jetzt ist es passiert... nach langem hin und her, und ob ich das überhaupt darf, hab ich nun die hintere Rundsitzgruppe unseres Euras in ein Festbett umgebaut.
Der Weg war lang und steinig, weil seitens des Herstellers gab es absolut NULL Info! Bis ich mal jemanden gefunden hab, der vom Fach auch eine korrekte Aussage gemacht hat, ist einiges an Wasser die Isar runter gelaufen.
Na gut, hier nun die geballten Erfahrungen des Umbaus...
Zur Info: ich hatte eigentlich ein wunderschönes PDF vorbereitet, was ich hier aber nicht hochladen konnte, weshalb die Texte jetzt aus dem Konsens gerissen sind. Aber, ich glaube Ihr könnt Euch das selbst zusammenreimen :D
Hier der Originale Unterbau der Rundsitzgruppe, die eher spartanisch aufgehängt war
Die Eisenstangen sind nach vorne mit dem Unterboden verschweißt…
… aber hinten auf das Holz nur aufgelegt, weshalb hier keinerlei Steifigkeit für die Stabilität des Hecks gegeben ist
Die Anfrage an den Hersteller, ob man die Stangen problemlos rausmachen kann, ist leider unbeantwortet
geblieben, also hab ich einfach mal angefangen und die Kästchen raus gemacht
Hier kann man ein wenig den Unterbau und die Verbindung zur Wohngruppe nach vorne erkennen
Und als mir dann eine Werkstatt für Wohnmobil-Ausbau endlich grünes Licht gegeben hat, hab ich die Stangen einfach heraussägen können. Auf der Flucht zur Toilette rechts habe ich den Überstand vorsichtshalber behalten
Als neuen Unterbau hab ich Alu-Profil-Stangen 4x4 auserkoren, da sie leicht sind und eine höhere Stabilität als Holz haben
Die mittleren beiden Stangen habe ich mit den Eisenstangen des Unterbaus fest verschraubt, um hier
eine höhere Stabilität für die Toilette und nach vorne zu erzielen - das ist mehr als vorher drin war
Die Stangen sind 110cm hoch und über Eckverbinder mit 8er Stahlschrauben verschraubt. Von seitlichen
Verstrebungen hab ich abgesehen, weil die Holzplatten darüber diese fixieren. Alle Alu-Profile sind zusätzlich mit den Wänden und dem Unterboden verschraubt
Die Platten (3x 215x50x2) wurden mit den darunter liegenden Alu-Profilen verschraubt, sind direkt unter
dem Rollkasten anstehend und verklemmt, wodurch nochmal eine höhere Stabilität erzielt wird. Das
stehende Holzbrett hinter der Küchenzeile ist 90x65cm. Der Durchgang 90x60cm.
Die Latten (oben) waren für den Rost gedacht, hab ich dann aber mit einem gebrauchten Rollrost aus
Hartholz gelöst. Die Lastverteilung ist somit optimal nach Außen und in die Mitte gelenkt, und die zukünftigen Matratzen gut unterlüftet
Darunter ist ein riesiger Stauraum entstanden, den ich eigentlich untervermieten könnte
An einigen Alu-Profilen hab ich noch Schienen eingebracht an denen ich später z.B. Regale anbringen kann
Und irgendwann kommt rechts auch eine größere Heckgaragentür rein
Jetzt noch zum Wohnraum hin mit U-Profilschienen und Falltür zu machen, mit Dreifach-Funktions-Öffnung
für Belüftung, Trittstufe und Griff zum rausheben, sowie U-Profil für die obere Abschlusskante
Als Auflagen haben meine Frau und ich 2 handelsübliche Kaltschaum-Matratzen gewählt, wo wir die eine
passend zugeschnitten haben
Die Liegefläche beträgt wunderbare 2m Länge, Links 1,5m Breite = Kopfseite und Rechts 1,27m = Fußseite. Probeliegen war schon mal sehr gut
Und so schauts jetzt aus … , fasst wie im Originalen
Das Innenraum-Farbkonzept obliegt meiner Frau, da hab ich keinen Einfluss drauf
Kosten
4er Alu-Profil: 8x 110cm; 2x150cm: 2x 120cm (Ebay) = 168,98 €
Alu-Profil Eckverbinder: 8 Stück (Ebay) = 33,20 €
Satz 8er Stahlschrauben: 50 Stück (Baumarkt) = 13,50 €
Alu-Profil Einlegeschienen: 5 Stück (Ebay) = 29,50 €
Holzleisten: 4x 200x4x2cm; 1x 200x8x2cm (Baumarkt) = 07,16 €
Holzplatten: 1x 60x90; 1x 65x90 (Baumarkt) = 26,11 €
Roll-Lattenrost gebraucht (Ebay-Kleinanzeigen) = 15,00 €
Aluwinkel: 8 Stück 4x4 (Baumarkt) = 10,00 €
Profilschiene 17mm innen: 2x 2m (Baumarkt) = 25,00 €
Matratzen: (Ebay) = 90,00 €
12 Volt Lampe: für Heckgarage (Ebay) = 15,50 €
Gesamt: = 433,95 €
Plus diversen Holzschrauben (habe ich zum Abwinken ;)
Zeit
Reine Bauzeit ca. 15 h = unbezahlbar
Fazit
Der Umbau war jetzt nicht soo schwer, obwohl ich nicht vom Fach bin, sondern nur normaler Heimwerker. Wenn ich vorher gewusst hätte, was ich jetzt weiß, wäre ich auch deutlich schneller gewesen. Aber die Zeit für die Planung hat schon ziemlich gedauert und mir auch teilweise den Schlaf geraubt - ich wollte ja alles richtig machen und irgendwann auch fertig werden. Die Alu-Profilstangen musste ich auf die entsprechende
Länge teilweise kürzen und, um die Eckprofile anzubringen, hier auch mit Gewindeschneider M8er Gewinde bohren, was keine leichte Arbeit und zeitaufwendig war. Jetzt sind alle Alu-Profile in alle Richtungen gesichert und bringen so eine sehr gute Versteifung ins Heck, was eine deutliche Verbesserung zu vorher ist. Alu-Profil-Stangen auch deshalb, weil sich hier nachträglich Haken, Ösen, Gurte, Regale, etc. anbringen lassen für das ganze Zeug was da rein soll.
Von der Frau gabs den Daumen hoch (was will Mann mehr ). Alles in allem hat es sich also gelohnt und wir sind schon sehr gespannt, auf die erste Übernachtung im neuen Bett

