötig. Wenn dieser Begriff verpflichtend wäre, würde dies ja auch umgekehrt gelten. Wenn er nicht eingetragen wäre, dürfte man dann ja im Winter keine M+S Reifen aufziehen.

Tom

bigsur am 22 Mär 2021 11:50:20

nanniruffo hat geschrieben:Ja darfst Du.....

Der CP Typ ist nicht Teil der Reifen-Vorgabe und ist deshalb nicht vorgeschrieben, übrigens noch nicht einmal der C-Typ. Wenn die Reifendimensionen ansonsten stimmen, kann auch ein nicht C-Reifen aufgezogen werden.



Das mit dem "nicht C-Reifen" ist mir völlig neu und ich denke, das wäre dann auch nicht empfehlenswert...

ArAl am 22 Mär 2021 12:31:14

nanniruffo hat geschrieben:Ja darfst Du.....

Tom, vielen Dank für Deine schnelle Information.

Dann kann ich also mit Eintrag "225/75R16 C 116/114R 6Jx16-68 M+S" jeden Reifen nehmen, der folgende Werte hat:
225/75R16
- auf Felge 6Jx16-68
- mit Tragfähigkeitsindex 116 oder höher
- mit Geschwindigkeitsindex R (170 km/h) oder höher
- mit C, CP, oder ohne diese Kennzeichen
- mit oder ohne M+S

Uwe1961 am 22 Mär 2021 12:35:00

Fast...denn wenn "C" oder "CP" in den Papieren steht...muß man auch mindestens C-Reifen fahren.

Die Festlegung eines Herstellers auf die "C"-Spezifikation hängt auch damit zusammen, dass die Fahrsicherheit nur wegen der höheren Flankensteifheit gewährleistet ist...grad bei höheren Aufbauten.

Wenn also bei der eingetragenen Reifengröße die geforderte Tragfähigkeit auch ohne "C" angeboten wird dürfen diese Ausführungen dann nicht verwendet werden.
Die freie Wahlmöglichkeit ist allerdings hier auch gar nicht relevant...diese Klein-LKW Reifengrößen werden nur als "Commercial" angeboten.

Anders ist's, wenn, wie im Falle Kangoo1 oder des guten alten T3, serienmäßig relativ schmale Reifen gefahren werden...die dann nur in der C-Version eine ausreichende Tragfähigkeit aufweisen...es aber u.U. ausstattungsabhängig wahlweise auch breitere Bereifung gefahren werden darf...die dann auch als RF / Reinforced oder sogar in "normaler" Ausführung ausreichend tragfähig ist.
Diese "PKW"-Reifen wirken sich dann bei gleicher Tragfähigkeit deutlich positiv auf den Komfort aus...weil sie ihre Nenn-Tragfähigkeit bei 2,7 statt 4,5 bzw. 5bar erreichen.

Gruß, Uwe.

gastino am 22 Mär 2021 13:12:55

bigsur hat geschrieben:ganz am Rande: Michelin verlangt entsprechend der ETRTO, dass die Reifen immer mit 5,5 Bar aufgepumpt werden (Sicherheitsreserve, siehe oben)


Das ist nicht ganz richtig. Michelin schreibt das nur für die Hinterachse vor und auch nur bei Wohnmobilen.

Vermutlich steckt in dem Reifen eine Art künstliche Intelligenz, die erkennt, ob es sich da um die Hinterachse eines Kastenwagens handelt, der als Transporter verwendet wird oder ob die Kiste zum Wohnmobil ausgebaut wurde.

Spaß beiseite, ich halte diese Angabe von Michelin für absoluten Dreck (sorry für den Kraftausdruck, aber das ist eine Schweinerei). Conti macht so was auch nicht. Der Reifendruck sollte immer der konkreten Last angepasst sein und nicht nach dem Motto "wird auch bei allerschlimmster Überladung auf der Autobahn vermutlich nicht platzen aber ansonsten Haftung und Fahrkomfort eines glattgeschliffenen Holzreifens haben" eingestellt sein. Das riecht für mich förmlich nach "wir sichern uns gegen alle noch so unmöglichen Vorwürfe ab, der Rest ist uns egal".

ArAl am 22 Mär 2021 15:22:46

Uwe1961 hat geschrieben:Fast...denn wenn "C" oder "CP" in den Papieren steht...muß man auch mindestens C-Reifen fahren.

Vielen Dank für die Klarstellung.

Dann weiß ich nun ganz genau, welche Reifen ich fahren darf:
225/75R16
- auf Felge 6Jx16-68
- mit Tragfähigkeitsindex 116 oder höher
- mit Geschwindigkeitsindex R (170 km/h) oder höher
- mit C oder CP
- mit oder ohne M+S

nanniruffo am 22 Mär 2021 15:48:50

Uwe1961 hat geschrieben:Fast...denn wenn "C" oder "CP" in den Papieren steht...muß man auch mindestens C-Reifen fahren.
Gruß, Uwe.


Danke für die Korrektur.

Die o.a Aussage (das auch C eigentlich nicht nötig oder vorgeschrieben ist, war vom Reifenhändler meines Vertrauens, habe jetzt aber nachgelesen und offenbar ist bei C oder CP wirklich mindestens ein C-Reifen Vorschrift. Werde dem Reifenhändler nun mein Vertrauen entziehen .... :roll:

an: gastino (s.o)

Die Angabe von Michelin über den Reifendruck von 5,5 bar auf der Hinterachse als "Dreck" zu bezeichnen ist aber auch nicht so ganz richtig. :twisted: Denn früher stand dieser Hinweis, der von irgendeinem Gremium der Reifenhersteller ins Leben gerufen wurde, auch im Conti-Reifenlexikon. Warum er heute nicht mehr drin steht, entzieht sich zwar meiner Kenntnis, ich habe aber damals mal irgendwo gelesen, warum dieser Hinweis (5,5 bar auf HA) gegeben wurde und von einigen Herstellern eben auch heute noch gegeben wird.

Die Reifendruckangabe in den Tabellen sind Werte für den statischen Druck, also das stehende Fahrzeug. Beim Fahren und Federn (also bei der dynamischen Belastung) auf Bodenwellen oder bei Schlaglöchern entstehen kurzzeitig erheblich höhere Belastungen für den Reifen. Für die "normalen" Chassis ist diese mögliche dynamische Spitzenbelastung in den Tabellenwerten quasi eingerechnet, daher stimmen die Werte auch für ein "normales" Kastenwagenwohnmobil.

Bei vielen (fast kann man sagen, bei den allermeisten) Wohnmobilen mit Aufbauten ist aber der Hecküberhang erheblich länger als bei den serienmäßigen Kastenwagen. Und damit ist auch der Hebel der hinter der Hinterachse verbauten Last erheblich höher und dieser Hebel erhöht die dynamischen Lastspitzen bei Bodenwellen, Schlaglöchern etc. an den Hinterachsreifen bei aufgebauten Wohnmobilen (im Vergleich zu Kastenwagen) genauso erheblich. Und diese Erhöhung der dynamischen Belastung durch den Hebel des Heckübergangs ist eben in den üblichen Tabellen eigentlich nicht eingerechnet. Man hätte dies auch nicht irgendwie einrechnen können, da die Heckübergänge ja unterschiedlich groß sind. Daher ist man eben dazu übergegangen, die 5,5 Bar auf der HA vorzugeben, damit man eben so viele "Hecküberhang-Ergebnisse" wie möglich mit berücksichtigt hat.

Also "Dreck" ist das sicher nicht und so ganz unlogisch ist es auch nicht, nur eben leider halt sehr pauschal.

Tom

gastino am 22 Mär 2021 16:06:02

nanniruffo hat geschrieben:Also "Dreck" ist das sicher nicht und so ganz unlogisch ist es auch nicht, nur eben leider halt sehr pauschal.


Deswegen meine ich ja, dass so eine pauschale Angabe "Dreck" ist. Eben wegen der Pauschalität. Da muss man sich um der Sicherheit willen eben mal etwas mehr Arbeit machen und beispielsweise je nach Überhang gestaffelt zusätzlichen Druckaufschlag angeben. Dafür ist ja eigentlich so eine Tabelle da, damit man mit ordentlich angepasstem Druck unterwegs sind. Goldstandard wäre dann dazu noch eine Begründung wie Deine. So schickt man halt mit dieser Angabe den Großteil der Wohnmobilfahrer mit wirklich unangepasstem Reifendruck durch die Gegend. Und das ärgert mich unheimlich, wenn sich Hersteller gerade da keine Mühe geben.

ArAl am 23 Mär 2021 12:53:40

gastino hat geschrieben:Dafür ist ja eigentlich so eine Tabelle da, damit man mit ordentlich angepasstem Druck unterwegs sind.

... und so habe ich mir die Werte für meine neuen
Continental VanContact Camper
aus der Tabelle geholt:

Vorderachse: 3,0=1685, 3,25=1800, 3,5=1910 (bar=kg)
HInterachse: 3,0=1515, 3,25=1615, 3,5=1715, 3,75=1815, 4,0=1910, 4,25=2005, 4,5=2095 (bar=kg)

Wenn mein neues WoMo komplett ausgestattet ist, werde ich mal die Vorderachse und die Hinterachse wiegen und dann nach meinen Werten den Reifendruck fahren.

Lt. COC und Fahrzeugschein darf ich vorne max. 1850 und hinten max. 2000 kg haben, also fahre ich erstmal vorne 3,25 und hinten 4,25 bar, bis ich die Achsen gewogen habe.

Trotzdem werde ich regelmäßig den Verschleiß innen/mittig/außen messen und bei Bedarf den Reifendruck anpassen.

Meganus am 23 Mär 2021 13:22:25

Wenn das Fahrzeug mit einer serienmäßigen Reifendruckwarnsystem ausgerüstet sein, wird der "Unterdruck" ständig im Armaturenbrett zusehen sein,

Gast am 23 Mär 2021 14:14:00

Meganus hat geschrieben:Wenn das Fahrzeug mit einer serienmäßigen Reifendruckwarnsystem ausgerüstet sein, wird der "Unterdruck" ständig im Armaturenbrett zusehen sein,


Die Grenzwerte sind über den Bordcomputer einstellbar.
Das kann dir dein Basisfahrzeughändler bzw. Reifenhändler auf gutes zureden einstellen.

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