Ich bearbeite gerade die Dach-Dichtungen an unserem Wohnmobil (Bürstner A 532 Special). Da es bei Nichtgebrauch trocken steht haben wir es die letzten Jahre immer hinausgezögert die Abdichtung des Daches halbwegs vernünftig anzugehen.Da man aber in den Ecken des Alkoven langsam die Holz UK durchschimmern sieht soll es nun dicht werden. Leider gibt es keine offensichtlichen Stellen an denen die Abdichtung durchlässig ist. Vielleicht viele kleine undichte Stellen?

Mein Plan war eigentlich komplett umlaufend die Aluleisten runter, Gummi runter und anschließend neu mit Dekasil abdichten.
Leider musste Ich feststellen, dass Bürstner scheinbar keinen Dichtstoff sondern einen Klebstoff genutzt hat zwischen Alu und Gummi. Zumindest kriege Ich das Gummi auch mit beträchtlichem Kraftaufwand nicht angehoben / abgezogen (bei den Dachluken die Ich vor einigen Jahren neu eingedichtet habe war das gänzlich anders - dort war offensichtlich Dichtstoff verbaut).
Es könnte natürlich auch sein, dass hier einer der Vorbesitzer schon einmal Hand angelegt hat / anlegen hat lassen, aber es sieht eigentlich nicht danach aus.

Weiß Jemand etwas über die von Bürstner beim A 532 Special (Baujahr 96) verwendete Abdichtungstechnik oder den Klebstoff? Oder kann meine Beobachtung (Gummi verklebt) bestätigen?
Ich möchte natürlich vermeiden das Gummi oder sogar das Alublech zu beschädigen und am Ende eine nicht mehr beherrschbare Baustelle zu haben.Da das WoMo sowieso schon sehr alt ist (26 Jahre) und es ansonsten trocken steht erwäge Ich jetzt eine "Notlösung" die zumindest beim Gelegentlichen Regenschauer hilft.
Derzeit erwäge Ich folgende Optionen:
- Überfugen: Mit dem Fugenmesser die Fuge zwischen Alublech und Gummi ein paar mm auskratzen und anschließend mit Klebestoff versiegeln (vorher natürlich abkleben damits sauber aussieht).
- Dichtband: Mit 3m Dichtband (4412N) die Kanten abdichten.
Die Lösung mit Dichtband wäre für die Fläch auf dem Dach sicherlich einfach und schnell auszuführen. Für die wagerechten Kanten (Alkoven Unten links / rechts) bei denen das Band aufs Hammerschlagblech geklebt werden müsste kann Ich mir das nicht gut vorstellen (hässlich und nicht dicht). Hier wäre die Lösung mit Überfugen vielleicht sinnvoller.Gibt es Erfahrung mit der Haftung von Klebstoffen auf den Gummis? Wäre Sikaflex 552 eine gute Wahl?
Danke im Vorraus,
Michael

